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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.07.1916
- Strukturtyp
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- 1916-07-22
- Erscheinungsdatum
- 22.07.1916
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 168, 22. Juli 1916. teln aus, und da sic seit 1610 ein Anrecht ans eins der fünf in Eng land üblichen Pflichtexemplare hat, so zählt sie zu den größten und reich haltigsten der Welt. Was nun den Aufsatz im »Lockleian (Luarteilx lleeorä« selbst be trifft, so ist er deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil er das Er gebnis einer äußerst schwierigen Arbeit bringt, die die Bücherei seit März 1913 in Angriff genommen hatte, nämlich ihre Bestünde zu zählen und dabei gleichzeitig einen Maßstab zu schaffen, nach dem grö ßere Massen von Bünden mit einiger Sicherheit abgeschätzt werden können. Bei keiner anderen Sammlung ist wohl die einfache Stückzahl von so ausschlaggebender Bedeutung, wie bei einer Bücherei. Man neigt allgemein dazu, eine Bibliothek ganz allein danach zu bewerten, denn man nimmt an, daß jede nur die besten, brauchbarsten und wichtigsten Werke führt. Wie selten ist es aber einem Bibliothekar möglich, eine genaue Zählung vornehmen zu können. Hier wird nun die Arbeit der Bodleianischen Bücherei äußerst nützliche Dienste leisten, denn sie hat verschiedene Ergebnisse gezeitigt, die für alle, die mit größeren Sammlungen von Büchern zu tun haben, von großer Bedeutung sind. Da ist zunächst das Verhältnis der Folianten, Quart- und Oktav oder der noch kleineren Bände zu einander im allgemeinen und auch während bestimmter Zeitabschnitte fcstgestellt worden. Dann wurde auch die Durchschnittsraumverdrängung und das Durchschnitts gewicht je eines dieser Bände berechnet. Ferner wurde die Länge der Regale gemessen, was wohl die wichtigste Grundlage bei der Be rechnung gebildet hat, und was, nebenbei bemerkt, auch jeder tun muß, der eine zuverlässige Schätzung vornehmen will. Schließlich hat man auch noch das Verhältnis gesucht, iu welchem die einzelnen literarischen Werke zu den wirklich vorhandenen gebundenen Bänden stehen, mit anderen Worten, was der Durchschnitt von Bänden ist, die mehrere selbständige Werke mit eigenen Titeln enthalten. Alle diese Zahlen sollte auch der Antiquar nicht unbeachtet lassen, denn sie können ihm bei Feststellung seiner eigenen Bestände oder bei Abschätzung von Büchereien große Dienste leisten, umsomehr, als besonders hervorgehoben wird, daß sie bei vorhandener Trennung von Folio, Quart und Oktav sehr zuverlässig sein sollen, und diese Teilung wird ja auch in Deutschland meist eingehalten. Alle Einzel heiten hier anführcn, würde zu weit gehen, es muß auf den Artikel selbst verwiesen werden. Uber die Bibliothek, an der diese mühevolle Arbeit ausgeführt wurde, möge »och gesagt sein, daß sie 1049 506 Werke umfaßt, von denen ungefähr 40 000 Handschriften sind und daß die Länge ihrer Regale 32 Kilometer 186 Meter beträgt. Nebenbei wurde noch fcstgestellt, daß die seit Erfindung der Buch- drnckerkunst erschienenen Werke auf 11650000 zu schätzen sind. Hier von sind 40 000 Wiegendrucke, d. h. vor dem Jahre 1501 hergestellte Werke: die Zahl der seit dem Jahre 1800 veröffentlichten Werke wird mit 8 700 OOO angegeben. L. Kleine Mitteilunzen. Bekanntmachung, betr. Änderung der Postordnung vom 2V. März 1900. Vom 17. Juli 1916. — Auf Grund des 8 50 des Gesetzes über das Postwesen vom 28. Oktober 1871 (Neichs-Gesetzbl. S. 347) und des 8 3 Abs. 2 des Gesetzes, betreffend die Erleichterung des Wechselprotestes, vom 30. Mai 1908 (Neichs-Gesetzbl. S. 321) sowie auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats vom 13. Juli 1916 (Neichs-Gesetzbl. S. 694), betreffend die Fristen des Wechsel- und Scheckrechts für Elsaß-Lothringen, wird die Postordnung vom 20. März 1900 wie folgt geändert. 1. Im 8 18 a »Postprotest« erhält der Abs. V unter 6 und 0 fol gende Fassung: L. Postprotestaufträge mit Wechseln, die in Elsaß-Lothringen zahlbar sind, werden erst an folgenden Tagen nochmals zur Zahlung öorgezeigt: a. wenn der Zahlungstag des Wechsels in der Zeit vom 30. Juli 1914 bis einschließlich 28. Oktober 1916 cingetrcten ist, am 31. Otobcr 1916; k. wenn der Zahlnngstag des Wechsels nach dem 28. Oktober 1916 eintritt, am zweiten Werktage nach dem Zahlungstagc. Solange die Verlängerung der Fristen des Wechsels- und Scheck rechts nach der Vorschrift des vorhergehenden Satzes besteht, kann der Auftraggeber verlangen, daß ein davon betroffener Wechsel mit dem Postprotestauftrage schon am zweiten Werktage nach dem Zahlungs tage des Wechsels nochmals zur Zahlung vorgezeigt und, wenn auch diese Vorzeigung oder der Versuch dazu erfolglos bleibt, protestiert 972 werde. Dieses Verlangen ist durch den Vermerk »Ohne die ver längerte Protestfrist« auf der Rückseite des Postprotcstauftrags aus zudrücken. Auch kann die Post damit betraut werden, für solche Wechsel neben der Wechselsnmme auch die für die verlängerte Frist vom Tage der ersten Vorzeigung des Wechsels an fälligen Wechscl- zinsen einzuziehen und im Nichtzahlnngsfalle deswegen Protest zu er heben. Wird hiervon Gebrauch gemacht, so ist in den Vordruck zum Postprotestauftrage hinter »Betrag des beigefügten Wechsels« einzutragen »nebst Verzugszinsen von 6 v. H. vom Tage der ersten Vorzeigung, nämlich vom ab«. Der Zeitpunkt, von dem an die Zinsen zu berechnen sind, ist nicht anzngeben, wenn die Post die erste Vor zeigung des Wechsels bewirkt. Hut der Auftraggeber die Einziehung der Zinsen verlangt, so wird der Wechsel nur gegen Bezahlung der Wechselsumme und der Zinsen ausgehändigt, bei Nichtzahlung auch nur der Zinsen aber wegen des nicht gezahlten Betrags Protest mangels Zahlung erhoben. 6. Als Zahlungstag gilt der Fälligkeitstag des Wechsels oder, wenn dieser ein Sonn- oder Feiertag ist, der nächste Werktag. Fällt der Schlnßtag der Frist zur Vorzeijsung des Wechsels auf einen Sonn oder Feiertag, so wird der Wechsel am nächsten Werktage zur Zahlung vorgezeigt. Die Postverwaltnng behält sich vor, die Vorzeigung der Wechsel, deren Protestfrist am 31. Oktober 1916 (Abs. IZ) ablänft, auf mehrere vorhergehende Tage zu verteilen. 2. Die Änderungen treten sofort in Kraft. Berlin, den 17. Juli 1916. Ter Reichskanzler. In Vertretung: K r a e t k e. (Deutscher Neichsanzeiger Nr. 168 vom 19. Juli 1916.) Neichsbuchwoche. — Aus Dresden wird uns geschrieben: In dem neuen Lesesaale der Kgl. öffentl. Bibliothek zu Dresden werden zur Zeit unter der Leitung von Herrn Geh. Neg.-Rat vr. Ermisch die Ergebnisse der Neichsbuchwoche gesichtet. Von den insgesamt einge laufenen 87 000 Kilogramm (nicht 58 000, wie neulich irrig angegeben wurde) kann zunächst natürlich nur ein Teil vorgenommen werden. Immerhin füllen jetzt schon an die 42 000 Bände die Fächer des Saales. Die Bücher sind, so gut es bei der Masse und in der kurzen Zeit möglich war, sauber geordnet worden. Die Zeitungen und Zeit schriften sind für sich gelegt worden, ferner die wieder im einzelnen geordneten Kalender und Sammlungen, z. B. Reclam mit 8345 Bän den, Wiesbadener Volksbücher mit 2637 Bänden u. a. m. Im übrigen wurden folgende große Abteilungen gewählt: Gedichte, Gesammelte Werke, Dramen, Romane (einschl. Novellen und Erzählungen), Dialekt schriften, Humoristisches, Kriegsliteratur, Geschichte und Politik, Geo graphie und Reisen, Technik und Naturwissenschaften, Erbauliches, Verschiedenes. Entgegen den Erfahrungen, die der Buchhandel ge macht hat, darf der Landesausschuß zur Versorgung der sächsischen Truppen mit Lesestoff mit dem Ergebnis der Woche zufrieden sein. Daß manches Buch als ungeeignet ansgeschiedcn werden muß, ist selbst verständlich, aber in der Hauptsache dürften unsere Soldaten sich über die Gaben freuen. Und das werden alle gern hören, die sich so eifrig an dem schönen Werke beteiligt haben. Württembergische Jubiläums-Kunstausstellung. — Zu Ehren des 25jährigen Negierungsjubiläums des Königs von Württemberg findet von Oktober 1916 bis Januar 1917 eine Ausstellung württembergischcr Kunst im kgl. Kunstgebäude in Stuttgart statt. Die Ausstellung soll die Entwicklung der württembergische» Kunst auf dem Gebiete der Malerei, Bildhauerei und zeichnenden Künste während der letzten 25 Jahre (1891—1916) zeigen. Sie wird also Werke von Künstlern umfassen, die in diesem Zeitraum als solche berufsmäßig tätig waren und entweder in Württemberg geboren sind oder dort ihren Wohnsitz gehabt haben. Pcrsonalnlichrichten. Franz Preis; f. — In Zerbst ist der Herzog!, anhaltischc Musik direktor Franz Preitz im 60. Lebensjahre gestorben. Schüler des Leip ziger Konservatoriums, wurde er 1879 Lehrer am Sternschen Konser vatorium in Berlin und lebte seit 1885 in Zerbst als Gymnasial- Gcsanglehrer und Kantor an der Hof- und Stiftskirche, sowie als Dirigent des Kirchcnchors der Stadtkirche. 1892 wurde er herzoglicher Choröirektor, später Dirigent des Oratorienvereins und 1897 herzog licher Musikdirektor. Preitz komponierte Lieder, Duette, Motetten, Gesänge usw. verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches BuchhänblerhauS. Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 38 (BuchhänblerhauS).
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