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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.03.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-03-24
- Erscheinungsdatum
- 24.03.1932
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- Deutsch
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Jucker, der Sohn von Näber-Schryber, als vorläufiger Vertreter der vierten Generation in die Reihe der Geschäftsteilhaber. Im Laufe des Jahrhunderts wurde der Betrieb, insbesondere auch infolge der Ausdehnung, die die Buchdruckerei nahm, mehrmals in grössere Räume verlegt. Von Anbeginn war der Firma auch ein Verlag augegliedert. Bereits 1857 erhielten die Gebrüder Räber auf der schweizerischen Ausstellung in Bern für den Verlag des monumentalen Werkes von Or. A. PH. v. Segesser »Rechtsgeschichte der Stadt und Republik Lucern« die bronzene Medaille. Die Ver lagstätigkeit erstreckt sich vornehmlich auf religiöse Werke, daneben erscheinen politische Schriften und Beiträge zur schweizerischen Ge schichte. Im Sortiment findet man Werke aus allen Wissensgebieten, insbesondere aber der Liturgie, daneben anch volkstümliche Schriften aller Art. Gegen 1850 wurde ein Neisevertrieb ausgenommen. Nach dem die Firma 1007 in größeren Räumen genügend Platz gefunden hatte, dehnte die Buchhandlung ihr Arbeitsfeld auch auf den Vertrieb guter Belletristik und technischer Werke sowie aus den Kunsthandel aus. Mit Hilfe tüchtiger Mitarbeiter hat sich hier aus einem kleinen Druckereibetrieb ein Unternehmen entwickelt, das als Buchhandlung, Verlag und Druckerei gleich hohes Ansehen genießt. Sozialer Weit blick von Prinzipalen und Angestellten gründete bereits vor 73 Jah ren die heute noch bestehende, gut fundierte Kranken- und Jnvaliden- tasse der Räberschen Offizin, die in der langen Zeit ihres Bestehens schon viel Segen stiften konnte. Aus Italien. — Die Absatzstockung des italienischen Buches am inneren Markt — auch der italienische Verleger und Sortimenter muß die Geldverknappung sehr empfindlich spüren — hat den Blick auf eine intensivere Erschließung ausländischer Absatzgebiete gelenkt, woraus eine sehr lebhafte Debatte hervorging, die bezeichnender weise von einem amtlichen Organ, dem »b-uvoro buLeistu«, eröffnet wurde. Während ein Teil der Verleger den Erfolg solcher Bestre bungen nur gewährleistet sieht, wenn außerordentliche Unterstützungs- Maßnahmen von seilen des Staates getroffen werden, will ein an derer alles, was auf diesem Gebiet zu tun ist, der privaten Initiative fähiger Kollegen überlassen, von denen es einzelnen schon gelungen iväre, einen beträchtlichen Absatz im Ausland zu erzielen. Aller dings rechnet man auch in diesem Lager mit fiskalischen Erleich terungen, besonders mit einer Senkung des sehr hohen PosttarifeS, der den Versand ins Ausland übermäßig belastet. Um das ganze Problem von der Wurzel aus zu lösen, wird es in erster Linie einer intensiveren Verbreitung uird Lebendigmachung der italienischen Sprache bedürfen. Dem Verlag Licinio Cappelli, Bologna, ist die Veröffent lichung der Rationalausgabe der Werke von Giuseppe Gari baldi anvcrtraut worden. Der erste Band, der die »Ns- morie« nach dem im Besitz des »lUusev cksl Uisor^imenkv« in Mailand befindlichen Manuskript und verschiedene bio graphische Schriften enthalten wird, wird im Mai erscheinen. Für die folgenden Bände — die Ausgabe wird in acht Bänden komplett vorliegen — ist die Herausgabe des Briefwechsels in Aussicht ge nommen. — Eine weitere sehr interessante Veröffentlichung ist dem nächst zu erwarten: die des in diesen Tagen erst richtig bekannt gewordenen Tagebuches der Jtalienreise von Goethes Vater. Dieser bislang unzugängliche Schatz des Weimarer Goethemuseums ist der Königlichen Akademie Italiens in Nom zum Zweck einer kritischen Ausgabe — das Tagebuch ist in italienischer Sprache abgefaßt — zur Verfügung gestellt worden, die von Arturo Farinelli besorgt wer den soll. Mit dieser Herausgabe wird Italien einen sehr dankens werten Beitrag zum Goethejubiläum leisten. Nach Abschluß des 2. Supplements der Autoren (1011—20) des italienischen »Hinrichs«, des »OataloAv Oenerale ckella lubreria Itu- Iwna« von A. Pagliaini beginnt nunmehr die Ausgabe des 3. Supple ments (1921—30), das in Lieferungen zu je 64 Seiten erscheinen wird. Neben diesem offiziellen Katalog existiert ein recht nützliches Hilfsmittel zur Information über Neuerscheinungen in dem »^.vvi- saloi-ö librario Lettinmrmle«, der wöchentlich von der Zentrale der »I^688a§6ri6 Halians« in Bologna herausgegeben wird, einer Ge sellschaft, die durch Niederlassungen in verschiedenen größeren Städten eine gesteigerte Funktion des deutschen Barsortimcnts erfüllt. Von den bibliographischen Neuerscheinungen der letzten Zeit seien erwähnt: D. Fava, 'l68c>ri didlioArakiei ck'Italis: Lmilia e komaxna. (Milano, Ulrico Hoepli, 1932. Gr.-Folio. Mit 3 farbi gen, 40 schwarzen Tafeln und 378 Textabbildungen. Ganzleder band. In 500 numerierten Exemplaren hergestellt. XVIII, 694 S. Lire 750.—); Albano Sorbelli, Inventurio cksi I^ano8eritti ckelle Liblioteeke ck'Itslia, Band 48: Pesaro. (Firenze, Leo S. Olschki, 1931. 4° 423 Seiten. Lire 80.—). Leo S. Olschki, Florenz, gab ein<W rund 1000 Nummern umfassenden Katalog Orient heraus, desstW vielseitiger Inhalt dem internationalen Ruf dieses Hauses enlsprichW Im übrigen liegt der antiquarische Markt, der in der HauplsaciH auf das bibliophile Gebiet beschränkt ist — die Mischkataloge kleiner>D Firmen, deren Anzahl Legion ist, können unberücksichtigt bleibe:> da sie nur innerhalb der Landesgrenzen von Interesse sind — recM still. Versuche verschiedener Firmen, den Geschäftsgang durch häusW gere Auktionen zu beleben, haben die Lage kaum beeinflussen könne > Hemmen doch die beträchtlichen Abgaben sowohl bei der EinfuhM wertvoller Stücke als auch bei der Ausfuhr aller bis 1550 erschü» nenen Drucke das Geschäft sehr stark, da eine solche Belastung natur I gemäß die Konkurrenz mit den ausländischen Firmen erschwert, wen » nicht unmöglich macht. Unter diesen Umständen wird man auf da» Ergebnis der Auktion gespannt sein dürfen, die die sogenannte »Wochl des alten und seltenen Buches«, eine Veranstaltung im Nahmei» der 4. internationalen Florentiner Buchmesse dieses Frühjahrs, ab I schließen soll. K. 1 Mitteilung an das Zollamt betr. Ausgleichstcucr. Im An schluß an die Mitteilung an die ausländischen Buchhändler betr. »Ausgleichstener« im Börsenblatt vom 22. März macht uns die Firma Alfred Rühle (Abt. Stempel) in Leipzig darauf aufmerksam, daß sie die abgedruckte zollamtliche Erklärung als Stempel vorrätig hält. Auch für die inländischen Verleger wird es sich, soweit sie Bedingtsendungen nach dem Auslande machen, empfehlen, einen diesbezüglichen Hinweis auf Fakturen, Konto- Auszügen usw. anzubringen. Auch dafür hält die Firma Rühle einen Stempel vorrätig. Von beiden Arten werden Probeabdrücke gern zugesandt. Feuer in einer Buchhandlung. — In den Räumen der Ver lagsbuchhandlung Georg Stilke in Berlin, Torotheenstraße, brach in den Morgenstunden des 22. März aus noch nicht ermittelter Ur sache ein Brand ans, der erheblichen Gebüudeschaden sowie Schaden im Zeitschriften- und Bücherlager verursachte. Die vom Brande betroffenen Abteilungen sind in anderen Räumen untergebracht wor den, sodaß der Betrieb keine Unterbrechung erleidet. VerkekrSuackrickterr. Änderung der Vriefzustellämtcr in Leipzig. — Im Osten Leip zigs wurde ein neues Briefzustellpostamt eingerichtet, das seine Tätigkeit voraussichtlich am 1. Mai d. I. beginnt. Dieses neue Zu stellamt unter dem Namen Leipzig O 5 übernimmt einen Teil des Bestellbezirkes von Leipzig C 1. Sprecbsaal Anfragen und Adressengesuche. Wer kennt einen Roman oder Novelle, in deren Mittelpunkt Grünewalds Stuppacher Madonna steht? — Wer kennt ein Buch über das Thema: »Die Masse in der Kunst« in der Art, wie es von Guardini in seinem »Briefe vom Comer See« angedeutet wird? (Frdl. Auskunft gibt die Schriftl. weiter.) Wer kennt die Anschrift des Reisenden Ernst Schroeder aus Hamburg? (Gustav Engelhardt Nachf., Wolfcnbüttel.) Wer kennt die jetzige Anschrift von Rudy Carl M e i n h a r d t, früher Inhaber einer Neisebuchhandlung in Hameln und für welche Firma ist vorgenannter jetzt tätig? (Mitteldeutsche Verlagsanstalt Lehmann L Fink, Berlin W 9.) Inhallsverzeichnis. Bekanntmachung: Geschäftsstelle des B.-V. betr. Mitglieds aufnahmen. S. 237. Artikel: Die Normierung der buchhändlerischen Rechnungen und Bestell zettel. S. 237. Devisenordnung und Import-Kontingentierung in Lettland. S. 239. Die fünfzig schönsten Bücher des Jahres 1931. S. 240. Kleine Mitteilungen S. 243—244: 100 Jahre Räber L Cie., Luzern / Aus Italien / Mitteilungen an das Zollamt betr. Ausgleichsteuer / Feuer in einer Buchhandlung. Verkehrsnachrichten S. 244: Änderung der Brieszustellämter in Leipzig. Sprechsaal S. 244: Anfragen und Adressengesuche. verantwort!. Schriftleiter: Kranz Wagner. Druck: E. H e d r t ch St a chf. Sümtl. tu Leipzig. D e r B 0 r s e n v e r e t a der Deutfchen Buchhändler zu Leipzig, Deutsche-Buchhändlcrhau» -Anschrift b. Echristleitung u. Expedition: Leipzig. <Sertchtsweg2« fBuchhäudlerhauS). Postfchließfach 274/75.
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