8282 X- 269, 17. November 1934. Fertige Bücher. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. »L8 l>kU75(ttk vie uieirüirirme ven- wl.<ik 1SZ4 kkkl.1^1. 16. 1934 6ui"I<, clen Dickten clen cieutscken 5eele Von Kal-l k<auck die ihn in die vordere Reihe der zeitgenössischen Dichtung längs! gestellt haben würden, wenn Kritik, Buchhandel und Leser sie kennten. Aber: darüber denke doch einer der Jungen und Jüngsten tobt und drängt und sich anbietet oder verkauft, um nur ja vor Abschluß des fünfundzwan zigsten Jahres mit einem oder mehreren Büchern herauszu kommen und sich im Widerhall der Öffentlichkeit zu spiegeln, darüber sollten wir alle einmal Nachdenken: dieser nun vier- undfünfzigjährige wirklich große Dichter ließ unbekümmert ein Manuskript über dem anderen liegen und verstauben. „Was", so fragt er Freunde, die stch bemühen wollten, „was geht mich für die Wirkung meiner Bücher die Gegenwart an? Ich schreibe für die Zukunft!'" — Jetzt hat der junge Verlag Holle u. Co. in Berlin den Weg zu Paul Gurk gefunden und ist willens, ihm den Weg zu den Hellhörigen im Volke zu bahnen. Es erscheint soeben der Roman „Berlin", dieser magische Spiegel vom doppelten Antlitz der großen Stadt, vor, der betriebsamen Geschäftigkeit der vielen und der konfuzianisch einsamen Innerlichkeit des Duchtrödlers Eckenpenn. Es wird im Frühjahr der Zukunftsroman vom Untergang der Seele, das Buch „Tuzub Z?", die Prophetie des grauen Geschlechts der Maschinenmenschen folgen. Der Verlag will nach und nach Gurks frühere, verschollene Wo die fünfzig großen Buchverlage Deutschlands bisher versagt haben und blind gewesen stnd, beginnt nun ein neues, junges und mutiges Unternehmen, lange Versäumtes nach^uholen. Endlich geschieht, was vor Dichter und Volk seit Vielen Jahren nötig war: Paul Gurks aufrüttelnde, dichterische Botschaften an den suchenden Menschen der Zeit werden dar geboten. Wir rufen unseren Lesern für die kommenden Wochen des weihnachtlichen Bücherkaufs zu: Kauft Bücher von Gurk! Lest Paul Gurk! Gebt seine Werke von Hand zu Hand, empfehlt ste von Mund zu Mund bei jeder nächsten und künftigen Gelegenheit! Ihr ehrt-damit einen überlegenen großen Menschen und empfangt köstliches Gut aus Dichtermund, den Leid und Verkennung nicht hart und bitter gemacht haben, sondern wissend, reif und weise — und gütig als Spender des ewigen Drostes, dessen wir alle immer bedürftig sind. ^ « 0 I. T L OL / 8 k! kr L- I I>I