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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.10.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-10-23
- Erscheinungsdatum
- 23.10.1913
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- Deutsch
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Herr Richard Quelle, Leipzig, glaubt, daß die Schwie rigkeiten, die ein solcher Katalog bereiten werde, unterschätzt würden, man solle doch lieber versucheil, mit den Lehrervereini- gunen zusammen zu arbeiten, um Kräfte zu ersparen. Redner schlägt, um das Jugendschriftengeschäft für Verleger und Sorti menter wieder vorteilhafter zu gestalten, eine völlige Reform aller Kataloge vor, ferner neue Plakate, Reklame für Jugendschriften usw. Man solle eine Kommission einsetzen, die Vorträge hält, Ausstellungen einrichtet usw. Selbstverständlich sei es, daß der artige Arbeiten nicht ehrenamtlich ausgeführt werden könnten, sondern besoldet werden müßten. Herr Heinrich Schöningh, Münster: Es dürfte un möglich sein, alle Anschauungen unter einen Hut zu bringen. Auch er halte die Schaffung eines solchen Katalogs für sehr schwer, da alle Gegenden Deutschlands, katholische, evangelische usw., verschiedene Bedürfnisse haben. Man solle sich mit den be stehenden Jugendschriftenkommissionen in Verbindung setzen und die billigen Bücher nicht etwa ganz ausscheiden wollen, um beim Publikum nicht den Glauben aufkommcn zu lassen, im Buchhandel seien nur teure Bücher zu haben. Herr S. Goldstein, Frankfurt, gibt seine Erfahrungen mit den Jugendschriften-Ausschüssen in Frankfurt a. M. bekannt, wo die Wolgastsche Richtung herrscht. Er könne nicht raten, mit die sen Ausschüssen zu arbeiten, da sie auf den Buchhandel und seine wirtschaftlichen Bedürfnisse nicht die geringste Rücksicht nehmen. Die Frankfurter Sortimenter wollten schon selbst einen Sammel katalog herausgeben. Es habe sich nur für einen so kleinen Verein die Herstellung als zu kostspielig erwiesen. Trotz der vor gebrachten Bedenken halte er die Idee des Herrn Nitschmann für gut und bitte, eine Kommission einzusetzen zur weiteren Ausge staltung dieser Idee. Herr Artur Seemann, Leipzig, erwidert Herrn Dietrich, daß der Deutsche Verlegerverein nicht in der Lage sei, einen Zwang irgendwelcher Art auf die Jugendschriftenverleger aus zuüben. Herr Erich Wendebourg, Hannover, schließt sich dem Vorschläge des Herrn Müller, Wien, an, man solle nur die Er scheinungen der letzten vier Jahre berücksichtigen. Herr Otto Meißner, Hamburg: In Hamburg arbeitet der Buchhandel mit den Lehrern. Er halte es aber für angebracht, einen Sammelkatalog mit Werken in höherer Preislage für Schüler höherer Schulen herauszugeben. Herr Paul Nitschmann, Berlin, (Schlußwort): Es sei müßig, zu untersuchen, ob 32 Seiten für den Katalog genügen oder nicht, da irgendwie ein Anfang gemacht werden müsse. Die Be denken, daß jeder Verleger mit zahlreichen Werken in den Kata log hineinwolle, erledigen sich dadurch, daß eben eine redaktio nelle Prüfung des Materials stattfinden solle. Diese Prüfung wird nicht L la Avenarius sein, da sie eben nur eine Auswahl aus dem zahlreichen Material bringen solle, nicht aber dadurch die übrige Literatur in irgend einer Weise herabsetze. Der Katalog müsse ganz billig sein, um eine Massenverbreitung an den Schulen zu ermöglichen, deshalb solle er auch nur Jugendschriften ent halten. Alle anderen Kataloge könnten nebenher bestehen blei ben. Herrn Dietrich sei zu erwidern, daß die Kritik von Lehrern deshalb wichtig sei, weil sie auf die Schüler den größten Einfluß ausübe und wir die Lehrerkommissionen so mit ihren eigenen Waf fen schlagen könnten. Ein Zusammenarbeiten mit den Prüfungs ausschüssen der Lehrer halte er nach all den vielen Erfahrungen für ausgeschlossen. Unter allen Umständen müssen die Schüler und Schülerinnen höherer Schulen dem Buchhandel erhalten blei ben, da sie seine Heranwachsende Kundschaft darstellen. Redner stellt in Aussicht, daß er mit der in Berlin gegründeten vorher erwähnten Vereinigung sich zwecks weiterer Ausarbeitung seiner Pläne in Verbindung setzen werde. Der Vorsitzende dankt Herrn Nitschmann für diese Ab sicht und bittet, über seine Erfolge später zu berichten. Die Liste der Anwesenden wird vom Schriftführer verlesen. Der Vorsitzende teilt im Anschluß mit, daß nur Wies- baden und Elsaß-Lothringen nicht mit Abgeordneten vertreten seien. Vom Elsaß-Lothringischen Verein liege ein Antrag vor, die Versammlung nach dem 1. Oktober stattfinden zu lassen. Der Vorsitzende fragt die Versammlung, ob dieser Antrag unterstützt werde. Da das nicht der Fall ist, erfolgt Übergang zur Tages- ordnung. (Fortsetzung folgt.) Lehrbuch des bürgerlichen Rechts von vr. Bern hard Matthiatz, Professor an der Universität Rostock. Mit Berücksichtigung des gesamten Reichsrechts. 5. ver- besserte und ergänzte Auflage. Berlin, Verlag von O. Häring. 20 geb. 23 ord. Unter den vielen Lehrbüchern des bürgerliche» Rechts hat das vor liegende die Eigenart gedrängter Kürze, und sür die Leser des Börsen blatts gewinnt cs durch die Besprechung des Urheberrechts. Zwar ist selbstverständlich diese Besprechung des Urheberechts im Rahmen des gesamten bürgerliche» Rechts nur ganz kurz und kann für Urheber- und verlagsrcchtliche Fragen natürlich nicht als besondere Quelle herange- zvgen werden. Man wird das Buch aber trotzdem gern in seine Samm lung der Literatur zum Buchhändlerrecht aufnehmen, weil man hier einen ganz hübschen Überblick über die Stellung der immateriellen Gllterrechte, insbesondere des Urheberrechts in dem System des gesam ten bürgerlichen Rechts gewinnt. Zudem eignet sich das Werk eben wegen seiner kurzen, prägnanten und zuverlässigen Darstellung für den gebildeten Laien, der sich gelegentlich einen Einblick in das Recht des Bürgerlichen Gesetzbuchs verschaffen will. Auf Einzelheiten des Werks einzugehen, ist hier nicht der Ort. Die Zuverlässigkeit des Gebotenen ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, und so werden die Buchhändler gewiß gern für die Orientierung in Rechtsfragen, die ihnen austauchen, neben dem Text des Bürgerlichen Gesetzbuchs auch ein solches Lehrbuch zu Rate ziehen. Jena. Alexander Elster. Kleine Mitteilungen. Buchhändler-Lehranstalt. — In würdiger, angemessener Weise hat die Buchhändler-Lehranstalt die Jahrhundertfeier der Völkerschlacht begangen. Im lachenden Sonnenschein wanderte» am Sonntag nach mittag Schüler und Lehrer der Anstalt in vierstündigem Marsche von Connewitz aus über die südlichen und südöstlichen Schlachtfelder, wo bei an den geschichtlich denkwürdigen Stätten durch Ansprachen einzel ner Lehrer den jungen Wanderer» ein Bild der gewaltigen Kämpfe entrollt wurde, die am 16. und 18. Oktober 1813 dort stattgefunde» habe». Von 6 Uhr an vereinigte dann Lehrer, Schüler und Gäste im Gasthofe zu Probstheida ein Festkommers, der in gehobener Stim mung verlief und den Teilnehmern unvergeßlich bleiben wird. Wett eiferten die Schüler der verschiedenen Klassen durch Musik, Gesang, Deklamationen und ein flottgespieltes Theaterstück, den Abend genuß reich zu machen, den Frau Adele Kießling durch den Vortrag einiger Lieder noch besonders verschönte, so zwangen die zündenden Ansprachen der Herren Direktor Or. Frenzel und Richard Groh die Anwesenden in den Bann der Erinnerung an die große Zeit. Mit stürmischem Jubel wurde das Hoch ausgenommen, das der erstere ans Ihre Majestäten Kaiser Wilhelm II. und König Friedrich August von Sachsen aus brachte, die in vorbildlicher Treue zueinander stehen. Zum bleibenden Andenken an diesen Abend der Jahrhundertfeier wurde allen Teil nehmern ein von der Firma Thalacker L Schösser künstlerisch aus geführtes Gedenkblatt überreicht, das der Ausschuß für die Lehranstalt des Vereins der Buchhändler zu Leipzig in dankenswerter Weise ge stiftet hat. Deutsche Kunsthändler-Gilde. — Von der Notwendigkeit geleitet, ihren Organisationsbestrebungen und den daraus resultierenden Wünschen und Forderungen eine immer größere Stoßkraft zu ver leihen, dringliche Fragen und Anträge zu erledigen, und auch den Mit gliedern Gelegenheit zu geben, sich untereinander kenne» zu lernen, hatte die Deutsche Kunsthändler-Gilde für Montag, den 13. Oktober nach Frankfurt a. M. eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. 20 Kunstsortimenter aus allen Teilen Deutschlands waren vertreten, und eine weit größere Anzahl hatte ihr Interesse durch Stimmvollmacht kunögegeben. Auch einige Gäste wohnten der im Frankfurter Hof tagenden Versammlung bei. Zu Beginn der Ver handlungen begrüßte der 1. Vorsitzende Arnold Spieckermann-Köln die Erschienenen und gab seiner Freude Ausdruck, daß er hier an derselben Stätte, wo vor drei Jahren die Gilde als schwächliches Geschöpf aus der Tause gehoben worden set, sie nun als einen gar nicht mehr fort- zudenkenden Faktor und Vertreter des deutschen Kunsthandels will-
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