Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.07.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-07-31
- Erscheinungsdatum
- 31.07.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19200731
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192007319
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19200731
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1920
- Monat1920-07
- Tag1920-07-31
- Monat1920-07
- Jahr1920
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. X- 169, 31. Juli 1920. Ausfuhrabgabe für Papier und Papier,varc». — Die Abgabenjätze für die Waren der Zuständigkeit der A utz c n h a n ö e l s st e l l e für das Papierfach in Charlottenburg, Neue Grolmanstr. 5/8, haben der Reichswirtschaftsminister und der Reichsminister der Finanzen aus Antrag der Anßcnhatidelsstcllc und »ach den Beschlüssen des Abgaben ausschusses des Neichswirtschaftsrats unter dem 19. Juli mit Wirkung vom 22. Juli 1928 vorläufig im allgemeinen aus die Hälfte ermäßigt. Bestehen geblieben ist der Abgabcnsay für Altpapier, die Sähe fiir die sta tistischen Nummern 857 g, 657 9, 885 b, 667 betragen 2"/o. Mit dem 31. Juli laust die abgabcnsrcie Aussuhrfrist ab. Vor dem 18. Mai ausgestellte Ausfuhrbewilligungen können also nach dem 31. Juli nur noch dann verwendet werden, wenn sic den Vermerk über die AuSfuhrabgabc tragen. Diesen Vermerk hat diejenige Stelle ans die Bcwtlligungsurkunde zu sehen, »reiche sie ausgestellt hat. ES wird damit gerechnet, daß die Frist von, 31. Juli auf den 38. September verschoben wird. Tie Entscheidung hierüber soll in den» nächsten Tagen erfolgen. Die Abgabe, die vor der zollamtlichen Abfertigung der Ware zu entrichten ist, kann nach Wahl des Abgabepflichtigen bei jeder Zoll- kassc lieber mit Kasseneinrichtung versehenen ZotlstcUe) eingezahlt werden. Es muß stets der gesamte, aus der Ausfuhrbewilligung aus- geworsene Betrag entrichtet werden, also auch dann, wenn zunächst nur Teilmengen zur Ausfuhr gebracht werden sollen, Teilzahlungen sind also nicht statthaft. Die Zollkasse sZollstelle mit Kasseneinrichtung) hat die Zahlung der Abgabe auf der Ausfuhrbewilligung gemäß dem Stempelvordruck, unter Angabe von Ort, Tag und Amtsstellc, zu vermerken und diesen Vermerk mit der Unterschrift des Erhebers sowie mit dem Abdruck des Dienststempcls zu versehen < Buchungsbescheinigung). Fiir die Ausfuhrabgabe kann auf Antrag gegen volle Sicherheitsleistung ans 3 Monate Zahlungsaufschub gewährt werden. Die für die Stundung der Zölle geltenden Vorschriften finden entsprechende Anwendung. über Rückerstattung, Erlaß und Ermäßigung der Abgabe sind weiter neue Bestimmungen erlassen worden. Nährpslicht anstatt Wehrpflicht. — In Hamburg ist eine Ver einigung gegründet werden, die an Stelle der militärischen Dienstpflicht eine »Arbeitspslicht auf dem Lande für alle Zwanzigjährigen« fordert. Tie Vereinigung ist der Ansicht, baß nur aus diese Weise die Nahrungs mittelerzeugung lbesonders von Kartoffel» und Zuckerrüben) bei uns erheblich gesteigert und die Arbeitslosigkeit in den Großstädten vermin dert werde» kann. Außerdem würde ei» solches »Dienstsahr auf dem Lande« für unsere jungen Leute gesundheitlich und erzieherisch von un schätzbarem Vorteil fein. Die Vereinigung, deren ehrenamtlichen Vor sitz der Verlagsbuchhändler Heinrich Panstian, Hamburg, Jung frauental 28, übernommen hat, bittet um Zuweisung von Geldbeträgen für ihre Werbe-Abtetlung. Werbebeiträge werden aus Postscheckkonto 38 515 (Hamburg) für »Nährpsltcht-Berbestellc (Heinrich Paustian)» erbeten. Ausländische Stijtungcn zur Förderung der deutsche» medizini schen Wissenschaft. — Kürzlich stellten die finnischen Ärzte ihren deut schen Kollege» mehr als 88 888 ^ für Forschungszwecke zur Verfügung, die Ärzte anderer freundschasttich gesinnten Länder leiten Sammlungen in die Wege, und in der Niederländischen »Zeitschrift für Heilkunde» wird jetzt, der »Deutschen Medizinischen Wochenschrift« zufolge, von einer An zahl holländischer Professoren ein Aufruf veröffentlicht, in dem die hol ländischen Arzte zu Beiträgen für eine der Förderung der deutschen medizinischen Wissenschaft dienende Stiftung ausgesordert werden. Den Unterzeichnern, die, unbeschadet aller Sympathien und Antipathien, den großen Nutzen anerkennen, den die Wissenschaft von deutschen Ge lehrten feit Jahrhunderten erfahren hat, erscheint es als eine Pflicht der Dankbarkeit, den deutschen Forschern zu helfen. Die Leipziger Herbstmesse vollkommen belegt. — Infolge der zahl reichen Anmeldungen zur bevorstehenden Leipziger Herbstmesse sind die vorhandenen Meßhänser und Meßhallcn zur Allgemeinen Mustermesse vollkommen belegt. Die zentral gelegenen großen Meßhäuscr sind bereits seit mehrere» Messen voll besetzt: nunmehr sind aber auch in den neu errichteten Reßhallen und den weniger besuchten Häusern keine Plätze mehr verfügbar. Firmen, die sich jetzt noch als Aussteller anmeldcn, können also nicht mehr darauf rechnen, -inen AusstellnngSplatz zu erhalten. Kür die Frühjahrsmesse 1821 sollen dagegen von, Metzamt in Leipzig neu« Meßräume beschafft werden, und sobald die räumliche Er weiterung der Messe gesichert ist, werden die Firmen, die sich bereits jetzt vormerken lassen, bei der Vergebung von Plätzen in erster Linie be rücksichtigt. Personalnachrilhten. Jubiläen. — Folgende Herren können am 1. August auf 25 Jahre der Selbständigkeit zuriickblicken: Herr KarlFritzsche inLeipzig gelindere am 1. August 1895 eine Verlagsbuchhandlung und ein Musikaliengcschäft, verbunden mit einer Versandbuchhandlung, die sich hauptsächlich mit dem Vertrieb nach dem Auslande befaßt, und Herr RobertHinzejr. in Neisse libernahm vor 25 Jahren von seinem Vater dessen 1863 gegründete Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung, die er mit guten, Erfolge meiterführt. Entmündigung. — Nach Berichten der Berliner Tageszeitungen hat das Amtsgericht Charlottenburg den in der Prinzregentcnstraße in Berlin-Wilmersdorf wohnenden Verlagsbuchhändler Wilhelm Borngräber, gegen den die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen angeblicher Sittlichkeitsverbrechen eingeleilet hat, entmündigt. SpreWal. Ein alter Trick in neuer Auflage I Anfang Juli erschien in meinem Geschäft ein junger Herr von ungefähr 22—21 Jahren, ber äußere» Erscheinung nach ein Student, und verlangte »Strelow, Chreftos». Er gab seinem Erstaunen, daß eine derartige wichtige Erscheinung des Büchermarktes nicht vorrätig wäre, Ausdruck und bestellte das Buch ln Halbleder auf den Namen: Franz Groß, Oberzwehren bet Cassel, Ncngcrshäuserstr. 24. Das Buch wurde bestellt und gegen Nachnahme des Betrages von 48.25 an die angegebene Adresse abgesandt, leider jedoch ohne Erfolg, denn die Ccndnng kam zurück mit dem Vermerk: »unbekannt, auch sonst nicht gemeldet«. Durch Zufall erfuhr ich nun, daß bei der Firma Carl Victor Hierselbst sich der Vorgang in derselben Weise abgespielt hatte, und hierdurch stutzig gemacht, stellte ich auf telephonische Anfrage fest, daß die hiesigen Firmen A. Freyschmidt, Keßlersche Buchhandlung, Kr. Lonietsch und Dreist L Munkel von demselben Herr» mit demselben Buch« heimgcsucht worden waren. Erschienen ist das Werk ln der Ver - lagsan stall für G e sch I ch t s l i t e ra tur, Berlin S. 58. Da anzunehmen ist, daß dieser betriebsame Herr eine Kunstreisc durch ganz Deutschland unternimmt, um die Bücher von Walter Hans Strelow an den Mann zu bringen, halte ich es für angezelgt, diesen Vorfall zu veröffentlichen, um andere Städte zu warnen. Cassel, 27. Juli 1928. D e t ha r d H ü h n t. Fa. Ernst Hühn. Verlegerfreuden. Die eingehenden Ostermeßremittenben haben noch kaum eines Ver legers Herz erfreut: aber seinen völligen Unwillen muß es erregen, wenn er sieht, welche schonungslose Behandlung seinen Büchern zuteil wird. Wie oft kommt es vor, daß selbst größere Werke nur ln einen! geitu II gsbogen eingewickclt sind. Was würde ber Sortimenter dazu sagen, wenn Lieferungen an ihn in solch dürftiger Verpackung ankämen? Ein trauriges Kapitel ist das Auszeichne» der Bücher: oben, unten, hinten, vorn auf dem Titelblatt — jeder zeichnet anders aus und zumeist in solchen Niesenlcttern und allen möglichen Geheimzeichcn, sogar mit Tintenstift, was nicht mehr oder nur sehr schwer zu ent fernen ist, ohne das Buch zu beschädigen. Es ist ein biliigeS Verlangen, daß das Sortiment etwas mehr Sorgfalt auswendet und am besten einheitlich nur die vierte Umschlagseite des Buches zu seiner Aus zeichnung benutzt. Muß man gerade von Berufsgenossen sagen, baß der Umgang mit Büchern nicht verstanden wirb? Roch eine schmerzliche Erfahrung sei angeführt: Von einem im Sommer v. I. durch Anzeige im Börsenblatt z n r ü ck v e r l a n g t e n Buch, dessen Remissionstermin im November abgelaiifen war, sind zur Ostcrmeffe noch nachweislich mehr als 128 Exemplare ziirückgekommeii — die sich auf etwa 88 Firmen verteilen—, dabei waren kaum 5 Fir men darunter, die die unberechtigte Remission mit einem Wort ouch nur zu begründen versuchten. Nun stelle man sich vor, zu welchen Schreibereien, Arbeiten und Unziiträglichkeiten es geführt hätte, wenn alle diese unberechtigten Rcmittcnden zurückgewiesen worben wären. Wir haben eS vorgezogen, den Schaben auf uns zu nehmen und die Bücher, die uns II» Herbst zur Ausführung von festen Bestellungen schmerzlich gefehlt hohen, ziirückziinchnien. Also dringende Bitte: Genaue Beachtung ber betreffenden Anzei gen im Börsenblatt, iic übrigens auf der »Grünen Liste« noch ihre Wiederholung finden, damit Sortimenter und Verleger nicht zu Schaden kommen. A. C Vrrautmortl. Red. t. V.t R l ch a r d » l b - r t I. — Verlag: D-rBdrsera-retn der Deutsch-,, »nchhSndler L-iviig. Deutsche» Bllchblndleib-n». Druck: Ramm t Seemann, sämtlich ln L-tvüa. — Adresse der R-dakttan und Srnedttto»! Letaita, «krtchtiwea 2« sBuchbändl-rhauSI. 888
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder