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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.08.1935
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1935-08-17
- Erscheinungsdatum
- 17.08.1935
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- Deutsch
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190, 17. August 193S. Redaktioneller Teil Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. Buchhandclsverhältnisje. Leider gibt es in der türkischen Gewerbestatistik keine Angaben über die Zahl und Art der Buchhändler im Lande. Ich kann des halb nur über Istanbul und Ankara Näheres berichten. Die Buch handlungen der früheren Hauptstadt sind gut und in der Zahl ausreichend, ja vielleicht sind schon zu viele vorhanden. Man findet zahlreiche, auch verwöhnteren Ansprüchen genügende türkische, deutsche, französische, italienische usw. Buchläden. In Ankara steht es etwas anders: Bei meiner Ankunft im September 1933 gab es eine einzige Buchhandlung: Mba. Die damalige Filiale von Hachette (Ha?et) war als Leihbibliothek im Laden eines Friseurs untergebracht. Das rasche Wachsen Ankaras zeigt sich auch ganz deutlich in der Entwicklung des Buch handels. Im Jahre 1934 bezog die schon erwähnte türkische Buch handlung Akba, die noch eine Zweigstelle an einer anderen Stelle der Stadt hat, einen neuen, modernen Laden in der Haupt verkehrsstraße. Man kann hier die wichtigsten Bücher, Zeitungen und Zeitschriften der Hauptkulturnationen kaufen. Auch Ha chette hat inzwischen in der Nähe ein eigenes Geschäft eröffnet und vor einigen Monaten hat sich auch noch eine dritte Buch handlung aufgetan. Da man in den ausliegenden Büchern und Zeitschriften, auch in den neuesten Heften, nach Belieben blättern darf, herrscht in den Läden ein reger Betrieb. Bücher und beson ders Zeitungen kann man auch noch in einigen Papierläden kaufen. Der Staat ist bei der Vergebung von Devisen sür Bücher kauf sehr großzügig, obwohl sonst strenge Devisenbewirtschastung besteht. Für die Buchhändler besteht praktisch überhaupt keine Be schränkung. Sie können kaufen, soviel sie Bedarf haben. Für private Bücherbestellungen, die direkt bei ausländischen Firmen ausgegeben wurden, werden bei Vorweisung der Rechnung an standslos die Devisen durch die dafür bestimmten Banken über wiesen. Wenn man die Verhältnisse in den angrenzenden Balkan ländern, z. B. Bulgarien und Rumänien, die kaum Devisen für Bücherkauf freigeben können, und auch in vielen anderen euro päischen Ländern daneben hält, sieht man, wie sehr die neue Türkei daraus bedacht ist, sich im lebenden Strom der europäischen Kultur zu halten. Zeitschriften. Von 1928 bis 1933 konnten nach der TB 303 Zeitschrif ten aus folgenden Gebieten sestgestellt werden: Allgem. u. Kulturzeitschristen 69 Medizin 30 Philosophie und Moral 3 Gewerbe 3 Wirtschaft 14 Landwirtschaft 6 Recht 6 Architektur 1 Militär 5 Theater, Kino, Musik 13 Schulwesen und Pädagogik 26 Witzblätter 10 Kinderzeitschriften 8 Sport 13 Handel und Verkehr 16 Geschichte 2 Folklore 1 Jahrbücher und Kalender 5 Naturwissenschaft 4 Hundertjahrfeier bei Überall in Deutschland. , wo man die Bücher und Hefte des Verlages Velhagen L Klasing kennt, auch im Rund funk, gedachte man am 12. August des hundertjährigen Wir kens des Verlages und seines volkverbindenden, dem Volks tum bienenden Werkes. An erster Stelle stand natürlich die Gefolgschaft des Bielefelder Hauses mit ihren Glückwünschen. Im gro ßen Packsaal hatte sie sich zu einer Feierstunde versammelt, die Har- moniumkiäuge einleiteten. Prokurist Amediek widmete im Namen der Gefolgschaft sein erstes Wort den Toten, den Gründern des Hauses Velhagen L Klasing und den Erhaltern und Führern, die ihr Werk vollendet haben. Sein Gruß und Glückwunsch galt ferner Frau Kommerzienrat Velhagen, der einzigen lebenden Zeugin des glanz vollen Jubelfestes vor 5V Jahren und vr. August Klasing. Als äußeres Zeichen des Dankes übergab Prokurist Amediek dem Betriebs sichrer dann eine von der Gefolgschaft gestiftete Gedenktafel an das hundertsährige Jubiläum, die die Erinnerung an diesen Tag auch in kommenden Geschlechtern wachhalten soll. Seine Wünsche klangen in einem Sieg-Heil auf den Führer und die Firma aus. vr. August Klasing bankte der Gefolgschaft und ihrem Spre cher slir die schöne, stimmungsvolle Feier, die sie in treuer Anhäng- 674 Zu diesen 263 Titeln kommen noch 40, die versehentlich unter den Büchergruppen und im Anhang eingeordnet waren. Die neueste Zusammenstellung über das türkische Zeitschriften- und Zeitungswcsen (entnommen der Zeitschrift: Ankara, Nr. vom 9. März 1934, S. 6) weist nur noch 108 Zeitschriften nach, von denen 62 in Istanbul (SS in türkischer, 4 in französischer, 1 in eng lischer, 1 in griechischer und 1 in hebräischer Sprache) und 23 in Ankara (davon 1 in französischer Sprache) erscheinen. Bemerkens wert für den neuen Geist ist, daß von den in Ankara, dem natio nalen Zentrum, erscheinenden Zeitschriften nur eine nicht in türkischer Sprache erscheint, nämlich die erwähnte Propaganda zeitschrist -Ankara- (in französischer Sprache). Es hat sich also von allen seit 1928 herausgekommenen Zeitschriften nur ein Drittel halten können. Zeitungen. Nach der TB gab es von 1928—1933 120 politische und offi zielle Zeitungen: Täglich erscheinend 34, zweimal wöchentlich 12, wöchentlich 42, 10-tägig 1, zweimal monatlich 4, andere Erschei nungsweise 27. Die Zeitschrift -Ankara- meldet für 193S: 38 Tages- und 73 nichttägliche, zusammen also 111 Zeitungen. Die Gesamtzahl hat sich also ungefähr behauptet und für jede eingegangene Zeitung ist zumindest wieder eine neue herausgegeben worden. Bon den 38 Tageszeitungen erscheinen 20 in Istanbul, 5 in Izmir (Smyrna), je 2 in Ankara, Adana, Balikesir, Mersin und Konya und je eine in Malatya, Aydin und Kilis. Nach Sprachen aufgeteilt kommen 24 der Tageszeitungen in türkischer, 6 in fran zösischer, 4 in armenischer, 3 in griechischer und 1 in deutscher Sprache heraus. Auch hier ist für die/Nationalisierung der Türkei bezeichnend, daß außerhalb Istanbuls nur eine einzige Zeitung nicht in tür kischer Sprache erscheint, nämlich.»1>s I.evalli« (Smyrna) in fran zösischer Sprache. Das moderne türkische Buchwesen blickt erst auf ein Alter von sieben Jahren zurück. In Anbetracht dieser Tatsache ist es erstaunlich, wieviel bereits erreicht wurde und welche Höhe oft auch drucktechnisch anzutrefsen ist. Bei dem allgemeinen Fortschritt auf allen Gebieten des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in der neuen Türkei ist nicht daran zu zweifeln, daß auch aus dem Gebidte des Buchwesens kein Stillstand eintreten wird. Es ist im Gegenteil ein Aufschwung zu erwarten, weil gerade der neue Fünfjahrplan den kulturellen Dingen besondere Aufmerksam keit schenkt. Wenn man die Verhältnisse in vielen europäischen Kultur ländern dagegen hält, in denen man mit Mühe den erreichten Stand festhalten kann, ja ihn oft zurückzuschrauben gezwungen ist, so muß man auch in der Entwicklung dieses kleinen Gebietes mit Recht eines der vielen Zeichen der erstaunlichen Lebenskraft und rastlosen Arbeit der neuen Türkei erblicken. Velhagen L Klasing lichkeit ihrer Firma bereitet habe und gedachte in Freude und Dank barkeit derer, die das Werk geschaffen haben. In gleicher Weise galt aber auch der Dank der Zweiten Generation, die verständnisvoll wei- terführte, was die Väter hinterließen, und der großen Zahl der Mit arbeiter in der Gefolgschaft, die mit echt westfälischer Ausdauer und Pflichterfüllung ausführten, was die Inhaber erdachten und ersannen. In die festlichen Gedanken mische sich freilich auch die Sorge, wie das Werk zu halten und auszubauen sei. Durch die Zusammenfassung und Einigung der deutschen Stämme und Landschaften, so schloß Vr. Kla sing, seien die Vorbedingungen für ein glückliches Morgen gegeben, sei dank der Arbeit unseres Führers Adolf Hitler der Boden für die Ver breitung guter deutscher Volksliteratur bereitet; ihm, dem deutschen Volk und Vaterland gelte darum Gruß und Heil. — In Mozarts »Oh Schutzgeist alles Schönen« klang die Feierstunde aus. Die Jubiläumsfeier in Leipzig fand am Montag Vormittag im reich mit Blumen und Fahnen geschmückten Verlagsgebäude statt. Voraus ging eine interne Feier der Betriebsführer Fritz-Otto Kla sing und Kurt Velhagen mit der Gefolgschaft. Der Senior-Chef Herr
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