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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.12.1935
- Strukturtyp
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- 1935-12-14
- Erscheinungsdatum
- 14.12.1935
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- Deutsch
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X: 290, 14. Dezember 1935. Redaktioneller Teil. Bvrseirblatt s. d.Dtschn. Buchhandel. Ergebnis des Schaufensterwettbewerbs im Buchhandel und Einzelhandel anläßlich der „Woche des Deutschen Buches 1935" Der von der Reichsarbeitsgemcinschaft für Deutsche Buch werbung anläßlich der --Woche des Deutschen Buches- veranstal tete Schaufensterwettbewerb im Buchhandel und der in Gemein schaft mit der Reichsfachschast Deutscher Werbefachlcute durch geführte Wettbewerb für bestimmte Gruppen des Einzelhandels haben einen vollen Erfolg gehabt. Zahlreiche Buchhandlungen und Firmen des Einzelhandels haben hervorragende Lösungen der ge stellten Ausgaben gefunden. Es kam darauf an, in Buchschaufenstern unter Verwendung des Plakates: »Das Buch — ein Schwert des Geistes« diejenigen Literaturgruppen herauszustellcn, die der Lage der Buchhand lung und der Zusammensetzung ihrer Kundschaft entsprachen. Beim Einzelhandel galt es ebenfalls unter Verwendung des Pla kates die unmittelbare Beziehung des Buches zu Anforderungen des täglichen Lebens zur Anschauung zu bringen, so z. B. die Ver bindung: Textilien-Modeliteratur, Haushaltungsgegenstände- Kochbuch usw. Die örtlich bereits Anfang November prämiierten Schau fenstergestaltungen haben nunmehr an der Reichsbewertung teil genommen. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Ministerial rat vr. Wismann, dem Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft, hat im Wettbewerb folgende Wertung vorgenommen: Buchhandelsschaufenster: 1. Gestalter: A. W. Sauter; Firma: Bücherstube Rudi Kienzle, Heilbronn a. N. 2. Gestalter Fritz Willert; Firma: Amelangsche Buchhandlung, Berlin. 3. Gestalter: Frau Ursula v. Dassel; Firma G. Harnecker L Co., Frankfurt a. Oder. 4. Gestalter: Erich Bogt; Firma: Leihbücherei Vogt, Hannover, Volgersweg 4. 5. Gestalter: Wulf Hertel; Firma: Wulf Hertel, Arnstadt. 6. Gestalter: Jos. Chassöe; Firma: Emil Bierbaum, Düsseldorf. 7. Gestalter: Hans Elwitz, Gelsenkirchen, Festweg 47; Firma: August Lohde, Gelsenkirchen. 8. Gestalter: Walter Weigand; Firma: Polytechnische Buchhand lung A. Seydel, Berlin. 9. Gestalter: I. Petersen; Firma: G. Soltau, Flensburg. 10. Gestalter: Georg Kolb; Firma A. Bender, Mannheim. 11. Gestalter: Scheffler; Firma: Albert Neubert, Halle/S. 12. Gestalter: Fred Wilde; Firma: E. Mönnich, Würzburg. Einzelhandelsschaufenster. 1. Preis: Gestalter: Gebrauchswerber Barnasky (Textil). 2. Preis: Gestalter: Appelboom (Bekleidung). 3. Preis: Gestalter: Herr Häfner und Frau Hoffer (Rundfunk). 4. Preis: Gestalter: Heribert Montag (Drogen). 5. Preis: Gestalter: Karl Müthel (Bekleidung). 6. Preis: Gestalter: Franz Bierschenk (Gummiwaren). 7. Preis: Gestalter: Leonhard Sigling jr. Mundfunk).. 8. Preis: Gestalter: A. H. Friedrich (Verkehr). 9. Preis: Gestalter: H. G. Nöack (Lampen). 10. Preis: Gestalter: W. Erdmann (Uhren). In beiden Gruppen wurden je fünfzig Schaufenster bewertet, deren Gestalter mit Diplomen der Reichsschristtumskammer aus gezeichnet werden. Die im Buchhandel prämiierten Schaufenstergestaltungen waren vorbildlich, da mit geringem Aufwand eine starke Werbe wirkung erzielt wurde, die den Beschauer zu den mit besonderer Sorgfalt ausgewählten Büchern gradlinig hinführt. Der Feh ler, durch übergroße Fülle des Ausgestellten den Betrachter zu verwirren und so bei ihm den Kausentschluß zu erschweren, ist vollständig vermieden. Die Schaufenstergestaltungen im Einzelhandel haben den Be weis erbracht, daß dieser in besonderer Weise geeignet ist, eine vor bildliche Werbung für das deutsche Buch durchzuführen und zu unterstützen. Die enge Verbindung des Buches mit dem täglichen Leben, die den Stil der neuen deutschen Buchwerbung geprägt hat, hat dabei sichtbaren und überaus wirkungsvollen Ausdruck gefunden. Die Sorgfalt, mit der die Gebrauchswerber in der Reichsfachschaft Deutscher Wcrbefachleute — und nur solche waren als Teilnehmer beim Einzclhandelswettbewerb zugclassen — ihre Aufgabe durchgesührt haben, ist allerseits anerkannt worden und beweist die Positive Einstellung zu dem Kulturgut im Buch. Diese freudige Mitarbeit eines großen Teiles des Einzelhandels ist um so begrüßenswerter, als ja das Buch ein anerkannter Mittler und Förderer des Absatzes deutscher Ware ist. v. Ko. Kochbücher gratis zu haben! Von Georg Zänker Der wirtschaftliche Aufschwung, den wir seit der nationalen Erhebung erlebt haben, hat auch dem Buchhandel in erfreulichem Maße eine Belebung des Geschäfts gebracht, die wir sehr lebhaft begrüßen. Zweifellos haben wir bereits heute, sowohl im Sorti ment wie im Verlag, Umsätze zu verzeichnen, die sich in erheb lichem Maße von der Zeit des Tiefstandes in den Jahren 1932/33 abheben. Wenn diese Feststellung dicht vor demKlbschluß eines Jahres freudigen Herzens getan werden kann, so sind wir uns doch be wußt, daß unserer noch viele Aufgaben harren, deren Verwirk lichung hoffentlich die kommenden Monate bringen werden. Buch händler zu sein, ist seit je eine mühevolle Lebensaufgabe gewesen und sie wird es wohl immer bleiben. Ohne den oft zitierten Idea lismus würde unser Berus längst ausgestorben sein. Trotz der größeren Umsätze steht der Buchhandel auch heute noch auf einem Stand, der tatkräftigsten Einsatz von jedem einzelnen verlangt. Um so bedauerlicher ist es daher, feststellen zu müssen, daß noch immer von anderen Wirtschaftsgruppen ein Unwesen durch Ver teilung von Gratisabgaben zu Reklamezwecken getrieben wird, die geeignet sind, dem Buchhandel wesentliche Käuferschichten zu ent ziehen. Gerade in letzter Zeit mehren sich diese Veröffentlichungen in erschreckendem Maße. War es im vergangenen Jahre schon 1070 schwierig, im Weihnachtsgeschäft Kochbücher untcrzubringen, so ist die Ablehnung im Publikum jetzt noch größer. Fragt man dann nach Gründen dafür, so wird immer wieder auf die zahlreichen Reklamedruckschriften hingewiesen, die von gänzlich fremden Wirtschaftsgruppen in großen, oft Riesenauflagen ins Publikum hineingeworscn werden. Welche Berechtigung glaubt z. B. die Por zellanindustrie zum Gratisvertrieb eines umfangreichen Kochbuchs zu haben, in dem die Hausfrau alles findet, was sie nachschlagen will? Oder die Elektro-Jndustrie in einer ganz ähnlich umfang reichen Ausführung. Gewiß verkennen wir keinesfalls, daß alle Wirtschaftsgruppen große Anstrengungen machen müssen, um sich von den schweren Schlägen der Krise zu erholen. Wir dürfen aber mit vollem Recht erwarten, daß dabei nicht andere Zweige des Erwerbs lebens ganz empfindlich gestört werden. Im neuen Staate hat der alte privatwirtschaftliche Grundsatz des Eigennutzes keine Gül tigkeit mehr. Der Aufbau soll sich in organischer Form vollziehen. Nicht nur innerhalb eines Standes wirkt sich die Gemeinschaft des Volkes aus, sondern in der Gesamtheit aller, in nutzbringen der, fördernder Tätigkeit. Wir Buchhändler können uns ähnliche Ausgaben für Reklame kaum leisten. Aber abgesehen davon sind wir überzeugt, daß die
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