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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.03.1872
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1872-03-13
- Erscheinungsdatum
- 13.03.1872
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Nichtamtlicher Thcil. 955 JL 60, 13. März. befriedigende ist, diese beiden Fragen dürften wohl statt aller Worte dadurch beantwortet fein; daß vom 1. Juni bis 31. December v. I. 320 Stellen-Gesuche von Gehilfen, und 18l Stellen-Angebote von Prinzipalen mir zukamen. Für diesen Beweis des Vertrauens danke ich hiermit öffentlich und bitte höflichst, dasselbe auch ferner mir erhalten zu wollen. Gohlis-Leipzig, ö.'Mätz 1872. E. Wadsak. Misccllen. In dem badischen Kirchen- und Volksblatt vom 10. März findet sich eine Anzeige von dem Ausschuß der südweftdentschen Konferenz für Innere Mission^ daß er in den Stand gesetzt sei, dii> bk^ jstz't erschienenen drei Pande der „Deutschen Volks bibliothek" (Verlag.von Jul ins Niedner in Wiesbaden) mit einer Preisermäßigung von 25 Procent anbieten zu können, ebenso auch die in dem gleichen Verlag erschienene Schrift von B. Lohmann: „Ethische Studien aus Frankreich" anstatt 1 fl. 45 kr. für den Preis von 1 fl. 20 kr., wobei überdies alle Schriften den Bestellern franco zugesandt werden sollen. Derartige öffentliche Bekanntmachungen schaden nicht nur dem Sortimentsbuchhandel, sondern auch der in der vorliegenden Anzeige besonders empfohlenen „Verbreitung guter Volksschriften", denn cs ist bekanntlich einesThatsache, daß ihren Stand respectirende Buchhändler sich des Vertriebs solcher Schriften, mit welchen ihnen durch Pfarrer re. und durch milde Gaben erhaltene Vereine Concurrenz gemacht wird, enthalten. Denkzettel für Sortimenter. — In der Rheingegend läßt Hr. Pahne Prospecte zum „Neuen Blatt" den Local blättern beilegen, mit der groß gedruckten Uebcrschrift: „Alle Bestellungen sind bei der nächsten Postanstalt anfzugeben." Auch der auf der Rückseite der Prospecte befindliche Bestellzettel ist — damit ja Niemand sich mit demselben in die am Ort befindliche Buchhandlung verlaufe — ausdrücklich nur an die Postanstalt adressirt. Die'Kutisthändlung Micthke L'Wawra in Wien hat, wie die „Presse" meldet, Makart's Bild: „Huldigung der Katharina Cornaro", um die in der Geschichte der Preise unerhörte Summe von 90,000 Fl. oesterr. Währ, angckauft. Davon entfallen 75,000 Fl. für das Bild selbst und 15,000 Fl. für das Recht der Vervielfältigung. Aus Rußland. — Die in St. Petersburg erscheinende „Nor dische Presse" berichtet: „Der Handel mit Büchern und der Bekkrffeb derselben liegt in Rußland bekanntlich noch sehr im Argen. Feste Ladenpreise, Buchhändler-Börsen, ja nur einigermaßen voll ständige Lager inländischer Druckschriften fehlen noch ganz (die Ostsee-Provinzen, Finnland und Polen ausgenommen). Die beiden Hauptstädte des Reiches sind noch am besten versorgt; schon die Gouvernements-Städte haben kaum etwas,-was den Namen einer ordentlichen Buchhandlung verdiente, und auf dem Lande kann man oft genuß' Drllcksüchen nach dem Gewichte kaufen. Dem gegenüber sind Jahrmärkte, ein wie zurückgebliebenes Auskunftsmittel für den Austausch von Producten dieselben immerhin auch sind, doch auch für den Buchhandel von Werth und es ist in kulturhistorischer Be ziehung interessant, die Daten zu vergleichen, welche der „Odessaer Bote" über den Bücher-Umsatz auf dem Winter-Jahrmarkt zu Charkow bringt. Angeführt wurden Bücher für 15,000, verkauft für 7000 Rbl.; davon kauften die Buchhändler in Charkow für 4000 Rbl. Für 2000 Rbl. wurden medizinische und juristische Vüchcr gekauft, besonders das Civilrecht Poibedonosfzew's und die Sammlungen der Urtheite des Caffationshofcs; Schulbücher gingen ab für 500 Rbl., weist Wostokow's abgekürzte GrckMMtik; belle tristische Schriften für 2800 Rbl. Der Bücher-Umsatz auf dem Jahrmarkt zu Charkotv steigt übrigens von Jahr zu Jahr." tVeuer ./ui- nbck öiä/wtAel-u'i'rEiVcäafij. 8er- susAeAsbeu von Dr. ll. ketrbolckt. llsbrA. 1872. 8elt 3. Inllnlt: Der UuelilläncUer ^ckolpsi LnobtinA in Xorck- Imuesn ul-, Libliograxb. — Dis 8tiktsbibliotlielr in dlar- tiniibsrA bei Uaab. — Dis Dittsintnr äss Deutsob-k'rnn- 208i8eben Leises« 1870—71. (DortsstriunA.) — Inttera- tur und Novellen. — ^IlAeinsins LiblioAia^Iiis. Personalnachrichten. Unser», hochverehrten College» Herrn Wilhelm Heinrichs hofen in Magdeburg wurde vor einigen Tagen das seltene Glück zu Theil, seinen neunzigsten Geburtstag zu begehen. Wir ent nehmen darüber dem „Magdeburger Correspondcnten" Folgendes-: „Ein für die Kunst,insonderheit für die Musik sein Leben lang sich warm interessirender und letztere in jeder Weise unterstützender Mäccn feiert heute, den März, das gewiß seltene Fest seines neunzigsten Geburtstags in fast noch jugendlicher Geistesfrische: unser verehrter Mitbürger, der Nestor der hiesigen und, soviel wir wissen, auch der deutschen Buch- und Musikalienhandler, HcrrHci»richshofeN. Samint- liche hiesige musikalische Kreisenahmen von dieser seltenen Feier freudig Veranlassung, um dem verehrten Greise ihre Ovationen darzubringcn. Nachdem ihn die Mitglieder seiner Familie, sowie das Geschäfts personal beglückwünscht, eröffnete den musikalischen Festesgruß Hr. Musikmeister Fuchs mit seinem Corps durch den Choral: „Lobe den Herren re. und noch drei Musikpiecen. Es erschienen dann nach einander das Musikcorps der Artillerie, die Theatercapelle, der Or chester-Dilettantcnvercin, das Musikcorps vom 66. Regiment, der Mühling'sche Liedcrkranz rc. Möge es dem anspruchslosen, von echt christlicher Gesinnung beseelten, stets wohlthätig im Stillen wirken den Silbergreise durch Gottes Gnade noch lange vergönnt sein, unter uns zu weilen." Nachstehendes Gedicht hatte dagegen schon in der Sonntagsnummer der Magdeburger Zeitung (da eine solche am Montag nicht erscheint) gestanden: Am 4. März 1872 dem Neu »zig jährigen. Heil Dir, Greis, zum hculigen Lage, an welchen Du neunzig der Jahre auf Erden nun lebest. Bleib' froh und gesund und machc^ so wünsche ich herzlich, und Viele mit mir, ein Säculum voll. Und Heil Dir, Magdeburg, denn Du besitzest in ihm einen Deiner edelsten Bürger, Der, wenn auch silbern sein Haar, schaffet noch rüstig für Wissen und Kunst. Infolge des Gedichtes und der Scneraden erfolgten natürlich noch sehr viel Glückwünsche von Privatpersonen rc-, da sich dadurch der Geburtstag ausgesprochen hatte, denn derselbe war wohl bisher, bei der Bescheidenheit des alten Herrn, gar Wenigen bekannt. — Der gesammte Buchhandel aber wird gern in die obigen Glückwünsche einstimmen, welche dem „Papa Heiurichshofen" geworden sind; so wird der verehrte Herr in ganz Magdeburg von Groß und Klein, von Vornehm und Gering, wie auch von seinen näheren Freunden im Buchhandel schon seit langen Jahren genannt. a—2. Herr A. W. Schulgen in Düsseldorf ist in Anerkennung seiner Verdienste um die Verbreitung religiöser Kunst von Papst Pius IX. zum Ritter des Ordens vom h. Sylvester ernannt worden. Der König von Württemberg hat dem Inhaber von P. L. Adam's Verlagsbuchhandlung in Ulm, Herrn Dr. Adam, Vorstand der Han dels- und Gewerbe-Kammer, den Titel und Rang eines Commer- zi cnra ths verliehen. 127*
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