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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.11.1922
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- 1922-11-11
- Erscheinungsdatum
- 11.11.1922
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- Deutsch
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»1 oocdo x^aoooooo o o o°c^x>ci20l^2oo-oo Keltische Sagen 2) oooooooooooooo ovo ooooc^»k^»oo //r UiÄc/rrvr s/x^K/re/r r,r 3—4. Tausend Fiona Macleod Wind und Woge Das Reich d. Träume Grundzahl je br. etwa 4.—, geb. etwa 7— Längere Zeit waren beide Bände vergriffen. Als sie zuerst erschienen, sprach die Kritik von einer Wieder kunft Ossians. Aber erst heute, wo wir nach einem neuen Mythos suchen, der seine Wurzeln imVolkstum hat, stehen wirüberrascht vordem Gesingen, die keltische Stammesart in neuer Gestalt zu verdichten. Llralt muten diese Sagen an, aber sie sind nur unter Be nutzung alter Motive aus dem gleichen Blutsverhält nis zu Landschaft, Moor und Meer geschaffen wie in grauer Vorzeit. Wind und Welle werden wieder pantheistisch beseelt, Menschen wandeln sich wieder in Tiere, Christus wandert als Menschenfischer über die Leide. IhrGrundzug istResignationdemLeben gegen über, aber Lingabe an dasÄberirdische ».Unbegreifliche. Die Dichterin sagte von sich selbst: Meine Bücher gehören dem Publikum, das ich nicht kenne; ich gehöre mir selbst Meist lebe ich im Lochland und auf den Inseln des Westens; selten nur und nie länger als eine Woche in Edinburgh. Die Atmosphäre der Städte drückt mich nieder und ich suche sie nur auf um Musik zu hören. Wann ich geboren ward? Vor mehr als tausend Jahren in dem fernen Lande der Gälen, das man unter dem Namen der Traumhügel kennt. Traum hieß meine Mutter, mein Vater Romantik. Das geheimnisvolleDunkel in das sich dieDichter- persönlichkeit hüllte, wurde erst nach ihrem Tode erhellt: Frankfurter Zeitung: Auf einer Reise in Sizilien starb dieserTage (1905) der Dichter und Kritiker Willi am Sharp, der in den 49 Jahren seines Lebens als Verfasser von Gedichten, Herausgeber von Gedichisammlungen, als Essayist, Novellsst, Biograph von Shelley, Leine, Brow ning und Samte Beuve eine fruchtbare Tätigkeit entfaltet hat. Gleichzeitig mit der Nachricht von seinem Tode traf nun aber auch die überraschende Nachricht ein, daß in der Person des William Sharp die geheimnisvolle gäiische DichterinFionaMacleod dabmgeschieden sei. Daß ein Mann nicht nur unter weiblichem Namen schrieb, sondern sich in diesen Schriften auch ganz als weibliche Natur gab, dürfte zu den größten Seltenheiten gehören, und noch weniger dürfte dies je von einem Schriftsteller versucht worden sein, dessen zahlreiche nicht pseudonyme Werke wohlbekannt und geschätzt waren. Sharp gelang es, diese Doppelexistenz durchzuführen, und erst im Augenblick des Todes offenbarte er sein Geheimnis. (A n'/ral w/n (I Was sagt die Presse über Fiona Macleod? 2) »<—»->,—>n,—>»>—A Karl Federn: Selten fällt aus der Flut der erscheinenden Bücher uns eines in die Lände, bei dem wir uns fragen: Wann habe ich nur so etwas Schönes gelesen? Solch ein Buch ist das, von dem hier die Rede ist: „Wind und Woge" von Fiona Macleod; ein Märchenbuch, in dem die dunkel schaffende Phantasie eines Volkes zu bewußten Kunst- werken von vollkommenerWirkang umgestalteterscheint ohne dabei die naive Macht des Märchens zu verlieren. Es führt uns in Gegenden, in welchen unsere moderne Welt sich mit der mythischen Schattenwelt einer fernen Vorzeit berührt. Auf den einsamen Inseln des Nordens, in der Irischen See, und noch höher hinauf in dem Ozean, auf der „heiligen" Insel Man, auf Skye, auf den Orkneys mag noch ein düsteres Bauern-oder Fsichervolk leben, das mit seinen gälischen Vorgeschlechtern in einem engeren seelischen Zusammenhang steht, als wir Menschen des Konti nents. Dort, wo das zweite Gesicht nichts Ungewöhnliches ist, wo die Fischer das Seeqespenst noch selber gesehen... dort sind diese Sagen entstanden und dort haben sie einen Dichter gefunden, der den unterirdischen Schatz seines Volkes zu kunstreichem Geschmeide zu verarbeiten wußte. (Österreichische Rundschau) Neue Freie Presse: Die Vorzüge von Ossians Gesängen sehen wir neu aufleben in Macleod. Hochland: Es istOssianstimmung. aber mit Beimischung von moderner Nervenfeinheit in der Art Maeterlincks. The New Age: Wir müssen auf die griechische Tragödie zurückgreifen, wann wir nach einer gleich starken Wiedergabe der unwider stehlichen Gewalt des Schicksals suchen. Hermann Hesse: Knut Lamsun und zuweilen auch dieLagerlöf, haben ähn liche Töne gefunden, aber keiner istso gefaßt,schlicht und selbst verständlich, keiner hat diese etwas monotone, aber grandiose Einseitigkeit des Sehens und Fuhlens. Der Türmer: Eine dämonische Kraft der Darstellung ist in ihren Bildern; etwas von der rauhen Seeluft der alten Sachsen, freilich: auch moderne Nervenromanlik, einwenigPoe oderMaeterlinck spielt hinein. Hochland: Das Werk Fiona Macleods ist von hoher Bedeutung für die Weltliteratur. Deutsche Monatsschrift: Inmitten all der urwüchsigen Wildheit tönen die Klänge der gälischen Larfen und bringen Kunde vom Lande der Sehnsucht, jener Welt, wo alles Leid endet. Prcuß. Jahrbücher: Das Reich der Träume enthält eine Anzahl dichterischer Vi sionen, die zusammengewebt sind aus der Schönheit der Welt, dem Pathos des Lebens, dem keltischen Dunkel und Schicksalsglauben. Der Volkserzieher: Die Dichterin hat Augen, die nach innen schauen. Hamburger Fremdenblatt: Die keltische Volksseele hat in ihr seine Dolmetscherin gefunden. Literarisches Echo: WinnibaldMeyhat diese eigenartigen Erzählungen ganz meisterhaft ins Deutsche übertragen. Eugen Diederichs Verlag in Jena
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