Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.02.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-02-27
- Erscheinungsdatum
- 27.02.1900
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19000227
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190002273
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19000227
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1900
- Monat1900-02
- Tag1900-02-27
- Monat1900-02
- Jahr1900
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
1640 Nichtamtlicher Teil. — Sprcchsaal. 48, 27. Februar 1900. Ankäufe aus Kunstausstellungen. — Wie aus München berichtet wird, erwarb aus der dortigen Frühjahrs-Ausstellung der -Luitpold-Gruppe- Seine kgl. Hoheit der Prinz-Regent das Oelgemälde -Mohnblumen- von Professor Nikolaus Gysis. In Wien erwarb die k. k. Hofbibliothek aus der kürzlich ge schlossenen Aquarell-Ausstellung im Künstlerhause acht Litho- graphieen, Radierungen und Holzschnitte von den Karls ruhern: Conz, Kampmann, Bolkmann und Wulff, ferner in der Hagenbund-Äusstcllung das Blatt -Heiliger Hain» von M. Sup- pantschitsch. Aus dieser Ausstellung, die bis 4. März geöffnet bleibt, sind weiter in Privatbesitz übergegangen: Nürnberger, -Feldweg»; Stach, -Gewitter»; Goltz, -Im Park«; Kasparides, -AusRostock»; Payer,-Feuer-;Suppantschitsch, »Ueberschwemmung»; Tautenhayn jun., -Serpentin-Tänzerin» und Wilt, -Stadt Eger». Hasseroder Maschinenpapiersabrik A.-G. in Hasse rode a/H. — Nach Abschreibung von 18251 ^ beträgt der Rein gewinn für 1899 31795 Es wird vorgeschlagen, davon 19 740 als 7prozentige Dividende zur Verteilung zu bringen. Lithographisch-Artistische Anstalt München (vor mals Gebrüder Obpacher). — Der Aufsichtsrat wird der im März stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 7 Prozent (5 Prozent im Vorjahre) vorschlagen. Groß-Saerchener Holzstoff- und Lederpappenfabrik A.-G., vormals Noack L Brade in Groß-Saerchen. — Die Abschreibungen aus dem Geschäftsjahr 1899 belaufen sich auf 38491 56 H. Der Reingewinn beträgt 64236 ^ 99 <H. Hier von sind 3211 85 -ß dem gesetzlichen Reservefonds gutzubringen, so daß 61025 14 ^ zur Verfügung der Generalversammlung bleiben. Cs wird vorgeschlagen, diesen Gewinn wie folgt zu ver teilen: 8 Prozent Dividende — 56000 (wie im Vorjahr), Tantieme an den Aufsichtsrat 1321 an Direktor und Beamte 3302 50 Vortrag auf neue Rechnung 401 ^ 64 Denkmal für Haydn, Mozart und Beethoven in Berlin. — Seit 1891 ist eine Vereinigung von Kunstfreunden thätig, den drei großen Meistern deutscher Tonkunst Haydn, Mozart und Beethoven ein Denkmal in der Reichshauptstadt zu errichten und hierfür Beiträge zu sammeln. Von Seiner Majestät dem Kaiser und König ist der Platz am Goldfischteich im Tiergarten, da, wo jetzt die Venus von Capua steht, für die Errichtung dieses Denkmals gnädigst bewilligt worden, und der Bildhauer Professor Siemering hat den Entwurf bereits ausgearbeitet. Auf einem breit ausladenden, mit Blumenbehältern geschmückten Postament soll sich das dreiseitige Denkmal erheben, dessen Nischen die Gestalten der drei Meister umrahmen. Das Ganze wird von Kinderfiguren, die einen reichen Blütenkranz tragen, gekrönt. Spenden von Kunst freunden und Aufführungen von Tonkünstlern haben bereits dankenswerte Beträge eingebracht, doch fehlt zur Kostendeckung noch eine erhebliche Summe, so daß der geschäftsführende Ausschuß sich von neuem mit der Bitte um Gaben an alle wendet, die den großen Meistern der deutschen Musik ihren Dank und ihre Ver ehrung bezeugen wollen. Vorsitzender des Ausschusses ist an Stelle des zur Zeit erkrankten Professors vr. M. Blumner Professor vr. Tobler, Schatzmeister der Geheime Kommerzienrat Ernst von Mendelssohn-Bartholdy, Schriftführer vr. Th. Toeche-Mittler. Personalnachrichten. Gestorben: am 25. Februar nach kurzem, schwerem Leiden der Buchhändler Herr Fritz Müller, ein langjähriger treuer Mitarbeiter im Bibliographischen Institut (Meyer) in Leipzig. Cr stand im siebenundvierzigsten Lebensjahre. Sprechsaal Anfrage. Ein Student kaufte im Jahre 1897 für 60 ^ Bücher belle tristischer Natur bei mir; der Vater desselben verweigert die Be zahlung derselben mit der Begründung, er bezahle nur solche Bücher, die sein Sohn zum Studium benötige. Der Sohn ist stuck, rsg. Kann der Sohn rechtlich zur Zahlung gezwungen werden? Der Sohn nämlich besitzt nur Geld, wenn er solches von seinem Vater erhält. Ich bitte um gef. Meinungsäußerung! ll. IV. Antwort der Redaktion. — Eine bestimmte Antwort auf obige Frage können wir nicht geben, da das in Frage kommende Geschäft vor dem 1. Januar 1900 und zwar in Württemberg ab geschlossen worden ist, sonach ausschließlich nach dem bisherigen württembergischen Landesrecht zu beurteilen ist. Auch ohne Bezug nahme auf ein besonderes Landesrecht kann eine allgemein giltige Antwort nicht erteilt werden; die richterliche Entscheidung wird immer von der Gestaltung des einzelnen Falles abhängen. Wenn der Vater seinen Sohn auf die Universität schickt, so ermächtigt er ihn damit zum Abschlüsse der Geschäfte, die der Aufenthalt in der frem den Stadt und das Studium mit sich bringen. Hierzu gehört auch die Anschaffung der zum Studium nötigen Bücher. Der Sohn eines ärmeren Mannes wird nur als ermächtigt anzusehen sein, sich die unumgänglich nötigen Bücher anzuschaffen, der Sohn eines reichen Mannes wird auch wertvollere, nicht unumgänglich nötige Bücher kaufen dürfen. Eine Ermächtigung zur Anschaffung von Büchern belletristischer Natur wird in der Regel nicht anzunehmen sein. Wer solche Bücher einem Minderjährigen oder einer sonst noch im Abhängigkeitsverhättnis zu Angehörigen oder einem Vormunde stehenden Person auf Kredit liefert, ohne sich der Genehmigung des gesetzlichen Vertreters versichert zu haben, läuft immer Gefahr. Anzeigeblatt. Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Kolportage buchhändlers Salomon Schon, in Firma S. Schön in Altona, Lagerstraße 9, wird heute, mittags 12 Uhr, das Konkursver fahren eröffnet. Verwalter: Kaufmann Theodor Drews hier, Blücherstraße 16. Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 1. April 1900 einschließl. Erste Gläubiger- Versammlung den 16. März 1900, mittags 12 Uhr. Anmeldefrist bis zum 15. Ap»il 1900 einschließlich. Allgemeiner Prllfungs- termin den 5. Mai 1900, mittags 12 Uhr. Altona, den 22. Februar 1900. Königliches Amtsgericht. Abt. V. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. s10521j x fr Hiermit erlaube ich mir, Ihnen zur Kenntnis zu bringen, daß mit dem 1s. Februar d. I. die Gesellschaft m. b. H. Moderner Roman-Verlag, Keilbronn a. A., sich aufgelöst hat und alle Bestände an mich übergegangen sind, sodatz auch die fernere Auslieferung durch mich erfolgt. Der dem Modernen Roman-Verlag gemachte Vorwurf, er habe das Liefe rungswerk Lamm, Ln Nom Lärm denMarenhäufern zum Vertrieb iiber- gebrn, war nicht gerechtfertigt, denn es ist kein einziges Heft an Warenhäuser verabfolgt ivorden. Der in letzter Zeit unregelmätzigc Versand der Lontinuation war durch längere Krankheit des Autors ver ursacht und ist nun beseitigt, so dah künftig regelmäßig wird geliefert Werden können. Ich bitte für das schöne Werk um recht thätige Verwendung, wozu ich Sammelmaterial in beliebiger Anzahl zur Verfügung stelle. Hochachtungsvoll Heilbronn (Neckar). Otto Weber's Verlag. j10527j Ilisrcknrob maobs iob ckis srgsbsns Ilittsilnng, ckass tob am bissigsn vlatss sino Vsrlagslruokkrtuäluug srriobtst babs; übsr msins llntsrnsbmnngsn maob's lob Ibnsn spätsrbin Vlittsilnng. Vsrr vr. vosrstsr in Vsiprig bat ckrs Oüts, msins Kommission rm nbsrnsbmsn. IVnrrsn i/8., 24. vsbruar 1900. Llobarä Sobstksl.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder