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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.07.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-07-23
- Erscheinungsdatum
- 23.07.1917
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. ^ 169, 23. Juli 1917. jätzen mit 15 oder 7>L Pfg. freigcmacht. Zur Vermeidung von Weite rungen wird darauf aufmerksam gemacht, daß für den Verkehr nach den» Auslände die Weltpostvercins-Portosätze (für Briefe dis 2V 8 20 Pfg., für jede weiteren 20 § 10 Pfg. und für Postkarten 10 Pfg.) gel ten. Nach Österreich mit Liechtenstein, nach Ungarn und nach Bosnien-Herzegowina tostet jedoch der Brief bis 20 § 15 Pfg.^ für jede iv eiteren 20 8 5 Pfg., die Gebühr für Postkarten dahin be trägt 7X- Psg. Briefe und Postkarten nach Luxemburg unterliegen den inländischen Gebührensätzen von 15 und 7^- Pfg.« Wie zahlreich uns zngegangcne Mitteilungen zeigen, wird beson ders im Postverkehr von Deutschland nach O st e r r e i ch (einschließlich Liechtenstein), Ungarn und Bosnien-Herzegowina noch vielfach falsch frankiert, woraus den österreichischen Empfängern un nötige Strafporti erwachsen oder Verzögerungen entstehen. Die am 1. Oktober vorigen Wahres eingetretenen Änderungen werden immer noch nicht allgemein beachtet, und die Briefsendungen allzuhäufig nach den früheren, billigeren Portotaxen freigemacht. Für gewöhnliche und e i n g c s ch r i e b c n e P v st s e n d u n g e n nach Österreich ist also zu beachten, daß seit 1. Oktober 1016 (siche Börsenblatt 1016, Nr. 223) kosten: Briefe bis 20 8 15 Pfg-, für jede weiteren 20 g 5 Pfg., keine Gewichtsbeschränkung, wie im Weltpostverkehr: Postkarten 7^i Pfg., Drucksachen bis 50 § 3 Pfg., über 50 bis 100 8 5 Pfg., für jede weiteren 100 8 5 Pfg., das zulässige M eistgewicht ist von 1 ans 2 kg erhöht worden: Warenproben, nach Österreich (einschließlich Liechtenstein) und Bosnien-Herzegowina bis zu dem erhöhten Gewicht von 500 g, nach Ungarn bis zu 350 g, kosten: für je 50 8 5 Pfg., mindestens 10 Pfg.: G e s ch ä f t s p a p i e r e, die neu zugelassen werden, bis 2 kg für je 50 g 5 Pfg., mindestens 20 Pfg. Für die im Verkehr mit Österreich und Bosnien-Herzegowina zu gelassenen offenen B l i n d e n d r u ck s ch r i f t e n bleiben die seitheri gen Gebührensätze in Kraft. Eingeschriebene Brief sen dün ge n müssen fortan vom Absender freigcmacht werden. Tie Gebühr für einen P o st a u f t r a g s b r i e f ist dieselbe wie für einen Einschreibe brief von gleichem Gewicht. In gewöhnliche und eingeschriebene Briefe nach Ungarn dürfen Münzen nicht mehr eingelegt werden. Kamps gegen Deutschlands überlegene Zcitschriftenliteratnr. Wiederholt haben sich schon im Lager der Entente Stimmen erhoben, die die Forderung stellten, daß auch die Wissenschaft der Entente-Länder einen Bund schließen solle, der natürlich gegen die deutsche Wissenschaft gerichtet sein würde. Diese Forderung macht sich jetzt auch die seit einem Jahrzehnte in Mailand erscheinende naturwissenschaftliche Zeit schrift »Leieukürr«, die bisher internationales Gepräge trug und deut sche, englische, französische und italienische Beiträge brachte, zu eigen. Ihr Herausgeber Engenio Nignano hat an den Herausgeber der bekannten englischen Wochenschrift »Aakuro« einen Brief gerichtet, über den die in Berlin erscheinende Zeitschrift »Die Naturwissenschaf ten« nähere Mitteilungen macht. »Die Stunde ist gekommen, in den Hanptzwcigcn des Wissens unter dem Schutze und der Leitung der Entente internationale Veröffentlichungen zu schaffen, um endgültig ein Monopol zu vernichten, das eine schwere Gefahr für den Fortschritt der Wissenschaft darstellt.« Dies Monopol haben natürlich die Deutschen sich angeeignet. Herr Nignano macht zwar einen scharfen Ausfall gegen die Deutschen, die sich für das auserwählte Volk hielten, das^on Gott dazu berufen sei, andere Völker zu organisieren und ihnen den Weg zu einer höheren Zivilisation zu zeigen; aber im selben Atem sagt er der deutschen Wissenschaft unfreiwillig eine Schmeichelei, indem er von der deutschen »Hegemonie auf allen Gebieten menschlicher Tätig keit«, im besonderen von der führenden Stellung Deutschlands in der wissenschaftlichen Publizistik spricht. Er weist ans die glänzend ent wickelte deutsche Zcitschriftenliteratnr hin und verlangt nun, daß, lim deren anerkannte Bedeutung zu brechen, eine entsprechende Gegenlite- ratnr von seiten der Entente geschaffen werde. Es sollen dies wissen schaftliche Zeitschriften internationalen Gepräges sein, die aber von Ge lehrten der Entcnteländer heransgcgebcn und in den Ententeländern verlegt werden sollen; den nichtfranzösischcn Aufsätzen würde eine fran zösische Übersetzung bcizngeben sein. Die Mitarbeit neutraler Länder sei erwünscht und sollte gesucht werden; ja, in der Zukunft könnte sogar deutsche Mitarbeit angenommen werden, »wenn die Verfasser wünschen sollten, den Gelehrten der Ententevölker bekannt zu werden«. So der Plan des Herrn Nignano. Eine Antwort von deutscher Seite ist kaum nötig, da sic bereits öon englischer Seite erfolgt ist. Herr A. Meek vom Armstrong-College in Newcastle hat gleichfalls in der »Xatrire« eine Erwiderung auf Herrn Nignanos Brief veröffentlicht, worin er rund und frei bekennt: »Es ist Tatsache, daß Deutschland dadurch, daß es französische, italienische und englische Abhandlungen ebenso will kommen geheißen und veröffentlicht hat wie deutsche, und dadurch, daß es das Material fast so schnell veröffentlicht hat, wie es einlief, eine Überlegenheit und sogar eine wirkliche oder eingebildete internationale Stellung in der wissenschaftlichen Publizistik erlangt hat«. Herr Meek weist auf verschiedene anerkennenswerte deutsche Leistlingen auf diesem Gebiete hin, und betont, daß man keine üble Absicht Deutschlands da hinter zu wittern brauche. Im übrigen ist er dafür, daß jedes Land sein eigenes wissenschaftliches Material selbst veröffentliche. Seine Erwide rung unterscheidet sich von dem Briefe des Italieners vorteilhaft durch das Fehlen aller gehässigen Anspielungen und Angriffe. Erhaltung kostbarer Bach-Ncliquien für Leipzig. — Die überaus wertvolle, namentlich an Bach-Schätzen reiche Autographen- Sammlung des Ende vorigen Jahres verstorbenen Professors !)>. Ernst N u d o r f.f ist in den Besitz der Musikbibliothek Peters in Leipzig übergcgangen. Ausschlaggebend für den Ankauf war vor allen Dingen der Gedanke, die kostbaren Bach-Neliguicn, die bei der Drucklegung der Gesamtausgabe der Werke des großen Thomaskautors dem Stiche zur Vorlage gedient hatten, der Bachstadt Leipzig dauernd zu erhalten. Die auch an Autographcu neuerer Meister (Weber, Men delssohn, Schumann, Brahms usw.) reiche Sammlung wird als »E rn st Nudorff - S a m m l u n g« besonders geführt und im Sep tember in den Räumen der Bibliothek öffentlich ausgestellt werden. Der Norden als wissenschaftliche Freistatt. — Anläßlich der nor dischen interparlamentarischen Delegierten-Versammlung zu Kristiania hielt Prof. Frcderik Staug einen bemerkenswerten Vortrag über das Thema »Der Norden als Zentrum internationaler wissenschaftlicher Arbeit«, aus dem die »Frkf. Ztg.« einen Auszug veröffentlicht. Der Redner ging davon aus, daß der Krieg die internationalen wissen schaftlichen Verbindungen aufgehoben habe, und daß es den Beteiligten selbst außerordentlich schwer fallen dürfte, die zerrissenen Fäden wieder anzuknüpfcn. Diese Nolle falle daher den Neutralen und vor allem de» nordischen Staaten zu. Die doppelte Aufgabe der Universitäten, die wissenschaftliche und die pädagogische, zersplitterten indes die Kräfte, was nachteilig auf die Forschcrarbeit einwirke. Falls man also inter nationaler wissenschaftlicher Forschung nach dem Kriege eine Freistatt im Norden geben «volle, so müßten diese Verhältnisse geändert werden. Dies könnte durch die Errichtung internationaler Akade mien geschehen, denen die angesehensten Forscher, insbesondere jün gere, ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit zu verpflichten wären. Diese Gelehrten sollten jedoch nicht gebunden sein, Kollegien abzuhal ten, sondern sich ganz und gar ihrer Forscherarbeit widmen. Wenn man in jedem der nordischen Länder nur eine derartige Akademie er richtete, könnten diese Institute die Fakultäten ja untereinander ver teilen. Wenn auf diese Weise je etwa zehn bis zwölf Forscher einer Fachgruppe zusammenkümeu, würde schon viel geleistet werden können. Freilich sei auch noch die einfachere Anordnnng denkbar, daß an den bestehenden Universitäten internationale Professuren ohne Lehrpflicht errichtet würden. Was Norwegen anbetreffe, so könnte man dessen N o b e l - I n st i t u t zu einer Akademie für Volksrccht und verwandte wissenschaftliche Zweige umbilden, und der Nansen-Fonds könnte die Errichtung internationaler Professuren mit ermöglichen. Eine inter nationale Akademie der Wissenschaft könnte, abgesehen davon, daß sie die nationale Forschung der betreffenden Länder fördern würde, auch der gesamten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zugute kommen, eine Zersplitterung der Forschungsarbeit hingegen sowohl zum Scha den der Kriegführenden wie der Neutralen sein. Eine Schenkung an die Mannheimer Handelshochschule. — Der Handelshochschule Mannheim wurde, wie deren Rektor bei der letzten Jahresfeier berichtete, zum Gedächtnis eines vor dem Feinde ge fallenen Bürgersohnes eine Schenkung im Betrage von 50 000 ge macht, mit der Bestimmung, im Nahmen und als Teil der Gesamt bücherei eine Bibliothek für Naturwissenschaft und Technik zu schaffen, die den Namen Karl Weil-Bibliothek zu führen hat. > Die Gesellschaft der Bibliophilen hat zum Nachfolger des verstor benen Prof. Dr. Karl Schüddekopf Herrn vr. Conrad Höfer in Wei mar zu ihrem Sekretär gewählt. Die diesjährige Generalversammlung der Gesellschaft findet am 14. Oktober in Weimar statt. berück. R ° m L ^ ^ nnn. .ämtlt-y in .e p,<g. Adresse der .ü.daktion u,n Expedition. L.ivzic,, Gerichtsnea <§uchhandlerhauS>.
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