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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.06.1899
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1899-06-30
- Erscheinungsdatum
- 30.06.1899
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- Deutsch
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149, 30. Juni 1899. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 4771 zu versammeln. Der Maire von Alessandria, Signore E. For tunata, versandte soeben an die Mitglieder dieses Komitees die Einladung mit dem Ersuchen, die Ernennung zum Ausschußmit glied anzunehmen. Ausdrücklich bemerkt er in seinem Schreiben, daß die geplante Versammlung ein. rein wissenschaftliches Gepräge haben solle und jede politische Tendenz ausgeschlossen sei, wo durch cs auch Nichtfranzosen ermöglicht wird, an den Arbeiten dieses Kongresses teilzunehmen. Abgesehen von der persön lichen Berührung der einzelnen Gelehrten, bezweckt das Komitee auch die Publikation von Arbeiten über die Geschichte Na poleons, die, von der Stadt Alessandria herausgegeben, ein bleibendes Denkmal zur Erinnerung an das Tagen des Kon gresses bilden sollen. An der Spitze dieses in seiner Art einzigen Unternehmens stehen als Ehrenpräsident Mr. Larroumet, Mitglied der französischen Akademie, der Maire von Alessandria, und als wirklicher Präsident der ebenso bekannte wie rührige Biblio graph der Napoleon-Litteratur, Baron Alberto Lombroso in Rom. Unter den Ausschußmitgliedern des Komitees finden wir hervor ragende Namen aus fast allen europäischen Staaten, die von vorn herein den Erfolg des Kongresses sichern. Wir nennen hier nur: Henry Houssaye, Masson, Vandal, Corel, Monod, Chuquet, die deutschen Professoren Hüffer und Kleinschmidt, wie den preußischen Geheimen Archivrat Meinecke, ferner die Italiener Umberto Ratazzi, Senator Carducci, den Engländer Browning, den Holländer Hoefer.» Rechtswissenschaftliches Preisausschreiben. — Die juristische Fakultät der Universität München erließ folgendes Preisausschreiben: -Darstellung des Verbrechens des unlauteren Wettbewerbs unter Erörterung der Stellung desselben im System des Strafrechts». Flüchtiger Buchhandlungsaehilfc. — Das Leipziger Tageblatt meldet unter dem 28. d. M. folgendes: »Flüchtig wurde von hier der am 26. November 1874 in Ludwigsburg geborene Buchhandlungsgehilfe M. G., nachdem er von einem aus wärtigen Bankhause durch einen auf den Namen seines Prinzipals gefälschten Brief einen Geldbetrag von 4500 ^ erschwindelt hatte. Der Flüchtige ist ca. 1,75 w groß, von korpulenter Gestalt, hat dunkles Haar, volles Gesicht, kleinen blonden Schnurrbart. Er spricht schwäbischen Dialekt und trägt sich elegant.» Museum thüringischer Altertümer. — Am 21. d. M. wurde in Eisenach ein Museum thüringischer Altertümer feierlich eröffnet. Der Großherzog Karl Alexander hat das Museum unter seinen Schutz gestellt und auch durch Zuwendungen aus der groß herzoglichen Bibliothek gefördert. Kunstausstellung. — In der Ausstellung der Berliner -Sezession- sind neuerdings einige interessante Werke hinzuge kommen: Von Böcklin ein bisher unbekanntes Oelbild -Pan und Amoretten-, sowie eine ältere Landschaft, dann ein neues Relief von Stuck »Der Tanz». Die Luxuskataloge sind nun erschienen; sie sind auf Japanpapier gedruckt und mit dem von Ernst Leistikow und Frau gemalten Umschlagpapier eingebunden. Personalnachrichten. Gestorben: am 18. Juni in Linz Herr Ludwig Mayer ssu., der lang jährige frühere Chef des hochangesehenen Buchhändlerhauses Mayer L Comp, in Wien, das er von 1862 bis 1895 unermüdlich und erfolgreich geleitet hat. Er war der älteste Sohn des im Jahre 1890 verstorbenen Wiener Buchhändlers Ludwig Alexander Mayer und im Jahre 1834 in Wien geboren. 1862 übernahm er das väterliche Geschäft, in das er schon früher als Gesellschafter eingetreten war. Sieben unddreißig Jahre lang hat er sich der Leitung des großen Geschäftes gewidmet; 1895 übergab er es seinem Sohn und trat zur wohl verdienten Ruhe zurück. Leider trübte bald darauf Krankheit seinen Lebensabend. Ein Schlaganfall, der ihn vor Jahresfrist betraf, hat ihm schwere Leiden gebracht, von denen ihn jetzt der Tod erlöst hat. Er war im Verein mit seiner Gattin, aus dem Hause Pustet in Regensburg, ein treuer Wohlthäter der Armen und hat im Stillen viel Not gelindert, viel aufrichtigen Dank sich verdient über das Grab hinaus. Ehre seinem Andenken! am 27. Juni in München Monsignore Josef Knab, päpst licher Kämmerer und fürsterzbischöflicher geistlicher Rat, seit 1890 Miteigentümer der Verlagshandlung und Buchdruckerei G. Schuh L Co. in München. Die Allgemeine Zeitung sagt von ihm: Monsignore Knab hat sich u. a. um humanitäre Anstalten journalistischer Vereinigungen große Verdienste erworben. So ist er seit Gründung der Pensions anstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller in deren Vor stande in erfolgreichster Weise thätig gewesen. Seine speziellen Parteigenossen werden ihm ein dankbares, ehrendes Andenken be wahren; aber auch in weiteren Kreisen, in denen seine Charakter eigenschaften stets geschätzt wurden, wird seiner noch oft mit warmer Anerkennung gedacht werden. Die Armen verlieren in Monsignore Knab einen treuen Freund und Helfer. (Sprechsaal.) »Was ist Handelsbrauch?« (Vgl. Börsenblatt Nr. 144, 147.) Den Ausführungen des Kollegen Rocholl in Neustadt schließe ich mich an. Cs ist üblich, wenn nicht ausdrücklich gebunden be stellt wird, ungebunden zu liefern. Payne in Leipzig ist nicht nur zur Rücknahme verpflichtet, sondern hat auch sämtliche Kosten zu ersetzen. Braunschweig. Wilhelm Scholz. Herr Pehrsson ist im Recht. Herr Payne durfte nicht ohne weiteres ein gebundenes Exemplar expedieren, sondern mußte auch bei der zweiten Bestellung, wenn ihm eventuell daran lag, ein gebundenes Exemplar abzusetzen, nochmals anfrnqen, ob, er gebunden senden dürfe. Es ist allgemeine Regel, wie Herr Pehrsson richtig bemerkt, stets broschierte Exemplare zu liefern, falls gebunden nicht aus drücklich verlangt wird. Berlin. Ernst Hoffheinz. Anzeigeblatt. Konkursverfahren. (Aus dem Amtsblatt der Wiener Ztg.) Max Merlin in Wien. Den Gläubigern der Konkursmasse des Max Merlin, Buchhändlers in Wien, wird hiermit behufs Ausübung des ihnen nach § 119 K.-O. zustehenden Rechtes be kannt gegeben, daß die besondere Tagfahrt zur Liquidierung und Rangbestimmung der nach Ablauf der allgemeinen Anmeldefrist bereits angemeldcten, dann der bis ein schließlich 15. Juli 1899 etwa noch zur An meldung kommenden Forderungen auf den 18. Juli 1899, vormittags Schlag 10 Uhr, im Amtszimmer Nr. 377 d. k. k. Landes gerichts Wien, Justizpalast, 2. Stock, vor dem Konkurskommissär angeordnet wurde. Wien, am 21. Juni 1899. Der KonkurStomlnissiir. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. (29834s Vureb Laut §ivA aus clsw Verlang von H. 8olrux>x> in Nünolwu in weinen LesitL über: Var religiöse SeMl im Werke bicharä Wagners. ckesus von Mrarstll. IstraloZis. "Iristan u. Isoicke. karsikal. Von Hi!>6 Llaivsl Oirsotor cksr Üools l?ene1on Lu l?aris. Nit einer LinlsitunK von Hans kamt I'rsitrsrrn V. IV0I20ASN. Üdersstrt von .4. Lrunnsrnann. 164 8. drosoii. 2 orä., 25"/, in RecünZ. 1 Urobe-Lxpir. mit 50"/». I'soäor RsinkotU in UsipriA. Merkagsveränderung. (29840s Aus dein Verlage von E. Bidder in Leipzig ging in meinen Verlag über: Julius Weyer, Durstige Lieder. Bitte zu verlangen. Hochachtungsvoll Leipzig. R. Maeder. (29965s München, den 28. Juni 1899. Färbergraben 21. ?. ?. Ich bringe hiermit zur Anzeige, daß ich von heute an mit dem Buchhandel in direkten Verkehr trete, und meine Kom mission Herr Otto Klemm in Leipzig be sorgen wird. Derselbe wird jederzeit von mir mit Kasse versehen sein, um für meine Rechnung Zahlungen zu leisten. K. Heß, Antiquariat. 635"
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