Demnächst erscheint: kLIH LIOHL 50 Jahre Bergsteiger mit zahlreichen Abbildungen Unter diesem Titel übergibt Nigele — einer der ältesten der noch mitten in Kamps und Tat stehenden Bergsteiger — Erlebnisse aus den Bergen und deren Wirkung auf die menschliche Entwicklung in Buchform dem Leserkreis. Von den Hügeln der Kindheit, anfangs der 8oer Jahre des vorigen Jahrhunderts, führte ihn sein Weg in langsamem, aber sicherem Aufstieg zu den hohen und höchsten Erhebungen der Alpen über deren wildeste Abstürze. — Diesen Weg bezeichnen annähernd 1800 Berggipfel, darunter insgesamt etwa 70 Erst ersteigungen, so im Kaiser-Gebirge und Steinernen 8Neer, Eiswände der Hohen Tauern und die bekannten Namen der Westalpen wie Monte Rosa (Ostwand), Weißhorn (Schalligrat), Matterhorn (Z'Muttgrak), Breithorn (Nordwestwand), Gabelhorn (Südwand), Nothorn, Dent blanche, Aiguille verte, Aiguille de Grepon und viele andere. — So ist Nigele hierdurch schon zum Bindeglied zwischen alt und jung, zwischen Pionier der Alpen und sportlichem Bergsteiger strengster Richtung geworden. Bahnbrechend aber wirkte Nigele im Eis. — Er ist der Erfinder der Eishaken. — Die ersten Versuche, mittels dieser Eishaken senkrechte Eiswände zu bezwingen, sich an solchen abzuseilen, Seilquergänge durchzu- sühren und dergl., machte er allein und in Begleitung des verstorbenen österreichischen Bergsteigers und Skiläufers, Oberst Bilgeri, schon im Jahre 1922 in den Eisbrüchen des zerrissenen Krimmler-Gletschers in den Hohen Tauern. — Die gegenwärtige Art der Felskletterkunsi wurde somit sinngemäß auf das Eis über tragen. — Im Jahre 192Z machte Nigele den leider zu früh im Himalaja zngrundegegangenen, bekannten Bergsteiger Wilhelm Welzenbach ans diese Möglichkeit der Eisklctterei aufmerksam, lud ihn zu einem praktischen Versuch an der Nordwesiwand des Großen Wiesbachhorns ein und bezwang 1924 mit ihm dieses grundlegende Problem in der beabsichtigten Weise. (Siehe Aufsatz Welzenbachs in der Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1928, Seiten 129 und 1Z2). Daneben ist der Autor ein Mann, den seine Liebe zur Natur nicht hinderte, sich ein Menscheualter hindurch ans verschiedenen Gebieten des öffentlichen Lebens, so auch der Politik, zu betätigen und dessen Name heute weit über Bergsieigerkreise hinaus dies- und jenseits der deutsch-österreichischen Grenze einen guten Klang hat. Interessenten: Leser schöngeistiger Literatur, insbesondere Mitglieder der alpinen Vereine und Sportverbänbe „Spott unö Spiel" Verlags- u. Vertriebs-GmbH. Berlin-Wilmersdorf / Oauenburgerstrasse 17 Börsenblatt f. d. Deutschen Buchhanbel. IW. Jahrgang. 652