800 X- 4l, 18. Februar 1932. Fertige Bücher. B«r1-n»Iatt f. b.Dtsch". Buchhandel. Vkkl.^6 0M ö8IM«kicm8cNM NzziMlMMkl ln VlMI.üeiieEri oe8 n^irvolrir^o^o^ welri<e8 Vku»ioiri55 oc§ V5ikirirkic«i8cnki« LvLiL^irkc«7c5 Voll Vr. AI»X L-eÄsrer Orossoktllv, XXIV und 848 8oitou. krois ill tillN/.ieilieN Aöbullclöll KN 18.— me ek8^e -vuee-voe Wsvlr 8^ev e^cnemen veiroirieee^ VKV errireo^e m äeeett e-vc«Klrei8e>i 8eirecnno^e8 >i^eelre88e V0K2I108LX08808 8I8N8 V8Ii8LX02!88r8I. I»8X08X8ir8I88 0888^8888 — 880888X88 IX 4808» tIX2L»8 80888X808 T «LGULQL.«^ 8IL riAivirnLHli»::: veire^o oek Ö8^elrlreic:tti8cttei^ 8^-v^8virvcKelrei m wier» i, so-iorEt» 24 VortrotullZ ill I.oipinZ: 8s. 8. 8. 1408111.811 mit seinen ungewaschenen Metzgerfäusten, geht aus uns loS. Wir bleiben stehen, zitternd vor Wut und Scham. Gleich wird der große Augenblick kommen! Gleich wird Blut fließen! Blut! Die Posten werden zurückbeordert, stellen sich uns gegenüber, Gewehr im Anschlag. „Warum streikt ihr Hunde?" brüllt Monte!. „Wir arbeiten nicht eher, bis der Kamerad Dudziak im Kran- kenrevier liegt und die Untersuchung über diesen unmenschlichen Fall eröffnet ist. Wir verlangen ferner die Freigabe von Görgen, der nur seine verdammte Kameradschaftspflicht, seine Pflicht als Mensch und Deutscher getan hat!" Diese Worte müssen wir Leute von der Kommission vom gestri. gen Abend nun vortragen. Reißing übersetzt sie mannhaft. Monte! wird verlegen. „Ich werde zunächst mal die weiteren Befehle des Herrn Capi. taine einholen", brummt er und läßt uns abtreten, in die Baracke zurück. Seit drei Stunden weilen wir in der Baracke, eingeschlossen. Die Sache wird immer unheimlicher. Zuerst kommen die Beamten der Zeche und fordern die Einfahrt der Deutschen. Es gibt einen scharfen Wortwechsel zwischen einem Obersteiger und dem tollen LencloS. Was mag sich nun vorbereiten? Wird die Grubenverwal. tung den Verlust so vieler Arbeitsstunden und Fördertonnen ohne weiteres hinnchmen? Sicher nicht! Kurz nach acht Uhr gibt es Bewegung am Tor. Die Wache tritt unter Gewehr. Wir hören die schlappen Präsentiergriffe und bald darauf die schnauzende Stimme des Capitaine Blachö. Fünf Minuten später müssen wir antreten. Beim Anblick des Gewaltigen und Gefürchteten fällt unser Mut zusammen wie ein Kartenhaus. Mach ä rollt grimmige Augen. Wir sehen noch, wie auf dem Dach der Waschkaue ein Maschinengewehr gerichtet und geladen wird. Seine Mündung zeigt drohend auf uns. Jetzt fahren draußen zwei Lastwagen vor, und fünfzig schwerbewaffnete Poilus springen ab, kommen in das Lager, umzingeln uns. „Die Kommission soll vortreten und ihre Wünsche äußern!" brüllt Mache. Wir treten vor, wiederholen unsere Wünsche und Beschwerden. Der Capitaine hört uns an, richtet darauf dreimal die Aufforderung an uns: „Wer arbeiten will, der soll vertreten!" Vergebens, keiner tritt vor. Wir hätten den Streikbrecher nachts totgeschlagen. Aus Angst vor uns Entschlossenen bleiben auch die Furchtsamen stehen. „Dann zurück in die Baracke!" brüllt Blachs und hetzt die Posten gegen uns. Die Neuangekommenen Soldaten, alles junge Burschen, die noch nie im Feld« waren, gehen besonders roh und gehässig vor, treten, schlagen und stoßen mit Kolben auf uns ein, um uns schneller in die Baracke zu drängen. Dann wird die Tür verschlossen, und ein Doppelposten stellt sich davor. Doppelposten stehen auch vor jedem Fenster. Und nun werden Schläuche ge. bracht, schwere, dicke, gepanzerte Schläuche, die schon einen guten Druck aushalten können. Man schließt sie an die Hauptdampf, leitung, die, in dicken isolierten Rohren an unserer Baracke vorbei, glühendheiße Dämpfe zum benachbarten Werk leitet. Die offenen Enden der Schläuche drückt man durch rasch ver- größerte Astlöcher in unsere Baracke, und dann wird der Dampf ausgedreht. Zuerst lachen wir noch über den Blödsinn der Franzosen. Die wollen un« mit Dampf erschrecken! Kindisch! Ja, wenn das