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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.08.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1911-08-08
- Erscheinungsdatum
- 08.08.1911
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- Deutsch
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8980 BSr,E»U s. d. Dtlchn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. osk 182, 8. August 1SI1 Nichtamtlicher Teil. Buchhändlerverband für das Königreich Sachsen. Sitzungsbericht der 32. ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juli 1911. Tagesordnung: I. Jahresbericht der Vorsitzenden. II. Rechnungslegung und Richtigsprechung der Rechnung: Be schlußfassung über den Voranschlag für das neue Ver bandsjahr. III. Neuwahl des Vorstandes. IV. Bestimmung des Ortes der nächsten Hauptversammlung. V. Wahl des Verbandsvertreters für die Wahl des Vereins ausschusses. VI. Änderung der Satzungen des Verbandes. VII. Sonstige Verbandsangelegenheiten und etwaige Anträge der Mitglieder. Gegen 11 Uhr eröffnet der Vorsitzende Herr Diederich- Pirna die Hauptversammlung, stellt fest, daß sie ordnungs mäßig einberufen ist und begrüßt die erschienenen 24 Herren. I. Hierauf verliest er den nachfolgenden Jahresbericht und stellt ihn zur Besprechung. Herr vr. Ehlermann dankt herzlich für die ihm anläßlich seines 25jährigen Jubiläums als Inhaber der Firma ge sandten Glückwünsche und Blumenspenden. Bei dem Punkt Berlegerschleuderei berichtet Herr Diederich über zwei ihm zugesandte Zirkulare von Leipziger und Berliner Berlegern mit Angeboten von Rabatt und Borzugspreisen, die er weiter verfolgen will. Der Jahres bericht wird sodann ohne weitere Debatte genehmigt. II. Aus dem von Herrn Gensel - Grimma erstatteten Kassenbericht ergibt sich ein Kassenbestand von 1094 ^ 13 H (zirka 200 mehr als im Borjahre). Die Belege sind von den Herren Schindler und Grumbt geprüft und richtig be funden worden. Es wird somit dem Kassierer Entlastung erteilt. Bei Besprechung des Boranschlags berichtet Herr Gensel über eine Anregung des Vorstandes, in Zukunft den die Hauptversammlung besuchenden Mitgliedern das Fahr geld dritter Klasse (später vielleicht auch die Tafelkarte) zurllckzuerstatten, was jedoch nur durch eine Erhöhung des Jahresbeitrags von 2 möglich ist. Nach längerer Aus sprache wird über den Vorschlag abgestimmt und einstimmig so beschlossen und der Boranschlag genehmigt. III. Wird nach VI behandelt. IV. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wird Meißen oder Bautzen in Aussicht genommen; doch soll der Borstand zuerst noch mit den dortigen Kollegen verhandeln und ihm die endgültige Entscheidung überlasten werden. V. Als Vertreter für die Wahl des Dereinsausschustes wird Herr Holze einstimmig wiedergewählt. Er nimmt die Wahl an. VI. Infolge der in der vorjährigen Hauptversammlung beschlossenen Satzungsänderung ist durch die damals er nannte Siebener-Kommission ein Entwurf aufgestellt worden, der im einzelnen durchgesprochen und nach einigen kleinen Änderungen genehmigt wird. Die Satzungsänderungen werden dann in der neuen Fassung einstimmig an genommen. III. Betreffs der nun oorzunehmenden Wahlen bemerkt Herr vr. Ehlermann zur Geschäftsordnung, daß dieselben noch nach den alten Satzungen zu geschehen haben, beantragt aber Zuruf statt schriftlicher Wahl. Hierauf werden sämtlich« Herren des bisherigen Borstandes in einzelnen Wahlgängen durch Zuruf wiedergewählt: sie nehmen die Wahl an. Desgleichen werden die Stellvertreter einstimmig wieder gewählt. VII. Da besondere Anträge der Mitglieder nicht ein gegangen sind, kommt ein heute erst eingegangenes Schreiben des Vorstandes des Kreis- und OrtSvereins mit der Tages ordnung für die außerordentliche Delegiertenversammlung im Herbst zur Besprechung. Herr vr. Ehlermann liest das Schreiben vor und regt an, dem Berbandsvorstand die Bitte auszu sprechen, die einzelnen Gesichtspunkte zu der Tagesordnung so zeitig vor der Sitzung bekannt zu geben, daß sie in den ein zelnen Vereinen eingehend besprochen werden können. Des weiteren bezeichnet er Punkt I der Tagesordnung (Reform des Börsenblattes) als ungeeignet für diese Ver sammlung, nachdem der ganze Stoff bereits zur letzten Ostermeß-Versammlung eingehend besprochen worden sei und außerdem der Schwerpunkt der Frage in dem Zahlen material liege, das in einer vielköpfigen Versammlung un möglich zu verarbeiten sei. Er glaube nicht, daß die Dele- gierten-Bersammlung zu der Angelegenheit wesentlich neue Gesichtspunkte werde aufstellen können, bevor der vom Vor stand des Börsenvereins zu berufende erweiterte Ausschuß mit genau umschriebenen Vorschlägen hervorgetreten sei, und be antragt, daß der Vorstand die Absetzung des Punktes I anregen solle. Zu Punkt II soll geschrieben werden, daß wir vorläufig nur gegen den Verlegerparagraphen (Verkaufsordnung §12) Bedenken hätten; ferner soll beim Verbands-Vorstande an gefragt werden, ob die seinerzeit vom Verband und Dresdner Verein aufgestellten Leitsätze betreffend die Verlegerschleuderei bei diesem Punkte zur Erörterung kommen sollen. Zu IV (Erhebung von Bestellgeld bei Zeitschriften) soll bei einer Anzahl von Kollegen über die Erfahrungen bei dem bisherigen Modus angefragt werden. Zum Schluß dankt Herr Liesche - Annaberg dem Vor sitzenden für seine aufopfernde Tätigkeit und bewährte Führung der Geschäfte des Verbandes, worauf die Sitzung kurz vor 2 Uhr geschlossen wird. Jahresbericht. Werte Herren Kollegen! Da jetzt meist der Chronist — In der Klemme recht ist, — Weil doch nichts mehr passiert im Verein — sang uns in einem vorjährigen Taselliede der Dichter. Wohl hat der Dichter recht, indem sich der Verband in ständiger ruhiger Weiterentwickelung befindet, wenn auch das letzte Jahr es wieder an reicher Arbeit nicht fehlen ließ. Von dieser Weiterentwickelung, von dieser Arbeit lasten Sie mich Ihnen einen kurzen Bericht entwerfen. Konnten wir schon im Vorjahre nach langem Rückgang wieder ein Wachsen der Zahl unserer Mitglieder feststellcn, so können wir in diesem Jahre neben 8 Austritten, die wohl ausschließlich durch Tod oder Geschäftsaufgabe erfolgten, die Aufnahme von 20 neuen Mitgliedern verzeichnen. Die Mitgliederzahl ist damit von 145 im Vorjahre auf 157 gestiegen. Es schieden aus die Herren Richard Haertel- Dresden, Walter Ritter-Schneeberg, Paul Schiemann-Zittau und Franz Leopold von Wentzky-Löbau, durch Austritt aus dem Dresdener Verein Herr Georg Schmidt. Letzterer, den schwere Krankheit zum Verkauf seines Geschäftes zwang, hat wiederholt dem Vorstande unseres Verbandes angehört und ihm seine Kräfte gewidmet. Ich möchte es daher nicht Unterlasten, ihm nach seinem Scheiden aus dem Buchhandel von Herzen zu danken und ihm die Wiedererlangung seiner wohl durch die Mühen und Sorgen unseres Berufes zerrütteten Gesundheit zu wünschen.
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