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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.07.1930
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1930-07-01
- Erscheinungsdatum
- 01.07.1930
- Sprache
- Deutsch
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x° 149, 1. Juli 1930, Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. die neu erbaut und einer der modernsten Münchener Betriebe war. Gleichzeitig mit dem Geschäft erwarb das Unternehmen die wertvollen gotischen Originalschriften vr. Huttlers. Den ersten Abschluß der schweren Kriscnjahrc bildete das Jahr 1886. Man besann sich wieder auf den Regensburger Buchverlag, suchte die vcrlorengegangenen Verbindungen wieder aufzunehmcn, brachte Neuauflagen bereits vergriffener Werke heraus und stellte die ge lausten Zeitungen auf gewinnbringende Grundlage. Trotz aller Anstrengungen kam man über eine Dividende von 114^ nicht hinaus. Die endgültige Sanierung brachte erst das Jahr 1899/ I960. Das Aktienkapital von 1 500 000.— wurde auf 750 000.— zusammcngelegt. Die dadurch freigewordenen Buchgewinne wur den zu starken Abschreibungen verwendet. Desgleichen wurde in diesem Jahre die alte Firma wieder umgewandelt in Verlags- nnstalt vorm. G. I. Manz A.-G., München — Regensburg, nach dem man im Jahre 1894 die Firmierung »Nationale Verlags anstalt, Buch- und Kunstdruckerei A.-G., München—Regensburg« gewählt hatte. Wesentlich beeinflußt wurde die Gesellschaft durch das Auf treten vr. Heims im Jahre 1902. Ihm und mehreren Mitglie dern der Zentrumspartei war es gelungen, die Aktien-Mehrheit der Gesellschaft zu erwerben, und nun begann das Unternehmen sich ruhig, stetig und zielsicher weiter zu entwickeln. Kurz vor Ausbruch des Krieges wurden die Münchener katholischen Zeitun gen an den Katholischen Preßverein für Bayern verkauft. Die Kriegsjahre und vor allen Dingen die Nachkriegsjahre brachten für das Unternehmen Rückschläge und schwere Prüfungen/ Während der Münchener Revolutions- und Rätezeit wurde es wiederholt durch die Umstürzler aufs allerstärkste beunruhigt, eine Zeitlang von den Rotgardisten besetzt und beschlagnahmt. Nachdem auch diese Jahre der Krise überwunden waren, nahm das Unternehmen, das immer noch einen gesunden Kern hatte, erneut nn Umfang und Bedeutung zu. Am 23. Juni 1929 starb fein ver dienter Vorstand Kommerzienrat Paul Schelosky. Sein Nach folger wurde Herr vr. A. Betz- München. Den Vorsitz des Auf sichtsrats hat Herr Geheimrat vr. G. Heiin - Regensburg inne. Neue große Aussichten eröffneten sich für das Unternehmen durch die im Herbst 1929 getätigte Fusion der Berlagsanstalt Manz mit den Vereinigten Druckereien, Kunst- und Verlagsanstalten A.-G. Dillingen/Donau. Infolge dieses Vorganges konnte die Berlagsanstalt Manz ihre Maschinen- und Schriftenbesiände stark aufsrifchen und die Produktion konnte nach wirtschaftlicheren Ge sichtspunkten neugeordnet und verteilt werden. Zu dem Unter nehmen gehören heute vier verlagseigene Zeitungen, mehrere Zeitschriften, Beteiligungen an Zeitungen und Zeitschriften; außerdem werden in München gedruckt der »Bayerische Kurier«, das »Neue Münchener Tageblatt», die »Münchener Katholische Kirchenzeitung« usw. Auch der Verlag Regensburg ist in starker Aufwärtsentwicklung begriffen. Das Gesamtunternehmen zählt heute ungefähr 400 Arbeitnehmer und hat Betriebe in München. Regensburg, Dillingen a. D., Donauwbrth, Wertingen und Nördlingen. Die Gesellschaft wird das hundertjährige Bestehen des Unter nehmens im Oktober dieses Jahres in festlicher Weise begehen. -Die Firma gibt einen Jubiläumskatalog heraus, der von den rund 14 000 bis jetzt erschienenen Artikeln des Manz-Verlages unge fähr 5000 noch vorhandene Werke enthalten wird. Außerdem er scheint eine Festschrift, die eine ausführliche Geschichte des Unter nehmens sowie des Regensburger Verlages insbesondere bringen wird. Bereinigte Deutsche Prüfungsausschüsse für Iugendschriften. (Arbeitsgemeinschaft für geistige Jugendpflege.) G c s a m t v o r st a n d s s i tz u n g i n K a s s e l a m 1 0. I u n i 1 9 3 0. In der Sitzung war der fünfzchngliedrige Gcsamtvorstand an wesend, außerdem über 20 Jugendschriftler aus allen Gegenden Deutschlands. Den Vorsitz führte Barfaut, Hamburg. In etwa acht Stunden wurde folgende Tagesordnung erledigt: 1. Die Arbeit und Organisation der Landes verbände: Der Vorsitzende. Dem Bericht lagen die Ergebnisse einer Rundfrage zugrunde, die im Mai d. I. an die zwölf Landesverbände und die 250 deutschen Prüfungsausschüsse gerichtet worden ist. Dringend erwünscht ist es, daß die Landesverbände regelmäßig wiederkehrende Vertreterver sammlungen abhalten, was bisher nur in wenig Verbänden ge schieht, z. B. in Sachsen. Die Verbände beschäftigen sich zurzeit mit folgenden Aufgaben: die Lesestoffrage, das Sach- und Arbeitsbuch, die Schülerbücherei, das gegenwartsnahe Jugendbuch, das Mädchenbuch. Uber die Schwierigkeiten der Verbände, die mehrere Länder oder Provinzen umfassen und mehreren Landeslehrervereinen ange- schlosscn sind, sprachen Mennerich, Bremen, und Sielaff, Stettin: über die Vorteile eines Landesverbandes, der sich nur über ein Land erstreckt und nur mit einem Landeslehrerverein verbunden ist, Gommlich, Dresden. 2. Die I u g e n d s ch r i f t e u w a r t e: Stapelfeldt, Hamburg. Die Jugendschriftenwarte erscheint als Beilage in einer Anzahl führender pädagogischer Fachblätter, z. B. in der Allgemeinen Deut schen Lehrerzeitung, geht allen Mitgliedern der Vereinigten Deut schen Prüfungsausschüsse direkt zu und findet tu Buchhändlerkreisen immer mehr Verbreitung. Dringend erwünscht ist es, daß in den Fachzeitungen, denen die Jugendschriftcnwarte nicht beiliegt, kurze Inhaltsangaben ihrer einzelnen Nummern sofort nach Erscheinen veröffentlicht werden. Im Anschluß an Punkt 2 wurde der vom Jugeudschrifteii-Aus- schuß Leipzig eingereichte Antrag zum Beschluß erhoben: In der Jugendschriftenwarte erscheinen neben den »Beurteilun gen der Vereinigten Deutschen Prüfungsausschüsse« persön liche Buchbesprechungen. Bei der Aussprache über den Antrag fanden folgende Gedanken Zustimmung: für die persönlichen Besprechungen sollen wichtige Neu erscheinungen ausgewählt werden, die für ein literarisches Gebiet be sonders typisch sind. Es soll aber auch über Büchergruppen, z. B. über das neuzeitliche Abenteuerbuch, das gegenwartsnahe Jugendbuch, das neue Mädchenbuch u. dgl., persönlich berichtet werden. Bei diesen Besprechungen kommt es hauptsächlich darauf an, die geistige Grund lage zu zeigen, auf der ein Buch ruht. Weniger wichtig ist es dabei, ob das Buch abzulehnen oder anzunehmen ist. Diese Entscheidung kann erst getroffen werden, wenn die Beurteilung des Buches ab geschlossen ist. Es sind Maßnahmen zu treffen, die die Durchprüfung eines Buches beschleunigen. Die Neuerscheinungen müssen rascher als bisher durch die Verzeichnisse erfaßt werden. Von allen ab schließenden Bücherbeurteilungen ist zu fordern, daß sie geistig ein heitlich aufgebaut sind und den Grund der Annahme oder Ableh nung klar erkennen lassen. Die vom Vorort Hamburg ausgestellten Vorschläge zur Verwirk lichung des Leipziger Antrags werden in folgender Form angenom men: a) Der Vorort bestimmt, welche Bücher persönlich besprochen werden können. Die Landesverbände und einzelnen Jugendschriften-AuS- schüsse können von sich aus Vorschläge machen. I>) Die S^sprecher werden in jedem einzelnen Falle vom Vorort in Übereinstimmung mit den Landesverbänden ausgewählt, o) Die persönlichen Buchbesprechungen werden entschädigt. Er wünscht ist aber, daß das Buch in den Besitz desjenigen Jugend- schriften-Ansschusses übergeht, dem der Besprecher angehört, ck) Die Jugendschriften-Ausschüsse leisten die seitherige Prüfungs arbeit weiter. Das Ergebnis kommt zum Ausdruck in den »Be urteilungen der Vereinigten Deutschen Prüfungsausschüsse« iu der Jugeudschriftenwarte und in den Verzeichnissen. 3. Die Verzeichnisarbeit der Vereinigten Deutschen Prüfungsausschüsse: Der Vorsitzende. Zur Durchführung der in der Hauptversammlung 1929 in Dres den gefaßten Beschlüsse werden folgende Vorschläge angenommen: a) Es ist wünschenswert, daß jede vorbereitende Zusammenstellung für ein allgemeines Verzeichnis nach Fertigstellung sofort dem Vorort zugestellt wird. Der Vorort gibt diese Zusammenstellung wie auch seine eigenen allen Landesverbände^ und Jugendschriften- Ausschüssen bekannt, die ein Verzeichnis herausgeben wollen. b) Die Bilderbücher in den Verzeichnissen erhalten auch Charakte ristiken. o) Veraltete Bücher müssen ans den Verzeichnissen verschwinden, ck) Ausgesprochene Arbeits- und reine Sachbücher werden in den Ver zeichnissen durch ein ^ bzw. 8 kenntlich gemacht oder in einem Son derverzeichnis zusammengefaßt. 617
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