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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.04.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-04-12
- Erscheinungsdatum
- 12.04.1911
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- Deutsch
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4882 B»rl-n«-tt s. d. Dtlchn. BuWand-I. Amtlicher Teil. 85. 12. April 1SI1. tige Kapitalquelle. Einerseits schon deshalb, weil ihnen die Betriebsmittel weit schwerer als jenen Instituten, die unter wesentlich günstigeren Bedingungen mit fremden Geldern arbeiten, zufließen. Die Erwerbs- und Produktionsgesell schaften sind deshalb meist ausschließlich auf die Kreditinan spruchnahme angewiesen. Und da bei ihnen andererseits auch die Aufnahme neuer Kapitalien durch Erweiterung des Grund kapitals immerhin mit einigen Schwierigkeiten verknüpft ist, so sind diese Gesellschaften in der Regel genötigt, in erster Linie zur Erhöhung des Passivkredits, sei es durch Ausnahme fester Anleihen <Hhpotheken usw.j, sei es durch Heranziehung laufen der Kredite, zu greifen. Aus der Vermehrung der fremden Mittel kann deshalb wohl auch geschlossen werden, daß sie gewöhnlich in einer Steigerung des Produktionsbedürfnisses, wie überhaupt des Beschäftigungsgrades der Branche begründet sind. Diese zunehmende Geschäftstätigkeit drückt sich allerdings weniger auf diesen Konten des laufenden Passivkredits, als viel mehr in den gesamten Geschäftsergebnissen aus. Dafür spricht, wenn man die Höhe der Abschreibungen einerseits und die durchschnittlich um einige Prozent vermehrten Handlungs unkosten andererseits in Betracht zieht, das Wachstum der Betriebsgewinne, das bei einem Stillstände, oder gar bei einem Rückgänge der Produktion nicht hätte eintreten können. Für die Produktionssteigerung der graphischen Branche spricht aber weiter auch die nicht unerhebliche Vermehrung der K a p i t a l k r a s t, die sich aus 125,17 Mill. (123,85 Mill. A) stellt. Das bedeutet gegen das Vorjahr eine Steigerung von 1,49 Mill. oder 1,20 Proz., die der wirt schaftlichen Entwicklung der Branche das Gepräge aufsteigender Geschäftstätigkeit gibt. Angesichts der Bedeutung, welche die beiden Zentra - l e n des Buchhandels und Buchgewerbes, Berlin und Leipzig, in der Branche überhaupt einnehmen, ist es gewiß von besonderem Interesse, einmal ihre wirtschaftliche Entwicklung zahlenmäßig zu beleuchten. Entfällt doch allein der dritte Teil der auf das ganze Deutsche Reich sich vorteilen den gesamten Aktienunternehmungen auf diese beiden Zentralen buchgewerblicher Geschäftstätigkeit, zusammen allein 47,78 Proz., also nahezu die Hälfte des Eigenkapitals repräsentierend. Beim Vergleiche mit dem Vorjahre ergeben sich folgende Verände rungen (->- Zunahme, —Minderung): Berlin: Leipzig: (in Mill. A) (in Mill. A) Eigenkapital -si 4,79 — 0,39 l. Aktienkapital -i- 3,86 — 0,72 2. Reserven -si 0,93 si- 0,34 Passivkredit si- 3,92 — 1,09 Ständige Fonds: Immobilien 3,42 — 0,35 Mobilien u. Geschäftseinrichtungen 0,07 — 0,05 Betriebsfonds: Waren 0,98 — 0,54 Debitoren si- 3,52 si- 0,23 Rentabilität: Betriebsgewinn si- 2,11 si- 1,35 Reingewinn si- 0,28 si- 7,66 Generalunkosten si- 1,97 si- 0,63 Liquidität: Verbindlichkeiten si- 0,31 — 1,37 Flüssige Mittel — 0,63 si- 0,06 Nach diesen Veränderungen der Kapital- und Gewinn- Verhältnisse zeigt sich die aufsteigende Entwicklung namentlich bei den Gesellschaften Berlins. Sowohl die eigenen und frem den Mittel, als sämtliche Geschäftsfonds haben erheblich zuge nommen, während sich hierin bei den Leipziger Unternehmun gen nur eine Verbesserung des Reservenstandes zeigt. Außer- Tabelle IV. Kurswert- und Rentenberechnung. Firma, deren Aktien an der Börse gehandelt werden: Letzter Börsenkurs Nominal- Kurswert Betrag des Aktienkapitals in 1000 Divi- in Rente i 2 3 4 s Bayern: Lithographisch-artistische Anstalt, München 126,00 1126,00 1417,60 7,0 6,65 Berlagsanstalt vorm. G. I. Manz, A.-G., München 97,00 750,00 727,50 5,0 6,16 Elsaß-Lothringen: Elsässische A.-G. f. Buchhandel u. Publizität vorm. A. Ammel, Straßburg 100,00 130,00 130,00 7,0 7,00 Elsässische Druck- u. Verlagsanstalt, Straßburg*) Straßb. Druck- u. Verlagsanstalt, A.-G., vorm. R. Schultz L Co., Straßburg 118,00 1400,00 165,20 7,5 6,35 Preußeu: Hagelberg, W., A.-G., Berlin Neue Photographische Gesellschaft, Berlin-Steglitz 89,75 3200,00 2872,00 0,0 89,00 4000,00 3560,00 0,0 Verem. Kunstmstitute vorm. Otto Troitzsch, Berlin-Schönebera 242,50 1210,00 2934,25 15,0 6,18 Berlin-Neuroder Kuustanstalten, Berlin 80,00 2000,00 1600,00 4,0 6,00 Bazar-Aktiengesellschaft, Berlin (Genußscheine L 600 179,17 2550,00 4568,83 12,0 6,70 Königsbergs! Hartungsche Zeitung u. Verlagsdr., Königsberg 115,00 750,00 862,50 7,0 6,09 Ostpreuß. Druckerei und Verlagsanstalt, Königsbergs Hermann Schott, A.-G., Rheydt 125,00 3000,00 3750,00 6,0 4,00 E. Gundlach, A.-G., Bielefeld 119,50°) 1300,00 1553,50 8,0 6,67 E. Wunderlich L Co., A.-G., Altwasser 191,50 1150,00 2202,25 12,0 6,26 Sachsen: Kunstanst. vorm. Etzold L Kießling, A.-G., Crimmitschau-L 227,00 1000,00 2270,00 16,0 7,05 Kunstdruck- und Verlagsanstalt vorm. Müller L- Lohse, Dresden^) . . . Kunstanstalt B. Groß, A.-G., Leipzig 125,75 1000,00 1257,50 8,0 6,36 Leipziger Buchbinderei, A.-G., vorm. Gustav Fritzsche, Leipzig*).... Emil Pinkau L Co., A.-G., Leipzig 251,75 750,00 1888,12 18,0 7,14 Württemberg: Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 116,10 3000,00 3483,00 6,0 5,17 Gesamtsumme und Durchschnitt . . 124,48 28315,00 35242,15 6,57 5,33 Vorjahr . . 123,18 26715,00 32905,69 6,20 Vermehrung gegen das Vorjahr . . 1,30 1600,00 2336,46 — 0,13 '—>> Der Kurs der Aktien dieser Gesellschaften ist zunächst an der Börse gestrichen. °1 Die Aktien wurden im Jahre 1909 zum ersten Male an der Berliner Börse zugelassen.
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