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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.06.1903
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1903-06-20
- Erscheinungsdatum
- 20.06.1903
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- Deutsch
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^ 140, 20. Juni 1903. Nichtamtlicher Teil. 4903 Otto Msrutllsliiv^Lsrlin. Lion, Lrsn? v., 8tisvdbildsr t. Lite. tto. 1. Wsllsiispisl. Uo. 2. Ltrs-nälkLsn sm Hienä. Uo. 3. Ii'li-uinvsbsn. tto. 4. I'g.nr der lliseLermsdcbsn. Uo. 5. In den Oünsn. s 1 ^ 50 -ß; k. Orob. s 3 s. Oouibst, U., Lss des Llsurs. Llnstte x. Lisiio. 1 ^ 50 -ß. 2vsits1-^svsi' in 8t. Osllsu. Lern, ^d., Ox. 2. Linkend dureb die 8cbvsir. Liedsr-Lotpourri k. Lte (w. 1°sxt). 3 n. Obor- u. ^VettAgsLnxe, nsns. Heit 11. 12 nsne volkstliüin- lioks Lieder 1. ÄÄnneretwr. liskt 11. (LekrsrLekt.) 8". 70 h n. 8 türm, IV iIIi., Ox. 135. Lest-Usssvx k. Kein. Obor. Lsrt. u. 8t. 8». 2 Nichtamtlicher Teil. Eugen Fehr 1». Gestern starb nach längerer Krankheit im Alter von sechzig Jahren Eugen Fehr in St. Gallen. Die Nachricht kommt für die Näherstehenden nicht unerwartet. Seit ge raumer Zeit mußten wir uns in den Gedanken zu finden suchen, daß der Abschied bevorstände. Schon im November vorigen Jahres schrieb er mir: »ich will froh sein, wenn ich noch die Jahreszahl 1903 werde schreiben können«. Ein zu nehmendes Herzleiden untergrub die Lebens- und Arbeits kraft des starken Mannes. Der unerbittlich Nahende ließ ihm Zeit, sein Haus zu bestellen. Fehr benutzte die chm gegönnte Frist, den Seinen die Wege zu ebnen. Er ließ seinen ältesten Sohn aus Wien heimkommen, um ihn noch selber ins Geschäft einzuführen, empfahl ihn seinen Freunden, — dann schloß er die Augen. Für immer! Was der schweizerische Buchhandel an ihm verliert, ist schwer zu sagen. Kaum ein zweiter genoß in solchem Maße das ungeteilte Vertrauen aller, wie er. Güte und Festigkeit paarten sich in seinem Wesen. Sein Wort galt. Er war durch und durch vornehmer Natur, die unbeirrt den graden Weg ging. Während vieler Jahre gehörte er dem Vorstand des schweizerischen Buchhändlervereins an und hat da mit geradezu aufopfernder Treue und Gewissenhastigkeit für das Gemein wohl gewirkt. Eine eingehendere Würdigung seiner Tätigkeit sei einer spätern Zeit aufbehalten. Heute galt es nur, einen Kranz niederzulegen am Grab des lieben Entschlafnen. Was manchmal vielleicht im Über schwang gesagt wird, — hier gilt es in seiner ganzen Be deutung: er war der Besten Einer! Leb wohl, treuer Freund! Bern, 18. Juni 1903. A. Francke. Eine italienische Buchhändler-Schule. Wie aus dem Oiorvsls dslls lübrsris, dem Organ des italienischen Buchhändler- und Buchdrucker-Verbands hervor geht, ist dieser Tage in Mailand eine Buchhändler-Schule ins Leben getreten, ein neues Zeugnis für die ungewöhn liche Rührigkeit, die jetzt so vielfach im italienischen Buch handel wahrzunehmen ist. In der Annahme, daß es für viele Leser des Börsenblatts von Interesse sein wird, näheres über die Schule bezw. über ihren Lehrplan zu er fahren, lasse ich nachstehend die Übersetzung der beiden Artikel folgen. Die Buchhändler-Schule. Wie wir bereits in der vorigen Nummer im Protokoll der letzten Ausschuß-Sitzung angezeigt haben, ist nunmehr, dank den unausgesetzten und unermüdlichen Bemühungen des Herrn Cavaliere Professor Giuseppe Fumagalli die' Schule der Buchhandlungs-Angestellten, mit dem Sitz in der Via Kramer 4, bei der »Kanals, äsl lübro« ins Leben gerufen worden. Sie wird für die jungen Leute, die sich unserm gewiß nicht leichten Beruf widmen wollen, sicher von hohem Nutzen sein. Wir veröffentlichen nachstehend die Vorschriften über die Zulassung zu dieser Schule. Um zugelassen zu werden, wird ein Gymnasial- Abiturienten- oder ein diesem entsprechendes Zeugnis ver langt. Diejenigen, die schon im Buchhandel tätig sind, sei es selbständig, sei es als Angestellte einer Sortiments- oder Verlagsbuchhandlung, können auch ohne dieses Zeugnis zugelassen werden, doch werden sie nur als Hörer an genommen. Die Schüler sowohl als die Hörer zahlen als Aufnahme gebühr für jedes Jahr den Betrag von 5 Lire, der am Ende des Jahres an solche Schüler zurückgezahlt wird, die nicht mehr als zehn Abwesenheiten im Jahr zu verzeichnen haben. Am Ende des Kurses haben sich die Schüler einem Examen zu unterziehen, das zwei schriftliche und zwei münd liche Prüfungen umfaßt. Die schriftlichen Prüfungen be stehen in der Niederschrift einer literarischen oder gewerb lichen Abhandlung und in der praktischen Ausübung einer Katalog-Ausstellung. Die mündlichen Prüfungen beziehen sich auf je zwei Vorträge über praktische Bibliographie und Buchhandel. Der Schüler muß auch entsprechend beweisen, daß er Kenntnisse der französischen Sprache besitzt, indem er einen französischen Klassiker lesen und sofort übersetzen muß. Die Schüler, die dieses Examen bestehen, erhalten ein »Befähigungszeugnis für den Buchhandel«, das die Unter schrift des Vorsitzenden der Schule, sowie des Vorstands der Buchdrucker- und Buchhändler - Vereinigung trägt. Den Hörern, die die von den andern Schülern verlangten Doku mente nicht beibringen konnten, wird nur ein Zeugnis über gehabten Nutzen (^ttsststo äi proütto) ausgestellt, voraus gesetzt, daß sie sich nicht bereit erklären, sich außer dem ge werblichen Examen auch einer Prüfung über allgemeine Bildung, nach einem vorher festgelegten Programm, das den Ansprüchen eines Lyceums oder einer Realschule entspricht, zu unterwerfen. Den mit diesem Befähigungszeugnis versehenen jungen Leuten wird die Buchhändler-Vereinigung alle Erleichterungen einräumen, um ihnen zu einer guten Anstellung zu verhelfen. Nachstehend das Programm und die Stundenpläne: Geschichte des Buchs und praktische Bibliographie (Professor Filippo Salveraglio), Montag von ^/z9—^zlO Uhr abends. Katalogisieren. (Professor Filippo Salveraglio), Freitag von ^9—'/zlO Uhr abends. Buchgewerbe. (Ragionierc Eugenio Vsrand), Donnerstag von >,z9—'/, 10 Uhr abends. Tag und Stunde andrer Unterrichtsgegenstände nach Bestimmung. 650*
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