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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.01.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-01-23
- Erscheinungsdatum
- 23.01.1934
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1934
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verbilligen die Transportkosten gegenüber dem Kreuzband bezug oder dem Bezug in nicht vollgewichtigen Postpaketen ganz wesentlich. Im Sammelvcrkehr über Leipzig ist es möglich, die Gewichtsgrenzen voll auszunutzen, wodurch gegenüber dem direkten Bezug in Einzclscndungcn nennenswerte Ersparnisse erzielt werden. Die Möglichkeit deS schnellen und billigen Bezuges über Leipzig schafft noch einen anderen Vorteil, der in der Zeit der heutigen großen Geldknappheit von großer Bedeutung ist. Das Sortiment ist besonders bei Ausnützung des empfohlenen Verkehrs in der Lage, sein Lager wesentlich kleiner zu halten, als wenn cs nur auf den kostspieligen direkten Bezug angewiesen wäre. Welche Bedeutung hierin liegt, kann man bei der großen Zahl der alljährlichen Neuerscheinungen des Büchermarktes leicht ermessen. Die Verbuchung, Verrechnung und Bezahlung der einzelnen Sendungen in einer Summe des Avises bzw. MonatSauSzugeS des Kommissionärs macht für den Besteller bedeutend weniger Arbeit als das Ausschreiben von Postschecks für jedes einzelne Paket und die damit ver bundenen verschiedenen Buchungen. Auf dem gleichen Ge danken sind der sogenannte Zalko, d. i. Zahlungsverkehr Leip ziger Kommissionäre, und die BAG-Abrechnung aufgebaut, die ebenfalls die Verrechnung und Bezahlung zahlreicher Einzelpostcn in der einen Summe des Barkontoauszuges ermöglichen. Für den Verlag liegen die Vorteile deö Anschlusses an den Leipziger Platz ebenso klar. Die Abfertigung der über Leipzig gehenden Sammelsendungen ist wesentlich einfacher als das Fcrtigmachen zur direkten Versendung durch die Post, treten doch an die Stelle der einfachen Faktur für die Verrechnung in Leipzig und der einfachen Verpackung die postmäßige Ver packung, Frankatur, Portokontrollc, die verschiedenen Post adressen und eventuelle Zolldeklarationen, Nachnahmckarte usw. Die Verbuchung der über Leipzig gehenden Sendungen erfolgt in einer Summe entgegen der im Falle direkter Ver sendung erforderlichen Einzelvcrbuchung. Der Ärger und die Unkosten, die mit der Versendung von Vorfakturen und Nach- nahmekartcn notwendig verbunden sind, kommen beim Ver sand über Leipzig in Wegfall. Der Mahnapparat wird auf diejenigen Firmen beschränkt, die Monatskonto oder Liefe rungen mit besonderem Ziel haben und darüber nicht pünkt lich abrechnen. Der Barverkehr bringt den Verlag schnellstens in den Besitz seiner Forderuitgen und ist zudem die sicherste Lieferungsart, weil dabei die Ware nur gegen Kaffe auS- gehändigt wird. Noch stärker wirken sich die Vorteile des Leipziger Platzes für diejenigen Verleger aus, die in Leipzig ein vollständiges Aus lieferungslager unterhalten. Sie entledigen sich dadurch der gesamten Kleinarbeit der Expedition, die von den besonders dafür eingerichteten Kommissionärbetrieben mühelos und billigst bewältigt wird. Dies wirkt sich besonders bei größeren Neuigkciten-Verscndungen sowohl materiell als auch hin sichtlich der Schnelligkeit der Lieferung für den Verlag günstig aus, dessen Personal ja nur auf das laufende gewöhnliche Arbeitsquantum eingestellt ist. Die Einrichtung einer Gesamtauslieferung in Leipzig ver ringert ferner für den Verleger ganz bedeutend das Risiko der Personalhaltung, was besonders in Zeiten rückläufiger Um sätze sehr wesentlich sein kann. Auch haben verschiedene Ver leger durch Einrichtung eines Auslieferungslagers in Leipzig eine Steigerung ihres Umsatzes feststellen können, denn der Sortimenter bevorzugt bei Konkurrenzausgaben häufig das Werk, das er schnell, sicher und billig von Leipzig aus erhalten kann. Die bei Einrichtung und Auffüllen eines Leipziger Aus lieferungslagers entstehenden Kosten (Frachten usw.) können dadurch wesentlich gemindert werden, daß die Herstellung der VcrlngSwcrke in Leipzig besorgt wird, die ausgezeichneten Leip ziger graphischen Betriebe gewährleisten ja eine erstklassige Arbeitsleistung. Besonders sei hierbei auf die Vorteile der Zeitschriftcnlieferung über Leipzig hingewicsen. Für die meisten Zeitschriften ist die Lieferung über Leipzig billiger und einfacher als der Post versand, besonders dann, wenn sonst Lieferung per Kreuzband erfolgt. Die Barabrechnung in Leipzig ist einfacher, die mit der Rabattvergütung verknüpfte umständliche Abrechnungs arbeit fällt fort, der Geldeingang erfolgt in kürzester Zeit. Zuschußlieferungen für abgängige Exemplare kommen in Wegfall. Das Sortiment erhält seine Zeitschriften schnellstens im Ballen, das Gewicht der Sendungen wird gut auSgenutzt, alle Bezüge werden dadurch verbilligt, und es wird fernerhin die Garantie gegeben, daß mehrmals wöchentlich vollgewichtige Sendungen abgefertigt werden können, was wiederum die Schnelligkeit des BücherbezugcS gewährleistet. Die Gefahr der Beschädigung der Hefte wird bei der Beförderung in Sammel sendungen verringert. Die durch den Verkehr über Leipzig gebotene Entlastung des eigenen Betriebes erweitert die Möglichkeit, sich nachdrücklich mit Kundenwerbung, Herstellungsarbeiten, Autorenkorrespon denzen u. a. m. zu befassen, die ja über die sonst gegebene Belastung mit mechanischer Alltagsarbeit vielfach zu kurz kommen und doch die wichtigsten Arbeiten für die Firmen inhaber oder deren leitende Angestellte sind. Schließlich sei noch auf die Vorteile hingewiesen, die darin liegen, im Bedarfsfall den Kredit des Kommissionärs in An spruch nehmen zu können, sei es für die Einlösung von Bar- qraketen, sei es in Form von Vorschüssen auf bevorstehende Einnahmen aus der Auslieferung. Aus all dem ergibt sich, daß bei der Eigenart der buchhändle rischen Ware der wirtschaftlichste Bezugs- und Lieferungs weg der Verkehr über Leipzig ist. Er ist um so vorteilhafter, je stärker der Kommissionär in Anspruch genommen wird. Wir geben nachstehend eine ziffernmäßige Gegenüberstellung der Kosten des direkten Verkehrs und des SammelbezugS über Leipzig, welche die großen Vorteile deö Verkehrs über Leipzig klar erweist. 9
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