Der weiße Ra Oie begeisterte Aufnahme, die der erste Band dieses großen Merkes „Englands afrikanisches Imperium" über den deutschen Buchhandel in Deutschland und der Weit gesunden hat, hat den Beweis erbracht, daß es eine Lücke ausfüiit. Wort und Wissen haben sich in ihm vereinigt, um aus dem eigenen kolonialen Schaffen des Verfassers heraus das für Generationen in hinreißender Darstellung festzuhaiten, was seder, der über Kolonien reden und in ihnen einstens tätig sein will, wissen muss Es ist so das Hohe Lied kolonialen Schaffens geworden. Das gilt im besonderen von dem zweiten Band Deutschland in Afrika Zünfunö-reißlg ^ahre Kolonialarbeit Deutschland trat zu spät auf den Plan, um denen, die die Heimat verließen, Betätigung unter dem Schuh der Heimat ermöglichen zu können. And als die ihrer Heit vorauseilenden wirtschaftlichen Auffassungen der Woermann, Lüderitz und Hansemann, das unbekümmert geniale Hugreifen eines Carl Peters und anderer endlich in letzter Minute noch einige bescheidene Stücke überseeischen Bodens in deutschen Besitz ge bracht hatten, da wußten in kleinem Parteigeist und erbärmlichem Spießertum die meisten daheim so wenig mit dem Erlangten anzufangen, daß die Kolonien ihnen nur dazu dienten, um an ihnen ihr parteipolitisches Süppchen zu kochen. Karstedts Buch ist dagegen das Hohe Lied deutscher Arbeit in Afrika im Kampf gegen Klima, Seuchen, Miß erfolge und — leider — vielfach gegen die anmaßende Besserwisserei der Heimat, die in der Geborgenheit der Schreibstuben und Parlamente geistig unfähig war, die sachliche und politische Bedeutung der Arbeit zu er kennen, die dort drüben geleistet wurde. Es ist das Hohe Lied von der restlosen Hingabe an die Pflicht, von der Liebe zur Scholle, von der Fürsorge für die Eingeborenen, vom sauberen Rassengefühl und schließlich trotz allem der Liebe zur deutschen Heimat. Karstedt, der selbst seine besten Jahre in Afrika verbracht hat und zu den wenigen gehört, die nach 1Y18 sich unverdrossen gegen das versacken des deutschen Koionialgedankens gewehrt haben, schreibt eigenes Wissen aus eigenem Asrikaerleben. Er gehört zu den gegenwärtig besten Afrikakennern überhaupt. And das gibt auch seinem neuen Buch den Vorzug gegenüber so vielen Werken, mit denen eine geschäftige Aus nutzung der kolonialen Konjunktur die Öffentlichkeit in Anspruch genommen hat. Karstedt weiß um die Einzel heiten, aber er sieht sie immer nur im Rahmen der großen Zusammenhänge. Verlagsanstalt <d t t o 354 Nr. 23 Donners! pf um Afrika Aus der Fülle der Llrteile, die bereits setzt, also wenige Wochen nach Erscheinen, über den ersten Band vor liegen, soll eine geringe Auswahl Wert und Bedeutung erhärten: Monographie des afrikanischen Teils des britischen common ^vssltk, dem hoffentlich bald die der anderen beteiligten Mächte folgen werden. Oas Buch ist aufschlußreich und lebendig, wo immer man es aufschlägt. Ein wohltuender Mangel an jeglicher Polemik zeichnet es besonders aus. Es ist zu empfehlen." ZO. //. L7, 22^ /P>>vs^///rF ^ teils mit einer Spannung abzulaufen scheint, die bei einem politischen Thema nur die Kunst, so sachlich als möglich Tatsachen aneinander-- zureihen, Hervorrufen kann." „Oas ausgezeichnete Werk verdient weitestgehende Verbreitung- es ist ein weiterer Baustein zur Untermauerung nung der Fortsetzung dieses Werkes entgegensetzen, insbesondere demjenigen Teil, der sich mit der Entwicklung des ehemaligen deutschen Kolonialbesitzes befassen wird." „In einer knappen, überaus klaren und gedankenreichen Einleitung, die in sich ein Meisterwerk ist, gelangt er zur Darstellung der Front steht." Deu/Le/rs Xo/o/r/a/2s//tt^F „So entstand ein sehr persönlich und klar gestaltetes Werk, dessen Fortsetzung mit starkem Interesse zu erwarten ist und das gewiß zu den wesentlichsten Erscheinungen der Asrikaliteratur der Nachkriegszeit gezählt werden darf. Für die kolonialpolitische Schulung ist es hervorragend brauchbar und wichtig." „Oer weiße Kampf um Afrika" ist mehr als ein Kolonialbuch im Eichen Sinne- er ist die afrikanische Kolonialgeschichte Die besondere Bedeutung des Huches findet auch darin ihren Ausdruck, daß das Deutsche Nachrichtenbüro und das Nachrichtenbüro der deutschen Aeitungs- verleger eingehende Sesprechungen an die deutsche Presse verbreitet haben. Stollberg, SerlinWH