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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.10.1930
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- 1930-10-30
- Erscheinungsdatum
- 30.10.1930
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- Deutsch
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X« 253, 30. Oktober 1930. Redaktioneller Teil. Börsenblatt s. L. Dtschn Buchhandel. -j-M oorthamers, Georges, Antwerpen, 80, ^v. cke^rance. Antiquariat. Gegr. 1886. 25123 u. 29557. — TA.: Curio- book. — V Lanque pour le Commerce et 1'Inciustrie ck'^uvers.) Otto's Buchversand Inh. Hermann Otto, Dort- in u n d, erloschen. sTir.s -j-N e s o r m i e r t e Bücherstube, Zürich 1, Briessach Fil. Rä- x mistraße. Stadelhofer Str. 38. Sortiment und Verlag für re formierte Literatur. Gegr. 1/XI. 1929. 44256. — d Dep.- Kasse Seefeld der Schweizerischen Kreditbank. — ^ Zürich VIII 18133; Stuttgart 28655.) Inh.: Reformierte Bücherstube e. V. Geschäftsf.: vr. für. Charles Schiile. Prokur.: Fürchte gott Schweiker, Hans Boßhard. Leipziger Komm.: rv. Wall mann. Schlüter L Co. Ges. m. b. H., Leipzig, wurde im Adreßbuch gestrichen. S ch w a r z, H a n s, G r c i z. Jetzt: 4-. sB. 246.s Veldens Bücherstube, Fr. M. von den, Berlin-Wil mersdorf, ging ohne Akt. u. Pass, an Hermann Wehdeking über. sB. 246.) ^Verlag der »Asia Major« I)r. Bruno Schindler, Leipzig C 1, wurde in eine G. m. b. H. umgewandelt, die Verlag Asia Major G. m. b. H. firmiert. H;I)r. Bruno Schind ler wurde zum Geschäftsführer bestellt. Adresse jetzt: Leipzig C 1, Liebigstr. 6. jetzt: 13622. sDir.s HrV e r l a g Josef Lehn er, Donauwörth, erloschen. sDir.) fV erfand Hellas Otto Fiedler, Berlin-Tempel- hof, Moltkestr. 1. Bücher- und Photo-Bilder-Versand. Gegr. 1918. Siidring 3454. — V Darmstädter- und National bank, Dep.-Kasse Tempelhof. — 54348.) Leipziger Komm.: >v. Hermann L Schulze. -s-W e r ks - V e r l a g Mueller L Co. m. b. H., Köln-Mül - heim, Hansahaus. Neisebuchhandel. Gegr. 26/VIII. 1926. Köln 61122. — E2 Dtsche Bank u. Disc.-Ges., Zweig stelle Köln-Mülheim. — Köln 71721.) Inh.: Paul und Carl Mueller. Leipziger Komm.: Volckmar. Kleine Mitteilungen 75 Jahre G. E. C. Gad in Kopenhagen. — Von alters her sind die Beziehungen zwischen dem dänischen und deutschen Buchhandel eng und mannigfach: wenn auch, in Anbetracht des Sprachunter- schiedes und der Verschiedenheit der Bevölkerungszahlen, das größere Land von dieser Verbindung mehr Vorteil hat als das kleinere. Bc- bereits vor mehr als 100 Jahren wurden die Bücher von Goethe und Schiller von den Gebildeten in Dänemark mit ebenso großem Inter esse gelesen und besprochen wie in Deutschland selbst. Heutzutage ist es noch ebenso: Beim Erscheinen neuer deutscher Bücher von Bedeu tung wird man in Kopenhagener Tageszeitungen und Monatsschrif ten eingehende Besprechungen finden, und oft werden solche Bücher ins Dänische übersetzt. Deutsche Verleger werden viel darüber berichten können, wie umfangreich ihre Sendungen an Büchern, Zeitschriften, Journalen usw. an dänische Sortimenter sind. Eine nicht geringe Anzahl von diesen sind auch Mitglieder des Börsenvereins. Dänische Bücher werden selbstverständlich nicht in demselben Maßstabe nach Deutsch land verkauft; doch gibt es viele Fälle, wo deutsche Bewunderer von — um nur einige Namen zu nenncu — Soren Kierkegaard, H. C. Andersen, I. P. Jacobsen, Herman Bang, Andersen Nexö, Jo hannes V. Jcnsen die dänische Sprache erlernt haben, um diese Ver fasser in der Originalsprache lesen zu können. Junge, dänische Ge hilfen gehen oft nach Deutschland, um dort die deutsche Sprache und den deutschen Buchhandel zu studiereu. Die dänische buchhändlerische Organisation ist teilweise nach dem Muster der deutschen aufgebaut. Die strenge Einhaltung des Ladenpreises ist ihr oberstes Prinzip. In Anbetracht dieser nahen Beziehungen zwischen dänischem und deutschem Buchhandel war auch die Jubelfirma G. E. C. Gad seit ihrer Errichtung dem deutschen Buchhandel angeschlossen; im Jahre 1888 wurde sie Mitglied des Börscnvcreins. Der Gründer der Firma, Gottlieb Ernst Clausen Gad, wurde am 25. September 1830 als Sohn des Bischofs P. C. S. Gad in Kopenhagen geboren. Von 1845 bis 1855 war er als Lehrling und Gehilfe in der »Gyldendalskc Boghandel« tätig und unternahm dann eine dreimonatige Reise ins Ausland, wobei er auch mit der Firma T. O. Weigel in Leipzig Verbindung anknüpfte. Am 31. Oktober 1855 etablierte er sich in einer der Hauptstraßen Kopenhagens, und zwar zuerst als Buch- und Papierhändler, doch gab er nach wenigen Jahren das Papiergeschäft auf und widmete sich ausschließlich dem 1042 Sortiments- und Verlagshandcl, wie es die Firma noch heute tut. 1866 konnte Gad ein Haus erwerben. Im Jahre 1882 wurde G. E. C. Gad, der eiue sehr bescheidene vornehme Persönlichkeit war und von seinen Berufsgenossen hoch geachtet wurde, zum Universitätsbuch händler ernannt. Der dänische Buchhandel war ihm besonders dafür dankbar, daß er seit 1851 bereits das wöchentliche Verzeichnis der erschienenen dänischen Bücher mit der größten Genauigkeit bearbei tete. Diese Arbeit wird von der Firma auch heute noch geleistet. Das Vertrauen seiner Berufsgenossen trug G. E. C. Gad verschie dene Ehrenämter in den dänischen Buchhändlerorganisationen ein. U. a. war er von 1897 bis 1902 1. Vorsitzender des »Dänischen Buch händlervereins«. Als Sortimenter und Verleger glückte es ihm in dieser Eigenschaft oft, bei den Reibungen zwischen Sortimentern und Verlegern zu vermitteln und auszugleichen. Wegen seiner verdienst vollen Arbeit wurde er an seinem 70. Geburtstag im Jahre 1900 Ehrenmitglied des Dänischen Buchhändlervereins. Sechs Jahre später schloß G. E. C. Gad, der Gründer der Jubelsirma, die Augen für immer. Sein Sohn, Frederik Gad, gab am 25. September 1930, dem 100. Geburtstage des Verstorbenen, eine Gedächtnisschrift her aus, in der die charakteristische, gerechte und fleißige Persönlichkeit eingehend geschildert ist. Die Firma wurde nun von den Söhnen Oscar und Frederik Gad weitergeführt, die beide im Jahre 1897 als Teilhaber in das väterliche Unternehmen eingetreten waren. — In dem gleichen Jahre war übrigens das alte Geschäftshaus niedergerissen und durch ein neues ersetzt worden. Oscar Gad — wie auch sein Bruder — hatte einige Jahre im Ausland gearbeitet, u. a. bei E. A. Seemann in Leipzig. Nach seiner Heimkehr widmete er sich besonders der Verlags abteilung der Firma; das Erscheinen mehrerer großer Verlags unternehmungen war seiner Initiative zu verdanken. Bereits 1920 starb Oscar Gad. Seither ist die Firma im Allein besitz des jüngeren Bruders und bisherigen Teilhabers, Herrn Frederik Gad. Uber eine bewundernswerte Arbeitskraft verfügend, hat dieser es verstanden, die Tradition des Hauses so wohl auf dem Gebiete des Verlags als auch des Sortiments fortzu setzen, sodaß die Firma heute eine der größten ihrer Art im Norden ist. Ein gegen 200 Seilen starker Katalog, der soeben zum Versand kam, gibt Auskunft über die in den letzten 25 Jahren verlegten Bü cher. Wenn man die 113 Seiten, die den systematischen Teil des Katalogs ausmachen, durchsieht, fällt es sofort auf, daß die schöne Literatur fast nicht vertreten ist. Dagegen findet man 14 Seiten Theologie, 34 Jurisprudenz und Sozialwissenschaft, 9 Geographie und Reisen, 12 Naturwissenschaft, 13 Technik und 15 Geschichte. Die Richtung des Verlages ist dadurch gekennzeichnet. Von einzelnen Verlagsartikeln, außer einer ansehnlichen Reihe von Univcrsitätslehrbüchern, seien hier nur erwähnt: »Dänisches Gesctzlexikon«; »Wochenschrift für Nechtswcsen«; »Neichsgerichts- zeitung«; Trap: »Dänemark«, eine lObändige geschichtlich-topogra phische, reich illustrierte Beschreibung Dänemarks; »Handbuch der Handelswissenschaft«: »Illustriertes Gartenlexikon«: »Die Flora des Nordens«; »Die Fauna Dänemarks«; eine lange Reihe illustrier ter »Künstlerbiographien«. Im Laufe der Jahre wurde der Firma G. E. C. Gad ferner der Hauptvertrieb der Publikationen zahlreicher öffentlicher und privater Institutionen übertragen, von denen wir einige anftthren: Die Ministerien, die Universität, die General direktion der Post, das Meteorologische Institut, den Magistrat Kopenhagens, den Dänischen Geologischen Verein, den Touristen- vcrein und sehr viele andere. Wie sein Vater hat auch Herr Frederik Gad im Lause der Zeit verschiedene Vertrauensämter innerhalb der dänischen Buchhändlcr- organisationen bekleidet. Als 1. Vorsitzender des Dänischen Buch- händlervereins hatte er in den Jahren 1918 bis 1930 auch wiederholt Gelegenheit, die stets wieder auftauchendcn Differenzen zwischen Sortimentern und Verlegern zu beseitigen. — An dieser Stelle möge auch eines treuen Mitarbeiters des Hauses gedacht werden: des jetzigen Prokuristen F. Lamprecht, der seit 54 Jahren den In habern eine wertvolle und zuverlässige Stütze ist. Jubiläen. — Die Buchhandlung von Rudolf Schürch in Zürich, Rathausquai 12, neuerdings im Adreßbuch unter der Firma H. L E. Sprecher, Buchhandlung zum Rüden, in Zürich besteht am 1. November 75 Jahre. Die Firma wurde 1855 im gleichen Hause, in dem sie sich heute noch befindet, in dem schönen alten Zunfthaus »zum Rüden« von C. Honegger-Schmid als Buch handlung, Journallesezirkel und Leihbibliothek gegründet und ge meinsam von ihm und seiner Frau betrieben. Nach dem Tode der Eheleute Honegger ging das Geschäft am 12. März 1881 an B. .Honegger über. Sieben Jahre später kam cs durch Kauf an I. Müllcr-Baumann. I. Müller war schon im Jahre 1859 als Post-
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