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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.11.1898
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1898-11-29
- Erscheinungsdatum
- 29.11.1898
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18981129
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276, 29. November 1898. Fertige Bücher. 9109 Decker § Mser, steklagrbuchbanölung In ZMgatt. " " ^154202^ Inhaber: H. Moser, Ä. Schröder, H. Strecker. Lüv ders LVeihncretztslergev bitten wir, wenn noch nicht geschehen, »»„»gehe»»- zu bestellen: v Aeltki(I)) LhrWan Wagner^ der Kauer und Dichter zu Wariulimin. Eine aesthetisch-kritische und sozialethische Studie. Geh. 6 IN ord., IN. 50 sch. netto, q- IN. 20 Pf. bar. Elrg. gek. 7 IN. ord., 5 IN. 25 Pf. netto, q. IN. 90 Pf. bar. Freiexemplare 7/6. A Aagner, Lsiml., Urne Dilhtnnzcn. 8". In Originalbsnd Z IN. ord., 2 IN. 25 Pf. netto, 2 IN. (0 Pf. bar und I s/sO. Das weltrichffche Buch ist von der niaßgebenden Kritik fast einstimmig mit Wärme ausgenommen: in srsszc»» Artikel,» wurde das Werk u a. von dem „Sehrväb. Alerk»»r", „St»»tts. Ac»»ci» T«»sel»l«»tt", „Ver»»er V»»»»d", „Ac»»e Züricher Zeit»»i»g", „Frü»»k. Zsit»»»»s" und vielen andern hervorragenden Zeitungen behandelt Pier möge das Urteil der „GsAS»»»»»«»rt" (Berlin) Platz finden, welches dieses Blatt an die Spitze eines größeren Essays stellt: »Der Verfasser unserer besten Schillerbiograxhie, Richard weltrich, schildert in einem gedankenreichen Buche „Lhristian Wagner, der Bauer und Dichter zu Warmbronn" eine schwäbische Sonderlingsgestalt, einen Dichter und Denker, einen Lharakterkopf, an dem jeder Psycholog seine Freude haben kann, wir gestehen zwar offen, daß wir den philosophischen Bauern ä In Aleinjogg, der Goethes Interesse erregte, etwas mißtrauisch gegenüberstehen, gerade wie den Bauerndichtern n ln Johanna Ambrosius, denn es ist immer etwas Humbug, Mode und Sensationsmacherei im Spiel. Ader Wagner ist Wirklich eine nicht bloß absonderliche, sondern auch höchst bedeutende Erscheinung, weltrich ist nun sein Prophet, sein Erklärer, der uns den ländlichen Träumer und Grübler, den Menschen- und Tierfreund nahe bringt. Besonders seine phantasieen über die alten mystischen Lehren von Metempsychose, Seelenwandernng und Seelenwechsel, manchmal etwas dunkel und unklar, finden in weltrich einen be geisterten und liebevollen Verteidiger und Ausleger. Aber anch der Naturdichter Wagner, der freilich nie im Volkston singt und ein gelehrter Autodidakt ist, erscheint in der Beleuchtung Weltrichs groß und liebenswert; besonders die Blnmemnärchen von den Anemonen sind wahre poetische Perlen. Und wie schön führt uns weltrich den Ideengehalt, die Komposition, die Sprache des Philo sophen im Bauernkittel zu Gemüte, seinen Hochstug, aber auch seine Unzulänglichkeiten. Schließlich fühlt man es doch heraus, was den Münchener Professor so mächtig zu dem schwäbischen Landwirt zieht: der wesenverwandte Lehrer der Humanität, der Friedens apostel, der Erlöser der Tierwelt aus Druck und Mißhandlung, auf daß über das ganze Reich des Lebendigen die Sonne einer milden durchgeistigten Freude aufgehe. Und nachdem er sich am Ideengehalt dieser naiven Bauernxhilosophie begeistert, erscheint Weltrich selbst als Weltbetrachter, der im Geiste seines Lehrers vischer die Gegenwart richtet und in die Zukunft schaut: So wird die bescheidene Studie über einen bescheidenen Dichter zuletzt ein wertvoller Beitrag nicht allein zur Litte- ratur und Philosophie, sondern auch zur Soxialwistenschast. So wird Richard Weltrich zum unerbittlichen Kritiker unserer Zeit.» Und die ,,Frank. Zeitung" (Ansbach) sagt u. a.: ». . . . weltrich hat das Buch mit flammender Begeisterung und zugleich mit feinem überschauenden Geist geschrieben. Daß er es mit dem Herzen in der Hand geschrieben, erkennt man alsbald; und dadurch gewinnt das an und für sich schon sehr gehslt- reittze Werk ein besonderes großartiges Interesse. Es ist ein höchst wertvoller Beitrag zur deutschen Litkeratur, zur Philosophie und zur Sozialwissenschaft, eine ungemein belehrende und erfrischende Lektüre. Man darf hoffen, daß das Buch den weg zum Herzen seiner Leser findet, wie es selbst ein Herzensxrodukt ist und mehr von eigenem Innern des Verfassers ausspricht, als irgend eine seiner früheren Schriften .. . .» Sie wollen aus diesen Urteilen ersehen, daß dsr Il»h«»lt dcs V»»chcS ei»» uicl »»»»»- susscuderer ist, «rls dev Titel t»l;»»ei» lüszt. weltrich hat ein Werk von großem und dauerndem werte geschaffen. Das schön gesch riebene Buch eignet sich vorzüglich als 1Veihl»c»ehtSgesehei»k sür eri»ste gebildete lllüirirer. Haben Sie die Güte, umgehend zu bestellen, wir geben beide Bücher gsl>1»1»dei» i»» As»»»»1»is- sisi». Ihre Bemühungen werden durch Verbreitung unseres Weihnachtsprospektes in sehr hoher Auflage aufs beste unterstützt. wir möchten noch darauf aufmerksam machen, daß im lVcih»»«»^tShcst US»» ,,Vs»1» Lcls zu»,, Alscr" ein Krsszcr illustrierter Artikel über Lhristiuu wuguer erscheint. Wenn Sie beide Bücher an alle Ihre Abonnenten auf diese Zeitschrift zur Ansicht senden würden, dürfte ein Erfolg nicht ausbleiben. Hochachtungsvoll Stuttgart, 26. November (898. Strecker A Moser. 1211»
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