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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.01.1897
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1897-01-19
- Erscheinungsdatum
- 19.01.1897
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- Deutsch
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14, 19. Januar 1897. Nichtamtlicher Teil. 469 Iio>a,I 8». IOX6-/4. Nsäium 8» 9x6. Dsmz- 8°. (beschrieben als 8") 8^^xb'V„. I'lxtra 6rorvn 8". 81/4X5'/.,. Ororvn 8". V^/^xü. Inobes; ein lnob — lllobs 80. 7x4^/j. 2,54 Zentimeter. Koolseap 8°. 6^4x41/4 Ootl 8». 6'/.,x4'/^. Oswz- Oblong 8". 30/4X50/^. ?ost 8°. 7'/,x4"/,o. Kleine Mitteilungen. Die Aufhebung des Zeitungsstempels in Oesterreich. — Der Bericht des Budget-Ausschusses des österreichischen Abge ordnetenhauses über die Aushebung des Zeitungsstcinpels (Referent vr. Nutz) liegt jetzt vor. Darin wird, wie die Oesterreichisch-unga- rische Buchhändler-Correspondenz erfährt, darauf hingewiesen, das; durch Beseitigung des Zeitungsstempels die Zeitungen nicht nur verbilligt würden, sondern daß auch neue Journale entstehen wür den, -nicht immer gute zwar-, allein es gebe keinen Produktions zweig, der nicht auch schlechte Ware erzeugen würde, wie sie ja durch den Zeitungsstempel auch nichts weniger als ausgeschlossen sei. Der Bericht bespricht hierauf die ausländischen Anzeigen blätter, die in Oesterreich nur spärlich seien, und führt dann weiter aus, das; alle Gewerbe, die an diesen komplizierten Erzeugnissen menschlicher Arbeit beteiligt seien, an ihrer Spitze die Druck- und Papierindustrie, ihren erhöhten oder erweiterten Nutzen haben werden. Er begründet dies folgendermaßen: -Selbst abgesehen von den sich mehrenden Arbeitskräften und Lohnsummen, werden auch die Gewerbe, welche wieder für die oben angegebenen Jndustricen Vorarbeiten, so die Maschinenfabriken, Schriftgießereien, die Holzstoffcrzeugung rc. ihren erhöhten Anteil gewinnen. Wenn schon der staatsfinanzielle Gesichtspunkt, so ein seitig er ist, in den Vordergrund gestellt werden will, so werden die Mehreinnahmen an Erwerb- und Einkommensteuer keinen ge ringen Teil des Stempelausfalles decken. Dazu kommen die durch die Versendung der periodischen Preßerzeugnisse entstehenden Mehr einnahmen der Post; die eigentliche Manipulation der Abfertigung ist schon dermalen so vcreinsacht und zum Teile den Absendern zugeschoben, daß eine nennenswerte Vermehrung dieser Arbeitslast nicht zu erwarten steht; dagegen entfällt jedenfalls die namhafte Arbeit der Abstempelung der Zeitungen, welche nur in ganz wenig Fällen durch die Maschinen großer Zeitungs-Unternehmen aus das Minimum der Kontrolle des Zählapparates herabgesetzt wird. So ergiebt sich eine finanzielle Nefundierung des Ausfalles, gleichzeitig aber auch ein Volks- und staatswirtschaftlichcr Vorteil. -Von den 2255 in Oesterreich erscheinenden Blättern sind 622 politische, also 27,50/0; die 686 mindestens einmal wöchentlich er scheinenden dürsten sich mit jenen ziemlich decken; die große Zahl von 1633 Zeitschriften ist sachlichen Inhalts, darunter 286 Volks- wirtschaftliche, 227 gewerblich-technische, lbl landwirtschaftliche re. In deutscher Sprache erscheinen 1443, also 6t,7"/„, in tschechischer Sprache 437 oder 19,4°/o, in polnischer Sprache 146 oder 6,5°/<>, in italienischer Sprache 76 oder 3,3"/o, in slovenischcr Sprache 37 oder 1,6°/o, in rulhenischer Sprache 30 oder 1,4"/„ sämtlicher österreichischer Zeitungen. Die Bevölkerungs-Prozente der gleichsprachigen Volks- teile sind 36,1, 23,3, 15,8, 2,9, 5,0. Diesen Verbreitungszissern gegenüber stehen die anderer Kulturstaaten, die eine englische Statistik aus dem Jahre 1892 sür 1890 nachstehend angiebt: Frank reich 4100 Zeitungen mit 120 Millionen Stück monatlich, Deutsch land 5500 mit 140 Millionen, Italien 1600 mit 36 Millionen, Eng land 1840 mit 150 Millionen, dagegen Oesterreich mit 23 Millionen Stück monatlich. -Die ganze internationale Handelspolitik ist bestrebt, die Produk tions-Bedingungen so einzurichten, daß ein redlicher Wettbewerb ermöglicht wird. Diesem durchschlagenden Grundsätze steht der Zeitungsstempel in Oesterreich und der Türkei gegenüber, nicht etwa auch in Ungarn, wo er 1869 aufgehoben worden ist. -Die vorstehenden Ziffern zeigen, wie weit Oesterreich im Zeitungswescn noch zurücksteht. Der Budgetausschuß anerkannte in seiner großen Mehrheit, daß eben vor dem Zeitpunkte, in dem das allgemeine (und nicht überall indirekte) Wahlrecht in das österreichische Verfassungsleben seinen Einzug hält, die leichtere Zu gänglichkeit politischer Schriften eine notwendige Voraussetzung für die Verlebendigung des Volkswillens sei; er glaubte deshalb, sofort jene Zeitschriften fördern zu sollen, die die Lektüre der dem poli tischen Tagesleben fernerstehenden Volksteile bilden, und entlastete in seinem Anträge sofort jene Blätter, die nicht öfter als dreimal wöchentlich erscheinen, weil die Besorgnisse vor einer Verschiebung des für 1897 sertiggestellten Staatsvoranschlages die Mehrheit des Ausschusses bestimmten, eine kurze Periode des UebergangeS zu wählen.» Vom Reichsgericht. Vertrauensmißbrauch. — Ein Handlungsgehilfe hatte, wie die Papierztg. nach der Juristischen Wochenschrift berichtet, während er sich noch in ungckündigter Stellung befand, ein Geschästslokal für sich gemietet, aus den Ge schäftsbüchern des Prinzipals Auszüge sür sich entnommen und wurde deshalb entlassen. Das Berufungsgericht fand darin keinen Ent- lassungsgrund, weil das Lokal angeblich nur für den Fall unberech tigter Entlassung gemietet und weil nicht aufgeklärt war, daß die Ent nahme der Auszüge das Interesse des Geschäflsherrn gefährdete. Das Reichsgericht hat aber am 30. Oktober 1896 diese Erwägung für unrichtig erklärt und die Entlassung aufrecht erhalten. Wenn der Handlungs gehilfe aus den ihm anoertranten Geschäftsbücher» des Prinzipals für eigene Zwecke Auszüge macht, so liegt hierin an sich ein Ver trauensmißbrauch, der nach Lage der Sache den Prinzipal zur so fortigen Entlassung des Gehilfen berechtigen kann. Nimmt z. B. der Gehilfe Auszüge aus den Büchern, um sie für ein von ihm zu errichtendes Konkurrenzgeschäft zu benutzen, so ist der Prinzipal zweifellos zur sofortigen Aufhebung des Dienstverhältnisses be rechtigt. Im vorliegende» Falle hat der Gehilfe zwecks erfolg reicher Betreibung eines Konkurrenzgeschäftes schon seit Monaten vor seinem Austritt aus den Büchern des Prinzipals, namentlich aus den geheimen Kundenlisten, Auszüge gemacht. Der Zweck er hellt auch aus dem Mieten eines Geschästslokales. Das rechtfertigt die Entlassung. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Literarisches Centralblatt für Deutschland. Begründet von Friedrich Zarncke. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur Professor Or. Ed. Zarncke. 1897. Nr. 1. 4". Sp. 1—48. Verlag von Eduard Avenarius in Leipzig. Dia 8sbrvsiL mit äsw Loäsussg: Lüebsr; Kortralta; ^.nsiobtsu; Karts». äntigu.-Katalog Hr. 88 von I. 8t. 6oar in Kranlr- lnrt a. N. 8". 14 8. 317 Kr». Dsutssbs lnttsratur l. Inttsraturßssebiebts; 8praobs; Ksxico- graxbis; Oialsots; Kamsokorsebung. Hierin Or. Iwävvi^ Kaistnsr's liibliotbslr, I. Reil. ^»tig.-Katalog Kr. 237 von Lsinriob Ksrlsr in Illin. 8". 58 8. 1880 Kr». Oatalogns ä'uns belle eollsetion äs livrs« sar lee bsaux-arts, provsuavt sn granäs Partie äs la sucesssion äs si Nils. ä. Orisllasrt äs Rottsräam. V»tig. - Katalog von Nartinus Kijbolk im Haag. 8". IV, 92 8. 802 Kr». knblisbsrs' Vsslrlz-. Dlrs amsriean boote traäs jonrnal, rvitb rvbiob is ineorporatsä tbs Amsriean lntsrarz- daestts anä Lnblisbsrs' Lireular. Vol. l-I, dir. 1. (IVbols Ko. 130l.) Ksv Vorte, kublisation Oklios, 59, Onans 8trsst. Lesezimmer des Vereins der Buchhändler zuLeipzig. — Das Lesezimmer des Vereins der Buchhändler zu Leipzig, das bisher im Erdgeschoß des Platostraßen-Flügels des Deutschen Buchhändlerhauses eingerichtet war, befindet sich seit dem 17. d. M. in den Räumen des Buchgewerbemuseums (Deutsches Buch- händlcrhaus, Eingang: Hospitalstraße, Portal III). Die Benutzungs stunden bleiben vorläufig dieselben wie bisher. Die Sammlung Borghese in Rom. — Aus Rom wird der Allgemeinen Zeitung geschrieben: Die Borghesische Sammlung, noch immer die bedeutendste Privatgalerie der Stadt, wird wahr- scheinlich ehestens in den Besitz des Staates übergehen. Ganz im geheimen hat der Unterrichtsministcr Giantureo mit der Familie Borg hese über den Ankauf verhandelt. Prosessor Venturi und der Direktor der Gemäldegalerie in Bologna haben die Einschätzung vorgcnommen, und der Staat hat auf Grund ihrer Gutachten für die Skulptur werke der Sammlung zwei, für die Gemälde fünf Millionen geboten. Unter den Statuen befinden sich der antike tanzende Faun und der David und die Daphne des Bernini; unter den Ge mälden Tizians irdische und himmlische Liebe und die Danae des Correggio, die Grablegung Raffaels, die Diana des Domenichino und zahlreiche Bilder aus der besten Zeit der umbrischen und Bo logneser L>chule. Obwohl die gebotene Summe dem idealen Werte der Sammlung nicht entspricht, haben die Borghese das Gebot der Regierung angenommen, weil in Italien schwerlich ein höherer Preis zu erzielen wäre und die Regierung die Ausfuhr dieser Kunst werke nie gestatten würde. Kalender und Glückwunschkarten. — Als Nachtrag zu dem unter dieser Uebcrschrift in Nr. 280 d. Bl. vom vorigen Jahre veröffentlichten Artikel sei »och einiger Kalender gedacht, die ihre graphische Ausstattung als besonders bemerkenswert erscheinen läßt. Der in dreizehn Farben auf der Buchdruckpresse gedruckte Kalender von Otto v. Holten in Berlin ist zwar in dem Be richte über die Berliner Gewerbe-Ausstellung schon erwähnt worden, doch konnte da, wo insolge seiner Aufstellung in einem verschlos- 64 Vierundjechzigjler Jahrgang.
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