Ostermeßabrechnung )0 Jahre Äerein Leipziger Kommissionäre Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhnnderrs haben die Leipziger Kommissionäre ihre berufsständischc Ver tretung im Börsenverein der Deutschen Buchhändler und besonders im Verein der Buchhändler zu Leipzig ge sehen; waren doch die Kommissionäre meist gleichzeitig Verleger, Sortimenter oder Antiquare. Allmählich war aber auch innerhalb des Leipziger Buchhandels eine zunehmende Spezialisierung der Firmen auf bestimmte Ge schäftszweige eingetreten; dazu kamen mit dem allgemeinen Ausbau des Verkehrs die gesteigerten Anforderungen an den buchhändlerischen Verkehr über Leipzig und so entstand Anfang der 80er Jahre das Bedürfnis nach einer besonderen Zusammenfassung der Interessen des Zwischenbuchhandels. Am z. Dezember 188z traten die Vertreter einiger größerer Leipziger Kommissionsgeschäfte zu einer Beratung zusammen, in welcher Weise am besten die den Verkehr über Leipzig betreffenden Fragen gemeinsam geregelt werden könnten. Es wurde beschlossen, einen Verein der Leipziger Kommissionäre zu gründen zur Pflege der Verkehrsintereffen des Buchhandels und der Belange der Leipziger Kommissionsgeschäfte mir dem Zweck, „Die Interessen des soliden Buchhandels zu fördern und ihn gegen destruktive Bestrebungen zu schützen". Nach Aus arbeitung der Satzungen folgte am 2z. Januar 1884 die Gründungsversammlung, welche die Satzungen ge nehmigte und folgende Herren in den Vorstand wählte: M. C. Cavael i. Fa. Robert Friese, I. Grunow i. Fa. Fr. Ludw. Herbig, Karl Franz Koehler, C. A. Schulze i. Fa. L. A. Kittler, Ludwig Staackmann, Carl Vocr- ster i. Fa. F. Volckmar, letzteren als Ersten Vorsitzenden. Eine Liste der Firmen, deren Inhaber dem Verein beitraten, ist am Schluß dieses Artikels beigefügt. Nunmehr setzte eine lebhafte Tätigkeit ein. Sic erstreckte sich in erster Linie auf eine Verbesserung des internen Verkehrs zwischen den Kommissionären, wie Organisation des Barpaket-AuStauscheS, Einführung der wöchent- l