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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.12.1933
- Strukturtyp
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- Band
- 1933-12-16
- Erscheinungsdatum
- 16.12.1933
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- Deutsch
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x° 292, 16. Dezember 1933. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. L.Dtschn. Buchhandel. Meldung auf 10 bis 12 Uhr verlegt oder in die Abendstunden zwischen 19 und 21 Uhr. In den Nachmittagsstunden fanden täglich Märchenvorlesungen statt und der im Rahmen der Buch messe veranstaltete Vortragsabend von Herrn vi. Hellmuth Langenbucher sowie der Leseabend von Frau Prof. Schiestl-Bcntlage wurden allen Teilnehmenden zu wirk lichem Erlebnis. Zu geschlossenen Führungen meldeten sich die Leihbibliothekare sowie mehrere Mittelschul-Klassen. Dem Wunsche der Universitätsbibliothek Erlangen, die Aus stellung nach Abschluß unserer Buchmesse auch in Erlangen zur Schau zu bringen, konnte aus technischen Gründen leider nicht entsprochen werden. Die gesamte Presse am Ort hat die Messe und ihre Veranstaltungen durch Wort und Bild kräftig unter stützt und durch geschickte Besprechungen gefördert, auch mit An erkennungen nicht zurückgehaltcn. Die Eröffnungsfeier durch den Oberbürgermeister der Stadt und den Leiter des Knmpfbundes für deutsche Kultur Nordbayern wurde mit Erfolg auf Sonntag den 26. November gelegt und war durch stimmungsvolle Musikumrahmung bei gutem Besuch ein lokales Ereignis. Wir bedauerten sehr, daß die Berliner Veranstaltungen durch Rundfunk nicht übertragen wurden und daß die ursprünglich angekündigte Eröffnungsrede des Herrn Reichsministcrs vr. Goebbels ganz abgesetzt worden war, wozu wir Lautsprecher-Anlagen eingerichtet hatten. Bei späteren Wiederholungen dürfte sich empfehlen, die Dauer solcher Buch messen auf mindestens vierzehn Tage auszudehnen, sowie das Stattfindcn der Messen überhaupt möglichst mehrere Monate zu vor bekanntzugsben, da Saalvergsbung, Verlegerbeteiligung, Ar beitseinteilung und andere Dispositionen Wochen und Monate erfordern, um eine Beteiligung in Ruhe erwägen, überblicken und vorbereiten zu können. Es ließen sich dann manche Reibun gen, Enttäuschungen und Übereilungen vermeiden, die der Sache selbst nur schaden und durch Ausfall und Gelingen dem kundigen und eingeweihten Besucher doch stets fühlbar werden. Die Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums teilt mit: Deutsche Fliegerei: Unter besonderer Förderung des ReichslufifahrtministeriumS, des Propagandaministeriums, der Reichsingendfiihrung und des deutschen Luftsport-Verbandes gab Danzigslieger Gerhard Zirwas bei R. Voigtländers Verlag, Leip zig, ein Buch »Deutsche Fliegerei — Ein Appell an Deutschlands Jugend» heraus. Das Buch verdient die be sondere Beachtung aller Verbände. Die Förderer erwarten, daß alle, die es können, sich für das Buch im stärksten Maße einsetzen. Das Buch bringt neben einem ausgezeichneten Bildteil einen sehr wertvollen Textteil, der neben erzählenden Beiträgen von Ger hard Zirwas Arbeiten prominenter Persönlichkeiten aus dem deutschen Luftsportleben enthält: Es sei hingewiesen auf das Vorwort des Reichsluftfahrtministers Hermann Göring, auf den Beitrag »Luft schutz» von Kuno Grimme, dem Präsidenten des Reichslustschutz- vcrbandes, sowie ans »Im Ringen um Deutschlands Geltung zur Luft» von Di. OrlovinS im Rcichsluftfahrtministerium. Dieses einheitliche Werk aus Bildteilen, erzählendem Text und fachmännisch geschriebene» Arbeiten ist geeignet, Deutschlands Jugend die Wichtigkeit des Luftsportes zu zeigen und diese Jugend dafür zu begeistern. Es sei noch darauf hingewiefen, daß der Reinertrag aus dem Werk der Ausbildung des fliegerischen Nachwuchses dient. „Das deutsche Buch". Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte Dezember 1933. Eben noch zur rechten Zeit erscheint mit diesem Sonderheft der bekannten Münchner Zeitschrift eine Veröffentlichung, die dank ihres reichen, vielseitigen und gehaltvollen Inhalts dem deutschen Buch und dem deutschen Buchhandel ein ganz besonderer Anwalt sein wird. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis genügt, um diese Annahme zu bestätigen. Von einem Märchen des eben verstorbenen Josef Hof miller abgesehen fanden wir folgende Beiträge: Das deutsche Buch. Von Adolf Dresler, Stellvertreter des Reichs pressechefs der NSDAP, in München. Die Kulturbedeutung des deutschen Buches. Von Hellmuth Langen bucher, Schriftleiter des Börsenblattes für den Deutschen Buch handel, in Berlin. Jugend und Buch. Von vr. Josef Prestel in München. Das deutsche Buch und das Ausland. Von vr. Franz Thierfelber, Generalsekretär der Deutschen Akademie in München. Mittler des Buches. Von vr. Friedrich Oldenbourg, Erster Vor steher des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, in München. Der deutsche Mensch und das deutsche Buch. Von vr. Hans Heinrich Borcherdt, Professor für deutsche Literatur an der Universität München. Buch und Film. Von vr. Hans Spielhofer in München. Der Rundfunk — eine Gefahr für das Buch? Von vr. Paul Adams in München. Der Dichter und das Buch. Von Josef Magnus Wehner in München. Wie schaffe ich mir eine Bücherei? Von vr. Josef Hofmiller f. Aphorismen über das Buch und die Bücher. Ferner folgt eine Weihnachts-Bücherschau mit Sammelreferaten sachverständiger Mitarbeiter. vr. Oldenbourg leitet seinen Beitrag mit den Worten ein: Seit ihrem Bestehen haben die Süddeutschen Monatshefte es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten deutschen Buch den Weg zu einer hochwertigen, deutschbewußten Leserschaft zu bahnen. Es ist darum nur folgerichtig, wenn die Schriftleitung jetzt, nachdem seit geraumer Zeit die einzelnen Hefte jeweils auf einen bestimmten geistigen Mittelpunkt gerichtet sind, auch ein Heft dem deutschen Buch widmet. Dadurch ist Gelegenheit geboten, einmal unabhängig von der ständigen Pflege der Buchbesprechung alle die Fragen in weitere Öffentlichkeit zu tragen, die bei den Worten »deutsches Buch« die verschiedensten Menschen bewegen oder doch bewegen sollten, gleichgültig ob sie an seiner Schaffung beteiligt sind, ob sie seiner Vermittlung dienen oder ob sie als Leser die Nutznießer dieser beiden Tätigkeiten sind. Damit ist die Aufgabe des Sonderheftes am prägnantesten ge kennzeichnet. Mit Temperament, aber auch mit überlegener Sach kenntnis, deshalb nicht widerlegbar, setzt sich der Beitrag des weiteren vor allem mit dem Buchkritiker und der Aufgabe des Buchhändlers auseinander, was den Buchhandel besonders interessieren wird. Auf Einzelheiten sonst einzugehen, würde hier zu weit führen. Das Heft will selbst gelesen sein, und zwar mit Aufmerksamkeit und Nach denken. Hoffentlich findet es auch außerhalb des Buchhandels gerade solche Leser, wofiir sich im übrigen wieder der Buchhandel selber besonders interessieren sollte. Wir wollen in dieser Hinsicht außer auf den Beitrag, in dem Di-. Langenbucher die Kulturbedeutung des deutschen Buches im allgemeinen sehr treffend gekennzeichnet hat, namentlich auf den Aufsatz »Das deutsche Buch und das Ausland« von vr. Franz Thierfelder Hinweisen. Hatte schon Adolf Dresler seine Einführung mit den Worten geschlossen: Die deutschen Bücher sind ein Heer von Streitern, das für die Ehre und das Recht des deutschen Volkes kämpft, das diesen Kampf immer in Ehren bestanden hat und bestehen wird. So lesen wir bei Thierfelder zum Schluß: Die Verbreitung des deutschen Buches im Auslande ist nicht die Angelegenheit eines Berufsstandes, sondern Sache des Volkes. Unsere Bücher sind die nichtamtlichen Botschafter unserer Kultur. Sind sie mit Takt und Klugheit gefüllt und mit Geschmack ausge stattet, so reichen sie in Seelenwinkel, die keine Macht der Welt, und sei sie noch so stark, mit anderen Mitteln eröffnen kann. Sind sie aber töricht und überheblich und ohne inneres Gewicht, so geht es ihnen wie den Gesandten in der großen Politik von gleicher Wesensart: sie sind den Fremden ein Gespött und hätten ihrem Vaterlande am meisten genützt, wenn sie nie die Grenzen über schritten hätten. Unser Buch zeugt in der Welt von uns Tag und Nacht. Darum soll es hinaus, denn wir wollen, daß von Deutsch land gezeugt wird. Aber wer möchte es uns ernstlich verübeln, daß wir künftig die ausmerzen werden, die falsches Zeugnis von Deutschland ablegten? Was hier für die Wirkung des deutschen Buches nach außen ge sagt ist, das gilt genau so gut ja doch auch für Deutschland selbst und nach innen. Auch hier darf kein falsches Zeugnis abgelegt werden. Aber auch hier ist die Verbreitung des deutschen Buches letztlich nicht Angelegenheit eines Berufsstandes, sondern Sache des ganzen Volkes. Dafür Verständnis zu werben, hat sich das Sonderheft der Süddeut schen Monatshefte mit zur Aufgabe gestellt. Seine weitestmögliche Verbreitung wird dazu helfen, den Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen. vr. Menz. 977
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