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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.06.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-06-21
- Erscheinungsdatum
- 21.06.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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3776 Nichtamtlicher Teil. 141. 21. Juni ISS4. Bestimmungen unseres neuen Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs im Zusammenhang mit Art. 294 des schweizerischen Obligationen- rechtes geändert oder doch in einer die Eigenart des Buchhandels berück sichtigenden Weise vorGericht ausgelegt werden. -Daraufhin richteten wir Ende März 1894 ein eingehend begründetes Gesuch an das Eidgenössische Amt für Schuldbetreibung und Konkurs in Bern und erhielten umgehend Antwort, sowie, datiert vom 9. Mai, den Beschluß des Eidgenössischen Betreibungsamtcs, von dem wir eine Kopie der Redaktion des Börsenblattes, sowie derjenigen des Schweizerischen Buchhändlerblattes in Olten zur Veröffentlichung zustellten, die mittler weile in beiden Blättern auch erfolgt ist *1 »Haben wir nun auch nicht alles erreicht, was wir angeslrebt hatten, so dürfen wir uns einstweilen mit dem Ergebnis begnügen und zusehen, wie sich beim nächsten Fall, der noch recht lange auSbieiben möge, die Sachc vor Gericht in prari gestalte, um jenachdem neuerdings bei den maßgebenden Behörden vorstellig zu werden. -Eine andere Angelegenheit, die Ihren Vorstand sehr in Anspruch nahm, ist die Schweizerische Landesausstellung in Gens 1896. lieber unsere Anordnungen gaben wir sämtlichen Mitgliedern durch Rundschreiben vom 20. Februar Kenntnis unter Beifügung eines An frage- (resp. Antwort-) Schemas, wer sich an einer Kollektiv-Ausstellung zu beteiligen wünsche. Wir hätten uns nun hellte schlüssig zu machen über Teilnahme oder Nicht-Teilnahme des Schweizerischen Buchhändler- Vereins und im ersteren Falle zwei weitere Delegierte, denn es sind für unsere Gruppe drei vorgeschrieben, zu wählen (Trakt 3). -Ihrem Vorsitzenden wurde Ende März dieses Jahres vo» Herrn Heinrich Kelter, Landkartenverleger in Zürich, eine Eingabe zur Einsicht zugestellt, die er und Herr I. Meier, Geographisches In stitut in Zürich, an die hohe Bundesversammlung gerichtet hatten, mit dem Gesuch um eine billige Entschädigung für den Fall, daß eine eid genössische Schulwandkarte zu stände käme. Durchdrungen von der Wichtigkeit der Sache und der durchaus berechtigten Forderung der beiden Kartenverleger erlaubte Ich mir. in der -Neuen Zürich.-Ztg - vom 27. März eine Lanze einzulcgen und im Interesse unseres Berufes mich offen und unverhohlen auszusprechen. Leider ging der Nationalrat in feiner Sitzung vom 27. März abends über die Petition hinweg und beschloß die Erstellung einer neuen Schulwandkarte durch den Bund ohne Entschädigung an die Verleger der bisher gebräuchlichen Wand karten. Eine Ausgabe Ihres neu zu wählenden Vorstandes, unterstützt von namhaften Verlegern, und an der Hand eines Rechtskundigen dürste eS sein, wenigstens zu untersuchen, was geschehen könne, um weitere den schweizerischen Buchhandel schädigende Monopole von seiten der Bundes- und Kantonsbehörden zu verhüten, sowie auch für bessere Vertretung unseres Berufes in der Presse zu sorgen -Zeitig vor der diesjährigen Leipziger Ostermesse übergaben wir unserm Herrn Delegierten die ihm nötigen Instruktionen für die Sitzungen der Kreis- und Ortsvereine im deutschen Buchhandel und die Hauptversammlung des Börsenvereins. Herr Albert Müller wird die Güte haben uns später sTrakt. s> kurz zu berichten In Vollziehung eines Austrages der letzten Generalversammlung, bearbeitete Ihr Vor stand ein neues Reglement für die Delegierten und erlaubt sich, es Ihnen heute zur Prüfung und Annahme vorzulegen. -Am 12. November 1893 wurden in außerordentlicher General versammlung der Mitglieder des Schweizerischen Vereinssorli- ments in Ölte» neue Statuten beraten und angenommen und sodann der Bau eines eigenen Geschäftshauses aus Grundlage eines neuen Pro gramms zum Beschlüsse erhoben. Wir wünschen dem Unternehmen glückliches Gedeihen. -Unserm Friedensrichter, Herrn De. I. Huber, fühle ich mich gedrungen im Namen des Vereins den wärmsten Dank auszudrücken sür seine wiederholten Bemühungen in mehreren, zum Teil recht unerquick lichen und komplizierten Streitsachen. -Mit der Auszählung einer Menge anderer Geschäfte, die dem Vor sitzenden manche Stunde raubten, will ich Sic verschonen.» Im Anschluß an den Jahresbericht und speziell au die der Thätigkeit des Friedensrichters gewidmeten Worte, teilt Herr H. Georg souior-Basel im Aufträge seiner dortigen Kollegen mit, daß leider neuerdings von einer schon einmal angeklagtc» Sortiments- und Antiquariatshandlung unter Mißachtung der Vcreinssatzungen in ihren Ankündigungen gefehlt worden sei. Von verschiedenen anderen Seiten wird dies bestätigt^ Nachdem der anwesende Eigentümer der angeklagten Firma das Wort erhalten und zu seiner Verteidigung benutzt hatte, betonend, daß er glaube, sich innerhalb der Schranken der Vereins-Satzungen zu bewegen, jedoch versprechend, seine Ankündigungen sür die Folge zu ändern, beschließt die Versammlung auf Anregung des Herrn C. Schoch-Schafshausen, daß von der Debatte zu Proto koll Notiz genommen werden soll, ferner, daß gelegentlich der Vgl. Börsenblatt 1894 Nr. 111 vom 17. Mai. Vorstand mittels Rundschreibens allen Mitgliedern den Sinn und die Bedeutung der Satzungen mit Hinsicht aus das moderne Antiquariat in Erinnerung bringe und etwa ihm sonst nötig Erscheinendes anordne. Als Stimmenzähler werden vom Präsidium bezeichnet die Herren Iltinger (K. I. Wyß, Verlags-Bern und Beer (Fäsi L Beer).Zürich. II Rechnungsbericht 1893/94. Der Kassierer, Herr L. Hitz, verliest die Hauptposten. Die Einnahmen betragen (inklusive Saldovortrag vo»1892 im Betrage von 828 Fr. 70 cts.) 2101 Fr. 20 cts.; die Ausgaben 956 Fr. 15 cts., so daß sich ein Aktivsaldo von 1145 Fr. 5 cts. ergiebt. Als Referent stellt Herr Ad. Geering aus Grund einer genauen Prüfung der Rechnung den Antrag, daß diese dem Herrn Kassierer als durchaus richtig und unter bestem Danke für die Mühe abge nommen werden möge, was von der Versammlung beschlossen wird. Schließlich wird auf den Antrag des Herrn Hitz der Jahresbeitrag 1894/95 sür jedes Mitglied auf 10 Fr., wie bisher, festgesetzt und beschlossen, der Krankenkasse des schweizerischen Buchhandlungsgehilsenvereins wieder einen Jahres beitrag von 100 Fr. zugehen zu lassen. III. Lrxosition nationalo ouisso ä tlsnöro 1896. Der Vorsitzende zeigt an, daß aus die gedruckte Rundfrage hi», wer sich eventuell an einer Kollektiv-Ausstellung beteiligen würde, 15 zusagende Antworten von Vereinsmitglieder» eingegangen wären, und läßt solche vorlesen. Vor Eröffnung der Diskussion und einer Beschlußfassung macht er darauf aufmerksam, daß man prinzipiell sür und gegen eine Teilnahme sein könne. Für eine Beteiligung und zwar Kollektivbcteiligung, um die es sich bei der Abstimmung einzig handeln könne, — denn jedem Mitgliede bleibe es unbenommen, auszustelle», wo und wann es wolle — spreche die patriotische Seite der Sache, gegen eine solche die Thatsache, erstens daß Bücher, resp. litterarische Erzeugnisse, deren Wert in ihrem Innern liege und nicht im Aeußern, sich zu einer Schau-Ausstellung nicht eignen, mit Ausnahme der wenigen Prachtwerkc, die der schweizerische Verlagshandel auf weise, zweitens die weitere Thatsache, daß das Publikum jahrein, jahraus, oft zum lleberdruß, alles neue Litterarische zur Ansicht zugeschickt erhalle und mit Muße prüfen könne, während letzteres in der Unruhe einer Ausstellung unmöglich sei, und endlich da gegen der Umstand, daß in Gens die deutsche Litteratur entschieden weniger Beachtung finden werde als bei einer Ausstellung in der Central- oder Ostschweiz. Nachdem noch eine Zuschrift von seiten der Sooiötö äos lidrairos ot öüitours üo In Luisso rowanüo, krösläout llr. .4 6. Lertiwuck ü üsuobdtol, in der ein Anschluß der beiden Vereine behufs gemeinsamer Schritte zur Beschickung der Landesaus stellung empfohlen wird, verlesen worden, eröffnet Herr Alexander Francke (Schmid, Francke L Co. in Bern) die Verhandlung mit dem Anträge, es möge der Schweizerische Buchhändler- Verein die Teilnahme, und zwar eine Kollektivteilnahme, als Ehrensache auffassen und solche beschließen Herr Heinrich Wild (Artistisches Institut Orell Füßli in Zürich) unterstützt diesen Antrag und regt die Herausgabe eines gemeinsamen Aus- stellnnqs-Kataloges des Schweizerische» Buchhändler-Vereins, um fassend die litterarische» Erzeugnisse etwa der letzten fünf Jahre, an. Von verschiedenen anderen Anwesenden werden diese Anträge unterstützt und gewünscht, daß jetzt schon dem Borstand der nötige Kredit für die der Vereinskasse zusallenden Spesen be willigt werde. Die nun folgende Abstimmung ergiebt ein großes Mehr von Stimmen sür Kollektiv-Beteiligung des Schweizerischen Buchhändler-Vereins an dieser Ausstellung, ferner sür die nötige Kredit-Eröffnung und eine Verständigung zu allfälligem gemein, samem Handeln mit der Sociöts äos librairoo ot säitours äo In Luisss romanäs; dagegen soll die Frage der Herausgabe eines
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