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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.03.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-03-17
- Erscheinungsdatum
- 17.03.1934
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19340317
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1934
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Xr 65, 17. März 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt s. d. Dtschn Buchhandel. Fünfter Abschnitt. Allgemeine Bestimmungen. 8 28. Auslösung des Vereins. u) Ein auf die Auflösung des Vereins gerichteter Antrag muß von mindestens einen: Viertel der Mitglieder gestellt und beim Vor steher schriftlich drei Monate vor der ordentlichen Hauptversamm lung eingebracht werden. Der Vorsteher ist verpflichtet, den Antrag der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, zu der alle Mit glieder durch dreimalige Bekanntmachung im Börsenblatt einzu laden sind, vorzulegcn. b) Beschließt die Hauptversammlung durch Abstimmung mit tels gestempelter Stimmzettel mit einer Stimmenmehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder, einen solchen Antrag prüfen zu lassen, so ist der Antrag dem Großen Rat zur Prüfung zu über weisen. o) Der Vorsteher hat das Ergebnis der Prüfung und Vor schläge über die Vermögensverteilung, die nur für allgemein buch händlerische oder sonstige gemeinnützige oder wohltätige Zwecke er folgen darf, spätestens drei Monate vor der ordentlichen oder, wenn es einer außerordentlichen Hauptversammlung vorgelcgt werden soll, spätestens sechs Wochen vor deren Zusammentritt durch das Börsenblatt bckanntzugcben und der berufenen Hauptversammlung zur Beschlußfassung vsrzulegen. ck) Der den Verein auflösende Beschluß bedarf einer Drei viertelmehrheit der in der Hauptversammlung anwesenden Mit glieder. Die Abstimmung erfolgt mittels gestempelter Stimmzettel. Übergangsbestimmungen: 1. Die Satzung tritt mit dem Tag der Bekanntmachung durch den Vorsteher in Kraft. 2. Neuwahlen in Vorstand und Ausschüsse finden zur Haupt versammlung 1934 nicht statt. Vorstand und Ausschüsse bleiben bis zum Inkrafttreten der neuen Satzung in ihrer bisherigen Zu sammensetzung im Amte. Mit dem Tage des Inkrafttretens der neuen Satzung scheiden die Vorstands- und Ausschußmitgliedcr aus ihren Ämtern aus. Lediglich der bisherige Erste Vorsteher bleibt als Vorsteher im Amte. Er gilt als berufen nach den entsprechen den Bestimmungen der neuen Satzung. Er verfügt alsbald über die Besetzung der Vereinsämter gemäß der neuen Satzung. 3. Der Vorsteher und ein von ihm zu berufender Ausschuß von drei Mitgliedern sind ermächtigt, Änderungen, die sich zusolge der Stellungnahme der Reichsschristtumskammer oder des Rcgistcr- gerichts ergeben, sowie auch solche Änderungen, die der Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks und des Aufbaues dienen, vorzunehmcn. Kleine Mitteilungen Einigung im Leihbüchereigewcrbc in Leipzig. — In der Ver sammlung der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Leihbüchereien am 12. März 1834 sind, wie uns mitgetetst wirb, nachstehende Preise sestgeseht und durch unterschriftltche Verpflichtung der Leihbiblio thekare anerkannt worden. Die Preise, die am 19. März 1834 in Kraft treten, gelten als M i n d e stp r e i s e. Sie sind durch Plakat im Schaufenster sowie im Laden an sichtbarer Stelle anzubringen. Neuerscheinungen: 3 Tage RM. —.28, jeder weitere Tag RM —.18; Bücher über RM 4.— — 5"/» des Ladenpreises. A l t e r e B ii ch e r: siiber 1 Jahr alt) je Woche RM —.28: Bände bis zu RM 1.— bis 31. Dezember 1934 je Woche RM —.18. Die angebrochenen Wochen werden voll berechnet. Abonnement: RM 2.58 monatlich <1 Band bei täglichem Tausch). Pfand: Für neue Leser nur gegen Ausweis RM 1—, siir Erwerbslose gegen Ausweis RM —.58. Vuchwirtschast im nationalsozialistischen Staate. — Im Nahmen der Vortragsreihe »Buch und Buchhandel im Dritte» R e i ch«, die vom Aktionsausschuß siir den Berliner Buchhandel sKor- poration der Berliner Buchhändler und Vereinigung der Berliner Mitglieder des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler) veranstaltet wird, sprach am Montag, dem 12. März im Flugverbandshaus, Ber lin, Herr vr. Heinrich Hunke, M. d. R. und stellvertretender Präsident des Werberatcs der deutschen Wirtschaft, der als Verfasser mehrerer Werke und Gründer der Zeitschrift ..Die Deutsche Volks wirtschaft« selbst in enger Fühlung zum deutschen Buchhandel steht, über das Thema »B u chw i r t s ch a s t im Nationalsozialist,- schenSIaaI«. Einleitend bemerkte der Vortragende, daß die natio nalsozialistische Bewegung ihren Weg als politische Partei mit dem Ziele begonnen habe, den Staat und die Macht zu erobern. Sie ist darüber hinaus zu einer weltanschaulichen Bewegung ge worden, die sich die weit größere Ausgabe gestellt hat, aus allen Ge bieten des Lebens den Erkenntnissen und Grundsätzen, die bei dem siegreichen Aufstieg der N.S.D.A.P. als richtig erhärtet wurden, zum Durchbruch zu verhelfe». »Es ist das Recht der Totalität der national sozialistischen Bewegung, überall bedingungslos Anerkennung zu er langen.« — Weiter führte vr. Hunke aus, das; wir genau so wie aus wirtschaftlichem Gebiet auch im Reich der Kultur erst am Anfang einer neuen Epoche stehen. Zuerst müßte aber die Säuberung von jenen Elementen durchgefllhrt werden, die die deutsche Kultur zu zer setzen versuchten. — Den Vertretern des deutschen Buchhandels brachte der Vortragende die Worte des Reichspropagandaministcrs vr. Goeb bels in Erinnerung: »Das deutsche Buch ist nicht nur eine materielle Angelegenheit, cs ist nicht nur eine Sache des Geschäftes. Sie sind zwar die geschäftlichen Verwalter des deutschen Buches; aber es wäre 250 verhängnisvoll, wenn Sie auch nur einen Augenblick dabei vergessen wollten, baß Sic zugleich die Verwalter eines unabmeßbarcn Kultur gutes des deutschen Volkes sind.« Somit ist der deutsche Buchhandel vor die wichtige Aufgabe der Auswahl und des Absatzes des Buches gestellt. An Hand umfangreicher Beispiele brachte vr. Hunke sehr beachtenswerte Vorschläge dazu zum Ausdruck. Zum Schluß ging der Vortragende näher auf die wirtschasts- und kulturpolitische Aus gabe der deutschen Buchwirtschaft im Auslände ein, um am Ende seiner Rebe dem Buchhändler — insbesondere dem Verleger — mahnend zuzurufen, nicht ein Buch zu drucken oder zu verlegen, sonder:: mitzu arbeiten am Deutschen Reich der Zu kunst. Es ist zu begrüßen, daß dieser sür den Buchhandel so bedeutende Vortrag als Broschüre im Verlag der Hände L Spenerschen Buch handlung, Berlin, in den nächsten Tagen erscheint. Jeder Buchhändler sollte sich mit ihrem Inhalt befassen. Otto SaINel. Deutsche Buchhändler-Lehranstalt zu Leipzig. — An, letzten Sonntag, dem 11. März, fand vormittags von 1411 bis 1413 Uhr im großen Saale des Deutschen Buchhändlerhauses die feierliche Entlassung der abgehenden Schüler statt, zu der sich zahlreiche Buch händler und Angehörige der Schüler als Gäste eingefunden hatten. Die Feier, die von auserlesener Musik umrahmt und plit Musik reich ausgeschmückt war, eröffnete der Studienrat Friese mit dem Vortrag einer tiefempfundenen Dichtung von Rainer Schlösser: »Die heilige Gemeinschaft«, in der ausgezeigt wird, wie sich in den zuriick- kehrenden Frontkämpfern das Ich zum Wir und damit zum Gemein schaftsgeist des Führers gewandelt hat. Im Mittelpunkt der Feier stand die Entlassungsrede des Studienrats vr. Uhlig, der sie unter das Geleitwort von Hermann Stehr gestellt hatte: »Das Volk ist der Staat. Wie ihr seid, so wird der Staat sein in Gutem und in Bösem. Seid treu in der Pflicht eurer Tage, so schasst ihr dem Vaterland gute Jahre.« (Es sei auf den Abdruck der Rede im Börsen blatt vom 13. März verwiesen.) Nunmehr berichtete der Oberstudiendirektor Professor vr. Frcnzel über die Entwicklung der Lehranstalt im abgelausenen Schuljahre, und im Anschluß daran gab er die Namen der Schüler und Schüle rinnen bekannt, die sich durch treuen Fleiß und besonders gute Leistungen die Anerkennung ihrer Lehrer erworben haben. Eine Buchprämie erhielten: Fräulein Sibylle Keßler aus Eisenach, Herr Gerhard Seidel aus Leipzig, Fräulein Annamaria Weymar ans Eschwege, Herr Carl Hommen aus Brohl am Rhein, Herr Hans Neumann aus Neustettin. Fräulein Johanna Stumpf aus Franken berg in Sachsen, Herr Hermann Homilius aus Kottbus und Herr Heinz Wendt aus Leipzig. Die höchste Auszeichnung, die die Lehr anstalt zu vergeben hat, sind aber zwei Reisestipendien zum Besuche des Deutschen Museums ln München, von denen das eine von Herrn Hofrat Horst Weber und das andere vom Rate der Stabt Leipzig errichtet worden ist. Das eine der beiden Stipendien wurde Herrn Ernst Garre aus Brackel bei Dortmund und das andere Herrn Siegfried Werth aus Lucka bei Altenburg zuerkannt. Außerdem er-
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