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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.01.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1932-01-16
- Erscheinungsdatum
- 16.01.1932
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- Deutsch
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13, 18. Januar 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b. Dtschn Buchhanöel. bildlicher Weise erfiillt. Der gegenwärtige Inhaber Herr Anton H. Bayer erwarb das Geschäft vor mehr als 50 Jahren von dem im Jahre 1857 ans Sachsen eingcwanderten Carl Maasch. Die Bnchhandlnng, hauptsächlich Sortiment, hat im Wandel der Zeiten ihren Charakter bewahrt, erfuhr aber durch die Betriebsamkeit des Chefs eine bedeutende Vergrößerung und moderne Ausgestal tung. Seit jeher wurde auch ein Verlag betrieben, anfangs in einem die lokale Bedeutung n-icht überschreitenden Maße: in jüngster Zeit haben einige Veröffentlichungen auch das Interesse weiterer Kreise erregt. Im Laufe der Zeit konnten fünf Zweigniederlassungen im westlichen Böhmen errichtet werden. Im Hauptgeschäft in Pilsen arbeiten neben dem Disponenten Herrn Hans Merlins, der seinem Chef seit 30 Jahren treu zur Seite steht, fünf Hilfskräfte, die durch weg seit vielen Jahren dem Geschäfte ihre Dienste widmen. Welche Stellung und Wertung Herr Bayer am Orte seiner Be rufstätigkeit und darüber hinaus entnimmt, bezeugen seine vieljährige Mitarbeit im Präsidium des Verwaltnngsapparates der Ersten Pilse ner Aetienbranerei, seine Mitgliedschaft in der Handels- und Gewerbc- kammer in Pilsen und seine Tätigkeit als Zensor der tschecho slowakischen Nationalbank (früher österr.-nng. Bank). Als Inten dant des deutschen Theaters in Pilsen wendet er diesem wichtigen Kultur-Institute Westböhmens seit mehr denn 30 Jahren seine be sondere Aufmerksamkeit zu. Viele andere gemeinnützige deutsche Ver bände seiner Heimat schätzen ihn als unverdrossenen Arbeiter und an- regungsbereiten Förderer. Seine deutschen Landsleute verehren ihn als ihren geistigen Nährvater, der die kulturelle Stellung Dcntsch- böhmcns mit aller Kraft zu wahren stets bestrebt mar und ist. A. L. Zeitschriftenjubiläum. — Zn Beginn des 25. Jahrgangs der Zeitschrift »Die Dorfkirche. Monatsschrift für Kirche und Volks tum« haben sich die verschiedensten Kräfte und Glieder der Dorf kirchenbewegung vereinigt, um in einer Reihe von über 12 Auf sätzen anfzuzeigcn, welche Bedeutung sic für die kirchliche Arbeit nicht nur auf dem Dorfe gewonnen hat. Von Heinrich Sohnrey, dem Gründer der Deutschen Landbuchhandlung, Berlin, in deren Verlag »Die Dorfkirchc« von Anfang an erscheint, ist ein Anssatz: Wie die Dorfkirche entstand« enthalten. Die Deutsche Bücherei zu Leipzig wurde im Jahre 1031 von nahezu 400 000 Personen besucht; 390 313 benutzten die Bücher- und Zeitschriftenbestände, 2596 besichtigten die Anstalt. Die Benutzung entsprach, auf die 300 Ofsnungstage des Jahres verteilt, einem täg lichen Durchschnitt von 1301 Personen; den stärksten Tagesbesnch brachte der 29. Oktober mit 1591 Personen. Gegenüber dem Jahre 1930, das bei einem Tagesdurchschnitt von 1051 insgesamt 314 280 Benutzer zählte, zeigt 1931 eine Steigerung um 79 033 oder 24A. Bon der Gesamtzahl der Benutzer wurden ans Grund der Ein tragungen 7^ als Fremde festgestellt, was einer Zahl von rund 28 000 auswärtigen Besuchern entspricht. Die öffentliche Hand. — Zwei Beamte im Preußischen Justiz ministerium haben im Selbstverlag ein Buch über die Alters- und Hinterbliebenenversorgung der Staatsangestellten und -arbeiter er scheinen lassen. Auf dem Titelblatt ist ausdrücklich angegeben, daß amtliches Material benutzt ist. Der Druck und wahrscheinlich auch die Bindearbeit erfolgten in einem Strafgefängnis, ebenso die Aus lieferung durch einen Strafanstalts-Inspektor. Wie sich heraus stellte, hat das Buch ähnlichen im regulären Verlag erschienenen Werken den Absatz versperrt. Ans eine Kleine Anfrage des Land- tagsabgcordncten und Verlagsbuchhändlers Hermann Hillgcr im Preußischen Landtag, ob das Staatsministerinm bereit ist, I. den Jnstizminister anznweisen, festznstellen, ob die beiden Amts räte ihren Selbstverlag als Gewerbebetrieb angemeldet haben, ob sie die entsprechende Umsatz- und Gewerbesteuer gezahlt haben und ob der aus diesem Bnchgeschäft den beiden Staatsbeamten zufließende Gewinn zur Einkommensteuer angemeldet ist, 2. in Zukunft eine verlegerische Tätigkeit von Beamten grundsätzlich zu verbieten und bei allen Ministerien und staatlichen Stellen anzuordnen, Herstellung und Vertrieb aller von Beamten heraus gegebenen Bücher ausschließlich dem regulären Buchhandel zu überlassen, und ebenso anzuordnen, daß Strafanstalts-Druckereien dem freien Gewerbe keinen Wettbewerb machen dürfen, erfolgte folgende Antwort: Zu 1 : »Es ist nicht Aufgabe der Justiz verwaltung, die Erfüllung der ihren Beamten obliegenden steuer lichen Verpflichtungen zu überwachen. Zu 2: Die Herausgabe des Buches lag im dringenden Interesse der Justizverwaltung, deren Pflicht es war, die richtige Anwendung der neuen Vorschriften bei ihren Behörden durch eine zusammenfassende Darstellung zu gewähr 38 leisten. Die Gesamtauflage ist bis auf einen ganz geringfügigen Bruchteil aus staatlichen Mitteln für die Behörden der Justizver waltung angeschafft worden. Angesichts der der Justizverwaltung zur Verfügung stehenden verhältnismäßig sehr geringen Bücherei- mittel mußte ans einen möglichst niedrigen Ankaufspreis Gewicht gelegt nrerden; dieser Erwäguirg ließ sich nur ans dem eingeschlagencn Weg Rechnung tragen. Dafür, daß die Strafanstaltsdruckereicn — unbeschadet der Bestimmungen in den §8 64 ss. der Grundsätze für den Vollzug von Freiheitsstrafen vom 7. Juni 1923 (RGBl. Teil II S. 263) — dem freien Gewerbe keine Konkurrenz machen, ist Vorsorge getroffen. Unter diesen Umständen gibt der Einzelfall zu allgemeinen Maßnahmen keinen Anlaß«. Daß die Antwort den Buchhandel nicht befriedigen kann, braucht wohl nicht erst hervorgehoben zu werden. Der Abgeordnete Hillger erwirbt sich den Dank des Buchgewerbes, wenn er auch weiterhin dessen Interessen wachsam wahrnimmt. 1. »Süddeutsche Buchhändlerwoche« vom 22.-28. Mai 1932 in Oberammergnu. — Wie uns vom Allgemeinen Deutschen B n ch h a n d l u n g s g c h t l f e n - Verband (Fachgruppe Buch handel im D.H.V.) mitgctcilt wird, steht die Zeiteinteilung für die 1. »Süddeutsche Buchhändlerwoche« vom 22.-28. Mai 1932 in Osterbichl (Oberammergan) nunmehr fest, und zwar wie folgt: Sonntag: abends: Anreise. Geselliges Beisammensein. Montag: vormittags: Eröffnung der 1. »Süddeutschen Buchhändler woche«. Vortrag: »Die Literatur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.« Nachmittags: Spaziergang durch Ober ammergan, Besichtigung des Passionsspiel-Theaters und der Staat!. Schnitzschule. Abends frei. Dienstag: vormittags: Vortrag: »Die Aufgaben des deutschen Buch handels«. Nachmittags: Besuch von Kloster Ettal. Abends: Wir lesen Kriegsbücher. Mittwoch: vormittags: Vortrag: »Psychologie und Rhetorik des Buchhändlers.« Nachmittags frei (Spiel und Sport). Abends: Unterhaltungsabend. Donnerstag: vormittags: Vortrag: »Wie wird heute rationell ge druckt?« Nachmittags: Der Autor liest! Alands frei. Freitag: vormittags: Vortrag: »Goethe und die Dichtung der Ge genwart.« Nachmittags frei (Spiel und Sport). Abends: Vortrag: »Was erwarten mir von der kommenden Zeit?« Sonnabend: vormittags: Vortrag: »Die politische Bedeutung des Buches.« Abends: Abschiedsfeier. Sonntag: Rückreise in die Heimat. Der Preis für die Teilnehmer ist wiederum einschließlich guter Verpflegung und freier Wohnung auf NM 35.— für volle sieben Tage festgesetzt. Anmeldungen sind zu richten an die Hauptgeschäfts stelle des A.D.B.V., Leipzig-C 1, Hospitalstraße 25, und Zweig- geschästsstellc des A.D.B.V., Berlin SW 11, Stresemannstraße 26. Die Veranstaltung ist in erster Linie für Jungbuchhändler aus Süd deutschland gedacht, es steht aber jedem frei, sich zur Teilnahme an der »Süddeutschen Buchhändlcrwoche« anzumelden. »Saldo« Verein jüngerer Buchhändler zu Hannover. — Am 2. Januar veranstalteten wir unsere Saldo-Weihnachtsseier wie üblich im Kasino unter Teilnahme von über 60 Damen und Herren. Herr Herrmann sprach einige Begrüßungsworte, Fräulein Elisabeth Conrad — Schülerin von Paul Hagemann vom Schauspielhaus Hannover — rezitierte mit feinem Verständnis Gedichte von Strauß und Torney und Brachvogel, Fräulein Elsa Kothe sang auch in diesem Jahre wieder einige ansprechende Lieder und trug dazu bei, den Abend abwechselnngsreich zu gestalten. Den Höhepunkt unserer Veranstaltung bildete wie alljährlich die große Bücher verlosung. Auch dieses Mal hatten uns die Verleger reiche Bücher spenden znkommen lassen, wofür ihnen auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. — Die Kasinohanskapellc sorgte dafür, daß die tanz lustige Jugend zu ihrem Rechte kam. W. I. »Insel« Tübingen. — Am 6. Januar feierte die »Insel« ihr Weihnachtsfest. Wie jedes Jahr war es besonders auf die Kinder der Jnselmitglieder eingestellt. Mehrere Musikstücke eines Streich trios gingen der Aufführung eines Kinderwcihnachtdspieles voraus. Den Höhepunkt des festlichen Beisammenseins bildete, namentlich für die Kinderschar, das Erscheinen des »Jnsel«-Weihnachtsmannes, der für alle Kinder eine Gabe brachte, aber auch die großen und alten Jnselkinder mit praktischen, manchmal auch launigen Ge schenken erfreute. Die noch folgenden geselligen Stunden wurden außer von Musikvorträgen noch durch das »Kasperltheater« ver schönt, das alt und jung begeisterte. So war es auch in der Notzeit eine rechte Insel-Weihnacht gewesen, die besonders der Jnseljugend lange in guter Erinnerung bleiben wird. S.
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