Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.12.1935
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- 1935-12-14
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- 14.12.1935
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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X- 290, 14. Dezember 1935. Redaktioneller Teil Börsenblatt f. b.Dtschn.Buchhandel. Statistisches vom Buchbinderhandwerk Der Reichsinnungsoerband des Buchbinberhandwerks umfaßt gegenwärtig, wie in Nr. 49 des »Allgemeinen Anzeigers für Buch bindereien» mitgeteilt wird, nach den Angaben der Buchbinder- Innungen etwa 7500 Mitglieder. Darunter befinden sich jedoch sehr viele gemischte Betriebe, die neben der Buchbinderwerkstatt auch Druckerei, Schreibwarenhandel, Buchhandel und ähnliches betreiben und die oft nur listenmäßige Mitglieder der Buchbinder-Innung sind. Der Reichsinnungsverband ist unterteilt in 13 Bezirksinnungs verbände, und diese wiederum in 111 Innungen, zu denen noch die Landesinnungen Saarland, Pfalz und Ostpreußen kommen, die nicht direkt einem Bezirksinnungsmeister unterstehen. Der größte Bezirksinnungsverband ist nach heutigem Stand wie bei der früheren Organisation Bayern mit annähernd 1000 Mit gliedern in nur 7 Innungen. Es folgt der Bezirksinnungsverband Berlin-Brandenburg-Grenzmark, der es bei 5 Innungen dank den über MO Berliner Buchbindern auf 875 Mitglieder bringt. An dritter Stelle steht Sachsen mit etwa 850 Mitgliedern bei 9 Innungen. Es folgt der Bezirksinnungsverband Westfalen mit sehr vielen neu- gegründeten Innungen; er betreut unter 23 Obermeistern in ebenso vielen Innungen etwa 750 Mtglieder und steht damit, nach der Zahl der Innungen in den Bezirksinnungsverbänden gerechnet, weit aus an der Spitze. Es folgt an fünfter Stelle der Bezirksinnungs- verbanb Mitteldeutschland mit 13 Innungen und etwa 725 Mitgliedern. An sechster Stelle liegt Württemberg mit 575 Mitgliedern bei eben falls 13 Innungen. Es folgen mit je etwa 475 Mitgliedern die Be- zirksinnungsverbänbe Hessen <8 Innungen) und Nordmark <9 In nungen). An der neunten Stelle steht dann Niedersachsen mit etwa 4M Mitgliedern, die in 9 Innungen unterteilt sind. Es folgen mit je ungefähr 350 Mitgliedern die Bezirksinnungsverbände Baden und Schlesien, wobei Baden 4 und Schlesien 5 Innungen zählt. An zwölfter Stelle steht der Bezirksinnnngsverband Rheinland, der in 5 Innungen etwa 275 Mitglieder vereinigt, während der kleinste Bezirksinnungsverband der von Pommern ist, der bei 3 Innungen über 175 Mitglieder verfügt. Es folgt die Innung Königsberg mit 130 Mitgliedern, weiter die Psalz mit 95 und das Saargebiet mit 85 Mitgliedern, welch beide letztere Innungen vorläufig dem Be- zirksinnungsineifter in Baden unterstellt sind. Die größte Innung ist Berlin mit etwa S2V Mitgliedern, sie libertrifft damit auch acht von den dreizehn Bezirksinnungsverbänden. Es folgen: Nürnberg mit 270, München mit 216, Dresden mit 210, Leipzig und Hamburg mit je IM, Darmstadt mit 155, Chemnitz mit 150, Königsberg mit 130, Unterfranken und Obersranken mit je etwa 125 Mitgliedern. Über IM Mitglieder haben noch: Stutt gart mit 117, Frankfurt a. M. mit 115, Potsdam mit 112, Breslau mit IM, Augsburg mit 108 und Wiesbaden mit 105 Mitgliedern, während die Innung Freiburg i. B. aus etwa 100 Mitglieder kommt. „50 Fragen und Antworten für den SS-Mann" Auf Grund verschiedener Anfragen aus Kreisen des Buchhandels teilt das Rasse- und Siedlungs-Hauptamt SS mit, daß die »50Fragen und Antworten für den SS-Mann« nicht im Buchhandel zu beziehen sind uud lediglich für die SS gelten und von den zuständigen Dienst stellen zur Verteilung kommen. Todesnachrichten aus Wissenschaft, Literatur und Kunst Am 2. Dezember starb in New Aork im 7V. Jahrs der Archäologe I)r. IamesH. Breasteb : am 25. November in Wien im 61. Jahre der Gynäkologe Prof. vr. K o n st a n t i n Bucura; am 19. No vember im 85. Jahre in Frankfurt a. M. Kirchengeschichtsforscher Pfarrer H. Dechent; im Alter von 65 Jahren der Direktor der Gießener Universitätsklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten Prof, vr. A l be rt I e s i o n e k; am 22. November in Riga im 63. Jahre der Botaniker Pros. vr. Karl Rein hold Kupsfer; am 13. November in Traunstein im 83. Jahre die Schriftstellerin Anna Mayer-Bergwald; am 8. Dezember in Altona im Alter von 80 Jahren die Schriftstellerin Charlotte Niese; am 19. No vember in Hannover im 85. Jahre der Kunsthistoriker Prof. vr. Paul Schubring; am 28. November in Halle im 53. Jahre der Ordi narius der Philosophie Prof. vr. I u I i u s S t e n z e l: am 20. No vember in Freiberg im 81. Jahre der frühere Ordinarius für Berg- baukunbe Geh. Bergrat Prof. vr. Emi l Treptow: am 13. No vember in Jena im 84. Jahre der ehem. Universitätskurator Geh. Staatsrat vr. Max Voller t. ^Soldaten lesen" Dieser Aufsatz in Nr. 284 ist in einem Teil der Auflage ver sehentlich ohne Angabe des Verfassers erschienen. Wir teilen mit, daß er von vr. Ernst Bahr-Berlin stammt. Verbotene Druckschriften Auf Grund der Verordnung vom 4. Februar 1933 wurden be schlagnahmt und eingezogen: S. Erckner: »Exerzierplatz Deutschland«, deutsche Ausgabe der beschlagnahmten französischen Übersetzung »v'^IlSmrr§ll6, ekamp ciu manoeuvre. ve b'sseis-ms ot la gnorro« (Editions Bernard Rosner, Paris); vr. Hans Nawiasky: »Ltaats- typen der Gegenwart«, Heft 9 der Veröffentlichungen der Handels hochschule St. Gallen (Fehr'sche Buchhandlung St. Gallen); Okrhart Seger: »Reisetagebuch eines deutschen Emigranten« (Europa-Verlag, Zürich); vr. Otto Straffer: »Europäische Föderation«, Heft 6 der Kulturpolitischen Schriften (Reso-Verlag, Zürich); »Witze, Karika turen uud sonstige Ergötzlichkeiten aus dem III. Reich«, gesammelt und herausgegeben von Otto Hoffmann (Libreria Jnternazionale in Cassarate/Schweiz). Das Verbreitungsverbot der im Service-Zeitungsverlag A.-G. in Glarus (Schweiz) erscheinenden Kinderzeitschriften (Papagei, Schmetterling u. ä.) wird aufgehoben. (Deutsches Kriminalpolizeiblatt Nr. 2328 und 2339 vom 9. und 11. Dezember 1935.) Auf Grund der Verordnung vom 4. Februar 1933 hat der Polizeipräsident in Berlin nachstehende Druckschriften in Preußen beschlagnahmt: Ewald Banse und Werner Jansen: »Tausendundeine Nacht« (Rikola Verlag, Wien); Josef Kallinikow: »Die Frau Abt und ihr Reich« (Julius Kittls Nachf., Mähr.-Ostran); Werner Türk: »Konfektion« (Agis-Verlag, Berlin). (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 289 vom 11. Dezember 1935.) Die Beschlagnahme und Einziehung folgender Druckschriften wird durch die Bayerische Politische Polizei für den Bereich des Landes Bayern angeordnet: D'Aucourt: »Themidor«; Max Bauer: »Sit tengeschichte des Studententums« (beide Paul Aretz, Dresden); Denis Diderot: »Die Nonne« (Z. Stolpe, Leipzig); Emil Felden: »Eines Menschen Weg« (Friesen-Verlag, Bremen); Bruno Frank: »Trenck« (Th. Knaur Nachf., Berlin); Fülöp-Miller: »Lenin und Gandhi« (Amalthea-Verlag, Zürich); Herbert Gerwig: »Haarausfall und Haaraufbau« (Fritz Eiste, Leipzig); Harys: »dloses ack sbsurckrun« (H. Nies, Essen); Franz Kafka: »Ein Hungerkünstler« und »Tie Verwandlung« (beide Kurt Wolfs, München); Erich Kästner: »Fabian« (Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart); Wladimir Korolenko: »Ge schichte meines Zeitgenossen« (Paul Cassirer, Berlin); Max Krell: »Das deutsche Theater der Gegenwart« (Rösl L Co., München); Gustav Meyrink: »Der Golem« (Carl Schünemann, Bremen); »Mis sionsbote« Nr. 10, Oktober 1935; Ernst Niekisch: »Die dritte imperiale Figur« (Widerstands-Verlag, Berlin); Alfred Polgar: »Ich bin Zeuge«, »Stichproben« und »Stücke und Spieler« (sämtlich Ernst Rowohlt, Berlin); Henriette Riemann: »Schwester der 4. Armee« (Karl Voegels Verlag, Berlin); Rahel Sanzara: »Das verlorene Kind« (Ullstein, Berlin); Adam Scharrer: »Der große Betrug« (Agis-Verlag, Berlin); »Wahre und falsche Seelsorge«, 2. Teil: »Unsere Kinder sollen es einst besser haben« (Drucker und Heraus geber Max Nadler, Laufenburg, Baden); Smirnoff N. G.: »Tage buch des Spions Edward Kent« (Internationaler Arbeiter-Verlag, Berlin); Stenbock-Fermor: »Meine Erlebnisse als Bergarbeiter« (I. Engelhorns Nachf., Stuttgart); Leo Trotzki: »Die wirkliche Lage in Rußland« (Avalun-Verlag, Hellerau); Arnold Ulitz: »Der Bastard« (Ullstein, Berlin); »Was uns der Weihnachtsmann er zählt« (W. Schoknecht, Berlin); »Wehrlos hinter der Front« (Socie- täts-Verlag, Frankfurt/Main); H. G. Wells: »Die Welt des William Clissold« (P. Zsolnay, Wien). Gemäß § 7 der Verordnung vom 4. Februar 1933 wurden durch die Bayerische Landeszentralpolizeistelle zur Bekämpfung unzüchtiger Bilder, Schriften und Inserate nachstehende Druckschriften für das Bayerische Staatsgebiet beschlagnahmt und eingezogen: Olga Alsen: »Ein Mädchen von heute« (Martin Maschler, Berlin); Franz Blei: »Ter Persische Dekameron« (Rhombus-Verlag, Wien); Ed mund Edel: »Gigolo, der Freund der Frauen« (Eden-Verlag, Ber lin); Hanns Heinz Ewers: »Alraune, die Geschichte eines lebenden Wesens« (Sieben Stäbe Verlag, Berlin); Kurt Klein: »Liebe« (vr. Selle-Eysler, Berlin); Paul de Kock: »Geständnis einer hüb schen Frau oder 12 Nächte« (E. Bartels, Berlin) ; vr. meck. Kühner: »Das Geheimnis des werdenden Lebens unter vier Augen« (Dresdner Verlagsbuchhandlung M. O. Groh, Dresden); Eduard Stilgebauer: »Die galanten Abenteuer des vr. Ribera« (Eden-Verlag, Berlin). (Bayerisches Polizeiblatt Nr. 144, 150, 152, 156 und 157 vom 6., 18., 22. und 28. November und 2. Dezember 1935.) Hauvtschriftletter: vr. Hellmuth Langenbucher. — Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Franz Wagner. — Berantiv. Anzeigcnleiter: Walter Herfurth, Leipzig. Verlag: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. — Anschrift der Schristlcitung u. Expedition: Leipzig 0 1, Gerichtsweg 26, Postschl'ieß- fach 271/75. — Druck: Ernst Hedrich s 1076 !achs., Leipzig 6 l, Hospitalstrahc 11a—13. — DA. KIW/Xl.' Davon 6S85 d. mit Ängebotene und Gesuchte Bücher. Zur Zeit ist PreiSttstc Nr. 6 gültigl
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