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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.05.1938
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1938-05-28
- Erscheinungsdatum
- 28.05.1938
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- Deutsch
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Kunst, des Schrifttums, der Musik, des Theaters und des Filmes einheitliche Gesichtspunkte zu beachten. Ich bestimme daher folgendes: Die Verleihung von Kunstpreisen aus öffentlicher Hand bedarf meiner Zustimmung. Zu diesem Zweck ist mir je weils rechtzeitig von einer Verleihung Mitteilung über die Person des in Aussicht genommenen Preisträgers zu machen. Heil Hitler! (gcz.) vr. Goebbels.« Durch diesen Erlaß des Herrn Reichsministers sind Ziff. I, 8 ä und Ziff. XI meiner Bekanntmachung Nr. 3 über die Gliede rung der Reichsfchrifttumskammcr vom 22. Dezember 1933 gegenstandslos geworden, worin ich die Stiftungen und Ver teiler literarischer Preise verpflichtet habe, sich bei der Reichs- schristtumskammer anzumelden. Die Arbeitsgemeinschaft der Stiftungen und Verteiler literarischer Preise wird aufgelöst. Der Erlaß des Herrn Reichsministers bezieht sich allerdings nur auf die Verleihung von Schrifttumspreisen aus öffentlicher Hand. Ich erwarte jedoch, daß sich darüber hinaus auch die Pri vaten Stifter und Verteiler von Schrifttumspreisen, soweit sie meiner Kammer angehörcn, mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Abtl. VIII, in Verbindung setzen. Hierdurch soll die selbständige Entscheidung der jeweiligen Stifter- und Prcisrichtcrkollcgicn nicht beeinträchtigt werden. Es soll nur vermieden werden, daß sich die Preise an einer Stelle zum Nachteil von anderen allzustark häusen und daß ein und derselbe Dichter an so und so vielen Stellen gleichzeitig mit Preisen bedacht wird. K. Gesellschaft für Senderechle Die Gesellschaft für Senderechte besteht nicht mehr. Ziffer I, 7 und VII meiner Bekanntmachung Nr. 3 vom 22. Dezember 1933 sind daher gegenstandslos geworden. Berlin-Charlottenburg, 21. Mai 1938 Hardenbergstraße 6 Der Präsident der Rcichsschristtumskamme^ gez. Hanns Johst Sechste Fachschaftsversammlung der Fachschaft Verlag der Gruppe Buchhandel in der Reichsschrifttumskammer am 14. Mai 1938 in Leipzig Die von etwa dreihundert Mitgliedern und Gästen besuchte Fachschaftsversammlung wird um 9 Uhr 15 von dem Leiter der Fachschaft Verlag, Herrn Karl Baur, eröffnet. Nach Begrüßung der Erschienenen und der Ehrenmitglieder Hofrat Di. Arthur Meiner und Justizrat vr. Hillig sowie der Mitteilung, daß an die am Kommen verhinderten Ehrenmitglieder Walther Jäh, Halle, und llr. Wilhelm Ruprecht, Güttingen, ein Begrüßungs telegramm gesandt wurde, verliest Herr Karl Baur den Anfang seines gedruckt vorliegenden Tätigkeitsberichts. Darin heißt es n. a.: »Nichts bestimmt das Gesicht der sechsten Versammlung der Fachschaft Verlag so sehr wie dieAnwesenheitdeutscher Verleger aus der Südostmark des größeren deutschen Vaterlandes. Wenn sie bisher an unseren Versammlungen teil- nahmen, so waren sic, auch als Mitglieder des Börscnvercins, für uns nur liebe Gäste der Fachschaft. Heute grüßen wir in ihnen Glieder unseres großen deutschen Volkes. Heute grüßen wir in ihnen nicht mehr österreichische, sondern deutsche Ver leger, Kameraden eines Werkes, Mitarbeiter an den großen Aus gaben, die uns durch Reich, Volk und Führer gestellt sind, ob wir Naturwissenschaft oder Volkskunde, ob wir unsere Bücher in Hamburg oder in Klagensurt, in Frankfurt oder in Wien ver legen. Das große Wunder des März 1938 hat unser aller Herzen zutiefst ergriffen. Niemand diesseits und jenseits der alten Gren zen aber wird bezweifeln, daß die Aufgaben der Verschmelzung nicht nur heiße Herzen, sondern auch klare Köpfe und behutsame Hände fordern. Dem Verleger ist cs wie nur wenigen Berufsständen anver traut, hier mitzuwirken. Nur aus den: Verantwortungsbewusst sein heraus, das den echten Verleger auszeichnct, kann seine Mit wirkung erfolgen. Erst im Zusammenklang der Stimmen aller deutschen Stämme, nur in der Harmonie von Nord und Süd, von Berlin und Wien, wird der stolze Chor des deutschen Wortes rein und voll erklingen. Es gilt nicht nur Antlitz und Wesen der deutschen Stämme im Alpen- und Donnuland zu pflegen und zu wahren, sondern es gilt auch, sechs Millionen, die durch eine unheilvolle geschichtliche Entwicklung ihr eigenes staatliches Leben lebten, einzugliedern in den Gleichschritt eines einzigen Volkes und eines einzigen Willens. Das Buch wird ein wichtiges Werkzeug dieser Arbeit werden. Wir deutschen Verleger erhalten damit eine Aufgabe gestellt, die jenseits aller Konjunktur liegt, die ganze Männer und ganze Nationalsozialisten erfordert.« Jm Namen der österreichischen Kollegen dankt Herr Leopold Stöcker, Graz, für die den österreichischen Verlegern gewid meten Begrüßungsworte. Er spricht von der harten Zeit, die die deutschbewußten Verleger Österreichs in den letzten Jahren durchmachen mußten. Das Härteste sei jedoch nicht gewesen, daß Bücher verboten und die Verleger verfolgt wurden, sondern daß man sie zu Heuchlern machen wollte, von denen man verlangte, Grcuelpropaganda gegen Deutschland zu treiben. Die deutschen Kollegen können sich daher wohl vorstellen, wie glücklich die österreichischen Verleger heute sind, nun wieder so schassen zn können, wie es-ihr Blut und ihre Verbundenheit mit dem deut schen Volke befiehlt. Zu dem Punkt »Internationaler Verleger- Kongreß« der Tagesordnung nimmt der Präsident des Orga nisationsausschusses, Herr Arthur L. Sellier, das Wort. Er kann ankündigen, daß schon jetzt die Meldungen zur Teilnahme so zahlreich vorlicgen, daß die Teilnehmerzahl der letzten Kon gresse überschritten ist. Allein aus dem Ausland lagen Mitte Mai 119 Anmeldungen vor. In Anbetracht dieser erfreulichen Beteiligung sei es notwendig, für die deutschen Verleger die Frist für die Anmeldung zu begrenzen. (Eine entsprechende Mittei lung, die den Meldeschluß auf den 2b. Mai fcstsetzte, ist inzwi schen im Börsenblatt vom 18. Mai erschienen. D. Schrift!.) Mit großem Beifall werden die von Herrn Sellier aufgestellten und verlesenen zehn Gebote für Kongreßteilnehmer ausgenommen. Am Schluß weist Herr Sellier darauf hin, daß das Gelingen des Kongresses nicht allein von der geleisteten Vorarbeit abhänge, sondern auch von der tätigen Mitarbeit, vom Schwung und der Aufgeschlossenheit der Teilnehmer. Herr Karl Baur dankt dem Präsidenten des Organisa tionsausschusses für die von ihm geleistete Arbeit und spricht die Überzeugung aus, daß der Kongreß in einer Form vor sich gehen wird, die die Teilnehmer aus dem In- und Auslände befrie digen wird. Als nächsten Punkt der Tagesordnung behandelt Herr Karl Baur den Stand der Papierversorgung, wobei er auf seinen Jahresbericht Bezug nimmt. Dazu gibt der Leiter der Wirtschastsgruppe Druck und Papierverarbeitung Or. Sce- liger ergänzende und erläuternde Erklärungen. Er betont vor allem, daß auch in Zukunft beim Verbrauch von Papier jede nur mögliche Sparsamkeit herrschen muß, da die Herstellung des Papiers unsere Einfuhr belastet. Damit solle jedoch nicht ein Herunterdrücken des kulturellen Niveaus verbunden sein, son dern die Sparsamkeit soll dort einsetzen, wo es wirtschaftlich zu verantworten sei. Die durch den Rückgang des Exports auf dem 130 Nr. 122 Sonnabend, den 28. Mai 1938
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