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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.07.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-07-04
- Erscheinungsdatum
- 04.07.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1910
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7876 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. ^ 151, 4. Juli 1910. eine Sammlung hochinteressanter Briefe der Königin an ihren Gemahl und außer anderen interessanten Autographen auch den Heiratskontrakt des hohen Paares am 24. Dezember 1793. Vom Geheimen Staatsarchiv wurde der Jahrgang 1810 des Tagebuchs der Gräfin Voß, der Oberhofmeisterin der Königin, in der Originalhandschrift zur Verfügung gestellt. Diese reiche Zusammenstellung von Bildnissen und Andenken konnte durch interessante Darbietungen aus Privatkreisen vermehrt und ergänzt werden. (Dtschr. Reichsanzeiger.) österreichischer Einfuhrzoll. Neue Zollentscheidungen. — Reklamebroschüren. T.-Nr. 300o 2 per 100 Irg 120 L; T-Nr. 300ä 1 per 100 kA 240/200 L. (Es handelt sich um Reklamebroschüren für Hotels mit überwiegend bildlicher Aus schmückung, teils geheftet, teils ungeheftet und in Verbindung mit einer Zierzwecken dienenden Baumwoll-, beziehungsweise Seiden schnur, welche bei den nicht gehefteten Broschüren auch das Zusammenhalten der einzelnen Blätter besorgt. Abgefertigt als Waren n. b. b. aus Papier der T.-Nr. 300 o 2 s120 L), beziehungsweise 300 ck 1 s240/200 Ls; beansprucht als Massen erzeugnisse der Bilddruckmanufaktur unter Außerachtlassung der Schnur nach T.-Nr. 299 e 1 s100/40 Ls). Broschüren, Kataloge, Prospekte u. dgl. mit Ausstattung von Zierschnürchen sind ohne Rücksicht daraus, ob dieselben ausschließlich durch diese Schnürchen oder überdies noch mit Drahtklammern oder dergleichen zusammen gehalten werden, stets unter Relevierung der Schnürchen in Ver- zollung zu nehmen. Demnach ergibt sich für die Broschüren mit Baumwollschnur die Abfertigung nach T.-Nr. 300 o 2, für jene mit Seidenschnur die Tarifierung nach T.-Nr. 300 ä 1. (F.-M. Zs 89059 sx 1909.) (Osterr.-ungar. Buchhdlr.-Corr.) * Reue Bücher. Kataloge «sv». für Buchhändler. Deutschs 3uristsn-2situn^. LsKrünckst von Dabanä—Ltsn^Isin— Ltaub. LsrausAvAebeu von Dr. ?. Dabanck, ^Virlcl. Osb. Lut, Lroksssor; Dr. 0. lluinin, V7irlcl. 6k;b. Lut, Oberlunckss^sricbts- präsiäsnt u. I).; Lrnst Lsinitr, lustirrut. Lcbriktlsitsr Dr. iur. Otto Lisbinunn. Vsrlug; von Otto Liebmunn in Berlin. XV. labrx. Lr. 13, 1. lull 1910. 4°. Lp. 721—784. Lus äsin Inbult: Dungs, Dr., Oeb. Obsrrogisrungsrut, Loyslle rurn Orbsborrsebt. Lnii«n»n Atzroiwei, rLLNusro MxrrLsnta no nsiui» (Bücher-Chronik der Hauptverwaltung in Angelegenheiten der Presse). St. Petersburg, Kontor der Redaktion des »Regierungs boten« (Lx»i!iirsLi>orsesni>iü LLoiuil!r^). (Auch zu beziehen durch A. S. Suworin, die Gesellschaft M. O. Wolfs und die Gesell- schuft N. P. Karbasnikow.) 1910, Nr. 22 (vom 2. Juni a. St.) Groß-8°. 30 S. Erscheint wöchentlich einmal. Personalnachrichten. * Jubiläum. — Am I. Juli d. I. konnte der Prokurist der Firma H. G. Wallmann in Leipzig, Herr Ernst Hilde brandt, auf eine fünfundzwanzigjährige Tätigkeit in diesem Hause zurückblicken. Seit dessen Gründung (1. Juli 1885) ist er ununter brochen in ihm tätig gewesen. Im Jahre 1898 wurde Herrn Hildebrandt in Anerkennung seiner Leistungen und Treue Prokura erteilt. — Am Morgen des 1. Juli erfreuten den Jubilar an erkennende Worte und Glückwünsche von seiten seines Chefs, die dieser in Gegenwart aller Mitarbeiter und unter Überreichung einer ansehnlichen Ehrengabe an ihn richtete. Das Personal be glückwünschte den Jubilar mit einer prächtigen Blumenspende. — Möge es Herrn Hildebrandt vergönnt sein, seinem arbeits- und verantwortungsvollen Posten noch recht lange in bewährter Ge sundheit und Frische vorzustehen! * Berussjubiläum. — Sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum be ging, wie wir verspätet erfahren, am 15. Juni d. I. der Geschäfts führer der Firma W. Levysohn in Grünberg in Schlesien, Herr August Feder. Dem »Grünberger Wochenblatt« vom 14. Juni entnehmen wir dazu folgenden Bericht: »Am IS. Juni 1860 trat Herr Feder bei dem Begründer der Firma, dem Verlagsbuch händler Dr. Wilhelm Levysohn, in die Lehre. Anfang der siebziger Jahre, also nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit, verließ Herr Feder seine Stellung, um bei verschiedenen namhaften Buchhandlungen in größeren Städten seine Kenntnisse zu erweitern. In dieser Zeit aber stand er fortgesetzt mit seinem Lehrchef in brieflichem, wie persönlichem Verkehr. Als der spätere Inhaber der Firma, Ulrich Levysohn, im Jahre 1881 seine Haupttätigkeit von Grünberg nach Berlin verlegt hatte, da beries er seinen Altersgenossen und Jugendfreund zur Leitung des hiesigen Geschäfts nach Grünberg zurück. Am I. Juli 1882 trat Herr Feder wieder in das Geschäft ein, dessen Leitung er seitdem mit großem Geschick und beispiel losem Fleiß geführt hat. Gelegentlich seines 25jährigen Jubiläums als Geschäftsführer am 1. Juli 1907 ist dies durch den Chef der Firma, Ulrich Levysohn, der beklagenswerterweise inzwischen durch einen frühen Tod abberufen wurde, in besonderer Weise dankbar anerkannt worden. Herr Feder weilt zurzeit zur Kräftigung seiner Gesundheit im Bade. Wir hoffen und wünschen, daß der Jubilar von seinem Kuraufenthalt wohl und munter zurückkehrt, um noch recht viele Jahre in altbewährter Tatkraft der Firma W. Levysohn vorzustehen und seine Freude an deren Blühen und Gedeihen zu haben.« Jubiläum. — Der Obermarkthelfer Herr Albert Jenson konnte am I.Juli d. I. auf eine dreißigjährige ununterbrochene Tätig keit im Hause Otto Klemm, Buchhandlung in Leipzig, zurück blicken. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Ministerium des Innern das Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit in Gegen wart seines Chefs, des Herrn Dr. Wilhelm Klemm, von Herrn Bürgermeister Roth ausgehändigt. Im Geschäft wurden dem Jubilar von seinem Chef und dem Personal der Firma Anerken nung und Glückwünsche ausgesprochen und Ehrengaben überreicht. — Mögen dem Jubilar noch viele Jahre in bester Gesundheit be- schieden sein. Das ist der aufrichtige Wunsch aller derjenigen, die ihm nahestehen. » Professor Or. Hugo Erdmann -ß. — Der Professor an der Technischen Hochschule in Charlottenburg Dr. Hugo Erdmann, ein eifriger Freund des Rudersports, wurde nach einer Ruderfahrt auf dem Müritzsee, die er in einem sogenannten »Paddelboot« (Grönländer) unternommen hatte, seit mehreren Tagen vermißt. Das Boot wurde kieloben treibend gelandet. Jetzt ist auch die Leiche des verunglückten Gelehrten bei dem Orte Bök aufgefunden worden. Dr. Hugo Erdmann stand im Alter von 48 Jahren. Dem Lehrkörper der Technischen Hochschule in Charlottenburg gehörte er seit nahezu zehn Jahren an als Prokessor der anorganischen Chemie und Leiter des anorganischen Laboratoriums. Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen Erdmanns sind meist in den »Annalen dev Chemie« erschienen; auch an den von Fittica (Marburg) heraus gegebenen »Jahresberichten über die Fortschritte der Chemie« hat er zeitweilig mitgearbeitet. Für die Zwecke des akademischen Unterrichts verfaßte er eine Reihe von Lehrbüchern, die weite Verbreitung gefunden haben. Genannt seien hier: »Anleitung zur Darstellung chemischer Präparate«; — »Chemische Präparaten- kunde«; — »Lehrbuch der anorganischen Chemie«; — »Natur konstanten«; — »Alaska«. Außer seiner Neigung für den Ruder sport hatte der dahingeschiedene Forscher in letzter Zeit auch der Aviatik sein lebhaftes Interesse zugewandt. "Christine Hebbel P. — Christine Hebbel, die Witwe des Dichters Friedrich Hebbel und ehemalige berühmte Hof burgschauspielerin, ist am 29. Juni d. I. in Wien gestorben. Sie hat ein Alter von 93 Jahren erreicht. Christine Hebbel, geborene Enghaus, war am 9. Februar 1817 in Braunschweig geboren. Ihre Bühnenlaufbahn begann sie in Bremen und Hamburg. 1840 trat sie in den Verband des Hofburgtheaters in Wien, an dem sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1875 wirkte. Als eine ihrer vollendetsten Leistungen galt die Rolle der Judith in der gleichnamigen Tragödie Hebbels, mit dem sie sich 1846 vermählte. Im Jahre 1851 erschien sie als Gast auch am Berliner Königlichen Schauspielhause, wo sie als Judith, Iphigenie, Deborah und Maria Stuart auftrat. — Wie in den Zeitungen ge meldet wird, ist die Universalerbin ihres Nachlasses deren einzige Tochter Frau Rat Kaizl in Wien. Den Schreibtisch Hebbels bekommt das Museum der Stadt Wien. Die Bildnisse Hebbels und Christinens aus den fünfziger Jahren hat Christine Hebbel für eins der Berliner Museen bestimmt.
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