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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.11.1898
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1898-11-26
- Erscheinungsdatum
- 26.11.1898
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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die im nächsten Bande der Veröffentlichungen dieser Gesellschaft im einzelnen Aufschlüsse folgen werden. Es handelt sich dabei haupt sächlich um griechische Handschriften, die in Oxyrhynchus entdeckt wurden. Unter den klassischen Fragmenten ist ein beträchtliches Stück von Menander zu erwähnen. Dazu kommen frühe Bruchstücke von Euripides, Plato, Thucydides, Demosthenes und Xenophon und eine Pergamentrolle, enthaltend fast 300 Verse aus dem fünften Buche der Ilias. Aber nicht bloß die Philologen, sondern auch die Theologen finden in dem neuen Bande manches Interessante. Er wird nämlich Bruchstücke des Evangeliums Johannis aus dem dritten Jahrhundert, aus dem ersten Korintherbriefe des heiligen Paulus und aus einem apokryphen Evangelium enthalten. (Nat.-Z.) Fockendorser Papierfabrik. — Dem Geschäftsbericht ent nimmt das Leipziger Tageblatt, daß sich die ungünstige Marktlage besonders für Druckpapiere stark verschärft habe. Dazu sei die säumige Lieferung der Maschinenfabriken gekommen, wodurch die Bauperiode verlängert und der Betrieb gestört worden sei, so daß z. B. in der Fockendorfer Fabrik die Papier produktion um rund 280000 k^ zurückblieb. Erst jetzt wieder sei das Werk im vollen ungestörten Betrieb. Die HolzschleifereiFischers- dorf erreichte eine Produktion von 1133897 Kg (im Vorjahre 1063346 kg) Holzstoff. Der Bericht erwähnt den am 1. März erfolgten Erwerb der Holzschleiferei und Mühlenwerke Freyburg an der Unstrut, von deren Ausbau sich die Verwaltung gute Erfolge verspricht. Der Bruttogewinn beträgt 180913^ (197 173). Davon entfallen für Abschreibungen 97070 ^ (70097) und 4 Prozent Divi dende aus 2 Millionen Mark gleich 80000 ^ (10 Prozent gleich 100000^ auf 1 Million Mark). Aus dem Dispositionsfonds werden dem Gewinnrest 2646 ^ zugesührt, so daß als Tantiemen S610 ^ (20 032) verteilt und auf neue Rechnung 879 ^ (690) vorgetragen werden können. Der Dispositionsfonds enthält noch 19 000 während der Reservefonds infolge des Agios auf die neuen Aktien auf 347 908 angewachsen ist. Im neuen Geschäftsjahr war die Gesellschaft bis jetzt voll beschäftigt; die Verwaltung glaubt, mit den jetzt geschaffenen Neueinrichtungen auch in dem immer mehr verschärften Konkurrenzkämpfe für die Folge bessere Resultate er- zielen zu können. Pers onalnachrichten. Gerichtlicher Sachverständiger. — Herr Buchhändler Hugo Jacobsohn, in Firma Wtlh. Jacobsohn L Comp., ist zum gerichtlich vereideten Sachverständigen für die Angelegenheiten des Buch-, Musikalien-, Landkarten-, Kunst- und Autographen-Handels beim Königlichen Amtsgericht zu BreSlau ernannt worden. Sprechsaal. Fingierter Bestellzettel. Uns liegt nachstehend abgedruckter — buchhändlerisch richtig hergestellter — Vcrlangzettel vor: Von Firma DeoLev'» k'sriaA .56 ! erbitte ich: durch die Post — Eilgut — Frachtgut durch Herrn Gust. Curth in Leipzig L oä. ksst bar Der Lleins SteMan A,L0 orck. Berlin, den 7. September 1898. Fr. C. Rennau, Buchhandlung. Der Ueberbringer gab als Gründungstag des Geschäftes den 1. September 1898 und als Geschäftslokal Potsdamerstr. 119 an. Dort ist keine Buchhandlung bekannt, und auch sonst war über die Existenz betreffender Firma nichts zu erfahren. Ein Kommissionär Gust. Curth in Leipzig ist gleichfalls unbekannt. Wir bitten Firmen, namentlich Berliner, bei denen auf Zettel mit obiger Firma Bestellungen gemacht sind, um gefällige.Mitteilung und bei weiterem Vorkommen um Anhalten der Zettel zur genauen Feststellung des Ueberbringers. Berlin, 19. November 1898. Die Vereinigung der Berliner Mitglieder des Börsenoereins. Karl Siegismund. G. Kreyenberg. R. L. Prager. G. Küstenmacher. Das « im Adreßbuchs, von der anderen Seite beleuchtet. (Vgl. Börsenblatt Nr. 248, 268.) Dieser Tage wurde bet mir ein Buch bestellt, dessen Verlags ort von Leipzig ebensoweit entfernt ist, wie Franksurt, nur in entgegengesetzter Richtung. Das Buch mutzte zu einem bestimmten, kurz bemessenen Termine geliefert werden, weshalb ich sehr erfreut war, im Adrehbuche die betreffende Verlagsfirma mit dem rettenden a bezeichnet zu finden. (Sie sehen also, geehrter Herr Mayer- Aachen, datz es Sortimenter giebt, die Ihre Bitte erfüllen, indem sie gewohnheitsmähig die gebotene a-Wohlthat in Anspruch nehmen.) Also: versprechen, verschreiben und den Verlangzettel empfehlen, war einsl Und richtig, am Versalltage traf denn auch wirklich - die Nachricht ein, -datz das betreffende Buch nicht hier aus Lager ist!- Nach dieser, übrigens schon öfters gemachten Erfahrung bin ich mehr geneigt, mich der Bitte des Herrn L. G. in Nr. 248 des Börsenblattes anzuschliehen, als der Ihrigen, geehrter Herr Kollege. Ihre Schlutzzeilen würden demnach in meiner Uebersetzung so lauten: In der Ueberzeugung, datz andere Sortimenter, auch solche von gröherer Bedeutung, vielfach die gleichen Erfahrungen machen, richte ich die Bitte an alle Verleger, ihre Firma nur dann > mit einem a im Adrehbuch versehen zu lassen, wenn sie wirklich vollständiges Lager in Leipzig halten. Dieses für Sortimenter und Verleger gleich ausgezeichnete Hilfsmittel erreicht seinen Zweck nur dann, wenn man sich auf die geschäfts-technischen Angaben, die es bietet, zuversichtlich verlassen kann. Dafür müssen aber, was dm hier besprochenen Punkt betrifft, die Herren Verleger sorgenI Dann wird das Buch auf keinem Verleger- u. Sortimenter-Arbeitstische fehlen, und dann wird man Herrn Mayer noch mehr Recht geben können, wenn er sagt, daß uns alle anderen kaufmännischen Ge schäfte um ein solches Adrehbuch beneiden. Frankfurt a. M., d. 22. November 1898. M. Abendroth, Sortimenter und Verleger. Zum Artikel: »1Ü0V Mark Belohnung« im Börsenblatt Nr. 263. In Nr. 263 d. Bl. wurde das Inserat einer angeblichen Firma Gebhardt's Verlag in Berlin, Dragonerstr. 31, mitgeteilt, das sich im Graudenzer -Geselligen- fand und manches hinter sich ließ, was an bedenklicher Form des Wettbewerbes durch Zeitungsanzeigen sonst geleistet wird. Hierzu empfing die Redaktion d. Bl. das nachfolgend wiedergegebene Schreiben der Gattin des zur Zeit leider erkrankten Schriftstellers Herrn Victor Blüthgen, der in der Gebhardtschen Anzeige fälschlich als Verfasser eines dort genannten Buches angegeben war und sich mit vollem Rechte gegen die Ver bindung mit dem Urheber einer so ungehörigen Reklame wehrt: -Berlin W., Achenbachstr. 2, 23. Nov. 98. -Redaction des Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel. -In der Nr. vom 12. November d. I. befindet sich die Fest-- nagelung eines Inserates -1000 ^ Belohnung!- unterzeichnet von -Gebhardt's Verlag, Berlin-, das mich aus dem Grunde interessiert, weil darin der Name meines Mannes in schlimmster Weise gemitzbraucht worden ist. -Mein Mann liegt augenblicklich schwer krank am Typhus darnieder und kann die Angelegenheit nicht selbst verfolgen, bittet Sie aber, eine Notiz zu bringen, datz er niemals einen Roman oder eine Novelle unter dem Titel -Verschmähte Liebe- geschrieben habe, datz also von -Gebhardt's Verlag- dieser Roman einsach erfunden sein mutz, um das Publikum zu ködern. -Was nun -Gebhardt's Verlag- betrifft, so habe ich dem selben inkognito einen Besuch abgestattet; es war eins der üb lichen Berliner -möblierten Zimmer-, in welchem sich kein einziges Buch befand. Herr Gebhardt versicherte, daß -der ganze Vorrat längst verkauft sei-, er habe die sämtlichen Bücher -als Ramsch- gekauft; allen Fragen, wo er die Bücher erstanden, ob keine Möglichkeit sei, sie noch zu beziehen, in welchem Verlag z. B. das Blüthgensche Buch erschienen sei, setzte er ein: »34 kann mich durchaus nicht erinnern!- entgegen. -Offenbar handelt es sich um einen Geschäftsbetrieb, den man wenn irgend möglich verfolgen müßte; Sie würden uns sehr verbinden, wenn Sie einstweilen wenigstens eine aufklärende Notiz bringen möchten. -Mit vorzüglicher Hochachtung Frau Victor Blüthgen.»
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