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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.03.1940
- Strukturtyp
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- 1940-03-12
- Erscheinungsdatum
- 12.03.1940
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- Deutsch
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schichten und Anekdoten schließen sich an, Soldatenhumor und noch manch anderes aus der »wunderlichen Welt«. Wollte man die be sprochenen Bücher zählen, so käme man weit über hundert hinaus: Bücher des Humors, Bücher für die Schulentlassung, billige Bänd chen für acht Groschen, dann Romane der verschiedensten Art, Jugend- und Gcschenkbücher, aktuelle politische Werke, Bücher zur Geschichte n. a. m. »Buch und Volk« wird wieder fürs Buch werben, für das gute Buch, von dem Georg Schmückle sagt: »Des Schaffen den Geist geht in ihm um, wirkt weit über den Tod des Schöpfers hinaus, unabhängig von Raum und Zeit. Steiler und stärker stehen die Gestalten eines Buches in der Geschichte, als es die Lebenden taten.« clg. „Bucharbeit im Kriege" Unter diesem Gedanken führt die Landesleitnng der Ncichs- schrifttnmskammer Berlin seit dem Januar dieses Jahres alle vier zehn Tage Kameradschaftsabende für den Jnngbuchhandcl durch. Der Wirtschaftsverband der Berliner Buchhändler hat in schöner Ver bundenheit mit dem buchhündlerischcn Nachwuchs seine Räume für diese Abende zur Verfügung gestellt. Wie wichtig die Landesleitnng diese Abende nimmt, beweist die Tatsache, daß es sich der Landcs- leiter für Schrifttum und stellvertretende Leiter des Deutschen Buch handels, Pg. Wülfing, nicht nehmen ließ, diese Abende durch grundsätzliche Ausführungen cinznlciten. Pg. Wülfing nmriß in deutlichen Worten die Aufgaben des bnchhändlerischcn Nachwuchses im Kriege. Er verstand cs ganz ausgezeichnet, auch die zunächst nebensächlich erscheinenden Dinge iiji buchhändlerischen Tagesablauf in den großen Zusammenhang zu stellen. Er formulierte die buch- händlerische Arbeit in kurzen treffenden Worten, die jedem Jung buchhändler deutlich seinen eigenen Teil an dieser Arbeit zeigten. Er stellte bewußt neben die eigentlichen bernfsknndlichen Fragen und deren Beherrschung das absolute Vcrtrautsein mit den kulturpoliti schen Forderungen an den Buchhändler. Er zeigte die Erfüllung dieser Aufgaben auf als eine Frontarbeit, die diejenigen, die sie zu leisten haben, in dem Sinn leisten, wie es die Soldaten der Front tun. Im weiteren Verlauf des ersten Abends sprach dann Erich Lau genbuch er über politisch bedeutsame Werke, Pg. Böhm- ler, dem für die Durchführung der Abende besonderer Dank ge bührt, zeigte mit viel Beifall einen Film von einer Arbeitstagung in Storkow. An einem zweiten Abend sprach dann Kuno Felchner über neue Bücher. Die Themen weiterer Abende wurden an dieser Stelle mitgeteilt. Eine gute Arbeit, die damit begonnen wurde. bu. Peter Behrens 1' Peter Behrens, zuletzt Leiter eines Meisteratcliers an der Ber liner Kunstakademie, ist zwciuudsicbzigjährig am 27. Februar ver storben. Er war ursprünglich Maler und Kunstgewerbler sowie Gc- brauchsgraphiker und wandte sich später der Architektur zu. Als künstlerischer Beirat der AEG. hat er bereits vor dem Weltkriege viele zweckmäßig-schöne Bauten errichtet, unter denen die Turbinen halle der AEG. in Berlin-Moabit wohl am bekanntesten ist. Nach der Jahrhundertwende betätigte sich Peter Behrens als schrift- schaffender Künstler. Die 1901 erschienene Behrens-Schrift leitete bas neue deutsche Schriftschassen und die Künstler-Druckschriften in Deutschland überhaupt ein. Sie übertraf an Verbreitung die 1900 ebenfalls in der Nudhard'schcn Gießerei zu Offcnbach a. M. (später: Gebrüder Klingspor) geschnittene Eckmann-Schrift, weil sie typo graphisch vielseitiger vcrwendungsfähig ist. Die Behrens-Schrift probe, auf achtzig Seiten und mit zwölf Beilagen reich an Initialen und Zierat, hat zu Anfang unseres Jahrhunderts einen neuen Stil der Gießerei-Schriftproben cingeleitet. Zu den vierzehn Graden der Behrens-Schrift wurden sieben halbfette Grade geschnitten und 1907 erschien bei Gebr. Klingspor auch eine Behrens-Kursiv in acht Gra den. Der Künstler hat dann noch 1908, nachdem er als Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschulc für die Schristkultur bedeutsame Kurse für Lehrer und Fortgeschrittene abgehalten hatte, die Behrens- Antiqua geschaffen, ebenfalls eine Schrift im Breitfeder-Duktus. Die Behrens-Antiqua (vierzehn Grade und sechzehn Grade halbfett mit vielen Einfassungen, Schmuck und Versalien) sowie ihre prachtvoll ausgestattcte Schriftprobe haben ungemein befruchtend auf das Schaffen anderer gewirkt. Die 1911 erschienene Behrens-Mediäval ist weniger verbreitet. Der Künstler wurde dann durch seine Lehrtätig keit sowie die ihm als Architekt übertragenen großen Aufgaben ganz in Anspruch genommen. — ö. — Veranstaltungen der Gruppe Buchhandel Gau Wien — Mundartdichtcrabend Am Montag, dem 18. März veranstaltet die Wiener Hamcrling- Gesellschaft im Festsaal des Judustrichauses, Wien, Hl., Schwarzen bergplatz 1 eine» Mundartdichtcrabend, an dem die Schriftsteller Karl Pschorn, Hans Neinthaler, vr. Hans Mittendorfcr, Prof. Karl Jäger, Prof. Josef Weinheber und Franz Dechantsreiter aus eigenen Wer ken lesen werden. Der Besuch dieser Dichterlesung wird dem ge samten Wiener Buchhandel besonders empfohlen. Deutsche Buchhändler-Lehranstalt Die Deutsche Buchhändler-Lehranstalt entläßt ihre Fachschüler am Freitag, dem 15. März, vormittags 9 Uhr mit einer schlichten Feier im kleinen Saal des Buchhändlerhauses. — Alle Freunde und Gönner werden hierdurch eingcladcn. Der Wiener Buchhandel spendete RM 5 250.— für das WHW. Anläßlich der vierten Neichsstraßcnsammlung, die bekanntlich im Zeichen von Wilhelm Busch stand, hat der Buchhandel des Gaues Wien sich für die Werke des Altmeisters des deutschen Humors in besonderer Weise eingesetzt, um nicht nur ihrer weiteren Verbrei tung zu dienen, sondern auch um ciu Beispiel vou Opferfreudigkeit zu geben. Durch Werbung in den Schaufenstern, wozu der Wiener Buchhandel ein sehr einladendes eigenes Werbeplakat verwendete, wurde die Werbekraft der Sammeltage unterstützt und die Gebc- frcudigkeit gehoben. Auf Anregung des Landcsobmannes Carl Pichler spendeten Sortiment, Verlag und Zwischenhandel 10°/o vom Tages- unlsatz. Es wurde ein höchst erfreuliches Resultat erzielt, das durch deu an das Kriegswinterhilfswcrk bereits abgeführten Betrag von NM 5250.— seinen Ausdruck fand. » Landesobmann Carl Pichler ist zur Wehrmacht eingerückt; den Aufgabenkreis des Landesobmannes hat sein Stellvertreter Georg Prachner übernommen. Personalnachrichten Der Fachgruppenleiter der Verlagsvertreter der Gruppe Buch handel, Buchhändler Fritz Holzapfel, Berlin, begeht am 13. März seinen fünfzigsten Geburtstag. Am Ausbau der Fachgruppe der Verlagsvertreter, die in dem gesetzlichen Zusammenschluß sämt licher Verlagsvertreter in der Geschichte des deutschen Buchhandels etwas Erstmaliges darstcllt, hat der Genannte, der bereits über fünfunddreißig Jahre im Buchhandel tätig ist, maßgeblichen Anteil gehabt. Für die Fachbücherei des Buchhändlers Bärenreitcr-Bote. 4. Folge. Frühjahr 1940. Kassel: Bärenreitcr- Verlag. 16 S. gr.8° Buchvcrtrctcr, Der Deutsche. 7. Jg. Nr. 5/6. Leipzig. Aus dem In halt: vr. Grewc: Buchvcrtreter und Ncichskulturkammergesetz- gcbuug. — G. Schönfcldcr: Buchhandel und Persönlichkeit: Georg Andreas Reimer, der politische Verleger der deutschen Romantik. — I. Schlemminger: Das buchhändlerische Kommissionsgeschäft und der Leipziger Platz des Zwischcnbuchhandels mit seinen Einrich tungen. — N. Stosfregcn: Die Entwicklung unserer deutschen Schreib- und Druckschriften. Holland L Joscnhans, Stuttgart: Verzeichnis: Lehr- und Fachbücher für gewerbliche Berufsschulen, Fach- und Werkschulen. 15 S. 8° Klimschs Druckerei-Anzeiger. 67. Jg. Nr. 9. Frankfurt a. M. Aus dem Inhalt: Die Wcrkbücherei im graphischen Betrieb. Mitteilungen der Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Pflege des Deutschtums. 14. Jg. H. 3. München. Aus dem Inhalt: Eh. Bauschinger: Das deutsche Buch in fremden Sprachen. 8prinxer, ^uli,i8, Lerliu »ml ien: Verreiebnisse: XeuerZedeinun^en 1939: Cbemie. 31 8. 8" — klatkematik, ?li^8ik unck Oren^ebiete. 31 8. 8° — LioIoZie. 7 8. 8° bln.ere kucker. Line äus lekrten ^eitunZ. — v. HarnLck: Die ^u8Üunkt86rt6llunA al8 bibliotbekar^ede ^ukZabe. — V. Liek8täckt: Va8 8clirikttum ?ur .luckenkrsxs in cken ckeut^eben Lidlioikeken. — lk.-6. v. Kunck8leckt:
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