Nummer 161, 14. Juli 1933 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 3243 8 M M W Insel-Verlag zu Leipzig In der letzten Juli-Woche erscheint: LLd - KÖLLIG Goethe und der Olympische Gedanke In Leinen M 5.50 Anläßlich der Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Goethe-Gesellschaft am 27. Aug. I9Z5 hat der Präsident des Organisationskomitees für die XI. Olympiade aus den Mitteln der ihm zur Verfügung stehenden Lewald-Stiftung einen Preis ausgesetzt für die beste wissenschaftliche Arbeit über das Thema: „Goethe und der olympische Gedanke". Die Auslobung schloß mit der Hoffnung, daß, „wenn dieses Preisaus schreiben einen geeigneten Bewerber findet, dessen Arbeit ein neues Licht auf Goethes Wesen und vorbildliches Leben werfen wird, wir ihn, den Fechter und Schwimmer, den Reiter und Wanderer, den Schlittschuhläufer und den ersten Winterhochtouristen als einen der Größten unseres Volkes mit den XI. Olympischen Spielen in Verbin dung bringen und ihre Feier auf deutschem Boden unter seinen Genius stellen dürfen." Diese Hoffnung hat sich in reicherem Maße erfüllt, als zu erwarten war. Bis zum I. April Iyz6 gingen bei der Goethe-Gesellschaft nicht weniger als siebenundzwanzig Arbeiten ein, von denen sieben durch die Preisrichter in die engste Wahl gezogen werden konnten. Die zwei preisgekrönten Arbeiten erscheinen nun zu einem Bucke vereinigt. Sie ergänzen einander, denn von Beck wurde der Olympische Gedanke des Altertums, von Zilchert Goethes Leben zum Ausgangspunkt genommen. Ein schönes Symbol dürfen wir darin erblicken, daß Jugend und Alter und wieder um ein Reichsdeutscher und ein Auslanddeutscher die Preise davongetragen haben. Der Insel-Verlag 8 N 8 U 444*