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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.07.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-07-28
- Erscheinungsdatum
- 28.07.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller TeU. 166, 28. Juli 1920. »Der laufende Berg«, »Der Dorfapostel«, »Gewitter im Mai«, »Der hohe Schein«, »Der Mann im Salz«, »Das Märchen vom Karfunkel- stein« zu nennen sind. Daneben veröffentlichte er noch einige Schau spiele und gab die gesammelten Werke von Johannes Nestroy heraus. Seine autobiographischen Schriften veröffentlichte er unter dem Titel: »Lebenslauf eines Optimisten«. Cardinal v. Widdern ch. — Im Alter von 79 Jahren ist der Mili- tärschriftsteller und frühere Miteigentümer der »Vossischen Zeitung« Oberst a. D. Georg Cardinal v. Widdern gestorben. Eine große Reihe von militärwissenschaftlichen Werken, die weithin Beachtung und An erkennung gefunden haben, war das Ergebnis seiner langjährigen Studien. Mehrere davon, wie »Der Kleinkrieg und der Etappen dienst«, »Nachtgefechte im Feld- und Festungskrieg«, »Hecresbewegun- gen und Märsche« u. a. sind in wiederholten Auflagen erschienen. Ge legentlich war er auch der »Vossischen Zeitung«, wie diese in einem Nachruf berichtet, ein geschätzter Mitarbeiter, namentlich in Fragen der Ostmarkenpolitik, die er aus langjähriger Erfahrung gründlich kannte. Wie wenige durchschaute er die Gefahren, die der deutschen Ostmark von polnischer Seite her drohen, und hat in einer Reihe leider zu wenig beachteter Schriften, wie »Das schlafende Heer der Polen«, »Eroberungszüge der Polen im heutigen Deutschland«, auf diese Gefahr warnend hingcwiesen und die unselige preußische Schau kelpolitik in der Polcnfrage mit rückhaltloser Schärfe kritisiert. Dem Vorstande des »Deutschen Ostmarkenvereins« gehörte er als eines sei ner tätigsten Mitglieder an. Sprechsaal. Erklärungen. (Vgl. Bbl. Nr. 131, 135, 147, 148, 149, 151, 154, 157 u. 160.) In der Angelegenheit vr. Nuprecht-Borngräber steht der Unter zeichnete Verein voll und ganz auf dem Standpunkte des Herrn vr. Ruprecht und dankt demselben für sein mannhaftes Eintreten gegen die Verbreitung unsittlicher Literatur. Nürnberger Buchhändlcrverein, Bruno Hennings, 1. Vorsitzender. Trotzdem mich eine Welt von den Anschauungen des Herrn vr. Ruprecht trennt, und ich alle seine Erklärungen in dieser Richtung für unfruchtbar halte, muß ich doch Herrn Hofrat Borngräbers gesamte Verlagstätigkeit als das kennzeichnen, als was sie Herr vr. Ruprecht gezeichnet hat. Herr vr. N. sollte jedoch bedenken, daß seine Besserungsvorschläge niemals im heutigen Gesellschastsrahmen durchgeführt werden kön nen. Im Gegenteil: der Kapitalismus in seinem augenblicklichen Stadium des Verfalls öffnet dem Schmutz in Wort und Bild Tor und Tür. Und die Erklärungen der buchhändleris-chen Vereine Deutsch lands, speziell Berlins, die Herrn vr. Ruprechts Ansicht billigen, wer den daran wenig ändern. Denn diesen papicrnen Erklärungen steht in der Tat gegenüber das Borngräbersche Buch in den Schaufenstern und auf den Tischen der meisten Sortimenter Deutschlands, spez. Berlins. Durch diese »Erklärungen« erringt Herr vr. Ruprecht einen mora lischen Sieg, der nur aber sehr fragwürdig erscheint, und Herr Hofrat Borngräber siegt mit seiner »Literatur« tatsächlich auf der ganzen Linie — »und wenn das Geld im Kasten klingt «, oder glaubt Herr vr. Ruprecht bei der heutigen Ordnung der Dinge an eine andere Moral? . . . Wozu also dieser Kampf gegen Windmühlen? Ich erkläre, daß die Hofrat Borngräbersche Literatur erst ver schwinden wird mit dem Sturz dieser Staats-, Produktions- und Ge sellschaftsordnung. Berlin, 22. Juli 1920. A. See Hof. Die Papierfrage. Die Ausführungen von Herrn vr. Franz Ullstein in Nr. 157 des Börsenblattes »Eine Papierfrage« kann ich nicht unwidersprochen lassen. Ich habe Herrn vr. Ullstein wiederholt darauf hingewiesen, daß seine Angaben, zur Zeit der Kantateversammlung hätten die an die Wirtschaftsstelle abzusührenden Gebühren noch 75 Pfg. für je 100 Kilogramm betragen, unrichtig seien, da die Abgaben bereits seit dem 1. März 1920 1.35 betragen haben. Der Festsetzung dieses Betrages hatte die 2. Abteilung des Beirates unter dem Vorsitz des Herrn vr. Ullstein zugcstimmt. Verantwort!. Red. t. B: Richard A l b e r t t. — Verlag: Der Börsen Druck: Ramm L Lee mann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Wenn vom 1. Juli 1920 ab die Gebühren um etwa ein Fünftel - nicht das Doppelte, wie Herr vr. Ullstein behauptet — erhöht wurden, so geschah das nur im Hinblick auf die weitere Erhöhung der Gehälter und die anderen allgemein gestiegenen Unkosten, nicht aber aus den von Herrn vr. Ullstein genannten Gründen. Auch dieser Erhöhung hat übrigens der Beirat zugestimmt. Mit dieser Feststellung der Tatsachen, auf die ich, wie gesagt, Herrn vr. Ullstein schon vor Wochen aufmerksam gemacht habe — ich kann nur annehmen, daß ihm meine Hinweise nicht mehr im Gedächt nis waren — entfallen auch die Schlußfolgerungen, die Herr vr. Ull stein zieht. Noch entschiedener aber muß ich der Behauptung des Herrn vr. Ullstein widersprechen, die Wirtschaftsstclle kämpfe hartnäckig um ihren Fortbestand. Sowohl die Herren Vertreter des Neichswirtschaftsmini- steriums, wie ich für die von mir geleitete Wirtschaftsstelle für das Deutsche Zeitungsgewerbe, haben wiederholt in den Sitzungen des Beirats, wie bei anderen Gelegenheiten erklärt, daß weder das Ncichswirtschaftsministerium noch wir an dem Fortbestehen der Bewirt schaftung des vom Buch- und Zeitschriftenverlag benötigten Druck papiers ein Interesse haben, daß vielmehr die Bewirtschaftung sofort aufgehoben würde, wenn der Beirat es in seiner Mehrheit verlange. Bei diesen Erklärungen war Herr vr. Ullstein zugegen: ich verstehe daher nicht, wie er in der Öffentlichkeit das Gegenteil behaupten kann. Uber Fortsetzung oder Aushebung der Bewirtschaftung und über Maßnahmen zur Senkung der Preise kann man verschiedener Mei nung sein, denn bei den von heute auf morgen wechselnden Ver hältnissen ist heute das falsch, was gestern richtig war, und umgekehrt. Soviel steht fest, daß durchaus nicht alle Verleger die Ansicht von Herrn vr. Ullstein teilen, insbesondere nicht im Hinblick auf die im kommenden Winter erneut zu erwartenden Schwierigkeiten, die nach den Abmachungen in Spa leider noch erheblich größer sein werden als im vergangenen Jahre. Ob die Bewirtschaftung des vom Buch- und Zeitschriftenverleger benötigten Druckpapiers und damit auch die Möglichkeit der Fürsorge für den Verlag auch nach dem 1. Okt. 1920 fortgesetzt werden soll, wird in der nächsten Sitzung des Beirates, Anfang September, beschlossen werden: dem so oder so ergehenden Beschluß wird die Wirtschaftsstelle bestimmt keinen Widerstand entgegenstellcn, denn die Wirtschaftsstclle hat sich stets nur als ausführendes Organ der Beschlüsse der berufenen Vertreter des Gewerbes betrachtet 22. Juli 1920. Reiß, Leiter der Wirtschaftsstelle für das Deutsche Zeitungsgewerbe. Den trefflichen Ausführungen, die Herr Urban in der Deutschen Verleger-Zeitung (Nr. 14) und Herr vr. Ullstein in Nr. 157 des Börsenblattes zur Frage der Papierbewirtschuftung gemacht haben, stimmen wir nach jeder Richtung hin zu. In der Tat haben ja die jenigen Recht behalten, die der zur Ostermesse cingeleitetcn Aktion zur Verbilligung der Papierprcise einen Mißerfolg voraussagten. Es ist damit erneut der Beweis erbracht, daß die Wirtschaftsstelle jetzt, wo das Angebot von Papier größer ist als die Nachfrage, völlig entbehr lich ist. Wir halten cs deshalb für wünschenswert, daß ans Vcrleger- kreiscu möglichst zahlreiche Zustimmungscrklärungen zu den Ausfüh rungen der obengenannten Herren im Börsenblatt veröffentlicht wer den, und fordern hiermit dazu auf, damit die Ankündigung der Papier zeitung, daß die Wirtschaftsstelle im September als Behörde zu exi stieren aufhören werde*), auch wirklich zur Tatsache werde. Bielefeld, den 23. Juli 1920. Velhagen §5 K l a s i n g. *) Die Mitteilung in Nr. 58 der »Papierzeitung« vom 18. Juli 1920 lautet: »Wie wir erfahren, sind nunmehr auch die leitenden Kreise der Papier- und Druckgewerbe von der 1'lberflttssigkeit der Wirtschafts stelle unter den heutigen, so sehr veränderten Verhältnissen über zeugt, und sie soll Ende September ihre Tätigkeit als Behörde ein stellen. Daß noch eine Anzahl ihrer Beamten mit der Herausgabe der angekllndigten »Denkschrift« beschäftigt wird, halten wir für das überflüssigste Ding der Welt, da wir von der llnvollständigkeit und Wertlosigkeit der von ihr gesammelten statistischen Angaben über zeugt sind. Hat doch wahrend der ganzen Zeit des Bestehens der Wirtschaftsstelle der Schleichhandel mit den Zeitungs- und Vcrlags- papieren in voller Blüte gestanden! Wenn soviel von Sparsamkeit gesprochen wird, so haben die leitenden Kreise jetzt Gelegenheit, sie auch zu üben, indem sie die Herausgabe der Denkschrift verhindern. Red. verein der Deutschen Buchhändler in ^'civon. Deutsches Buchliändlertmu». Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 2ö lBuchhündlerhausi.
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