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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.07.1916
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1916-07-22
- Erscheinungsdatum
- 22.07.1916
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- Deutsch
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Verband der Kreis- und Ortsvereine im Deutschen Buchhandel. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der 38. Ordentlichen Abgeordneten versammlung, abgehoben am Sonnabend, den 20. Mai 1916 im Deutschen Buchhändlerhause zu Leipzig. (Fortsetzung zu Nr. 1»7.) Vorsitzender: Wünscht noch jemand das Wort? — Dann gehen wir weiter. Wiedereinstellung der nach Friedensschluß zurück kehrenden Gehilfe». Vertretung des Vorstandes in der Hauptversammlung des Sächsischen Verbandes in Dres den am 8. April 1915. Anlage von weiteren »1l 2000.— in fünsprozentiger Reichsanleihe. Bcreinsausschuß: Fried rich Alt in Frankfurt a/M. und Gustav Küstenmacher in Berlin scheiden ans. Letzterer ist satzungsmäßig nicht wieder wählbar; an seiner Stelle wird Georg Eggers in Charlottcnburg vorgeschlagen. Außerdem kann ich Ihnen Mitteilen, daß heute morgen in der Ver sammlung die Herren Georg Alt, Friedrich Eggers und Theodor Weil brecht als Mitglieder des Vcreinsausschusscs gewählt worden sind, der letztere an Stelle des Herrn Boysc»-Hamburg, der sein Amt niedergelegt hat. Unsere Toten. Da ist zunächst unser lieber Heinrich Schö- ningh, der uns am 22. Mai 1915 entrissen worden ist. Wir haben ihn ja fast alle selbst gekannt, und Sie wissen, in wie lieber und tem peramentvoller Weise er es verstand, das Wohl des Sortiments zu wahren, wie er aber zugleich als Verleger auch die vermittelnde Stellung zwischen Sortiment und Verlag einzunehmen wußte. — Sodann ist Otto Petters in Heidelberg in der Nacht vom 14. zum 15. April d. I. dahingeschicden. Sie wissen, wie er für den Unter- stützungsverein stets tätig gewesen ist und wie sein freundliches Wort und seine humorvolle Ars es verstanden hat, für den Unterstützungs verein zu werben. — Außerdem ist Anton Hofsmann in Stutt gart in den letzten Tagen des Oktober v. I. gestorben. Auch er ist sehr bekannt in unser» Kreisen gewesen; denn er war wohl einer der fleißigsten Besucher der Ostermesse, kaum in einem Jahre hat er gesehlt. Auch er hat sich durch seine heitere Art und sein liebens würdiges Wesen viele Freunde im Buchhandel erworben, die ihm über das Grab hinaus ein dauerndes Andenken bewahren werden. Meine Herren, außerdem haben wir durch den Krieg eine große Anzahl Verluste gehabt, sowohl an Gehilfen wie an selbständigen Kollegen. Allen unseren Toten bitte ich die Ehre zu erweisen, in dem Sie sich von Ihren Plätzen erheben. (Geschieht.) — Ich danke Ihnen. Wir haben aber auch freudige Ereignisse in unserm Ver bände zu verzeichnen gehabt. So konnten wir Herrn Hosrat Robert von Zahn zu seinem 75. Geburtstage, den er in voller Frische des Geistes und Körpers gefeiert hat, unsere Glückwünsche darbringen. Er ist, glaube ich, heute hier unter uns, und ich darf ihm hier also unser» Glückwunsch wiederholen. Möge er noch recht oft in unserer Mitte verweilen! Hofrat Robert von Zahn (Dresden): Darf ich den Herrn Vor sitzende» unterbrechen und meinen herzlichsten Dank für die bezeugte Sympathie aussprechen; sie tut einen: alten Manne wohl. Ich bin, glaube ich, der älteste der hier Anwesenden. Seit KO Jahren Buch. Händler, seit 50 Jahren selbständig, habe ich alle Freuden, alle Sorgen, die unser schöner Berus hat, von Herzen von Anfang an geteilt und das Wenige dazu getan, was ich tun konnte. Ich bin heute noch einmal nach Leipzig gekommen, um Abschied zu nehmen. (Lebhaste Ruse: Oho!) Denn ich glaube, daß ich nicht wiederkomme, und ich bin zu alt, um nicht sicher zu sein, daß sich bald die Tür austut, durch die wir alle einmal gehen müssen; ich werde den Moment mit Freu den und mit Ruhe begrüßen. Aber herzlich danken will ich allen, die mir Wohlwollen in meinem Leben bewiesen haben; es sind viele, viele: die Herren Vorsitzenden und auch sonst andere. Nehmen Sie den Dank eines alten Mannes, und Gott helfe unserm schönen Berus weiter; er steht vor schweren und großen Ausgaben. Ein Mann, der, wie ich, noch die behaglichen Verhältnisse erlebt hat, als es noch keine Interessenvertretung im Buchhandel gab und als noch die schönste und innigste Sympathie zwischen Verlegern und Sortimentern herrschte, der weiß, wie sehr es darauf ankommt, daß ein vernünf tiges, gerechtes Verhältnis zwischen den verschiedenen Interessenten besteht. Dazu helse Gott! (Stürmisches Bravo und Händeklatschen.) Vorsitzender: Der Vorsitzende des Schlesischen Verbandes, Herr Gerhard Kausfmann, hat Mitte Juli 1915 die ersten 25 Jahre seiner Selbständigkeit glücklich zurückgelegt. Zu diesem Zeitpunkte haben wir ihm unsere herzlichsten Glückwünsche zugerusen, die ich an dieser Stelle wiederhole. Damit wären wir am Ende unseres Jahresberichts, und ich frage, ob noch jemand zu irgendeinem Punkte das Wort zu nehmen wünscht. — Das scheint nicht der Fall zu sein. Ich stelle ihn also zur Abstimmung. Diejenigen Herren, die den Jahresbericht geneh migen wollen, bitte ich, anszustehen. (Geschieht.) — Der Jahres bericht ist genehmigt. Wir kommen nun zu Punkt 2 der Tagesordnung: Rech,,»ngslcgnng für das abgelauscne Jahr, erstattet vom Schatzmeister. Ich bitte Herrn Schuchardt, das Wort zu nehmen. Oscar Schuchardt (Berlin): Meine Herren! Der Kassenabschluß ist Ihnen am Schluß des gedruckten Jahresberichts mitgeteilt worden. Wünschen Sie, daß er hier vorgctragen wird? (Ruse: Nein!) Ich habe als besonderen Punkt daraus nur hervorzuheben die Ausgabe für die Bildung einer Sortimentervertretung im Betrage von 1859.24. Sie haben zwar durch Annahme des Jahresberichts schon Ihre nachträgliche Bewilligung dazu erteilt; aber ich halte mich doch für verpflichtet, hier nochmals daraus hinzuweisen, daß uns dieser Auftrag seinerzeit in Goslar geworden ist. Durch Abhaltung mehrerer Sitzungen, durch Versendung von Zirkularen, durch Porto kosten usw. ist dann diese Ausgabe entstanden. Vorsitzender: Herr Staar wird so freundlich sein, den Bericht der Revisionskonimission zu verlesen. Bernhard Staar (Berlin): Meine Herren! Am 2. Mai 1918 haben Herr vr. Pickardt von der Berliner Vereinigung und ich die von dem Herrn Schatzmeister Schuchardt geführte Kasse revidiert und dabei alles in Ordnung gesunden. Wir haben darüber ein Pro tokoll ausgenommen, das ich mir erlaube Ihnen vorzulesen. Die Unterzeichneten Mitglieder des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine sind am heutigen Tage mit dem Vorsitzenden Herrn ,65
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