Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.06.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-06-03
- Erscheinungsdatum
- 03.06.1922
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19220603
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192206033
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19220603
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1922
- Monat1922-06
- Tag1922-06-03
- Monat1922-06
- Jahr1922
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. X° 128, 3. Juni 1922. ttberseewoche Hamburg, 17.—27. August 1922. — Bereits im Bör senblatt Ar. 120, Seite 753, haben mir über verschiedene Buchaus- stcllungcn Nachricht gegeben, die aus Anlaß der Hamburger Ilbcrseemvche dort geplant sind. Wie aus einer Anzeige im Börsen blatt Nr. 126, Seite 6264, hervorgeht, kommt zu den bereits gemeldeten Hauptversammlung des Börsenvereins liegt, bedeutet eS nicht mehr und nicht weniger als das Todesurteil des Sortiments. Bis heure, Herr Kollege, hatten Sie Gelegenheit, Ihr Lager umzuzeichnen, nicht etwa um Konjunkturgewinne damit zu machen, beileibe nicht, lediglich um die schon vor der letzten Veröffentlichung der Preiserhöhung ge PersrnialiMMteii. Ausstellungen noch eine Sonderausstellung der Fachliteratur für habten Konjunkturverluste einigermaßen auszugleichen. Ab heute habe» Städtebau, Sicdlungswesen, Wiederaufbau, Er- Sie diese Gelegenheit nicht mehr. Sie hatte» kürzlich Ist Exemplare satzba NW eisen, Haus und Wohnung und verwandte eines gangbaren Romans mit Mk, 4VV — netto bezogen. Sie verknusen Gebiete hinzu, die von der Hamburger technischen Fachbuchhaudlung und verkaufen, und sreuen sich tiber de» schönen Absatz, bis der Zeit- Boysc „ K Maasch zusammengestcllt werden soll. Wir verweisen ' punkt der Nachbestellung kommt. Die nächste Partie kostet Mk, 50V,— hier noch ausdrücklich auf die obenerwähnte Anzeige, netto. Alle Spesen, Ihren Lebensunterhalt usw, usw, haben Sie aus Ihrem Betriebskapital zugcsetzt. Ich bitte alle siihrenden Stellen des Sortiments, und nicht zuletzt natürlich auch den Verlag, zu der ueu- geschassenen Sachlage Stellung zu nehmen. Man kann natürlich keinen Jubiläum, — Am s, Juni sind LS Jahr- verflossen, seit Herr i Verleger zwingen, Pr-isänd-rung-n zu veröffentlichen, aber cs Max Staedke «lleininhaber der Firma I, F. Lehmann's meist-! muh ihm selbst daran gelegen sein, das Sortiment l-benssähig und in zinische Buchhandlung (Max Staedke» in M ii n ch c n ist, Herr Staedke ! der Lage zu erhalten, sich sllr seine V-erlagSwerke zu verwenden. Ich war dem bekannten Verleger Herrn Julius Lehmann-München als Ge-! warne alle Verleger vor einer Taktik, deren Tragweite sie heute noch hilf- und Leiter des Sortiments zur Seite getreten, 1804 wurde dieses ! nicht abzusehen vermögen. Das kausmännisch- Gebaren anderer Be- gänzlich vom Verlage getrennt und von den Herren Lehmann und j rufszweige hat Schule gemacht. Was aber sllr diese gut ist, taugt nicht Staedke unter der Firma I, F, Lehmann's medizinische Buchhandlung sür den Buchhandel, dessen Wirtschaftsform auf ganz anderen Grund- sLehmann L Stacdkcj geführt. Am 3, Juni 1897 trat Herr Lehmann ! lagen ausg-bant ist, Glauben die Herren Verleger damit das Problem, aus dieser Verbindung aus, um sich nur seinem immer mehr an-sder Einheitlichkeit des Ladenpreises gelöst zu haben? Der Buchhandel wachsenden Verlage zu widmen, und Herr Max Staedke wurde damals gehört im kaufmännischen Sinne zum weitaus größten Teile zu den alleiniger Inhaber des Sortiments, § Risikogeschästen, und diese ersordern -eine -eigene Kalkulation, Soweit — ! cs sich um bewährte, alteingeftthrte Werke handelt, hat der Verlag cs In den Ruhestand, - Wie aus einer Anzeige in Nr, IS7 des Bist, 'lch aufs hohe Roß zu setzen Wie verhält es sich aber i» Fällen, S, KL7V hervorgeht, hat sich der bekannt- Antiquar Herr Ludwig Noscnthal in München nach 67jähriger buchhändlerischer Tätig keit vom Schauplatz seines Wirkens zurückgezogen. Er trat 1855, 15 Jahre alt, mit nur mangelhafter Schulbildung bei I. Heß in Ell- wangen in die Lehre, versäumte aber keine Gelegenbeit, sich sowohl in es sich darum handelt, eine Sache im Publikum einzusühren? Hier wird der Verlag vom Sortiment glatt im Stich gelassen werden müssen. Der Verlag wird sich klar werden müssen, das; es ungerecht und beiderseits schädlich ist, überhaupt keine Preisänderungen außer bei b-m --N ihm i-ich' als sei« Arbeitsfeld erkannten Gebiete des Antiquariats weiter auszubilden. Schon 1850 machte er sich in seinem Geburtsort Fcllhetm, einem kleinen Flecken an der Iller, im Königreich Bayern, mit finanzieller Hilfe darum handeln, eine neue Form zu finden. Vielleicht entschließen sich die betreffenden Einzelverleger oder Städtegruppen gemeinschaftlich, monatlich oder in anderen Zeitabschnitten ihre neuen Preise zu v-er- seines Vaters seibstäudig, trat IMS mit dem Buchhandel in Verbindung , >-!f-''tl'ch°n, wenn ihnen das einzeln- Inserieren >m Bbi zuv.el oder und verlegte sein Geschäft 1887 nach München, Hier entwickelte sich bei '»er wird, E,n Ausweg muß gefunden werden. Entweder die Nosenthals rastlosem Eifer und durch die Herausgabe bibliographisch kehren zu der alten bewahrten Methode zuruck, oder aber anerkannt gut bearbeiteter Kataloge sein Unternehmen schnell zu der hohen Blüte, diesem Buchhandel bekannt ist. Unablässig war der junge Antiquar bemüht, sein Lager mit Inkunabeln, seltenen Drucken, Hand schriften, Einzelblüttern zu vervollständigen, sodaß cs bald zu den größten Deutschlands zählte. Seine Kataloge werden noch heute vielfach als bibliographisch wichtige Nachschlagewerke benutzt und gewürdigt. Mit Stolz und Befriedigung kann der jetzt 82jährige auf sein Lebens werk zurückschauen, möge ihm noch ein heiterer Lebensabend beschic ken sein! sie bieten dem Sortimenter einen genügenden Ersatz, sonst wird die Entfremdung, die leider in letzter Zeit zwischen Verlag und Sortiment besonders stark spürbar ist, immer größer. Plauen i.V. Max Hochmut h. Das Ende des festen Ladenpreises. Es ist so viel über die Erhaltung des festen Ladenpreises ge sprochen und geschrieben worden, daß man gar nicht bemerkt hat, wie in aller Stille mit ihm eine sehr wichtige Veränderung vorgegangen . c»,. ' ist- Er ist, wenn man so sagen -darf, avanciert. Aus dem alten soliden Eruest Solvay s - Im hohen Alter von 84 Jahre» ,st ,u ^-n Ladenpreise ist ein -Geheimer, «-worden, den niemand mehr Brüssel der Großmdustr.ell- und Chem.kr Ern e st Solvay ^nt, dessen Erhöhung nicht mehr im Börsenblatt angezeig, wirb, so- gestorben, Sr war im Jahre 18M zweiter Direktor der Gasanstalt jn Wahrheit sagen kann, daß der sest« Ladenprets anfgehört einer Bors a Brussels und erfand hier den nach ihm benannten hat, existieren, Da niemand wissen kann, wie hoch der -freibleibende Prozeß Mittels Ammoniaks Soda Herzuste len, 188» gründete Solvay > z zurzeit ist, ,o wird jeder gezwungen, seine Lagerex.ii seine erste Sodafabrik in Couillct bei Charleroy, von wo aus sein Ver fahren sich die Welt erobert hat. In Frankreich, England, Deutschland, Rußland, Lsterrctch-Ungarn, Nordamerika und anderen Staaten ent standen Fabriken, die den Solvayprozeß anwenden. Im Anschluß an seine Erfindung errichtete Solvay auch Laboratorien für angewandt? Chemie, Versuchsstationen, Fabriken zur elektrolytischen Darstellung von Chlorkalk und zahlreiche Koksöfen zur Gewinnung von Ammoniak. Das in mehr als sechzigjähriger Tätigkeit erworbene Vermögen hat Solvay, ähnlich wie vor ihm der geistesverwandte Ernst Abbe in Deutschland, mit hochherzigster Freigebigkeit zur Förderung kultureller und vor allem wissenschaftlicher Zwecke verwendet. Smtzml. Die Sturmglocken läuten Seit Kantate häufen sich im Börsenblatt die Anzeigen der Ver leger, künftig keine Prcisändcruugen mehr zu veröffentlichen, sondern jeweils nur noch zum Tagespreis zu liefern. Soweit darin nicht ein Gcgenschlag gegen das Sortiment als Antwort auf den Verlauf der plare in gewisser Zeit beliebig zu erhöhen. Im Grunde ändert das ja sicher an den bestehenden Verhältnissen nicht viel, aber die Feststellung, daß gerade eine Verlegergruppe es ist, die den Ladenpreis offiziell zu Grabe trägt, dürfte doch von Interesse sein. Dagegen sehe ich für die Exporteure eine schlimmere Gefahr bei der beabsichtigten Aufhebung der L a g e r f r e i h e i t kommen und wünschte, daß ihr beizeiten gesteuert würde. Jeder, der dann ein Lagcrexemplar exportiert, wird natürlich einen gewissen vernünftigen Aufschlag be rechnen. Da aber die Verlegeraufschläge oft unvernünftig hoch sind, besonders wenn sie so im Verborgenen blühen oder besser wuchern können, wird es noch öfter als bisher Vorkommen, daß man ein halbes Jahr nach erfolgter Exportierung plötzlich vom Verleger auf Grund seines geheimen »Tagespreises« eine Nachberechnung erhält, die als Anteil des Verlegers das Doppelte beansprucht, was man selbst seinem Kunden berechnet hat. Ich würde also Vorschlägen, daß ein Verleger nur als seinen Valutaanteil das beanspruchen darf, was am Tage der Lieferung des betreffenden Exemplars gegolten hätte, nicht aber das, was am Tage der Ausfuhr auf Grund seines dem Exporteur un bekannten Preises etwa in Frage käme. Vielleicht wird Herr Selke, dessen Bestrebungen um Vereinfachung des Exports wir mit Dankbar keit anerkennen, hierin geeignete Vorschriften ergehen lassen. Leipzig. Nud. Dimpfel.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder