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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.11.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-11-30
- Erscheinungsdatum
- 30.11.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19181130
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. 277, 30. November 1818. den kann, der die Tagespolitik genauesten? verfolgt. Unserem Volke fehlen aufklärende politische Schriften (die vielen offiziösen und halbossiztösen Ergüsse vergangener Tage meine ich damit natürlich nicht), Schriften über die Rechte und Pflichten des freien Staatsbürgers. Die großen Mas sen sind die geistig Hungernde n. Unter den geistig Hungernden verstehe ich auch die vielen Tausende von Beamten, Lehrern, Landwirten, kleinen Geschäfts inhabern usw., die draußen in den kleinen und kleinsten Pro- "binzorteu wohnen. Außer ihrer Zeitung und diesem oder jenem Fachblatt ist ihnen an geistiger Anregung wenig oder nichts ge boten. Die nächste Buchhandlung befindet sich oft stundenweit entfernt in der nächsten Kreisstadt, und wie sollen also all die vielen Bewohner des flachen Landes von Neuerscheinungen, die innerhalb ihres Jnteressenkreiscs liegen, erfahren? Es gibt eine Möglichkeit: den Weg der Zeitungspropaganda ! Man kann nicht in all den kleinen Lokalblättern inserieren, aber es gibt genügend großstädtische Zeitungen, die ihre Verbreitung ganz oder zum größten Teil in den in Frage kommende» Kreisen der Provinz haben. Es ist merkwürdig, daß man in diesen Blättern die Versandbuchhandlungen immer und immer wie der vertreten findet. Diese haben also den Wcrbewert dieser Blätter längst erkannt, nur die große Zahl der Verleger und Sortimenter hat diese unerschöpfliche Verdicnstquelle ungenutzt gelassen. Darum jetzt heran an die Entwerfung einer Werbeplanes für kommende, hoffentlich bessere Tage, es darf nicht mehr Vor kommen, daß auf dem Lande nur der Familien- oder landwirt schaftliche Kalender als ausschließliche geistige Kost zu finden ist, und es darf nicht mehr Vorkommen, daß die übergroße Masse unseres Volkes dem Buch als solchem fremd gegenllbersteht. Berlin. Wolfgang Henkel. /Vnnusire äe I'-V88ocistion äe Is Pre88e 8ui88e 1917/1918 et ciironique politique 1917. ^alirbucb se8 Verein8 äer 8clivvelrer. Pre88e I9I7/I918 uns Politi8cbe Ltironik 1917. l^erausxe^ebev vom Verein der 8e Kreiser. I're 886. 8. dadrALNA. 8". 524 8., 3 lakein mit Lild- ni886n. Aürioll 1918, Oruek und Verlag: ^rt. In8titut Oreil I^ü88li. Oeb. 8 I'r. Nach dcr starken Jnhaltsvermehrung des vorigen Jahrgangs mit 741 Seiten zeigt der nun vorliegende 8. Jahrgang wieder den früher gewohnten geringeren Umfang. Er beschränkt sich im wesentlichen auf Bcreinsnachrichten mit Verzeichnissen der Vorstände und Mitglieder, auf zwei nach örtlichen und nach stofflichen Gebieten geordnete Ver zeichnisse der in der Schweiz erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften und auf die über 200 Seiten füllende »Politische Statistik und Chro nik« des Jahres 1917, die wieder von vr. Walter Wettstein ausge arbeitet und nicht nur zeituugstechnisch wertvoll ist, sondern auch dem Nichtfachmanu interessante zeitgeschichtliche Belehrung bietet. Denn in knapper Form und wohlgeordneter Tagesfolge hält sie dem Leser die wichtigen Geschehnisse aus dem politischen Leben der Schweiz und der kriegerisch bewegten Außenwelt in lebendiger Erinnerung, ein schätzenswerter Gcdächtnisrückhalt in dieser bewegten Gegenwart, in der Ereignisse von geschichtlicher Bedeutung einander jagen und man ches dem überlasteten Gedächtnis nur gar zu leicht entfällt. Um fangreiche Totentafeln mit Namen und Sterbedatcn hervorragender Persönlichkeiten der Schweiz und des Auslandes sind angeschlossen. Die Mitgliederlisten der zahlreichen Prcssevcreine nehmen viele Seiten in Anspruch. Der Landesvercin, »Verein der Schweizerischen Presse«, zählt 687 Mitglieder. Zwei Verstorbene, Albert Gonnard, Chefredakteur des »douriwl de Oenöve« (f 7. März 1917), und Edouard Secretan, Direktor der »OaLetts de I^ausarme« (f 12. Ok- ber 1917), werden in Wort und Bild gewürdigt. Dem allgemeinen Landesverein sind — nach Bezirken, Kantonen, Städten - 12 Sek tionen angegliedert, örtliche Vereine, deren Mitgliedcrzahlcn zumeist gleichfalls bedeutend sind. Entsprechend ist auch die Gesamtzahl der in der Schweiz erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften überraschend 722 groß. Gegen 1916 ist sie zwar um 152 zurllckgegangen, ist aber mit der gewichtigen Zahl 1518 immer noch vielsagend genug und ein Zeug nis des großen Leseeifers des Schweizer Volkes und seiner geschäft lichen Regsamkeit. Den beiden Titelblättern (französisch und deutsch) folgt eine Tafel mit den Bildnissen der sieben Mitglieder des Schweizerischen Bundes rats. Ein umfangreiches Verzeichnis über fast 400 Neuerscheinungen des Verlags Art. Institut Orell Füßli, meist aus 1917, gefolgt von Anzeigen ans dem ungewöhnlich belebten Zeitungsfach, schließt da- nützliche Buch ab. E. 'Musterbücherei. Verzeichnis empfehlenswerter Werke, die den Grundstock einer jeden Büchersammlung bilden, mit Text- und Bilderproben. Vorrätig oder bestellbar in jeder Buchhandlung. Ausgegeben am 1. September 1918... Kl. 8". IV, 72 S. (22 ganzseitige, 5 Textbilder, 1 Faksimile). Leipzig und Wien, Verlag des Biblio graphischen Instituts. Das schlichte kleine Buch, ein Werbeheft für den Verlag deK Bibliographischen Instituts, bekundet einzig im Titelwort und dessen erläuternder Gefolgschaft seinen werbenden Zweck; im übrigen ent hält es sich aufdringlicher, übrigens auch unnötiger Lobeserhebung. Der Inhalt spricht für sich selbst. In Wort und Bild nehmen vor allem die bekannten großen und größten Verlagswerke die Aufmerk samkeit des Lesers gefangen. Anknllpfcnd an die große Zeit, die wir durchleben, eröffnet Dietrich Schäfers mehrbändiges Werk über den Weltkrieg die Reihe. Es folgen Meyers Großes und Kleines Kon versations-Lexikon, Brehms Tierleben und alle die bekannten be deutenden Einzel- und Rechenwerke des Verlags, erstere — neben anregenden Bildern — von knapper Jnhaltsbeschreibung begleitet^ letztere von Übersichten der Bände und Titel. Die Fruchtbarkeit und Vielseitigkeit des großen Verlages ist bekannt, ebenso die glückliche Wahl seiner Autoren, die wissenschaftliche, literarische oder künstle rische Bedeutung seiner schöpferischen Mitarbeiter, nicht minder die Sorgfalt seiner technischen Herstellung. In diesen Vorzügen dürfte das vielleicht Anspruchsvolle des Titels seine volle Rechtfertigung finden. Vornehm in der Ausstattung, zurückhaltend mir Anpreisung, reich und interessant in sachlich Gebotenem, wird das Heftchen schnell seinen Weg znm Entschluß bei all den vielen finden, deren Verlangen nach Büchern und ihrem Besitz in den Stürmen des Weltkriegs er wacht ist. Wenn nicht alle Zeichen trügen, so ist ihre Zahl ständig im Wachsen begriffen. Aufmerksame und ausdauernde Versendung de- kleinen Werbeheftchens dürfte gute Erfolge zeitigen und dem Sortiment wertvolle neue Kundschaft zuführen. N. Innsbrucker Kriegs-Flugblätter 1914—18. Bl. l—400. Autogr.-Verlag »Der Kriegs sammler.«, Zürich. Preis: ord. Fr. 200.—. Zu be ziehen durch Verlag der Verbindung Hans Rhaue, Zürich. Diese Kriegsslugblätter find ein ganz eigenartiges Kriegsdokn- ment. Sie enthalten Gelegenheitsdichtnngen, als deren Verfasser Os kar Blabel zeichnet, nnd nehmen znmcist Bezug ans besondere KricgS- ercignisse ober hervorragende Waffentaten der österreichischen und deutschen Armeen; daneben finden sich lyrisch« Porträts bekannter österreichischer Heerführer, allgemeine Betrachtungen und kleine Genrebildchen. Die Zierleisten und bildmäßigcn Zeichnungen, die die einzelnen Kriegsslngblättcr schmücken, sind zumeist dein Inhalt und der Stimmung der Gedichte angepaßt. Zeichnungen nnd Verse be kunden guten Willen und anerkcnnnngswertes Bestreben, den Kame raden das Erlebnis des Krieges innerlich naheznbringcn. Wahrschein lich von Soldaten für ihre Kameraden geschaffen, haben sie wohl ihren Zweck vollkommen erfüllt. Auch für die Zukunft bleiben sie immer hin von einigem kunstgewerbliche» Interesse. Darum wird man es dem Verlag danken müssen, daß er sich die lückenlose Übernahme dieser ursprünglich einzeln in Innsbruck erschienenen Flugblätter angelegen sein ließ und sie geschlossen als Sammelband herausgab. I. Th.
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