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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.07.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1933-07-18
- Erscheinungsdatum
- 18.07.1933
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- Deutsch
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X- 164, 18. Juli 1933. Redaktioneller Tell. Börsenblatt f. b.Dtschn. Buchhandel. daher, der Bekämpfung dieser Mißbräuche besondere Ausmerksamkett zuzuwenden. Die Reichsregierung hat in dem Gesetz über bas Zu gabewesen vom 12. Mai 1933 das Zugabeverbot soweit verschärft, daß nach Ablauf der im Gesetz vorgesehenen unumgänglichen über gangsfrist die eigentliche Zugabe auch in der bisher noch geduldeten Form der Zugabe durch Wareablösung aus dem Wirtschaftsleben verschwinden muß. Weitere gesetzgeberische Maßnahmen, die der Be kämpfung ungesunder Übertreibungen aus dem Gebiete des Rabatt wesens bienen sollen, sind in Vorbereitung. Kür den Erfolg der gesetzlichen Neuregelung des Zugabewefens wird es nunmehr ins besondere von Bedeutung fein, ob es gelingt, eine mißbräuchliche Aus nutzung der Ausnahmen vom Zugabeverbot, die auch nach dem Gesetz vom 12. Mai 1938 für Reklameartikel, Zubehör, Rebenleistungen und namentlich Rabatte bestehen bleiben, zu verhindern. Neben der Ver ordnung vom 9. März 1932 (Teil I) wird hierbei auch das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs von Wert sein, so be sonders in Fällen, in denen in Rabaitankündigungen irrtümliche Vorstellungen über die Vorteile des Angebots erweckt, z. B. die ver sprochene Preisvergünsttgung nur vorgetäuscht und in Wahrheit durch Preiserhöhung ermöglicht wird. Alle Strafsachen im Zugabe- und Rabattwescn ersuche ich, in enger Fühlungnahme mit den gesetzlichen Berufsvertretungen von Handel und Handwerk zu bearbeiten. In Zweifelssäilcn empfiehlt es sich, mit dem Deutschen Industrie- und Handelstag in Verbindung zu treten. Zur Sammlung und fort laufenden Bearbeitung des aus dem Reichsgebiet eingehenden Ma terials ist der Reichsausschuß sllr das Zugabeverbot e. V. in Berltn- Zehlendorf-Mitte, Schweizer Straße 1a, gegründet worden, der auf Ansragen ebenfalls wird Auskunft geben können. Deutsche Buchhändler-Lehranstalt. — In sinniger Weise gestal tete die Deutsche Buchhändler-Lehranstalt das Fest der Jugend zu einem Tage der Besinnung aus Sitte und Kultur unserer Vor fahren. vr. Joh. Richter, Kustos des Vorgeschichtlichen Museums, gab eine ausführliche und lebendige Darstellung der großen Denk mäler des Sonnen- und Feuerkultes aus vorgermanischer und ger manischer Zeit. Der Vortrag war eine wundervolle Einstimmung auf den festlichen Tag und fand seinen Lohn nicht nur im übermittel ten Dank der Lehranstalt, sondern im herzlichen Beifall der Zuhörer. — Am Abend folgten die Dozenten und Hörer der Fachkurse dem Rufe des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, Gruppe Deutsche Buchhändler-Lehranstalt, um gemeinsam die Sommersonnen wende zu feiern, wobei der Führer der Leipziger Studentenschaft und Hochschulgruppenführer des NSDStB., Pg. Eduard Klemt, in schlichter, eindrucksvoller Art die Jugend an ihre Ausgabe, den Auf bau eines neuen Deutschland, mahnte. ReichSsachschaft Buchhandel im DHV. — Literarische Arbeits gemeinschaft Berlin. — In der Grllndungsversammlung der Fach gruppe Buchhandel im neuen DHV. am 11. Juli verabschiedete sich Kollege Martin Engel, der zur Ortsgruppe Leipzig berufen worden ist, von seinen Berliner Freunden. Pg. Hensel dankte dem Kollegen für seine siebenjährige Tätigkeit. Der Beifall der Ver sammlung war sehr groß. Es zeigte sich deutlich, wie ungern die Berliner Kollegen ihren Führer ziehen lassen, der sie in jahrelanger Arbeit ideal betreut hat. Auch die Gründung und Leitung der LAG. ist ein Werk Engels. Den neuen Vorsitz hat Kollege Schttten- helm übernommen. Das Programm wirb zunächst weiter durch- gesiihrt. Im Juli ist keine Sitzung. Nähere Angaben über Ort und Zeit folgen noch. Dt. Bibliographisches Institut Aktiengesellschaft in Leipzig. — Für den Geschäftsgang im Jahre 4932 waren nach dem Bericht der Ge sellschaft nicht nur der Rückgang der Kaufkraft des Publikums, son dern auch im engsten Zusammenhang damit eine völlige Verschiebung der Preislage am Büchermarkt von Einfluß. Die Anpassung an die veränderten Preisverhältntsse konnte im Berichtsjahr nur teil weise durchgesührt werden. Neuproduktionen wurden auf das we sentlichste beschränkt, um die Bilanz flüssiger zu gestalten. Es ge lang auch, die Verlagsspesen im Verhältnis zum Umsatz zu senken. — Die Bilanz verzeichnet einen Bruttoertrag von RM 1880 099. Infolge erhöhter Abschreibungen ergibt sich ein Gesamtverlust von NM 224 090, zu dessen Deckung der Dividendenergänzungsfonds von NM 209 099 aufgelöst und der vorjährige Vortrag von NM 49184 herangezogen wird ft. V. RM 42 884 Reingewinn). Von dem ver bleibenden Uberschuß erhalten die RM 27 999 Vorzugsaktien wieder 19 Prozent, während NM 13 333 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Aus der Bilanz seien noch aufgeführt: Verbindlichkeiten 1,999, Anlagen 2,991, Vorräte 9,893, Barensorderungen 0,784 und Löhne und Gehälter 1,259 Mtll. RM. Aus Polen. — Nach der polnischen amtlichen Statistik über die polnische Buchproduktion erschienen 1932 9793 Werke, und zwar verteilen sie sich auf folgende fünf Gruppen: 1. wissenschaftliche Literatur 2385 Werke, 2. schöne Literatur 1198 Werke, 3. Schul bücher sLettfäden, Handbücher) 539 Werke, 4. populär-wissenschaft liche Literatur 1299 Werke, 5. andere Gebiete 8198 Werke. Die Zahl der wissenschaftlichen Werke nahm 1932 zu, denn sie betrug 1931 2997, doch war diese Zunahme nur scheinbar, da, wie eine genauere Prüfung zeigt, es sich um zahlreiche Sonderabdrucke aus Zeitschriften handelt. Die schöne Literatur weist einen Rückgang aus (1929: 1939; 1930: 1617; 1931: 1239). In der Rubrik »andere Gebiete ist die Abnahme besonders groß s1931: 5959). Aus der amtlichen Statistik sei noch erwähnt, daß die Wirt- schaftskrists die Verleger veranlaßt, die Bücher nicht mehr in Warschau drucken zu lassen, sondern in der Provinz, wo die Druck kosten geringer sind. Die meisten Bücher erscheinen nach wie vor in Warschau; es folgen Lemberg, Krakau, Posen, Wilna und Lodz. In den Wojewodschaften Nowogrodek, Wolhynien, Stanislau und Tarnopol erscheinen nur wenige Werke. vr. W. Christtani. Warnung vor einem Bücherdiebl — Vorige Boche wurde bei uns Musil: Mann, Bd. 2, gestohlen. Vermutlicher Dieb ist ein Herr Ende zwanzig, dunkles Haar, glattrasiert, etwas breites Ge sicht, Heller weiter Regenmantel. Der Herr war schon öfter im Laden und hat wohl schon mehrere Bücher mitgehen heißen. Berlin W 59. Stuhr'sche Buchhandlung G. m. b. H. VerkekrHnackrickten. Gebllhrenfeukung der Reichspost. — Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost hat in seiner letzten Sitzung einen Antrag aus Senkung der Gebühren angenommen. Die Drucksachengebllhr für Sendungen von 29—59 A wurde von 5 Pf. auf 4 Pf. herabgesetzt. Kerner wurden die Gebühren für Warenproben, Geschäftspapiere und Mischsendungen von 15 Ps. auf 8 Pf. ermäßigt. Den Buchhandel interessiert besonders die Herabsetzung der Druck sachengebllhr. Den wiederholt vom Börsenverein dem Reichspost ministerium vorgetragenen Wünschen des Buchhandels ist nur zum Teil entsprochen, denn der Antrag des Börsenvereins bezweckte die Wiedereinführung der vor dem Kriege bestandenen Gebühr von 3 Pf. sllr Sendungen bis 50 Z. Wie uns wiederholt von Mitgliedern ver sichert worden ist, kann eine ausgiebige Werbetätigkeit nur dann durchgeführt weiden, wenn die Drucksachengebllhren aus 8 Ps. er mäßigt werden. Ein neuer Antrag liegt bereits dem Reichspost ministerium vor. Es ist notwendig, zahlenmäßig zu beweisen, daß die zugestandene Ermäßigung noch nicht genügt, und wir bitten des halb unsere Mitglieder, uns recht bald Material einsenden zu wollen. Einfuhr von Büchern ln die Vereinigten Staaten von Amerika. — Für Bücher in englischer Sprache wird bei der Einfuhr in Amerika bekanntlich Zoll erhoben. Aus Grund der Tarisnummer 1629 der Freiliste zum amerikanischen Zolltarif fällt dieser Zoll fort für Bücher, die vor mehr als zwanzig Jahren vor dem Tage der Einfuhr gedruckt worden sind. Um die Zoll abfertigung zu vereinfachen und Weiterungen zu ersparen, empfiehlt es sich, das Erscheinungsjahr bei den Büchern in englischer Sprache aufberFaktur anzugeben. Bücher dieser Art, die in der erwähnten Zeit etwa in Leder umgebunben worden sind, sind zollpflichtig. Der Zoll wird jedoch nur für den Einband erhoben. 'kersonalnackrickterr. Ehrung. — Herr Verlagsbuchhändler EjnarMunkSgaard, Inhaber des Verlags Levin L Munksgaard in Kopenhagen, Redakteur und Herausgeber des Oorpus llockionm Islsnckieorum insckil aevi, ln seiner Art der größte Verlagsunternehmer Skandi naviens, wurde zum Ehrenmitglied der Isländischen Literaturgesell schaft Hid Jslenzka Bokmentafjelag ernannt. Gestorben: am 15. Juli plötzlich und unerwartet im Alter von 49 Jahren Herr Ernst Wengras in Berlin, Geschäftsführer des Monopol-Liederverlags Ernst Bengraf G. m. b. H. 52g
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