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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.06.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-06-21
- Erscheinungsdatum
- 21.06.1894
- Sprache
- Deutsch
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141, 21. Juni 1894. Nichtamtlicher Teil. 3775 Nichtamtlicher Teil. Schweizerischer Buchhändler-Verein. 46. Gciieralticrsammlung i» Zürich am 4. Juni 1884. (Protokoll-AuSzug.) Der Präsident, Herr Friedrich Schult Heß-Zürich, eröffnet die 46. ordentliche Generalversammlung mit folgenden Worten: -Geehrte Herren Kollegen I -Es freut mich, Sie heute so zahlreich in unserer Generalversamm lung begrüßen zu dürfen. -DaS verflossene Vereinsjahr 1893/91 darf als ein für unfern Beruf im großen und ganzen befriedigendes bezeichnet werden. Gott fei Dank blieb unserem Lande der Friede erhalten; auch die Anzeichen für die Zukunft scheinen beruhigend zu sein, da das Einvernehmen der ton angebenden Großmächte, voraus Deutschlands und Rußlands, entschieden sich gebessert hat, und Frankreich ohne die Hilfe eines starken Ver bündeten nicht wagen wird, zur Wiedererlangung seiner früheren Größe einen Krieg zu eröffnen, dessen Schluß seinen Untergang bedeuten könnte. -Wenn nun ein Krieg der großen Nachbarstaaten der Schweiz um ihre politische Machtstellung gegenwärtig weniger droht, so blicken wir dagegen mit Besorgnis auf die ungesunden sozialen Verhältnisse, auf die revolutionären Elemente, die sich überall in Europa und mit Vorliebe in unserer kleinen Republik in unheilvoller Art bemerkbar machen durch planmäßiges, zielbewußtes Aufreizen der jüngeren Glieder aller möglichen Berufsklassen, in neuester Zeit sogar der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Und wer sind die Agitatoren? Fast ausschließlich fremde, keinen Gott und kein Vaterland kennen wollende Subjekte, mit oft dunkler Ver gangenheit, meistens Leute, die nichts zu verlieren haben, weder Geld noch Ehre. Ehe dieses eiternde Geschwür allzusehr um sich frißt, möge die hohe Bundesbehörd? durch Erlaß neuer, sichernder Gesetze hinsichtlich Asyl- und Vereinsrechtes, sowie der Niederlassungsbedingungen, das Nötige Vorkehren. Das Schweizervolk wird die Gesetze nicht verwerfen; alle Freunde der Ordnung werden ihr Dank wissen. -l. Dies als kurze Einleitung zu meinem Jahresbericht, an dessen Spitze ich der dahingeschiedenen Vereinsmitglieder gedenken möchte: -Am 16. Februar 1894 starb im Alter von nur 47 Jahren Herr Adolf Jent, Firma Jent L Co., Verlag in Bern, infolge eines seine sonst kräftige Gesundheit untergrabenden Herz- und Lungenleidens. Ge boren im Jahre 1847 in Solothurn, erlernte Jent den Beruf im elter lichen Geschäfte, begab sich zu seiner Ausbildung nach Mannheim, Leipzig und Paris, und widmete sich nach seiner Rückkehr mit seinem Bruder Hermann, dem derzeitigen verdienten Präsidenten des schweizerischen Buchdruckereibesitzervereins, mit voller Energie der Buchdruckerei und der Fortführung seine« Blattes, des -Bund- in Bern. Daneben blieb er als Mitbesitzer der Buchhandlung Jent L Gaßmann in Solothurn auch in Verbindung mit dem Buchhandel und nahm lebhaft teil an den letztern berührenden Tagesfragen. Dann und wann hatten wir auch die Freude, ihn in unfern Jahresversammlungen zu sehen. Jent erwarb sich durch seine Thätigkeit und Pflichttreue, durch seinen edlen Charakter und sein leutseliges Wesen die Anerkennung und Liebe seiner Mitbürger und Kollegen. Vielerlei ehrenvolle Aemter und Stellungen zeugten von dem hohen Bertrauen, das man ihm entgegenbrachte und dessen er sich würdig zeigte Bewahren wir dem Verstorbenen ein treues Angedenken! -Ein ehemaliges Mitglied unseres Vereins starb den 12. Juli 1893, Herr R. Friedrich Haller-Goldschach in Bern, geb. 1831. In früheren Jahren im Verlagszweige thätig, konzentrierte er später seine Thätigkeit ganz auf die Buchdruckerkunst, die ihm. wir dürfen es sagen, ein Lebensideal war. und der er, wie überhaupt der Entwicklung dieser Kunst, in selbstloser Weise und des persönlichen ökonomischen Gewinns wenig achtend, seine ganze Zeit zuwendete. Schwere Schicksalsschläge, namentlich ein unheilvolles Augenleiden, ver düsterten die letzten Jahrzehnte seines Lebens. Auch dieses Heimgegangenen wollen wir freundlich gedenken! * » * -Unser Verein weist im abgelaufenen Jahre folgende Firmen- Aenderungen, Eintritte und Austritte von Mitgliedern auf: 1893. 22. Juni. Uebernahme der Buch- und Kunsthandlung Kirschner L Hartmann in St. Gallen durch Herrn L Kirschner- Engler auf alleinige Rechnung unter der Firma: L. Kirschner-Engler, Nachfolger von Scheitlin's Buch- und Kunsthandlung, in St. Gallen. 1. August. Herr Albert Unflad in Zürich zeigt an, daß er statt seines bisherigen Familiennamens denjenigen seiner Mutter -Raustein- annehme und nun firmiere: Albert Rau st ein, Meyer L Zeller'S Nachfolger, in Zürich. 1. August. Herr Ferd. Riehm in Basel teilt mit. daß er sich Alters halber nach 38jähriger Wirksamkeit vom Berufe zurückziehe und seinen Austritt aus dem Schweizerischen Buchhändler-Verein nehme. Sein Verlagsgeschäft sei an Lkumdsechzigstrr Jahrgang. Herrn Heinrich Bredt in Leipzig verkauft, derbes unter der Firma Ferd. Riehm in Leipzig in unveränderter Weise fortführen werde. Wir wünschen dem verehrten Kollegen einen freundlichen Lebensabend. 18. Sept. Aufnahme des Herrn Karl Schärer, Geschäftsführer des Depot der Evang. Gesellschaft in Zürich an Stelle des verstorbenen Herrn H. Nater, in unfern Verein. 27. Sept. Rundschreiben der Frau Witwe Bäschlin in Glarus über den Austritt ihres Geschäftsführers und Prokuristen, Herrn P Utinger, und Aufnahme unter Prokura-Erteilung des Herrn N. Mettler aus St. Gallen. Firma: Bäschlin's Buchhandlung in Glarus. 1. Okt. Herr F. Hasselbrink in St. Gallen zeigt an, daß er Herrn Alfred Ehrat aus Wyl als Teilhaber ausgenommen habe und daß die Firma jetzt laute: Hasselbrink L Ehrat in St. Gallen. 1. Nov. Herr W. Göpper, Nachf. der Köhler'schen Buchhandlung (vorm. Rud. Jenni) in Bern, teilt mit, daß er Herrn Ernst Lehmann als Teilhaber in sein Sortiments- und Verlagsgeschäft ausgenommen habe und jetzt firmiere: Goepper L Lehmann, Buch- und Kunsthandlung, Nach- folger der Köhler'schen Buchhandlung (vormals R. Jenni) in Bern. 1. Nov. Das Depot der Evangelischen Gesellschaft in Zürich macht die Anzeige, daß seine seit 23 Jahren in Winter thur geführte Filiale mit dem Buchhandel in direkten Verkehr trete, alle Sendungen jedoch auf Conto Zürich zu notieren seien. 1894. 1. Mai zeigt Herr Heinrich Reimmann in Zürich an, daß er seinen Verlag mit allen Rechten, Aktiven und Passiven an Hrn. Alb. Rau stein in Zürich verkauft habe. Letzterer wird diesen Verlag unter der Firma: Alb. Raustein, vormals Meyer L Zeller's Verlag, weiter führen. Pro kurist: Herr Ed. Rascher, Zürich. Unsere herzlichen Wünsche bei dem durch Gesundheitsverhält nisse leider so früh nötig gewordenen Rücktritte vom Buchhandel und unserm Verein begleiten den hochge schätzten Kollegen 1. Mai teilt Herr Ernst von Maack, Schweizerisches Antiquariat in Zürich, mit, daß er sein Geschäft an Hrn. Albert Rau stein in Zürich käuflich abgetreten habe. Letzterer wird firmieren: Albert Rau st ein, Schweizerisches Anti quariat in Zürich. Prokurist: Herr Ed. Rascher. 1894. 20. Mat zeigt Herr vr. G. Wyß, Besitzer der Buchhandlung K. I. Wyß in Bern, an, daß er dem Hrn. Paul Utinger aus Baar Prokura erteilt habe. 21. Mai. Aufnahme des Hrn. R. Hochuli, Geschäftsführer der Buchhandlung des Schweizerischen Grütlivereins in Zürich, an der Stelle des ausgetretenen Hrn. Alb. Jlg. Endlich mit Cirkular, datiert Poststempel, zeigt Herr B. Benda in Lausanne an, daß er in Sitten (Kt. Wallis) eine Filiale errichtet habe, die ein eigenes Conto führe. -Die neu aufgenommenen Mitglieder heiße ich in unserem Vereine freundlich willkommen. -Zum Schlüsse erwähne ich noch des am 12. Februar 1894 in aller Stille gefeierten fünfzigjährigen Dienstjubiläums des Herrn I. E Rich in Solothurn, wozu ich demselben im Namen des Vereins schriftlich Glück wünschte. Vor fünfzig Jahren trat unser lieber Kollege als Lehrling in die Buchhandlung Jent L Gaßmann ein, in der er seitdem als Gehilfe, dann als Prokurist und endlich als Kvllektiv- gesellschaiter verblieben ist. -Mehrere Gesuche um Aufnahme in den Schweizerischen Buch händler-Verein mußten auf Grund des Inhaltes unserer Satzungen ab gelehnt werden. -Das abgelaufene Vereinsjahr war unerwartet reich an Geschäften für den Vorstand und namentlich Ihren Vorsitzenden. -Ende August vorigen Jahres befand sich Ihr Vorstand in der glücklichen Lage, Ihnen durch Cirkular Mitteilen zu können, daß die dem schweizerischen Buchhandel drohende Gefahr des Post-Vertriebes deutscher Zeitungen und Zeitschriften unter dem Ladenpreise durch gütige Vermittlung des Vorstandes des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler nunmehr abgewendet sei. Dem letzteren und den Herren Kollegen und Vereinen, welche sich damals unserer Sache so warm an- nahmen, wurde im Namen des Vereins ein besonderes offizielles Dank schreiben zugestellt. -Während Ihr Vorsitzender sich schon mit dem Gegenstände befaßte und mit zürcherischen Juristen darüber beriet, traf am 9 Februar 1894 von seilen des Vorstandes des deutschen Verleger-Vereines eine Ein ladung ein, wir möchten uns bemühen, daß die bei Konkursen schwei zerischer Sortimentsbuchhändler dem Kommissionsgut so gefährlichen 511
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