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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.09.1930
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1930-09-13
- Erscheinungsdatum
- 13.09.1930
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- Deutsch
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213, 13. September 1930. Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. Silbernes Ehrenzeichen. — Herrn Traugott Schönfelder, erstem Lagerverwalter der Firma Neufeld L Henius in Berlin, wurde in Anerkennung seiner 4vjährigen treuen Pflichterfüllung vom Börsenverein das silberne Ehrenzeichen zuerkannt. Als Vierund- zwanzigjähriger trat Herr Schönfelder am 15. September 1890 als Lagerist in die Firma ein und konnte sich dank seiner Fähigkeiten und seiner vorbildlichen Pflichterfüllung schnell von Stufe zu Stufe bis zum ersten Lagerverwalter heraufarbeiten, ein Posten, den er nun bereits seit 20 Jahren innehat. Sprecbsaal Zur Kuvertierung von Werbebriefen u. Prospekten. Ein Beitrag für Verleger und Sortimenter. Uber die Kuvertierung von Werbebriefen und Prospekten im Buchhandel ist heute noch vieles zu sagen, obwohl wir eine Zeit intensiver Beschäftigung mit Werbedingen hinter uns haben. Jede Propagandasendung muß zunächst einmal dem Empfänger vollinhaltlich zur Kenntnis kommen. Darum bemühen sich die Werbe leute, daß sich Prospekt und Prospektumhüllung dem Öffnenden als ein gefälliges und zweckmäßiges Ganzes dartun und daß Aufmerk samkeit und Interesse während der Postöffnung wachgerufen, wach gehalten und zur positiven Kaufentscheidung gesteigert werden. Dieses Moment cklüßte für den Buchhandel besonders wichtig sein, da die Werbung für das Buch im allgemeinen nicht die Ausdrucksmöglich keiten text- und raumgestaltender Art hat wie die für andere Objekte. Die werbliche Bearbeitung durch andere Branchen gibt auch den Kun denkreisen des Buchhandels die Grundlage für eine, wenn auch ge fühlsmäßige Bewertung dieser Dinge. Zum andern muß zuvor fest gestellt werden, daß die zweckmäßige Kuvertierung nicht nur das Eintüten selbst ist, vielmehr gehört zu ihr auch, daß der Prospekt so hergestellt wird, daß eben diese zweckmäßige Kuvertierung ermöglicht wird. Erstes Beispiel: Einem Hauptprospekt waren verschiedene ein schlägige und allgemein interessierende Prospekte beigegeben. Sie kamen in einer wenig zweckmäßigen Folge an: hinter dem Haupt prospekte kam der Prospekt allgemeinsten Inhalts, dann wurde die vierte Seite eines dritten Prospektes sichtbar usw. Zweites Beispiel: Ein Prospekt in Folioformat (22 :44 em) ist in einem gewöhnlichen Geschäftsbriefumschlag (16 :13 em) versandt worden. Wir wollen nicht von dem wenig ästhetischen Anblick reden, den dieses Gefalte in dem zu kleinen Umschlag bot, sondern feststellen, daß der Prospekt von jedem Empfänger, mit Ausnahme solcher Stel len, die an systematische Postöffnung gewöhnt sind, als vollkommen uncharakteristisches Etwas dem Umschlag entnommen werden mußte: man konnte nämlich nur einige große auf den ersten Blick unzusam menhängende Buchstaben bemerken: auf der andern Seite fand man einige Zahlen über Seiten, Abbildungen usw. Drittes Beispiel: Ein Werbebrief, dem eine Anzahl Prospekte als Beilage mitgegeben war, ist so versandt worden, daß der typographisch hervorgehobene Titel so tief, d. h. auf der unteren Hälfte des Brief blattes stand, daß er überhaupt nicht zur Geltung kam. Ein Großteil der Fehler nach der Art des ersten Beispiels kommt auf das Konto des jüngeren Personals, das zu solchen Arbeiten heran gezogen wird und für diese Gesichtspunkte noch wenig oder kein Ver ständnis hat. Aber die Anordnung der Kuvertierung ist Sache des verantwortlichen Propagandamannes, der ein Kuvertierungsmuster anzufertigen und sich in angemessenen Zeitabständen zu überzeugen hat, ob seine Anordnung auch tatsächlich befolgt wird; dann werden Fehler dieser Art vermieden. Dagegen sind an Fehlern des zweiten und dritten Beispiels Ver lag und Sortiment beteiligt. Es kann dem Sortiment nicht zuge mutet werden, für einen Folioprospekt entsprechend große Umschläge zu verwenden (die nur in TauenquaMät zu beziehen sind), wenn das Buch selbst nach Art und vielleicht auch nach Preis einen solchen Auf wand nicht zuläßt. Das zweckmäßigste Prospektformat ist das Oktav format 15,5 :23 em, das sich aus dem gebräuchlichen Papierformat 64 : 66 em ergibt und in dem gewöhnlichen Geschäftsbriefumschlag alten Formats noch genügend Raum für Beilagen läßt. Diese Um- schlaggröße ist weitaus die billigste. Auf der anderen Seite sollte das Sortiment bei Prospekten, die tatsächlich nur in einem größeren For mat hergestellt werden können (Bilder, Probeseiten), Umschläge pas senden Formats benutzen und sie nicht durch dreifache Faltung um ihre Wirkung bringen. Vielleicht läßt es sich ermöglichen, daß der Verlag bei Prospekten größeren Formats nicht über das Maß hinaus geht, das die Verwendung eines bestimmten, vielleicht in besonders großen Mengen und dadurch billig herzustellenden Umschlagmaterials zuläßt. Aufgabe des Verlages ist es aber vor allem, den Prospekt so anzuordnen, daß bei normaler Faltung dieser auf dem zunächst oder vor allem sichtbaren Seitenteil ein Maximum und Optimum an Angaben bringt, die für das angebotene Werk charakteristisch sind. Der Autor eines Werkes darf z. B., wenn sein Name für den Ver trieb wichtig ist, nicht erst auf der unteren Hälfte der Seite verzeichnet sein, da diese in der Regel verdeckt ist, zumindest aber im ersten und oft entscheidenden Augenblick nicht gesehen wird. Die Propa- gandaraison erfordert aber auch bei Werbebriefen eine Text gestaltung und -anordnung, die das Wesentliche an eine falzmäßig günstige Stelle bringt. Es ist gut, den Kopf der Briefformulare, die diesem besonderen Zwecke dienen, so einzurichten, daß ein möglichst großer Raum auf der oberen Vorderseite die größte Freizügig keit gibt. Wichtig ist auch, daß Bestellkarten, die der Verlag seinen Pro spekten anheftet, so angebracht werden, daß sie von keiner Faltung getroffen werden. Das sieht einmal unschön aus und erschwert zum andern, wegen der Verwendung von Karton, das Falzen selbst. Einzeln geschriebene Briefe werden in der Regel im Anklang an persönliche Mitteilungen so gefaltet, daß die Anschriftseite nach innen sieht. Ebenso werden mechanisch vervielfältigte Briefe gefaltet, wenn sie eine persönliche Mitteilung vortäuschen sollen; sollen oder können sie ihre mechanische Vervielfältigung nicht verleugnen, so können sie auch nach außen gefaltet werden, zumal wenn sie, wie es heute sehr oft vorkommt, nicht briefmäßig, sondern akzidenzmäßig gesetzt sind oder ein besonderes Angebot enthalten. Prospekte sollen nur nach außen gefaltet werden. Rolf Elbmann. Sin Fall von vielen. Immer und immer wieder kommt es vor, daß Verleger, die der BAG angeschlossen sind und über Leipzig verkehren, bei direkten Sendungen den Rechnungsbetrag per Postnachnahme erheben und den vollen Unkostenbetrag in Rechnung stellen. So erhalte ich heute wieder eine Sendung, die sich folgendermaßen zusammensetzt: Buch orö. 2.— netto 1.40 Portoauslagen —.40 IM Demnach bleibt mir ein »Verdienst« von Mk. —.20, von dem aber noch das Porto des Bücherzettels mit Mk. —.03 abzurechnen ist, da direkter Versand notwendig war, weil dieser Verleger auch kein Auslieferungslager unterhält. Kein Verdienst und mehr Arbeit! Verleger, mehr Verständnis für die Belange des Sortiments! Ein Sortimenter. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachung: Buchhänblerverein der Provinz Branden burg betr. Hauptversammlung. S. 888. Artikel: Eugen Dieberichs ß. Von Pros. Menz. S. 88S. Sommersreizeit in Wernigerode. Von Neinh. Vesper. S. 888. Besprechung: Wiegler, Geschichte der deutschen Literatur. S. 888. Kleine Mitteilungen S. 888—881: Jubiläen: A. H. Pusch, Potsdam; Carl Rühle, Leipzig; H. Langmaak, Hamburg / Karten im Maßstabe unter 1 : A00ÜMI in Italien verboten / Aus Däne mark / Photomontage und modernes Plakat / Bisher unbekannte Faust-Illustrationen / Bilanz vr. Sellc-Eysler, Berlin / Aus dem Buchdruckgewerbe / Verbotene Druckschriften. Personalnachrichten S. 881: Jubiläum Richard Reißhauer, Berlin / Silbernes Ehrenzeichen. Sprechsaal S. 882: Zur Kurvertierung von Werbebriesen und Prospekten. Verantwort!. Schriftleiter: Franz Wagner. — Verla»: Der Börsenveretn der Deutschen Buchhändler zn Leipzig, Deutsches Buchhäiidlerhau». Druck: E. HedrtchNachf. Sämtl. in Leipzig. — Anschrift d Sckristleitiing u. Expedition: Leipzig E 1. Vericktöwea 2»i iBuchbändlerhauv». Pvstschliekfach 274/7S 892
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