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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.02.1932
- Strukturtyp
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- 1932-02-02
- Erscheinungsdatum
- 02.02.1932
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Xi 27, 2. Februar 1932. Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. gewidmet, der er zuerst als Gehilfe, daun von 1908 bis 1017 als Prokurist, 1917 bis 1918 als Geschäftsführer und ab 1. Januar 1919 als Gesellschafter und geschäftsführender Direktor augehörte. Vom 1. Juli 1927 ab übernahm er auch noch die Geschäftsführung der Firma Marx L Co. in Wien. Sein hohes Fachwissen nnd feine glänzende Rednergabe haben ihn stets ausgezeichnet und ihn daher zum berufenen Vertreter des österreichischen Buchhandels im In- nnd Ausland gemacht. Daher sicherte sich auch der Börscn- verein seine Mitarbeit. Er berief ihn in den Wirtschafts- nnd Neor- ganisationsausschuß und schließlich im Jahre 1928 zum 2. Schrift führer des Börscnvcreins, aus welchem Amte er 1931 mit Rücksicht auf seine persönliche Inanspruchnahme schied. Seinem Organisations talent, aber nicht minder seiner persönlichen Beliebtheit und nicht zuletzt seiner weitausgreifenden Initiative ist die gelungene, unver gessene Herbsttagung 1926 Linz—Baden—Wien zn danken, deren Teilnehmer ihm überall vollstes Lob spendeten.« Möchte Herrn Direktor Bayer ein gesegneter schöner Lebensabend beschicken sein! In den Hauptausschuß des Verbandes Lübeckischer Cinzel- handelsvereine und des Einzelhandelsausschusses der Handelskammer wurde für das Jahr 1932 Herr E r n st Nobcr t, Vorsitzender des Ortsvereins Lübecker Buch-, Kunst- und Musikalienhändler wieder als Mitglied gewählt. Todesnachrichten aus Wissenschaft, Literatur und Kunst. — In Bad Oeynhausen starb im Alter von 52 Jahren der Pharmakologe Prof. vr. ArthurBo r n st e i n; in Bonn im Alter von 68 Jahren Geheimrat Prof. vr. Conrad Cichorius, Vertreter der Alten Geschichte; in Wiirzbnrg im Alter von 80 Jahren der Physiologe Geheimrat Prof. vr. Maxvon Frey; in Berlin am 25. Januar im Alter von 56 Jahren Prof. vr. Ernst Friedberger, Direktor des Instituts für Hygieneforschung, Dahlem; in Zürich im Alter von 69 Jahren Prof. vr. Johannes Hae n e, bekannter Kriegs wissenschaftler; in Berlin 62jährig der Schriftsteller Georg Eugen Kitzler, Gründer der Zeitschrift »Die Mark«; in Kopen hagen am 28. Januar im Alter von 66 Jahren der Dichter Sophus Michaelis; in Paderborn im 64. Jahre der Kirchenmusiker Prof, vr. H crma n n M üllc r, Mitredaktcur der »Denkmäler der Ton kunst«; in Berlin im 62. Jahre der Krebsforscher Prof. vr. Alfred Pinknß; am 21. Januar in London im 52. Jahre der Historio graph Giles Lytton Strachcy. Sprecksanl Notverordnung und Auslandpreise für das deutsche Buch. Die Ankündigungen einiger Verleger, die durch die Rotverord nung vorgeschriebene zehnprozentige Preisermäßigung der Bücher für das Ausland auszuschalten, dürften aus zwei Gründen keine all gemeine Zustimmung finden. Einmal muß es unser Bestreben sein, jetzt, wo das Auslanddeutschtum in erhöhtem Umfange unter Feind seligkeiten und Bekämpfungen zu leiden hat, die Verbreitung des deutschen Buches im Auslande und damit des deutschen Gedankens nach Möglichkeit zu fördern. Schon im Mai 1921 schrieb deshalb meine Firma in einem Rundschreiben das Folgende: »Den deut schen Buchhandlungen der zur Zeit vom Feinde besetzten und der abgetretenen Gebiete gewähren wir über die heutigen Vereinbarungen hinaus von Fall zu Fall gern besondere Vergünstigungen. Es gilt unter Zurücksetzung eigenen Vorteils die Stärkung und Erhal tung des Deutschtums durch das deutsche Buch«. Diesen Wunsch möchte ich jetzt auf das gesamte Ausland ausgedehnt wissen. Viel wichtiger aber ist der Wirrwarr, der durch doppelte Preisbildung entstehen muß. Schon jetzt ist in Deutschland durch die erzwungene Preisherabsetzung ein entsetzliches Durcheinander entstanden. Alle seit Jahrzehnten mit ungeheuren Kosten und Arbeit hergestellten Kataloge und Preisverzeichnisse sind mehr oder weniger unbrauch bar oder doch unzuverlässig geworden, und es ist sehr zweifelhaft, ob die durch die Notverordnung vielleicht erhoffte geringe Ver günstigung nicht von den entstandenen Nachteilen weit ausgewogen wird. Bei verschiedenen Preisen für In- und Ausland kann es dem Ausländer, sei er Buchhändler oder Privalkäufer, nicht unter bunden werden, sich die von ihm gewünschten deutschen Bücher durch einen Bekannten in Deutschland besorgen und zuschicken zu lassen. Damit würde im Ausland eine Unsicherheit in den Preisen des deut schen Buches entstehen, die nur zum Schaden des Buchhandels aus laufen kann. Ich meine, wir hätten durch die stark bekämpften Valutazuschläge in der unseligen Inflationszeit genug gelernt nnd uns und dem deutschen Buche im Auslande genug Feinde geschafft, um nicht jetzt wieder in denselben Fehler zu verfallen. Darum also kurz: Soweit die Notverordnung eine Preisherabsetzung für das deutsche Buch vorschreibt, muß diese Vergünstigung gleichmäßig allen Käufern gewährt werden, einerlei, ob sie in Deutschland oder im Auslande sind. Hannover. Carl Mierziusky. Zu dem Artikel: „Kann und soll das Ausland an der Preis herabsetzung beteiligt werden?" (Börsenblatt vom 26. Januar 1932.) Wenn man das Ausland von der Preisherabsetzung ausnimmt, so widerspricht dies völlig dem Sinne, wenn auch vielleicht nicht dem Wortlaut der Notverordnung. Ihr Sinn ist doch offenbar der, daß innerhalb Deutschlands alle Preise um 10 Prozent gesenkt wer den, damit Deutschland, ohne eine Inflation wie z. B. England zu machen, oder wie es nach dem Weltkrieg der Fall war, durch eine Deflation billiger exportieren und dadurch wieder auf dem Welt märkte konkurrenzfähig werden kann. Wie Deutschland innerhalb seiner Grenzen kauft und verkauft, ob zum vollen Preis oder um 10 Prozent niedriger, hat auf die Kaufkraft keinen Einfluß, wenn alle Preise gleichmäßig gesenkt werden, wie es von der Negierung beabsichtigt ist. Wenn der Buchhandel hierin eine Ausnahme machen will, so schadet er sich selbst. Gerade im wissenschaftlichen Buchhandel ist das deutsche Buch stark zurückgedrängt worden, weil das entsprechende französische Buch viel billiger, wenn auch in nicht so guter Ausstat tung, zu haben ist. Wenn die deutsche Sprache in der wissenschaft lichen Welt im Ausland nicht ständig an Boden verlieren soll, so muß das deutsche wissenschaftliche Buch billiger werden. Aus diesem Grunde dürfte auch wohl kaum einer der größeren Verlage für das Ausland Sonderpreise, die nicht herabgesetzt such, festgelegt haben. Daß sowohl das Sortiment wie der Verlag einen Vermögens- .verlust von 10 Prozent erlitten haben, steht außer Zweifel. Das ist aber in den meisten Branchen der Fall oder bereits der Fall gewesen. Sowohl Sortiment wie Verlag haben aber darin einen gewissen Ausgleich, daß mit dem jetzt eingehende» Gelde dieselbe Anzahl Bücher gekauft, resp. hergestellt werden kann und dieselbe An zahl von Angestellten bezahlt werden kann wie vor der Preissenkung. Ein Verlust im Vergleich zum Lebensstandard ist infolgedessen nicht eingetreten; lediglich derjenige, der bares Geld in der Hand hielt, hat 10 Prozent gewonnen. Daß der österreichische Buchhandel freiwillig auf die Preis ermäßigung verzichtet hat, ist nicht richtig. Er hat lediglich vorge schlagen, daß der alte Schillingpreis beibehalten wird, da ja durch die Verschlechterung der österreichischen Valuta, die mehr als 10 Pro zent beträgt, die lOprozentige Ermäßigung mehr wie ausgeglichen ist. Her m ann I u n g ck, München. Dipl.-Kaufmann Willy Hackländer. Gladbach-Nheydt. Im September sandte mir dieser Kaufmann unverlangt 20 Kra- Bücher. Jetzt verlangt er Zahlung, weil ich die Bücher innerhalb acht Wochen nicht zurückgesandt habe. Ich nehme an, daß viele Buch händler dieselbe Sendung bekommen haben, und bitte alle Sorti menter, mir ihre Erfahrungen mit Herrn Hackländer bekannt zu geben. Elberfeld. B. Hartma n n. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachung: Lanöesverein Ungar. Verleger und Buch händler in Budapest betr. Begleichung von Forderungen. S. 81. Artikel: Deutsche Bücher in fremdem Gewände. Von vr. CH. Bauschinger. S. 81. Für die b u ch h ä n d l e r i s ch e F a ch b i b l i o t h e k. S. 86. .Kleine Mitteilungen S. 87: Ausverkauf / Besteuerung der Einfuhr / Zur Beachtung / Konkurseröffnung / Die Bnchhand lung im Mittelpunkt des kulturellen Lebens einer kleinen Stadt / Die Deutsche Bücherei./ Kündigung sämtlicher Manteltarife im Buchdruckgewerbe. P c r s o n a l n a ch r i ch t e n S. 87: Eintritt in den Ruhestand / In den Hauptausschuß des Verbandes Lübeckischer Einzelhandels vereine / Todesnachrichten aus Wissenschaft, Literatur und Kunst. Sprechsaal S. 88: Notverordnung und Auslandpreise für das deutsche Buch / Zu dem Artikel: »Kann und soll das Ausland an der Preisherabsetzung beteiligt werden?« / Dipl.-Kaufmann Willy Hackländer, Gladbach-Rheydt. Verantwort!. Schriftleiter: Franz Wagner. — Verlag: DervSrseuveretn der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches BuchhänblerhauS Druck: S. Hebrtch Nachf Eömtl in Leipzig. — Anschrift b Echriftleitung u. Expedition: Leipzig, Gerichts,veg 2« sBuchhändlerhauS), Poftschließsach274/7V. 88
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