WIWWW «WMO Der Baum der Erkenntnis 2/1 HU«. I« I.E« ^.Fo Heinz Gumprechk, der im Vorjahre mit einem Werk aus russischer Kriegsgefangenschaft,„Die magischen Wälder" einen sehr beachtlichen Erfolg errungen hat, gestaltet in dem neuen Buch das Schicksal eines Knaben ländlicher Herkunft. Mit starker dichterischer Kraft, mit außerordentlich feiner Psychologie und Charakterisierungskunst wird Kindheit, Ent wicklung und Reife in der Umwelt von Vaterhaus, Schule und kleinstädtischer Lehrerbildungsanstalt mit den liebevoll ge zeichneten Gestalten der Geschwister, Iugendgespielen, Mit schüler und Lehrer äußerst lebendig vor dem Leser ausgebreitet. Man lebt und leidet den Heranwachsenden Jüngling in allen Fasern mit, im kindlichen Zustand der Gottesnähe so gut wie in der nihilistischen Periode der Gottesferne. Wie sich schließ lich — auf dem Weg über das Mädchenerlebnis — dieses junge, irrende, begnadete Leben in die innige Geborgenheit Gottes flüchtet, das ist so rein und schön gestaltet, daß man lange nach Gleichartigem suchen muß. Erschüttert legt man den Roman aus der Hand und mit aller Tragik versöhnt das unausgesprochen hier wirkende Bekennt nis, daß Liefe Menschlichkeit und christliche Humanitas die selbe Wurzel haben. -