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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.10.1935
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1935-10-17
- Erscheinungsdatum
- 17.10.1935
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1935
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>-r 242, 17. Oktober 1935. Redaktioneller Teil Börsenblatt f. d. Ttschn Buchhanöel. Pflege und Anwendung jedem wahrhaft sein Volk liebenden Deutschen angelegen sein mus;. Heute mehr denn je. So wendet sich Gustav Rup recht nicht nur an Verleger, sondern an alle Deutschen innerhalb und außerhalb der Neichsgrenzen. Die Gründe und Darlegungen sind so treffend und deutlich, daß man, wenn man guten Willens ist, ein Freund der deutschen Schrift werden muß. Auch der innige Zusammen hang zwischen Sprache und Schrift wird dem Leser klarzumachen ver sucht. In einigen Behauptungen über die Entstehung der deutschen Schrift übersieht der Verfasser manchmal den tatsächlichen Werdegang. Zum Schluß seiner Ausführungen beweist Ruprecht, daß gerade die im Ausland lebenden Deutschen die deutsche Schrift als ein sicht bares Band empfinden, das alle Deutschen in der Fremde und Heimat znsammenschließt. Der Hinweis, daß die Italiener in Südtirol, die Polen in den deutschen Schulen Posens und die Tschechen die deutsche Schrift entfernen, weil sie als ein wesentlicher Bestandteil unseres Volkstums angesehen wird, sagt genug. Das Heft erscheint in zweiter, durchgcsehener Auflage zu einer Zeit, in der die Frage, ob deutsche oder lateinische Schrift, wieder lebendig wird. Es wird mit dazu beitragen, der deutschen Schrift end gültig den Platz zu geben, der ihr als deutsches Kulturgut zusteht. Darum ist eine weite Verbreitung, besonders unter der Lehrer schaft an den Hoch- und Volksschulen sowie unter der deutschen Jugend zu wünschen. . Hans Kühne, Fachlehrer für Schrift an der Kunstgewerbeschule Offenbach a. M. Grundliste für die Leihbüchereien Von der von der Neichsschrifttnmsstelle beim Neichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda im vorigen Jahr aufgestellten »Grundliste für die Leihbüchereien« stehen unseren Mitgliedern auf Verlangen Abzüge kostenlos zur Verfügung. Bestellungen sind an die Geschäftsstelle des Bundes zu richten. Die geplanten Ergänzungs- listen werden jeweils nach Erscheinen im Börsenblatt veröffentlicht. Wochenendtreffen d. Verbandes Sächsischer Buchhändler Erstmalig versammelte am 21. und 22. September d. I. der Ver band Sächsischer Buchhändler seine Mitglieder in der Königsvilla in B a d S ch a n d a u a. d. Elbe zu einem Wochenendtrefsen, das bei allen Beteiligten einen über Erwarten guten Anklang fand. Bisher hatte der Verband regelmäßig im Herbst seine Hauptversammlung abgehalten, die jedoch gemäß der neuen Satzung für die Gaue des Bundes neuer dings jeweils im Frühjahr stattfinden muß. Die Einladung zum Wochenendtreffen fand nun besonders zustimmenden Widerhall, da hierdurch das seit Jahrzehnten licbgewordene Herbsttreffcn erneut die Möglichkeit zu einem anregenden kollegialen Beisammensein bot. Be sonders begrüßt und namentlich von den älteren Verbandsmitgliedern mahrgenommen wurde die Einladung zum Sonnabend-Abend, da dieser Gelegenheit bot, nicht nur die alte Kameradschaft aufzufrischen, son dern auch in eingehender Aussprache Buchhandelsfragen zu erörtern und zu klären. Nach gemeinsamem Abendessen bot Herr Heinze einen Überblick über die an den Gau herangetretenen Aufgaben, und schilderte einige der wichtigsten und interessantesten Vorfälle, woraus die Mit glieder ersahen, welch' erstaunlich große Arbeitsleistung von der Gau- gcschäftsstelle zu erledigen war. Anschließend berichtete Herr Die be r i ch eingehend über die gesamte buchhändlerische Organisation und die Aufgaben und Arbeit der einzelnen Dienststellen. Auch seine Ans führungen begegneten großem Interesse und boten für die etwa vier zig Anwesenden einen anregenden Gesprächsstoff. Am Sonnlagmorgen fand man sich bei strahlendem Sonnenschein zum gemeinsamen Frühstück auf der Gartenterrasse zusammen, und er wartete dann die weiteren Tagungsteilnehmer, und zwar erschien erst malig bei dieser Verbandstagung auch eine große Anzahl Bcrufs- kameradcn aus den Fachschaften der Angestellten, der Vertreter und der Leihbüchereibesitzer — insgesamt etwa 180 Personen. Pünktlich )411 Uhr begrüßte Herr Heinze im schönen Sitzungssaal der Königs villa die Erschienenen, und führte hierbei aus, daß die besondere Be deutung dieser Tagung nicht allein im Inhalt der dargebotenen Reden, sondern vielmehr in dem Erlebnis des Zusammentreffens aller Buch handelszweige zu suchen sei. Sodann ergriff Herr Schönfelder, der stellvertretende Leiter der Neichdschule des Deutschen Buchhandels, das Wort, um in umfassender Weise das Problem der buchhändleri schen Erziehungsarbeit zu erörtern, und in allen Kreisen das Ver ständnis für die Erfordernisse einer neu ausgerichteten Bildungs arbeit zu fördern. Seine Ausführungen fanden großen Widerhall und Anklang. — Anschließend schilderte Herr Engelhardt die Aufgaben und Ziele der Vertreterschaft im neuen Staat. Der weiterhin vorgesehene Vortrag von Pg. Studcntkowski mußte auf den zeitigen Nachmittag verschoben werden, da dieser durch ander- weite Abhaltungen am rechtzeitigen Erscheinen verhindert war. In zwischen versammelte ein gemeinsames Mittagessen die sämtlichen Ta gungsteilnehmer ans der großen Gartenterrasse, wo sich bald ein Bild froher berufsstündischer Gemeinsamkeit entwickelte. 1-1.30 Uhr traf Pg. Studenlkowski ein, und begann sogleich mit seiner zündenden Ansprache, in der er darlegte, welch' hohe und bedeut same Aufgabe der Buchhandel im neuen Staate zu erfüllen habe, und welcher Art die Anforderungen seien, die vom Nationalsozialismus an den Buchhandel gestellt werden müßten. Seine Ausführungen fanden begeisterten Beifall, und klangen noch lange in den Gesprächen der Teilnehmer bei der anschließenden gemeinsamen Kaffeetafel nach. Fachschaft der Angestellten — OrtSgr. Wuppertal Am Sonntag, dem 20. Oktober findet im Festsaal des Fraucn- klubs, Wuppertal-Elberfeld, Luisenstraße 45 ein großes Ortstrefscn der Jungbuchhändler des Bergischen Landes statt. Professor A n tz Bonn leitet eine Arbeitsgemeinschaft, die um 10.30 Uhr beginnt. Das Thema der Arbeitsgemeinschaft lautet: »Das deutsche Jugendbuch in seiner erzieherischen Bedeutung, seinen literarischen Type» und seiner Geschichte«. Nachmittags liest Thea Leyman n, Folkwang- Schnle Essen, groteske, heitere und lehrhafte Märchen. Abends, 19.30 Uhr, findet eine große, öffentliche Vorlesung des Saardichters I o h. Kirschweng statt. (Unkostknbeitrag für Jugendliche NM —.20, für Erwachsene NM —.40.) Alle Berufskameradcn lind Kameradinnen der Westdeutschen Ortsgruppen, alle Mitglieder des Bundes sind willkommen. Ludwig Littmann, Ortsfachschaftsberater. Hundert Jahre Ernst Muschket's Buchhandlung In diesen Oktobertagen sind hundert Jahre seit dem Tage ver flössen, an dem die heutige Buchhandlung Ernst Mnschket in Bunzlan gegründet worden ist. Die Gründung erfolgte im Jahre 1835 in Schmiege! in der vormaligen Provinz Posen durch den Buchhändler S. Priebatsch, der die Handlung nach 27jähriger Tätigkeit seinem Sohne, dem Lehrer S. Priebatsch, übergab. Dieser hat sie 1872 nach Bunzlau verlegt. Am 1. Februar 1889 wurde Buchhändler Ernst Mnschket aus Pleß mit der Geschäftsführung betraut und Ende des gleichen Jahres ging die Buchhandlung durch Kauf in dessen Besitz über. Dem neuen Besitzer standen reiche buchhändlerischc Kenntnisse und Erfahrungen, die er sich in fünfzehn Lehr- und Wandcrjahren in Pleß, Posen, Berlin und Prag gesammelt hatte, zur Seile, und so gelang es ihm, durch unermüdlichen Fleiß und durch Umsicht die da mals noch kleine Buchhandlung, mit der ein Papiergeschäft verbunden war, zu der heutigen geachteten Sortimcntsbnchhandlung zu gestalten und auszubauen. Jubiläum Am 17. Oktober feiert Herr Otto M o r y in Donau - eschingen mit seinem 70. Geburtstag gleichzeitig das 50jährige Bestehen seiner Firma. In der Wagnerschen Buchhandlung in Frei burg erlernte er den Buchhandel und machte sich mit zwanzig Jahren in Tonaueschingen selbständig. Mit viel Mühe und Arbeit gelang es Herrn Mory, sich in dem kleinen Städtchen durchzusetzen und seinem Geschäft den guten Ruf zu erringen, den es in Kollegen- und Kunden kreisen genießt. Ein schweres Augenleiden macht es Herrn Mory schon seit längerer Zeit unmöglich, in seinem Geschäft tätig zu sein. Literarischer Verein zu Dresden Zu den Vorträgen des Literarischen Vereins zu Dresden stehen für Angestellte des Dresdner Buchhandels in der Geschäftsstelle: Buchhandlung Adolf Urban, Wilsdruffer Straße 48.50, Frei karten zur Verfügung. Das Programm umfaßt: 23. Oktober: Dresdner Dichter abend; — 5. November: Feier zu Wil helm Naabes fünfundzwanzigsten Todestag; — 19. Novem ber: Lore Lürman: Vorlesung aus dem finnischen National epos »Kalewala«; — 10. Dezember, 10 Uhr: Fünfte Buchmesse (Weihnachtsfeier); — 17. Dezember: Rudolf Heubner: »Orpheus«. — Tie Vorträge finden in den Räumen der Dresdner- Kaufmannschaft, Ostra-Allce, statt. Beginn 20 Uhr. Fichte-Gesellschaft Berlin Das für den Winter 1935/36 aufgestellte Vortragspro gramm bringt folgende Veranstaltungen: Sechs Dichter- ZI bend e, an denen Felix T i m m e r in ans (am 28. Oktober im Nahmen der Buchwoche), Rudolf G. B i n d i n g, Robert Hohlbau m, Bruno Breh m, Richard E u r i n g c r, Wolfgang Eberhard M ö l l c r, Heinrich L e r s ch und Edwin Erich Dwinger aus eigenen Werken 871
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