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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.10.1931
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- 1931-10-01
- Erscheinungsdatum
- 01.10.1931
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- Deutsch
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MrskÄMEMDtMtlM VuMmM Nr. 228 (N. 114). Leipzig, Donnerstag den 1, Oktober 1931. 88. Jahrgang. Redaktioneller TA Bekanntmachung der Geschäftsstelle. Betr.: Mitglicdsbeitrag. Wir bitten hiermit unsere Mitglieder, den Mitglicdsbeitrag von Mk. 11.25 für das vierte Vierteljahr 1931 iOltober—Dezember) auf Postscheckkonto Leipzig 13 463 spätestens bis zum 2 5. Oktober 1931 zu überweisen. Bei den Zahlungen ist anzugebcn: Betr. dl. L. 4. Vierteljahr. Soweit Zahlung durch Kommissionär oder über die BAG in Frage kommt, wird die Einziehung der Beiträge auf diesem Wege erfolgen. Wir bitten, durch baldige Zahlung oder rechtzeitige An weisung des Kommissionärs zur Abkürzung des Einzugsver- fahrens beizutragen. Leipzig, den I. Oktober 1931. vr. Heß. Aufruf zur Linderung -er Not -er Angestellten -es -rutschen Buchhandels Durch die außerordentlich katastrophale Wirtschaftslage, die gegenwärtig die ganze Welt heimsucht, wird in unserem Daterlande die Angestelltenschaft im Luchhandel besonders hart getroffen. Wir wollen uns in dieser ernsten Stunde nicht streiten um die Schuld, sondern wir wollen Helsen! — Oer Streit macht keinen Hungrigen satt! — klm ein neues menschliches Verständnis unter den deutschen Volksgenossen zu schaffen- — um die große Not zu lindern und die Sorge um die Zukunft etwas zu bannen, richten wir an den deutschen Äuchhandel die dringende Litte, mit zutun am Werk der christlichen Nächstenliebe und im Kampf gegen die Not. Jede Gabe, auch die kleinste, ist uns bei unserem Hilfswerk für die Angestellten des deutschen Luch- Handels, das wir angesichts des kommenden Winters durch- führen wollen, herzlich willkommen. Sei es nun Geld — Lebensmittel - Kleider — Wäsche — Holz und Kohlen, oder sonstige Dinge! — alles kann helfen, wenn es zur rechten Zeit gegeben wird. Man denke auch an die Kinder, denen bereits in der frühesten Fugend durch die Not der Ernst der Zeit ausgeprägt wird. Es soll und darf daher keiner sagen: „Mir geht es selbst nicht gut, ich kann nichts geben". Sondern wir appellieren an den jederzeit opferfreudigen Geist im Äuchhandel und bitten, alle Gaben unter dem Kennwort „Nothilfe des deutschen Luchhandels" an untenstehendeAnschristen zu richten. Geldsendungen erbitten wir auf das Postscheckkonto Leipzig si 014 Allgemeiner Deutscher Äuchhandlungsgehilfen-Verband. Also „wer schnell gibt — gibt doppelt!" Notstandsunterstühungskaffe des Allgemeinen Deutschen LuchhandlungSgehilsen-Verbandes Leipzig L i Äerlin SW 11 Hospitalstr. 2S Sttesemannstr. 26 Das Seminar für Duchhandelsbetriebslehre an der Handelshochschule in Leipzig im Sommer-Semester 1931. Die Arbeit des vergangenen Sommer-Semesters wurde mit einer Untersuchung über den »Begriff des Berlages im Buchgewerbe- begonnen. Es war dabei auszugehen von dem allgemeinen Begriff des Berlages, wie er in der sozial- ökonomischen Wissenschaft eine Rolle spielt, besonders seit der Bücherschen Definition als »gewerbliches Betriebssystem-. Diese Definition wurde einer eingehenden Kritik unterzogen. Die historische Ableitung und die Untersuchung der Erscheinungs formen des Verlages auf anderen Gebieten (z. B. im Montan - und Textilgewerbe) führt zu dem Ergebnis, daß sich die übliche Erklärung des Berlages im Buchgewerbe als »ein Vorschuß- geben an Personen« nicht aufrechterhalten läßt. Der Verlag im Buchgewerbe stellt sich vielmehr dar als »Kosteubestreitung für eine Sache . Er unterscheidet sich damit grundsätzlich von den Formen des Verlages aus anderen Gebieten. Auch erweist sich, daß entgegen der Bücherschen Auffassung das Schwergewicht des buchhäudleri'schen Verlages nicht im Handel, sondern in der Produktion liegt. Diese Gedankengänge sind ausführlicher' be handelt in einer Arbeit des Referenten vr. Helmut Bücking: »Verlag, Verlagsbuchhandel und Unternehmer- (Münchener volkswirtschaftliche Studien, N. F., Heft 18. Jena: Gustav Fischer, 1931). In der Linie dieser Betrachtungen lag dann auch die Er örterung über »DasUnternehmertum desdeutschen B e r l a g s b u ch h a n d e l s«. Es wurde dabei angeknüpsl an die Arbeit gleichen Titels von Erich Scherer, Neben die sozial ökonomische Definition des Verlegers tritt die berufsethische. Aus den Modifikationen des Altersaufbaues, der sozialen und geographischen Herkunft sowie des Bildungsganges formt sich das Bild der einzelnen Berlegerpersönlichkeitcn. Es ist dabei das Verhältnis zwischen der geistigen und der wirtschaftlichen Funktion des buchhändlcrischcn Unternehmers zu klären. Wäh rend Scherer den Jdealtypus des Verlegers entwickelt, wurden hier die Variationsmöglichkciten und ihre Bedingungen unter sucht. Die speziell betriebswirtschaftlichen Themen fanden ihre Fortsetzung in einer Arbeit über die »Ladenpreisen!- wicklung und -bin düng in der Darstellung und KritikAugust Schürmanns«. Dies bildete die WSiter- führung des im vorletzten Semester begonnenen Themas »Preis bindung der letzten Hand im deutschen Buchhandel«. Diesmal lag das Schwergewicht in der Betrachtung bestimmter Entwick lungszüge. Schürmann, der teilweise übrigens im Auftrag des Soriimentervereins schrieb, war anfangs Gegner der Preisbin dung. Es wird gezeigt, wie im Widerspiel der Meinungen sich erst bestimmte Formen des wirtschaftlichen Denkens durchsetzen müssen, ehe die Vorstellung des festen Ladenpreises, der Preis bindungen, endgültig festen Fuß fassen konnte. Zu geschichtlichen Vergleichen führte auch eine Betrachtung der »Alten und der neuen Verkehrsordnung«, in dem an die Entwicklung der buchhändlerischen Verkehrsregelun gen angeknüpft wurde. Die Besprechung wichtiger Einzelpara- graphen machte den Wandel besonders klar. Ausführlicher wur den die Fragen des Gerichtsstandes, der Rückgabefrist und der Rechtsgültigkeil der Bestellung behandelt. In andere Zusammenhänge führte ein Referat über die »Buchbesprechung». Angeknüpst wurde an das Buch von Groth über die Zeitung (Bd. I). Im Mittelpunkt stand die Frage 8öS
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