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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.12.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-12-19
- Erscheinungsdatum
- 19.12.1919
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- Deutsch
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B-rsenSlatt f. d Dtschn. Buchhandel Redaktioneller Teil. 280. 19. Dezember 1919. ihre »innere Harmonie, ihre in allen Unterteilen genaue Abgewogen- heit, die Klarheit ihrer Formen und das Fehlen jeder ausfallenden Äußerlichkeit«. Diese, iu der Amsterdamer Letterngießerei verviel fältigte Type ist bestimmt für Ausgaben des neuzeitigcn Schrifttums. Lucicn Pissaros Type dient Werken der alten Literatur. Zur stilisti schen Unterlage für seine Entwürfe nahm er die »Carolina«, denn nach dem Ausspruch der Auftraggeber sollte die Letter sowohl für gotisch geartete Werke wie für solche von klassischem Charakter verwendbar sein. Nach Pissaros Entwürfen hat der englische Buchstabenschueider E. C. Prince die Lettern geschnitten, er, der auch für Morris und andere berühmte Handpressen Englands gearbeitet hatte. Die Lettern von De Noos erhielten den Namen »Zilvertype«, die von Pissaro »Disteltype«. Eine zweite Sorge war die um das Papier. Anfänglich verwen dete die Silberdistel das bekannte, auch von Morris gebrauchte Bat- chelor-Bütten. Batchelor, der Freund von Morris, der dieses Papier mit der Hand schöpfte, versah die für die Silbcrdistel bestimmten Bogen mit einem besonderen Wasserzeichen. Da der Krieg die Papierlieferung aus England erst einschränkte, dann ganz zum Stocken brachte, mußte die Silberdistel nach einer Papiermühle im eigenen Lande Umschau halten, die sie deun iu Ucheleu bei Apeldoorm fand, wo van Houtum nach Mustern des 18. Jahrhunderts fein gerippte Papiere mit der Hand schöpfte. 'Das Papier sieht älter aus als das von Batchelor; auf solchem ist das letzte Werk der Zilverdistelpresse »De Liedekcus vau Suster Bertken« gedruckt, während noch auf Batchelor-Papicr die vorhergehenden Drucke »Over Boekkuust cn de Zilverdistel«, 1916 (7V Expl.); »Cheops vau Leopold«, 1917; »Prometheus Unbouud«, 1918 (125 Expl.) hergestellt sind. Augenblicklich wird an einer Ausgabe von Kloosscheu Gedichten gearbeitet. Die nicht geringe Anzahl deutscher Kenner und Freunde der Zilverdistel-Druckc wird nicht verfehlen, heute, nach Ablauf des ersten Jahrzehnts, dem Unternehmen seine Hoch- schätzung und fiir sein weiteres Schaffen die besten Zukunftswünsche auSzlckrücken. H. Kleine Ritteilunzen. Schwedische Anerkennung für deutsche Forscher. — Nach der »Voss. Ztg.« hat die schwedische Akademie der Wissenschaften Professor Wal ter Nernst, den Direktor des Physikalisch-Chemischen Instituts der Berliner Universität, zu ihrem ordentlichen auswärtigen Mitgliede ge wählt. Die Technische Hochschule iu Stockholm hat die goldene Eeder- gren-Mcdaillc, die aller fünf Jahre einmal vergeben wird, dem Leiter des Telegraphcn-Versuchs-Amts des Neichspostministcriums Professor vr. K. W. Wagner »in Anerkennung seiner wissenschaftlichen und technischen Arbeiten auf dem Gebiete der Elektrotechnik« verliehen. Vom österreichischen Papiermarkt. — Durch einen Erlaß des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie uuö Bauten wurden die Preise für Papier, Pappe, ungebleichte Zellulose und Holzschliff um 30°/o erhöht. Ter Preis für gebleichte Zellulose erhöhte sich gegen über dem Preise für ungebleichte Zellulose um 89 Kronen für 199 Zu den neuen Preisen haben die Holzschleisereien und Zellulysesabri- ken dem Wirtschaftsverbande der Papier-Industrie zwei Drittel der Monatserzeugung zur Verfügung zu stellen. Das verbleibende Drittel erfährt noch einen weiteren Preisaufschlag von 50°/«, insgesamt also 80°/,. Die neuen Aufschläge, die am 1. Dezember in Kraft treten, werden den am 6. September d. I. festgesetzten Preisen hinzugerechnet. Die Preise für ungebleichte Zellulose betragen nunmehr 276 bzw. 382 Kronen, für ungebleichte Zellulose 356 bzw. 462 Kronen und für Holzschliff 114 bzw. 158 Kronen für 199 Schadenersatzansprüche geschädigter Schriftsteller gegen streikende Buchdrucker. — Durch den jüngst beendigten wilden Buchdruckerstreik in Königsberg, der das Nichterscheinen der dortigen bürgerlichen Presse im Gefolge hatte, wurden die ständigen Mitarbeiter dieser Zei tungen erheblich betroffen, sodaß sie einen sehr fühlbaren Ausfall an Honorar erlitten. Diese Schriftsteller hüben nun gegen die am Streik beteiligten Buchdruckergehilfen gerichtlich Schadenersatzansprüche gel tend gemacht. Der grundsätzlichen Bedeutung wegen will mau diesen Prozeß in allen Instanzen durchführen. Ein Deutscher Juristenbund ist am 1. Dezember im Ncichsjustiz- ministerium gegründet worden. Einer Anregung des Herausgebers und Verlegers der »Deutschen Juristenzcitung«, vr. Otto Licbmann, entsprechend, haben sich sämtliche berufsständischen Vereinigungen der Juristen zu gemeinsamer Arbeit zusammengeschlossen. Der Juristen-- bund wird u. a. dafür cintreten, daß dem gelehrten Juristentum die ihm gebührende Stellung erhalten bleibt. Er soll alle diejenigen Inter essen gemeinsam vertreten, die den gesamten deutschen Juristenstand angchcn, bei der Gesetzgebung insonderheit durch Begutachtung und Mitarbeit an den Gesetzen Mitwirken. Den Vorstand bilden: von Rich tern: Obcrliandesgerichtspräsident vr. v. Staff, Düsseldorf, Senats- präsiüent vr. Koffka, Berlin, und Erster Staatsanwalt vr. Leeb, Mün chen, 1. Vorsitzender des Deutschen Nichterbundes; von Rechtsanwälten: der Vorsitzende des Deutschen Auwaltvereins, Geh. Justizrat vr. Heiliger, Köln, bzw. Justizrat Kurlbaun, Leipzig, Geh. Justizrat vr. Engen Fuchs, Berlin, und Justizrat vr. Buhmann, München; für die höheren Verwaltungsbeamten: der 1. Vorsitzende der Bundes der höheren Verwaltungsbeamten, Staatsminister Exzellenz vr. Lentze, Berlin, und der 1. Vorsitzende des Berufsvereins der höheren Kom- munalbeamtcn, Oberbürgermeister a. D. vr. Künzer, Berlin; fiir die Nechtslehrer an den Universitäten und Hochschulen: Prof. vr. Kauf mann, Berlin, und Geh. Jnstizrat Prof. vr. Zitelmann, Bonn; für die Gruppe derjenigen, die keiner berufsständischen Vereinigung ange- hörcn: der Herausgeber der »Deutschen Juristenzeitung« vD> Lieb mann. Otto Henning Akt -Ges. in Greiz. — Bilanz vom 30. Juni ISIS. -z Maschinen 28 000 Schritten 3 000 Littzoiraphiesteine und Klischees 1 Inventar 1 Stanzeisen und Prägeplatten I Warenvorräte 46 386 12 Debitoren S2 «82 31 Kasse 827 64 Wechsel 1 848 20 Postscheckamt Leipzig - 241 10 Städtische Sparkasse Greiz 747 04 Dresdner Bank. Filiale Greiz 55 084 61 Hypothekenforderung 28 000 — Verla,-werte . . 3 Patente I — 196 824 02 «tt!enl«»tt»l 69 000 — Aklienzusammenlegung 26 743 — Reservefonds 4 656 88 Rückstellungskonto 4 000 Warenschulden . . . 35 376 0» Darlehnoschulden 4 600 Nicht ab,eyobene Dividende 1917/18 120 Kleine Aostenrückßünde 2 000 Gewinnoortrag 1917/18 7 »79i60 Reingewinn 1918/19 42 448 4» 1»« 824 02 Verlust- und Gewinnkonto. Rückstellung-konto Kursminderung auf Wertpapiere Reingewinn 1918 19 Gewinnvortrag 1917/18 .... § 8 945 20 " 2 690 94 5 220 — 42 4,8 45 7 979 60 67 181 19 Betriebsergebnis 1918 19 Gewinnvortrag 1917/18 59 20, 7 979 59 60 67 184j19 Die von der heutigen Generalversammlung auf 15 L festgesetzte Dividende gelangt gegen Einreichung der ZinSscheine an unserer Kasse zur Auszahlung. In den Aussichtsrat wurden wiedergewühlt die Herren Fabrikbesitzer Max Schwarz und Han» Scheibe, beide in Greiz. Greiz, den 29. November 1919. Der Vorstand der Firma Otto Henning ZVG. Nusch. (Deutscher ReichSanzeiger Nr. 282 vom 9. Dezember 1919.) PkrsoimUlaAWe«. Heinrich Schenk! s. — In Wien ist der Ordinarius der klassischen Philologie au der dortigen Universität Prof. vr. Heinrich Schenk!, Mit glied der Wiener Akademie der Wissenschaften, im 61. Lebensjahre gestorben. Der Gelehrte war Mitherausgeber der »Zeitschrift fiir die österreichischen Gymnasien« und der »Wiener Studien«. 1172
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