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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.06.1936
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- Band
- 1936-06-16
- Erscheinungsdatum
- 16.06.1936
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- Deutsch
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Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Gewiß, der große Erfolg kam; doch er mußte erkämpft werden. Denn als die erste Sammlung der »Lauschen un Nimels« druckfertig vorlag, fand sich kein Verleger dafür. So wurde Ncuter, geldlich unterstützt von treuen Freunden, kurz entschlossen selbst zum Verleger seines ersten Buches. Arbeiten Reuters in Buchform waren zwar vordem schon veröffentlicht worden: da handelte es sich indes um Bei träge im Sammelwerk eines anderen, noch dazu ohne Namensaugabe. Fremde Schriften hat Reuter natürlich nie verlegt. Von seinen eigenen Arbeiten sind jedoch noch weitere drei im Selbstverläge er schienen. Da die von Reuter selbst verlegten Bücher sich heute nicht mehr oft vorfinden, möge nachstehende genaue Angabe ihrer Titel einen Anreiz geben, auf Schriften des »Verlegers« Reuter wieder etwas mehr zu achten. Es könnten sich anfinden: 1. Läuschen un Riemels. Plattdeutsche Gedichte heiteren Inhalts in mecklcnbnrgisch-vorpommerscher Mundart von Fritz Reuter. Wer't mag, dei mag't; Un wer't nich mag, Dei mag't jo woll nich mägen. Aesche-Dürten. Treptow an der Tollense. Im Selbstverläge des Verfassers, 1853. 2. Poltcrabendgedichte in hochdeutscher und niederdeutscher Mund art. von Fritz Reuter. Treptow, 1855. Im Selbstverläge des Verfassers. Auf dem vorderen Originalumschlage steht, ohne weiteren Zu satz: Julklappü 3. Dei Reis' nah Belligen, poetische Erzählung in niederdeutscher Mundart von Fritz Reuter. Treptow a. d. T., 1865. Im Selbst verläge des Verfassers. Literarische Das internationale Preisgericht für die Bewertung der zu dem L i t e r a t u r w e t t b c w e r b im Rahmen der Olympischen Spiele Berlin 1936 stattfindenden internationalen Kunstwettbewerbe setzt sich zusammen aus: Guido Zernatto (Österreich), Professor vr. Charly Clerc (Schweiz), Staatsrat Hanns Ioh st, Ministerialrat vr. W i s- mann, Werner Beumelburg, Richard Euringer und vr. G. Schmückle (Deutschland). Das »Organisationskomitee für die XI. Olympiade« machte in diesen Tagen Vertretern der Presse ausführliche Mitteilungen über das Rahmenprogramm für Kunst, Tanz, Schauspiel und Musik wäh rend der Olympischen Spiele. Wie vr. Diem nach kurzem Hinweis auf die historische Entwicklung der Olympischen Spiele öarlegte, harren zwei Aufgaben der Durchführung: 1. Der künstlerische Wettbewerb. 2. Die Verbindung mit künstlerischen Darbietungen, die nicht zu den Wettbewerben gehören. — An dem künstlerischen Wettbewerb betei ligen sich 21 Nationen. Am größten war die Anzahl der Einsendungen für den Wettbewerb in der Dichtung. Von den 135 deutschen Ein sendungen konnten jedoch nur vier zum internationalen Wettbewerb zugelassen werden. Die größte Anzahl der Einsendungen habe erwiesen, daß im Schrifttum der Gedanke des Sports noch am wenigsten Wurzel geschlagen habe. An der diesjährigen Neichstagung der Nordischen Gesellschaft, die vom 19. bis 21. Juni in Lübeck stattfindet, werden zahlreiche nordische Dichter und Künstler teilnehmen. Außer Gunnar Gunnarsson erwartet man die beiden Tierdichter Svend Fleuron aus Dänemark und Mikjel Fönhus aus Norwegen. Von den deutschen Dichtern nehmen Hans Friedrich Blunck, Herybert Menzel und Martin Luserke teil, der mit seinem Motorschiff »Krake« in jenen Tagen Lübeck anlaufen wird. Der Dichter von »Volk ohne Raum«, Hans G r i m m, hat wie derum seine Dichterfreunde zu einem Besuch nach Lippoldsberg an der Weser geladen, der für Ende Juni geplant ist. Es haben u. a. zugesagt Binding, Alvcrdcs, Peter Bamm, Walter Bloem, Hermann Burte, Edwin Erich Dwinger, Börries Freiherr v. Münchhausen, Will Vesper und Ernst Wicchcrt. Das Juni-Heft der »Literatur« berichtet über das Arno - Holz- Archiv des Sammlers Max Wagner in Berlin-Friedenau. Er hat alles zusammengetragen, was »auf Arno Holz Bezug hat. Da sind sämtliche Werke in sämtlichen Ausgaben, Auflagen, Originaleinbän den. Seine Beiträge in Anthologien, Zeitschriften, Zeitungen. Zahl reiche Widmungscxcmplare und Handschriften. Ein besonderer Wert: 542 4. Läuschen un Riemels. Neue Folge. Plattdeutsche Gedichte heitern Inhalts in mecklenburgisch-vorpommcrscher Mundart von Fritz Reuter. Dei ierst, dei geiht, Dit is bei Tweit'; Will wünschen, dat dei't ok noch deiht. Nu wenn hei't dauhn deiht, kann hei gähn, Jk hem an em dat Mienig dahn. Wenn Einer dauhn deiht, wat hei deiht, Denn kann hei nich mihr dauhen, as hei deiht. Neubrandenburg. Im Selbstverläge des Verfassers. 1859. Nach den Angaben in den Buchtiteln der späteren Ausgaben ist lediglich von dem letztgenannten Bande noch eine weitere Auflage im Selbstverläge des Dichters herausgekommen, und zwar ebenfalls im Jahre 1859. Der Titel ist der gleiche wie oben unter 4., nur mit dem Zusatz über der Ortsangabe: Zweite Auflage. Sind die Titelangaben von Nr. 1 und 4 auch recht laug, so bringen sie dafür doch etwas Besonderes: die Fundstellen zweier Aussprüche, die als geflügelte Worte oft verwendet werden. Das erste Merkwort, daran sei erinnert, stammt nicht von Reuter selbst, sondern von einer Psarrmagd Dorothea Esche (plattdeutsch: Dürten Aeschc oder Aesche- Dürten). Alle hier genannten Schriften haben durch den Umstand, daß sie im Selbstverläge des Dichters erschienen sind, ihre besondere Note erhalten, die für die »Läuschen nn Riemels« von 1853 noch mehr Be deutung bekommt: denn die 1209 Stücke dieses Erstdruckes haben durchweg vom Arbeitszimmer des Dichter-Verlegers aus den Weg zum Buchladen und zum Leser angetreten. Nachrichten zwölfhunöert Originalbriefe und viele Hunderte in Abschriften. Die Übersetzungen und Vertonungen seiner Dichtungen. Plakate, Vortrags und Theaterzettel. Illustrationen zu seinen Büchern. Bildliche Dar stellungen des Dichters in Zeichnung, Radierung, Lithographie, Ge mälde, Plakette und Plastik. Photographien, die seinen Lebensweg von den Voreltern bis zur letzten Ruhestätte verdeutlichen und festhalten. Ein anderer Teil der Sammlung enthält eine unübersehbare Menge von Äußerungen über Arno Holz und sein Schaffen: in Büchern, Zeit schriften, Zeitungsausschnitten«. — Max Wagner stellt seine Samm lung zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit Arno Holz in groß zügiger Weise zur Verfügung. Er selbst ist mit der Bearbeitung einer Arno-Holz-Bibliographie beschäftigt. Wie die Lanöesstelle Baden des Neichsministeriums für Volks aufklärung und Propaganda mitteilt, wurde Pg. Sepp Schirpf vou der Gaukulturstelle vom Präsidenten der Neichsschrifttumskammer mit sofortiger Wirkung zum Landesleitcr der Neichsschrifttumskammer in Baden ernannt. In der 51. Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar wurde das Ergebnis der Preiscmfgabe »Goethe und der olympische Gedanke« bekanntgegeben. Der Preis wurde im Vorjahre von Exzellenz Lewalö, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Komitees, aus geschrieben. 27 Arbeiten gingen, hierfür ein, und sieben von ihnen wurden vom Preisgericht für preiswürdig erachtet. Der Stifter hat daraufhin zu dem ersten einen zweiten Preis hinzugefügt. Die Öffnung der Namensumschläge ergab für den ersten Preis den Verfasser vr. A d o l f B e ck, Berlin-Charlottenburg. Der zweite Preis wurde Kirchenrat vr. Zilcher-Prag, einem bekannten auslanddeutschen Goethe-Forscher, zugesprochen. Die Stadt Köln a. Nh. hat aus den Mitteln der Joh.-Fastenrath- Stiftung, die bestimmt ist, »starke Talente zu fördern, die sich auf dem Gebiete der Literatur durch Arbeiten in deutscher Sprache hervor ragend ausgezeichnet haben«, Professor O. Urbach in Saig eine Ehrengabe zugesprochcn. Den Lesern des Börsenblattes ist Prof. Urbach durch die beiden kürzlich erschienenen Aufsätze »Der Tonfilm im Dienste der Buchwerbung« und »Das Buchdrama — die Rettung einer dichterischen Gattung« bekannt. Der Große Preis der schweizerischen Schiller-Stiftung, der alle fünf Jahre in der Höhe von 5000 Fr. zur Verteilung gelangt, wurde dem Waadtländer Charles Ferdinand Rain uz zugcsprochen. Ferner wurde eine Reihe von Ehrengaben an schweizerische Dichter und Schriftsteller ausgegeben. Darunter erhielt Wilhelm Altwegg für seine Hebelbiographie eine Ehrengabe von 1000 Fr.
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