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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.01.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-01-28
- Erscheinungsdatum
- 28.01.1911
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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1174 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. ^ 23, 28. Januar 1911. Testaments und desselben Bibelausgabe von 1541, dann Johanns III. katholische »Liturgi« (1576), Gustaf Adolfs Kyrkobibel (die zweite vollständige schwedische Bibel, Stockholm 1618), weiter Königin Kristinas (1646) und Karls X. Kirchenbibel (beide jedoch in privatem Verlag erschienen), und die amtliche, revidierte Karls XII. Bibel (1703), außer vielen weniger wichtigen, mit einem Überblick über alle späteren bedeutenderen Bibelausgaben in Schweden bis auf die Gegenwart. — Ein altes Druckerei inventar-Verzeichnis vom Jahre 1612 teilt G-Rudbeck mit; der Bestand an Schriften, Leisten, Bilder-Holzstöcken und ihre damalige Wertansetzung ist recht interessant. Es handelt sich um die hinter- lassene Druckerei eines S. Anders Mutterwitz in Stockholm, die im Jahre 1612 von der Regierung angekaust nnd der Universität zu Upsala geschenkt wurde, wo vorher nur 1540—41 eine Druckerei für die Herstellung jener obengenannten Gustaf Wasa-Bibel, der ersten in Schweden, bestanden hatte. Noch seien die Nachrufe auf den schwedischen Elzeviersammler Or. G. S. Berghman und auf den großen Stockholmer Verlags buchhändler G. B. A. Holm hervorgehoben. Unter den Beilagen haben für den Buchhändler Interesse, auch als Proben von Druck und Ausstattung: Originalbogen aus I. der ersten schwedischen Übersetzung von Olaus Magnus' »Historis cks xsntibus ssptsotriouslibus«, die die »Michaelisgilde« in Stockholm samt den ursprünglichen Illustrationen herausgab, 2. der Neuausgabe des ersten schwedischen Dramas »Ln lustio oomeckis vsck namll lisbs«, und 3. der Kunstdruck-Ausgabe von »Zverig-ss Rilcss Aruuälsxsr« (Schwedens Grundgesetze), welche beiden Werke der schwedische Buchgewerbeverein aussühren ließ; endlich ein (als Probe von einer Farbenfabrik dargebotenes) schönes Björnson-Bildnis auf Kunstdruckpapier, nach der letzten in Norwegen gemachten Aufnahme. In »XIImsuns Lvsoslra, Lolrtr^oksrekörsuinx-ens Llockäsluncksn«, der vom schwedischen Buchdruckerverein (Stock holm, Klara Vestra Kyrkogata 9) herausgegebenen Monatsschrift (für das Ausland durch Rudolf Haupt, Leipzig, zu beziehen) finden wir im Jahrgang 1910 u. a. eine Abhandlung von Alexis Hasselquist, dem bücherkundigen Redakteur des Blattes, über Jehan (Jean) Petit (Johannes Parvusj, einen Verlags buchhändler und Universitätsbuchhändler des fünfzehnten Jahr hunderts in Paris, und feinen Buchdrucker Jodocus Badius, die beide im jungen Schwedischen Buchgewerbemuseum das Hasselquist leitet, vertreten sind; dazu zahlreiche Abbildungen ihrer verschiedenen Verlags- und Druckermarken und der Initialen, die Badius und sein Schwiegersohn Jean de Roigny (der nachher die Druckerei übernahm und auch für Jean Petits Sohn Oudin, eben falls Verlagsbuchhändler) anwendeten. — Uber Vorsatzpapier und seine Herstellung, über den alten französischen Buchbinder Le Gascon (mit 4 Illustrationen), über die schon erwähnte Ausgabe von Olaus Magnus' Geschichte der nordischen Völker handeln andere Aussätze. Der deutsche Professor F. H. Ehmcke hat einen (ins Schwedische übersetzten) Beitrag gesandt über die Grundsätze, die ihn bei Schaffung seiner »Ehmcke-Antiqua« leiteten, von ihm und der Schriftleitung mit vielen Schriftproben aus alten Hand schriften illustriert. — Bon buchdrucktechnischen Artikeln abgesehen, sind noch die Jahresberichte der schwedischen Fachschule für Buch gewerbe (Drucker und Setzer), des schwedischen Buchgewerbe- museums und seiner Satzungen und des Buchdruckervereins, der sich Ende des Jahres neu organisiert hat, aus dem Inhalt zu nennen. L. * Stiftung eines Vaterlandsfreundes. — Tausend Exem plare des Werkes »Geschichte der Freiheitskriege in den Jahren 1812—1815 von Theodor Rehtwisch« in 3 Bänden, reich illustriert nach zeitgenössischen Vorlagen (Verlag von Georg Wigand in Leipzig), hat ein ungenannter hochherziger Stifter durch Vermittelung des Königlich Preußischen Kultusministeriums den Bibliotheken von tausend höheren Schulen und Lehrer seminaren in Preußen als Geschenk überwiesen. Nach einem Wunsch des Stifters sind die Provinzial-Schulkollegien ersucht worden, die Anstaltsleiter darauf hinzuweisen, daß sie den Schülern der Oberklaffen die Lektüre des ausgezeichneten Werkes empfehlen. So würde erfüllt, was in der Widmung, die jeder Band enthält, ausgedrückt wird: »Dieses Buch wurde den deutschen Jünglingen zur Erinnerung an große Tage und zur Nacheiferung ruhmvoller Ahnen von einem deutschen Manne gestiftet«. Sicherlich kann diese Stiftung eine nationale Tat genannt werdenl * Neue Bücher, Kataloge usw. für Buchhändler. kost-2situnAsIists II (Intsnustiovslsr Dienst) kür ckss 1s.br 1911, entbsltsnck die LUM kostvertrisbe sngeinelcksten inlsn- ckiseben null die dureb VsrwiltlunA der Dostsnstslt ru borisben- dsn suslsodisoben ^situnZen uuck 2eitsebriktsn. Bearbeitet vom X. X. ?ost-2s itunxs-^inte I in Wien. 31X20,5 om. VIII, 354 8. IVien 1911, Verlsx der Druoksrei- unck VerlsAs-tllrtisvß-esellsobskt vorm. R. v. ^Vslckbsim los. Lbsrls ch 6o. kreis X 2.40, mit 2usenduvA X 2.70 Die gegen das Vorjahr an Umfang gewachsene Post- Zeitungsliste stellt sich als ein stattlicher Band dar, der rund 9000 Zeitungs- und Zeitschriften-Titel verzeichnet. Diese sind nach dem Alphabet der Sprachen, und innerhalb dieser nach dem Anfangswort der Titel übersichtlich geordnet, so daß der Benutzer das gesuchte Blatt schnell finden kann. Rechts neben dem Titel sind aus leicht übersehbaren Kolumnen, durch dicke Linien abgeteilt, Gewicht, Art und Zeit des Erscheinens und die Preise zu ersehen. Die Spalte links vom Titel enthält laufende Nummern. Da jede der ver schiedenen Sprachen wieder mit 1 beginnt, so ergeben sich lehrreiche Vergleichungen. Daß die deutsche Sprache mit 6317 Nummern an der Spitze steht, nimmt nicht wunder, ihr am nächsten steht die böhmische Sprache mit 1338 Titeln, während von der ungarischen nur 95 Titel verzeichnet sind Frankreich zählt 500, England 331 Nummern. Die italienische Sprache zählt 276, die russische nur 161 Nummern, während bei der polnischen Sprache die Zahl wieder auf 392 steigt. Diese Zahlenangaben mögen hier genügen, da es zu weit führen würde, alle Sprachen anzuführen, deren im ganzen 34 in der Liste verzeichnet sind, darunter Zeitschriften in latei nischer, griechischer und hebräischer Sprache. Gänzlich ohne Zeitschrift sind die finnische, persische und slovakffche Sprache. Daß auch sechs Zeitschriften in der internationalen Hilfs sprache Esperanto erscheinen, bezeugt die Lebhaftigkeit dieser Bestrebung. Personalnachrichten. * Trauerfall. — In tiefe Trauer versetzt wurde unser verehrter Kollege Herr Alexander Francke in Bern durch den am 24 d. M. nach kurzer Krankheit erfolgten Tod seiner Gattin Frau Bertha Francke - Schmid. Dem schwer getroffenen Kollegen wendet sich innige Teilnahme aus weiten Kreisen des deutschen Buchhandels zu. * Hermann Fäsi-Hirzel P. (Vgl. Nr. 19 d. Bl.) Berichtigung. — In der Mitteilung vom Ableben unseres Züricher Kollegen Herrn Hermann Fäsi-Hirzel berichtigen wir die irrtümliche Angabe, daß der Verstorbene lange Jahre Präsident des Schweizerischen Buchhändler-Vereins gewesen sei. Der Verein, dessen Vorsitz Hermann Fäsi-Hirzel 17 Jahre lang geführt hat, war der Buchhändler-Verein in Zürich. Sprechsaal. (Ohne Verantwortung der Redaktion; jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts.) Zeitlich begrenzte Kommissionssendnng. (Vgl. Nr. 21, 22, 28 d. Bl.) Auch ich wurde von der Firma »Neuheiten-Vertrieb Elektra«, Berlin, mit einer unverlangten Sendung bedacht. Ich sandte diese am 12. Januar frankiert zurück. Das Paket wurde aber nicht angenommen. Ich werde diese Sendung von der Post zurückziehen und mich verklagen lassen. Ich glaube nicht, daß ich zur Zahlung verurteilt werden kann. Osterode (Ostpr.), 24. Januar 1911. Paul Minning.
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