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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.04.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-04-19
- Erscheinungsdatum
- 19.04.1934
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1934
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X: SV, 19. April 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. DtschnBuchhaudel. bibliothek zählt jetzt 10 246 Bände und die Handbibliothek des Großen Lesesaals rund 20 000. Im Zeitschriftenlesesaal liegen wie im vergangenen Jahre 4200 Zeitschriften aus. Die 14 laufenden Bibliographien, welche die Deutsche Bücherei bearbeitet, blieben im Berichtsjahr unverändert. Bon größeren Sonderbibliographien wurden eine abgeschlossen und zwei in Angriff genommen. Abgeschlossen wurde eine Hinden- burg-BibliograPhie, d. h. eine Zusammenstellung sämtlicher Schriften und Aussätze von und über den Herrn Reichspräsiden ten. Die Bibliographie umfaßt insgesamt 2 784 Titel und gliedert sich in folgende Abteilungen: l. Geschichte der Familie; II. Hin- denburgs Schriften, Geleitworte, Aussprüche; III. Hindenburgs Leben: 1. Gesamtdarstellungen, 2. Einzelheiten; IV. Hindenburgs Wirken: I. Die Gesamtpersönlichkeit, 2. Der Feldherr, 3. Der Reichspräsident; V. Hindenburg in Literatur und Musik: 1. Ge dichte, Erzählungen, Anekdoten, 2. Musikalien. Das Original wurde dem Herrn Reichspräsidenten zum 86. Geburtstag über reicht und von ihm, wie ein gütiges Dankschreiben an den Direk tor der Deutschen Bücherei erwies, mit Wohlwollen ausgenom men. Die beiden anderen, mit Kräften der Notgemeinschast unter nommenen bibliographischen Arbeiten sind eine »Gesamtbiblio graphie des Nationalsozialismus- und ein »Gesamtverzeichnis der deutschsprachigen Zeitschriften-. Die Bibliographische A u s ku n f t s sie ll e wies gegenüber dem Vorjahre eine weitere Steigerung aus und wurde in 22 524 (18 993) Fällen in Anspruch genommen. Die Benut zung der Lesesäle hielt sich auf der Höhe des Vorjahres. Es wurden 375 819 Benutzer und 210 530 Bücherbestellungen gezählt. Diese Lesesäle (Öffnungszeit 8—22 Uhr) wurden im Sommer halbjahr erstmalig um 7 Uhr geöffnet, wodurch sich die tägliche Besuchsdauer von 14 aus 15 Stunden erhöhte. Dieses den Be nutzern gezeigte Entgegenkommen wurde allenthalben freudig begrüßt. Die Deutsche Bücherei veranstaltete im Lause des Jahres eine Reihe von Ausstellungen, von denen hier folgende ge nannt seien: »Das Schrifttum der nationalen Betvegung- (Fest ausstellung zur Kantate-Hauptversammlung), »Arno Holz« (zum 70. Geburtstag des Dichters), »Josef Ponten« (zum 50. Geburts tag des Dichters), »Recht und Rechtspflege in Literatur und Kunst- (anläßlich des Deutschen Juristentages in Leipzig), »Luther und die Gegenwart« (zu Luthers 450. Geburtstag), »Hermann Stchr« (zum 70. Geburtstag). Die Ausstellung des Schrifttums, der nationalen Bewegung stellte die erste literarische Schau dieser Art dar und begegnete lebhaftem Interesse. Sie wird, weiter ausgebaut, auf der großen Berliner Ausstellung »Deutsches Volk — Deutsche Arbeit« gezeigt. Um die Bücherverzeichnisse, insbesondere die Deutsche N a t i o n a lbi b l i og r aphi e, das tägliche und wichtigste Handwerkszeug des Buchhandels und der Bibliotheken, immer vollständiger und aktueller zu gestalten, sei auch hier die alte Bitte wiederholt: Von jeder neuen Schrist das erste Stück un mittelbar nach Erscheinen an die Deutsche Bücherei! Deutsche Buchhändler-Lehranstalt. Das Berichtsjahr, das 81. seit der Gründung der Anstalt, war ein Jahr hoffnungssroher, zielbewußter, ernster Arbeit im Dienste des deutschen Buchhandels. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen belief sich im Be richtsjahr auf 287, die in vier Einjährigen Höheren Fachkursen, in drei Lehrlings-Fachkursen und drei Lehrlingsklassen von acht ständigen und fünf nebenamtlich beschäftigten Lehrkräften ins gesamt in 282 Wochenstunden unterrichtet wurden. Da der Buch handel beschlossen hatte, mit Wirkung von Ostern 1934 an be sondere Gehilfenpvüfungen einzuführen, wurden auf Veranlas sung der Arbeitsfront im Winterhalbjahr zwei Lehrlings-Fach kurse als »Notkurse« eingerichtet und deren Besuch für alle jungen Leute für verbindlich erklärt, die Ostern 1934 auslernten und sich der Gehilfenprüfung nunmehr unterziehen mußten. Wenn der Lehranstalt zuweilen noch immer nachgesagt wird, sie treibe nur Theorie und vernachlässige dis Praxis, so zeugt das von völliger Unkenntnis der Lehranstalt und ihrer Arbeit. Es 358 gibt schwerlich eine deutsche Fachschule, in der die berufliche Praxis, der sie zu dienen hat, so stark und so folgerichtig berück sichtigt und eine so mannigfaltige anregende Verbindung zwischen den Lehrkräften und den Männern der Praxis gepflegt wird, wie es in der Deutschen Buchhändler-Lehranstalt geschieht. Das bezeugt das umfangreiche Anschauungsmaterial, welches die Lehranstalt für alle Unterrichtsfächer bereithält; das bezeugen die zahlreichen Besichtigungen typischer buchhändlerischer und buch gewerblicher Betriebe; das bezeugen auch die vielseitigen prakt- tischen Übungen, z. B. im buchhändlerischen Schriftverkehr und in der Erstellung von Schaufenstern. Daß im Unterricht auch das gesamte sonstige Kultur- und Bildungsgut einer Stadt vom Range Leipzigs für die Ausbildung der jungen Buchhändler nutz bar gemacht wurde, versteht sich von selbst. Sogar nach Weimar, Wittenberg und anderen mitteldeutschen Kulturstätten wurden die Schüler geführt, wo sie Eindrücke empfingen, die für ihr ganzes Leben Vorhalten. Die Studienfahrten nach auswärts wären nicht möglich gewesen, wenn sie nicht in dankenswertester Weise aus dem Zinsertrag der »Herrmann-Degener- und Jubi- läums-Stiftung« unterstützt werden konnten, die zu einem Segensquell für die Anstalt geworden ist. Das Seminar und die Bücherei haben sich unter bewährter Leitung vorteilhaft weiterentwickelt, nicht nur als Hilsscinrich- tung für die literarisch-buchhändlerischen Studien der Schüler, sondern auch als Übungsstätten für praktische Aufgaben der Buch handelsbetriebslehre, insbesondere in Bibliographie und in Kun denbehandlung. Wiederholt sind die Lehrer der Anstalt als Vor tragende für buchhändlerische Freizeiten herangeholt worden. Tie Schulleitung konnte auch im Berichtsjahre wieder zahl reiche Gäste aus dem deutschen Buchhandel begrüßen, darunter die Hamburger Jungbuchhändler unter Führung ihres Studien rats Heer; es wurden ihnen einige Vorträge gehalten und die Möglichkeit geboten, eine Reihe hiesiger buchhändlerischer und buchgewerblicher Firmen zu besichtigen. Zum Schluß sei aufrichtiger Dank ausgesprochen dem Rate der Stadt Leipzig und dem Ministerium für Volksbildung zu Dresden, die die Lehranstalt auch in diesem Jahre wirksam ge fördert und unterstützt haben; aufrichtiger Dank gebührt aber auch den Firmen, deren Inhaber sich trotz der Schwere der Zeit bereitsinden ließen, um der besseren Ausbildung der buchhändle rischen Jugend willen ihre Betriebe den Schülern der Anstalt zu sachkundigen Führungen zu erschließen. Die anerkannten Vereine. Die Zahl der anerkannten Vereine blieb unver ändert. Der Verein der Buchhändler zu Leipzig feierte sein hundert jähriges Bestehen. Der Buchhändler-Verband Hannover-Braun- schweig und der Sächsisch-Thüringische Buchhändlerverband be standen fünfzig Jahre. Bei diesen Jubiläumsfeiern und bei den Hauptversammlungen der anerkannten Vereine war der Börsen verein vertreten. Wir wiederholen die in der Bekanntmachung des Aktions ausschusses im Börsenblatt Nr. 140 vom 20. Juni 1933 ausge sprochene Bitte, uns von allen wichtigen Maßnahmen, Kund gebungen, Verhandlungen und dergleichen rechtzeitig zu unter richten. Vertretung des Buchhandels in öffentlichen Körperschaften. In das Präsidium der Reichsschrifttumskammer wurden die Herren vr. Oldenbourg und Fritsch d. I., in den Beirat die Herren Karl Baur und Martin Riegel berufen. Herr Arthur Sellier jr. wurde Mitglied der Akademie für deutsches Recht. Unserem früheren Vorstandsmitglied, Herrn Generaldirek tor vr. k. o. Gustav Kilpper in Stuttgart wurde der Vorsitz im Ausschuß für Urheber- und Verlagsrecht in der Akademie für deutsches Recht übertragen. Spenden — Stiftungen — Unterstützungen. Der Buchhandel ist bei Aufbringung der Mittel für die Unterstützung notleidender Volksgenossen nicht zurückgestanden. Zur Adolf-H!tler-Spende der deutschen Wirt-
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