Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.01.1938
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- 1938-01-13
- Erscheinungsdatum
- 13.01.1938
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Welt. Die Auswahl der Bücher erfolgte demgemäß vor allem unter dem Gesichtspunkt der Qualität und unter Abwägung der Fähigkeit des einzelnen Buches, über Deutschland und deutsches Wesen Ausschluß zu geben. Die Auswahl wurde unmittelbar nach Abschluß der 1836er Ausstellung begonnen und systematisch das ganze Jahr hindurch vorgenommeu, sodaß das Ergebnis eine strenge Auslese von etwa achthundert Bänden war. Für die Beschaffung der Bücher trug, wie auch in früheren Jahren, die Ausländsabteilung des Börsenvereins der Deutschen Buch händler Sorge. Für den Aufbau der Ausstellung standen zwei Räume zur Verfügung. Die Aufstellung der Bücher erfolgte gruppenweise und zwar so, daß verwandte Gebiete in nächster Nachbarschaft miteinander standen und außerdem von leichterer zu schwererer Literatur fortgeschritten wurde. Als Gipfel der Ausstellung waren die beiden Schlußgruppen: das -Neue Deutschland- und -England, Deutsch-Englische Beziehungen« gedacht. Die Reihen folge der Gruppen war folgendermaßen: Kalender, Reisen und Abenteuer, Sport, Erdkunde, Landeskunde und Volkskunde, Biographien, Briefe und Erinnerungen, Deutsche Dichtung, Kunst, Musik, Tanz, Theater, Sprach- und Literaturgeschichte, Religion, Theologie, Kirche, Weltanschauung, Philosophie, Psy chologie, Pädagogik, Naturwissenschaften, Nachschlagewerke, Ge sellschaft, Recht, Wirtschaft, Politik, Geschichte und Gegenwart, Das Neue Deutschland, England, Deutsch-Englische Beziehun gen. — In der gleichen Weise war der Katalog der Aus stellung angelegt, der jeweils Verfasser, Titel, Verleger, deut schen Ladenpreis und englischen Preis eines Buches enthielt. Die Werbung für die Ausstellung begann etwa zwei Mo nate vor ihrer Eröffnung mit Hinweisen in den Rundschreiben des Deutschen Akademischen Ausiauschdienstes. Ein Handzettel wurde in einer Auflage von achttausend Stück hergestellt und lag zur Verteilung an Besucher im Ausstellungshause aus, fer ner bei den Werbebüros der Reichsbahn und der Leipziger Messe, bei der Deutschen Handelskanimcr, den Londoner kubiio I.ibruries mit einem größeren deutschinteressierten Leserkreis (Hampstead, Hendon, Marylebonc und Paddington) und bei den an der Aus stellung beteiligten Buchhändlern. Ein besonderer Handzettel in deutscher Sprache wurde an die Mitglieder der deutschen Ko lonie versandt. Ein weiteres Rundschreiben erging an die Leh rer des Deutschen an den höheren Schulen der Grafschaft Lon don sowie der benachbarten Grafschaften Kcnt, Surrey, Midd- lcsex, Essex und Hcrtfordshire. In einer Reihe von Zeitschriften erschienen ans Veranlassung des Austauschdienstes Notizen über die Ausstellung sowie Vorbesprechungen. Als überaus nützlich erwiesen sich die Anzeigen, die ein bis zwei Tage vor der Aus stellung im -Dimes lnternrv Supplement«, den großen Sonn- tagszeitnngen -Okserver« und -Lumlaz- Dimes- sowie aus Kosten der beteiligten Buchhändler in der Wochenschrift -Speetator- erschienen. Die verhältnismäßig große Ausgabe für diese An zeigen hat sich als gerechtfertigt erwiesen. Eine gute Werbekraft entfaltete schließlich das Werbefenstcr ini Büro der Reichsbahn in Regent Street, das von besonderer Bedeutung war im Hin blick auf die gleichzeitig stattfindende englische Buchausstellung, die -Sunkiaz- Dimes Sank Dair», deren Eingang unmittelbar gegenüber dem Reichsbahnbüro lag. Zu der feierlichen Eröffnung hatten sich viele Mitglieder der deutschen Kolonie sowie englische Freunde des Austausch- dicnstes aus den Kreisen der Verleger, Buchhändler, Bibliothe ken sowie der LnAlo-Kermun Dollorvsüip eingefunden, Die Er öffnungsrede hielt in Vertretung des Botschafters der Gcsandt- schaftsrat von Selzam. Anschließend gab I)r. Böhmer, der Bi bliothekar der Zweigstelle London des Austauschdienstes, einige kurze Erklärungen über den Aufbau der Ausstellung und ihre Absichten. Am Abend der Eröffnung fand als Rahmcnveranstal- tung eine Lesestunde mit Hans Grimm statt. Der Besuch der Ausstellung übertraf die Erwartungen. Be sonders bemerkenswert ist die Tatsache, daß nicht nur inter essierte Laien, sondern auch viele englische Verleger, lutorarz- Lgonts, Übersetzer und Bibliothekare die Gelegenheit wahrnah men, sich über die deutschen Neuerscheinungen zu unterrichten. Außerdem erschienen verschiedene Vertreter von Buchbinder und Buchdruckfirmen, die ihre Absicht ankündigten, deutsches Einbandmaterial nach England einzuführen sowie deutsche Ein bandarbeiten auf dem englischen Buchmarkt zu erproben. Nicht weniger als drei Verleger interessierten sich für die übersetzungs rechte an dein Briefwechsel zwischen König Ludwig von Bayern und Richard Wagner. Die Zahl der auf der Ausstellung aufgegebenen Bestellun gen hat sich gegen das Vorjahr fast vervierfacht. Am stärksten ge fragt waren, wie auch in den Vorjahren, deutsche Kalender. Der Grund dafür liegt einmal in der leichten Zugänglichkeit dieses Artikels auch für den Sprachunkundigcn, zum anderen in seiner relativen Billigkeit und schließlich in der Einzigartigkeit der deutschen Photographie- und Reproduktionskunst, der die Eng länder nichts Gleiches an die Seite zu stellen haben. Bei den Büchern konzentrierte sich das Hauptinteresse auf die Gruppen »Deutsche Dichtung« und »Geschichte und Gegenwart«. Großen Anklang fanden auch die Kunstbücher, jedoch war der gerade bei kostbaren größeren Werken hohe Preis einem Kauf hinderlich. Bei der Gruppe Geschichte hatten die Bücher über den Weltkrieg das Hauptinteresse für sich. Die Bestellungen wurden von der Aufsicht entgegengenommen. Am Abend jedes Tages wurden sie gleichmäßig auf die drei zur Ausführung der Bestellungen herangezogenen Buchhändler verteilt, Das Echo in der englischen Presse kann als außerordentlich günstig bezeichnet werden. In der -Dimos- und im -Obsorvsr- sind ausführliche, sehr verständnisvolle Berichte über die Aus stellung erschienen. Auf die Würdigung in der Buchhandelszeit schrift »Dko kublisüers' vireular« hatten wir an dieser Stelle bereits hingewiesen. Wenn es sich räumlich ermöglichen läßt, ist für die nächst jährige Ausstellung die Einbeziehung von Kinderbüchern, für die eine sehr große Nachfrage bestand, vorgesehen. Ferner ist der Wunsch laut geworden, eine Zeitschristenabteilung einzuschalten sowie wieder eine in sich geschlossene Abteilung wertvoller älterer Literatur einzurichten, da für Standardwerke der deutschen Lite ratur ein anhaltendes lebhaftes Interesse besteht. Deutsche Buchausstclluiig in Warna in Bulgarien Nach dem Erfolg der ersten großen deutschen Buchaus stellung inSofia im Frühjahr 1937, die von der Deutsch-Bul garischen Gesellschaft Berlin und der Gesellschaft sür Bulgarisch- Deutsche Kulturannäherung Sofia veranstaltet wurde (s. Bör senblatt Nr. 138/1937), faßte die Deutsch-Bulgarische Gesellschaft den Entschluß, im Laufe des Winters 1937/38 in denjenigen bulgarischen Provinzstädtcn, in denen sich deutsche Schulen be finden, nämlich Warna, Russe, Burgas, Plovdiv, kleinere Buch- llusstelluugcn im Rahmen der örtlichen Bulgarisch-Deutschen Kulturvercine durchzusührcn. Die Ausstellungen in Warna und Russe haben inzwischen stattgefunden. Die deutsche Buch ausstellung in Sofia und auch die erste Provinzausstellung in Warna vom 12. bis 19. November, über die zunächst ein Be richt vorliegt, haben eindeutig gezeigt, daß das deutsche Buch, vor allem das sachliche, für die deutsche Kulturpolitik in Bulga rien ein sehr wirksames Mittel darstellt. Warna, als Sitz der Handelsakademie, als wichtiger llber- sechandelsplatz, dessen Bindungen nach Deutschland besonders stark sind, als Kurort, hat auch über diese Dinge hinaus in den Kreisen der akademischen Berufe und der technischen, der höhe ren Schulen und auch der Bevölkerung allgemein starkes Inter esse am Deutschtum. Die Zahl der deutschsprcchenden Bulgaren in der Stadt ist ziemlich groß. Die Deutsche Schule, zwei deutsche Lektoren, Sprachkurse für Schüler, Erwachsene und Offiziere und der Bulgarisch-Deutsche Kulturverein bemühen sich gemeinsam um eine geistige Annäherung und Festigung der Beziehungen zwischen den befreundeten Staaten. Die Erwartung, daß sich für eine deutsche Buchausstellung in weitesten Kreisen der Bevölke rung reges Interesse zeigen werde, wurde durch den Erfolg der Ausstellung bestätigt. Ein geeigneter Raum wurde in der Turnhalle der Deut schen Schule gefunden, für deren Zurverfügungstellung ihrem Leiter, Herrn Buhmayer, zu danken ist. Die Bühne des Saales Nr. 10 Donnerstag, den 18. Januar 1S86 35
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